Eine Fahrt durch den Issaan

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Mang-gon-Jai

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Eine Fahrt durch den Issaan (1)

Da saßen wir in Nong-Khai in einem vietnamesischen Restaurant und genossen die vorzügliche Küche. Uns gegenüber saß ein älterer Farang (also mein Alter) mit einer auch nicht mehr ganz jungen Thai. Er sprach fließend ‚Phasaa Issaan’. Unwillkürlich musste ich an unseren Otto denken. Erst wollte ich ihn ansprechen, habe es aber dann doch gelassen. Wenn er Kontakt gewollt hätte, hätte er sicher mich angesprochen, schließlich kennt er ja mein Userpic.
Dann betrat eine junge, hübsche Thai das Restaurant. Es war ein großes Hallo, sie war eine Freundin von Jindi. Sie hatten früher im gleichen Dorf gelebt, hatten sich aber etwa 5 Jahre nicht mehr gesehen.
Die Frau, sie hieß Noi, setzte sich zu uns und es begann ein lustiger Nachmittag zu werden. Noi erzählte, dass sie jetzt in Pattaya in einem 7/Eleven Geschäft arbeitet (Es ist mir ja egal, was sie arbeitet!) und zur Zeit Urlaub macht und ihre Familie besucht.
Irgendwie kamen wir auf das Thema ‚Khao-Phnom-Rung – ich wollte schon immer dorthin, aber irgendwie hatte es bisher nie geklappt. Noi war begeistert, Jindi wurde angestreckt und ich wurde überredet.
Noi schlug vor, mit dem Auto durch den gesamten Issaan, von Nord nach Süd, zu fahren. Sie wollte von ihrem Bruder ein Auto besorgen und schon am nächsten Tag könnten wir drei loslegen.
„Noi kann auch ein Auto fahren. Mang-gon Jai muss nicht immer allein fahren. Mang-gon Jai kann sich oft ausruhen“, erklärte sie mir.
Ich hatte nichts dagegen und war einverstanden. Am anderen Morgen um 07:00 Uhr würde sie Jindi und mich mit dem Auto ihres Bruders abholen.
Wir warteten bereits als sie pünktlich, gegen 09:30 Uhr, zusammen mit ihrem Bruder, erschien. Allerdings war ihr Bruder nicht ihr Bruder sondern ihr Ehemann.
Dieser hatte sich lediglich vergewissern wollen, dass Jindi tatsächlich mitfuhr und Noi nicht allein mit einem europäischen Mann verreiste.
Ich brachte ihren Mann also in seinem Auto (ein Pickup) zu seiner Hütte (30 KM) und kehrte dann allein (noch mal 30 KM) zurück.
Jindi und Noi warteten schon. Noi musste aber unbedingt noch ins Nachbardorf zu ihrer Freundin. Ohne sich von ihrer Freundin verabschiedet zu haben, konnte sie auf keinen Fall fahren.
Die Freundin wohnte allerdings nicht im Nachbardorf sondern etliche Dörfer weiter. Es waren bestimmt noch einmal 20 KM.
Erstaunlicher Weise wartete die Freundin, sie hieß Tap, bereits. Sie hatte eine große Reisetasche bei sich.
„Tap freut sich, dass sie nach Khao-Phnom-Rung fahren darf. Mang-gon Jai dschai dii!“

Ich fahre also mit drei Thai-Frauen durch den Issaan. Das kann einfach nicht gut gehen!

Jindi trug, wie fast immer, ihren Sarong. Dazu ein passendes Oberteil und die unvermeidlichen Badelatschen.
Noi hatte sich in eine enge Jeans gequetscht, trug hochhackige Schuhe und das Replik eines Designer T-Shirts.
Bei Tap wusste ich nicht, wohin ich wegsehen sollte. Sie hatte ein äußerst kurzes heißes Höschen an, aus dem auf der Rückseite die Backen hervorquollen. Das Höschen war so eng, dass man ihr jeden Wunsch von den Lippen ablesen konnte. Um die Brust hatte sie so einen knappen Flatterfummel gewickelt und sie trug Schuhe mit denen man außer darauf laufen alles Mögliche machen kann.
Diese Tour musste einfach schief gehen.

Erstaunlicher Weise ging es erst recht gut. Es war etwa Mittagszeit als wir endlich aufbrachen.
„Tap hat Hunger“, hörte ich dann auch bald.
„Noi möchte auch gebratenen Reis essen“, ergänzte diese. „Gebratenen Reis mit Gung“.
Wir steuerten also, wir waren schon fast eine halbe Stunde gefahren, das nächste Straßenrestaurant an und legten eine Mittagspause ein. Noi trank Heinecken-Bier.
„Das Bier hier ist aber preiswert“, bemerkte Noi. „Bei uns an der Bar kostet die kleine Flasche 80 Baht“.
„Wir arbeiten nämlich an der selben Bar“, klärte mich Tap auf.
Irgendwie war mir so, als hätte ich gestern was von einem 7/Eleven Geschäft gehört. Na-ja, das Alter. Ich bin nicht mehr der Jüngste und vergesse auch viel.

Nach der Mittagspause ging´s dann zügig weiter.
Ich beschloss nicht die Fernstraßen zu nutzen, sondern über die Dörfer zu fahren.
Nach einer fast 30 minütigen ununterbrochenen Fahrt quälte meine Damen der Durst.
„Tap möchte Nam-Coke trinken“, erfuhr ich.
„Noi will noch ein Bier Heinecken“
Wir fanden ein ‚Raan Düm’ und meine Begleiterinnen konnten ihren Durst stillen.
Dann ging´s zügig weiter. Etwas störend war allerdings, dass Tap unentwegt jammerte. Sie konnte nicht mehr sitzen. Das Heiße Höschen kneift im Schritt.
„Tap ist ganz unglücklich, aber Mang-gon Jai dschai dii. Mang-gon Jai fährt heute nicht mehr weit, na?“
Es kam noch ein anderes Problem:
„Noi muss mal“
Das war gar nicht so einfach. Zwar gab es in der gesamten Umgebung ausreichen Buschwerk. Nichts davon schien Noi allerdings geeignet. Entweder war das Gras zu hoch – es konnten Schlangen darin sein, oder das Gebüsch lag zu dicht an der Straße. Auch mussten die nächsten Häuser mindestens 2 Kilometer weit weg sein.
Aber wir fanden ein für Nois Zwecke geeignetes Gebüsch. Sie weigerte sich allerdings, es ganz allein aufzusuchen. Jindi sollte mitgehen.
Eigentlich sollte Jindi nicht mit, sondern zu erst gehen. Für den Fall, dass evtl. doch Schlangen dort sind, erschien es Noi schon sicherer, wenn diese Jindi beißen und nicht Noi (Jindi hat allerdings vor Schlangen keine Angst, sie fängt sie mit bloßen Händen).
Auch Tap wollte sich an dieser 'Hinter den Busch gehen Zeremonie' beteiligen, hatte aber das Problem, dass sie nicht wusste, wie sie aus dem Höschen kommen sollte.
Sie zieht es sonst im Liegen an und aus, verriet sie den interessierten Zuhörern.
Nachdem ich mich verpflichtet hatte, garantiert nicht zu gucken – oder der Blitz solle mich treffen – war auch Tap in der Lage, sich aus dem Höschen zu befreien.

Fast hätte es weitergehen können, aber ich beging einen verhängnisvollen Fahrer.
„Willst du nicht mal ein Stück fahren?“, fragte ich Noi.
„Noi fährt sehr gerne Auto“, antwortete sie und setzte sich sofort hinter das Steuer.
Jindi, Tap und ich befanden uns noch auf der Straße, als der Motor des Mitsubishi aufheulte. Dann schoss der Wagen mit quietschenden Reifen in den Tümpel neben der Straße und blieb stecken.



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odysseus

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Servus Mang gon Jai
Ich bin schon gespannt wie es weiter geht.
 
K

Kali

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Das ist's, was ich so schätze:

Klare Planung, übersichtliche Absprachen, zügige Durchführung...

Ich vermute einmal, der Tümpel wurde festgenommen ?

Aber bin wirklich neugierieg, wie's weitergeht...
 
M

MrLuk

Gast
Hi Mang-gon,

Henry Miller, einer meiner Lieblingsautoren, hat einmal geschrieben: Es ist immer leichter eine negative Kritik zu verfaßen als eine positive. Man kann kleine und große Fehler viel leichter entdecken als das wirklich Gute in der Literatur.

Ich habe etwas überlegen müßen bevor ich meine Ansicht hier niederschreibe, gerade eben weil ich an meinen Freund Henry denken mußte....und weil ich:

1. Immer die Tendenz habe, relativ fatale Kritik auszuüben.
2. Mich zu beherschen lernen will:-)

Aber ich komme nicht drum herum: dein Schreibstil erinnert mich tatsächlich an einen Aufsatz eines Schülers der 8ten oder 9ten Klasse. Es ist weder feinfühlig, noch romantisch, noch witzig. Kurze Sätze, wenige Umschreibungen - keine Wortspiele.
Keine detailierten Beschreibungen der Personen, deren Charaktere (event. Aussehen) , Orte, (Schauplätze) Stimmung.
Hört sich für mich wie äußerst rationale Berichterstattung an!
Nicht einmal die primäre, momentane Stimmung des Autors (Erzählers) selbst kann man erahnen, geschweige denn die der anderen Personen.

Es hat mich eine Zeitlang gereizt deinen Aufsatz umzuschreiben um ihm etwas mehr Würze und Gefühl zu geben...
Habe es aber gelaßen da es vielleicht dann doch zu anmaßend gewesen wäre.

Sind denn deine Bücher im selben Stil verfaßt?
Gibt's denn in denen wenigstens etwas mehr Tiefsinn oder Feinstoffliches?

Aber das habe ich immer bei den Deutschen Autoren (die über Thailand schreiben) so empfunden: diese ganzen Bücher scheinen alle ohne Gefühl, ganz unemotional gehalten zu sein - das verstehe ich nicht! Das ist doch auch nicht ehrlich...
Hat denn von euch Jungs nie einer eine einzige Träne am Flughafen oder während des Rückfluges vergoßen?
Oder habt ihr in dieser Hinsicht etwa alle voneinander abgeguckt?

Daß man sich hier im Forum emotional zurückhält verstehe ich ganz gut, (das tue ich ja auch) man will ja mit gutem Recht vermeiden auf dieser Ebene angegriffen oder aber schlimmer, bemitleidet zu werden...
Aber wenn es sich um "romantische" Erzählungen handelt, dann kann man doch etwas mehr von seinem Bauch und Herz preisgeben, finde ich.
 
Mang-gon-Jai

Mang-gon-Jai

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Eine Fahrt durch den Issaan (2)​


Es gelang uns, Noi aus dem Auto zu retten. Sie hatte sich ein wenig schmutzig gemacht, aber sonst war nichts passiert. Auch das Auto schien nicht beschädigt zu sein, saß aber rettungslos fest.
Weinend gestand mir Noi, dass sie noch nie im Leben Auto gefahren sei.
„Noi hat schon oft daneben gesessen und sich alles genau angesehen und auch alles gut gemerkt“. Aber irgend etwas musste sie wohl doch wohl falsch gemacht haben.
Noi schien ein schlechtes Gewissen zu haben und bot sich freiwillig an, loszugehen und Hilfe zu holen. Ich sollte mit den beiden anderen Frauen hier warten.
Wir sahen Noi langsam die Straße entlang ziehen. Weit und breit war kein Haus, kein Mensch. Die Sonne brannte vom Himmel. Wir setzten uns in den Schatten eines Baums und warteten. In der Ferne sahen wir, wie sich Noi die hohen Schuhe auszog und barfüßig weiterging. Dann entschwand sie unseren Blicken.
Wir warteten recht lange. Dann endlich sahen wir in der Ferne zwei Punkte. Die Punkte wurden langsam größer. Zwei Wasserbüffel... auf einem saß eine Frau, Noi.
Strahlend stieg sie ab.
„Hat Noi das gut gemacht?“ fragte sie lächelnd. „Noi hat auch Stricke mitgebracht.“
Und Noi konnte mit den beiden Büffeln umgehen. Jetzt war sie wieder das Mädchen vom Lande.
In kürzester Zeit hatte sie mit Jindis Hilfe eine Art Zuggurt für die Tiere zusammengebunden. Dann ein kurzes Schnalzen mit der Zunge und die großen Tiere gehorchten ihr. Langsam und schwerfällig zogen sie das Auto aus dem Schlammloch. Einer der Büffel wollte nicht so recht und bekam dafür von Noi einen Klaps auf die empfindlichen Nüstern. Ich war erstaunt, das hatte ich Noi nicht zugetraut.
„Noi hat früher oft mit Quais (Büffel) auf dem Feld gearbeitet“. Noi war glücklich.

Das Auto sprang an, war allerdings über und über mit Schlamm bedeckt.
Langsam trottete Noi, auf einem der beiden Büffel hockend, die Straße entlang. Im Zuckeltrab fuhr ich mit der Schlammkutsche hinterher.
Endlich kamen wir zu dem Reisfeld an dem Noi den Bauern getroffen hatte, der ihr die Büffel geliehen hatte. Wir wollten ihm die Büffel zurückbringen.
Der Bauer war jedoch nicht mehr da und auch sonst kein Mensch. Nun besaß ich also drei Frauen, ein Auto und zwei Büffel – was will man(n) mehr?

Noi wartete hier mit den Büffeln, während wir anderen mit dem Auto die nähere Umgebung erkundeten und auch tatsächlich jemanden fanden, der uns den Weg zum Besitzer weisen konnte.
Den fanden wir schlafend vor seiner Hütte. Da er seine Büffel verliehen hatte, sah er keine Veranlassung mehr, mit seiner Feldarbeit fortzufahren und hatte sich schlafen gelegt.
Die Büffel kamen also wieder zu ihrem rechtmäßigen Besitzer. Als Dank erhielt dieser aus meiner ‚Notfallkiste’ eine kleine Flasche Mekong-Whisky. Für ihn war dieser Tag gelaufen.

Auch für uns war der erste Tag unserer Issaan-Reise gelaufen. Es war nämlich bereits dunkel geworden und wir mussten eine Unterkunft für die Nacht suchen. Das erwies sich als schwieriger, als erwartet.
Meine neue Straßenkarte erwies sich als falsch. Eingezeichnete Straßen gab es nicht und Straßen, die wir entlang fuhren waren auf der Karte nicht vermerkt.
Sonst findet man in fast jedem Ort ein Resort, eine kleine Bungalowanlage zum preisgünstigen Übernachten.
Endlich wies ein kleines Schild zu solch einer Anlage.
Nur ein Bungalow sei frei, sagte der Betreiber der Anlage.
„Ao = Nehmen wir“, entschied Tap.
„Wie lange?“, fragte der Betreiber, der mich skeptisch musterte.
„Eine Nacht“, antwortete ich.
„Ihr könnt auch für eine Stunde, ist billiger“, meinte er.
Jetzt begriff ich! Ich mit drei Frauen in einem Bungalow.
„Eine ganze Nacht!“, beharrte ich.
„Tok long! 150 Baht“
“Noi hat Hunger”, erfuhr ich.
„Tap tut der Po vom Sitzen weh“, kam die Ergänzung.

„Meine Frau kann Euch was zum Essen bereiten“, schlug der Betreiben vor.
Eine gute Idee!
Die Frau konnte ganz ausgezeichnet kochen. Wir bekamen gebratenen Reis mit Hühnerfleisch und viel Gemüse. Dazu gab´s Chang-Bier. Es war ein schöner Abend.

Im etwa 30 minütigen Abstand kamen neue Gäste. Jeweils ein Mann auf einem Motorrad oder Fahrrad. Hinter drauf eine junge Frau. Sie verschwanden für kurze Zeit in den Hütten. Dann bezahlten sie und fuhren davon. Wir hatten begriffen, dieses Resort war ein issaanisches Stundenhotel.
Diese männlichen Gäste sahen mich so eigentümlich an. Wir saßen essend vor unserer Hütte. Ich mit DREI Thaifrauen??? Unglaublich!!!

Gleich geht´s weiter​
 
K

Kali

Gast
Original erstellt von MrLuk:
Aber ich komme nicht drum herum: dein Schreibstil erinnert mich tatsächlich an einen Aufsatz eines Schülers der 8ten oder 9ten Klasse.
Hallo, Herr Luk,
irgendetwas hast Du da auf den Kopf getroffen, vielleicht allerdings nichts das, das Du treffen wolltest.
Meine bescheidenen Erfahrungen im Umgang und im Erleben mit den Thais werden voll und ganz bestätigt. Auch, wenn ich bisher noch nicht mit einem Wagen und drei Thai-Mädels im Isaan unterwegs war und verzweifelt ein Pinkelplätzchen mit der Massgabe, dass es sich mindestens zwei Kilometer von der nächsten menschlichen Ansiedlung zu befinden habe, gesucht hatte.
Für die Beschreibung so manch Thai-Verhaltens in meinem Dunstkreis hier ist allerdings das Niveau der 8. bzw. 9. Klasse bereits ein wenig hoch gegriffen.
Als ich die Überschrift 'Eine Reise durch den Isaan' gelesen hatte, erwartete ich auf keinen Fall das Exposé für einen neuen Roman oder hatte die Absicht, Vergleiche mit dem Geschriebenen eines Henry Millers anzustellen, den ich leider noch nicht zu meinen Freunden zählen darf.
Ich erwartete ganz einfach eine Beschreibung in Form eines Berichts, so, wie er tatsächlich auch geschrieben worden ist. Ich finde, auch die Dialoge klingen sehr realitätsnah - wie aus dem Leben gegriffen -, bis zum vorläufigen Ende im Tümpel auf jeden Fall. Vielleicht liegts ja auch an meiner Wahrnehmung, in dem, was ich sonst von MGJ gelesen habe an Kostpröbchen - da kommt schon eine Menge Gefühl raus, ist ein sensibles Gespür für die Menschen zu entdecken.

In einem hast Du natürlich meine volle Unterstützung. Ich würde mir auch manchmal wünschen, da käme von den Schreibern allgemein ein wenig mehr aus dem Bauch, ein wenig mehr von sich selbst - aber das ist wieder ein anderes Thema...:smoke:
 
Mang-gon-Jai

Mang-gon-Jai

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@MrLuk
Sicher hast du Henry Miller richtig zitiert. Warum hast du ihn nicht verstanden?
Dieser hier von mir eröffnete Thread stellt einen Reisebericht dar. So, wie ich es hier aufgeschrieben habe, hat es sich in der letzten Woche ereignet. Nicht mehr und nicht weniger.
Ich will mich weder mit deinem Freund Henry Miller messen noch mit dir!
Ich will euch erzählen, was ich in der letzten Woche erlebt habe, so wie andere berichten, dass auch Deutschland schöne Ecken hat. Niemand von uns will einen Literaturpreis gewinnen.
Eins hast du in deiner Kritik noch vergessen: Da sind auch noch Rechtschreibungsfehler drin.



Gruß

Mang-gon Jai
 
Jinjok

Jinjok

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Hallo Mang-Gon
Herzlich Willkommen zurück im Forum.

Vielleicht solltest Du einfach nur den Namen MrLuk aus dem Posting streichen und es dann noch einmal unvoreingenommen lesen. Mir kann sicher keiner vorwerfen, daß ich ein Freund o.g. Users bin, ganz im Gegentum. Aber da Du sicher auch die Rezensionen Deines anderen im Handel befindlichen Buches bei Amazon.de Bargirls in Thailand gelesen hast, wird eventuell doch ein Körnchen Wahrheit darin sein. Das könntest Du doch für eine Überarbeitung der nächsten Auflage nutzen.

Vor 5 Jahren hattest Du schon einmal ein Buch mit dem Namen "Thai Juwelen" bei einem anderen Verlag herausbringen lassen.

Broschiert - 240 Seiten - Mosaik
Erscheinungsdatum: 1997
ISBN: 357610741X
Amazon.de-Verkaufsrang 586.453


Broschiert - 240 Seiten - Heller
Erscheinungsdatum: 2002
ISBN: 3929403153
Amazon.de-Verkaufsrang 406.487

Ist es das gleiche Buch oder was neues?
Viele Grüße
Jinjok
 
Stefan

Stefan

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Hallo Mang-gon Jai

Ich freue mich (für mich) :wink: das du wieder in Jarraman und somit auch wieder hier im Forum bist.
Und dann gleich mit so nem lustig geschriebenem Reisebericht.....ich freue mich schon auf die Fortsetzung :super:

Gruß Stefan
 
sunnyboy

sunnyboy

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Gleich geht´s weiter MGJ, dann laß uns nicht zu lange warten :lol:. Finde deinen Schreibstil angemessen bzw. fürs Intenet gerade richtig.
Gruß Sunnyboy
 
Mang-gon-Jai

Mang-gon-Jai

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@Jinjok
Vor 5 Jahren hattest Du schon einmal ein Buch mit dem Namen "Thai Juwelen" bei einem anderen Verlag herausbringen lassen.

Broschiert - 240 Seiten - Mosaik
Erscheinungsdatum: 1997
ISBN: 357610741X
Amazon.de-Verkaufsrang 586.453
Nein. Dieses ist ein Fehler von Amazon.de. Sie wurden bereits daraufhingewiesen, haben aber bisher nicht reagiert.

Thai-Juwelen ist zur diesjährigen Buchmesse im Hellerverlag erschienen.


Gruß

Mang-gon Jai
 
M

MrLuk

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@Kali,

Ich befürchte du hast ganz und gar nicht verstanden was ich da geschrieben habe. Oder versuchst du etwa mir meine Worte im Mund umzudrehen? Das ist aber nicht die feine Art:-)

Ich habe von Mang-gon Jai's Schreibstil geredet, ich habe in keinster Weise einen Vergleich mit dem Niveau irgendeines oder irgendeiner Thai angestellt, das hast du dir ganz alleine aus den Fingern gesaugt.

Und ebenfalls habe ich ein Zitat von H.M. benutzt um die nachfolgende Kritik etwas zu differenzieren. Ich habe keineswegs H. Miller als Vergleich herangezogen. Obschon man dies könnte denn auch er schrieb wie ihm der Schnabel gewachsen war, und darüberhinaus so wie sein Schwanz gerade ausgerichtet war:-)

Worum's mir ging ist folgendes: Litaratur über Thailand (veröffentlichte Texte bezneichnet man nun mal so- und MgJ ist ja tatsächlich ein Autor), speziell Romane, und Erzählungen sind für meinen Geschmack in den allermeisten Fällen zu derb und zu "flach". Aber besonders fällt mir auf daß tatsächlich eine gewisse Gefühlslosigkeit durchdringt. Sensibilität und Feingefühl habe ich stets vermißt - und frage mich tatsälich wieso das so ist. Und schade finde ich es ebenfalls. Daß MgJ's Beitrtag seinen eigenen Unterhaltungswert hat, bezweifele und bestreite ich ja nicht:-)

Mir ging's tatsächlich um dieses Detail, und keineswegs darum
MgJ anzugreifen - zumindest nicht mehr als er es als Autor nunmal riskiert. Dieses Risiko muß jeder Künstler eingehen, ob talentiert oder miserabel:-)
Aber manchmal fehlt es in diesem Bereich leider den talentierten an Mut - und den mutigen an Talent:-)

Das Zitat ist übrigens von mir selber!
 
M

MrLuk

Gast
@ Mang-gon Jai,

Ich habe H. M. sehr wohl verstanden, bloß nicht auf ihn gehört:-)
Was ich aber anscheinend nie lernen werde, ist wie man gute Ratschläge und Anregungen gibt - dafür habe ich scheinbar wenig Talent! (und deshalb habe ich meine gesamten Lehrtätigkeiten bereits seit längerem aufgegeben).Da muß ein Jinjok daherkommen der ja übrigens auch nicht mein Freund ist,
und das dann so differenzieren daß es besser anschlägt...hoffe ich jedenfalls. Und vielleicht werden ja irgenwann noch ein paar talentierte mutig!

Nicht nur in Thailand gibt ein jeder Mängel und Fehler schwehren Herzens zu...
 
K

Kali

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Original erstellt von MrLuk:
@Kali,

Ich befürchte du hast ganz und gar nicht verstanden was ich da geschrieben habe. Oder versuchst du etwa mir meine Worte im Mund umzudrehen? Das ist aber nicht die feine Art:-)

Ich habe von Mang-gon Jai's Schreibstil geredet, ich habe in keinster Weise einen Vergleich mit dem Niveau irgendeines oder irgendeiner Thai angestellt, das hast du dir ganz alleine aus den Fingern gesaugt.
Ich habe sehr wohl verstanden und auch nicht versucht, Dir die Worte im Mund herumzudrehen.
Aber sei's drum, Dein Intellektläßt Dir wohl keine andere Chance.

Auf jeden Fall hat's gewirkt....:smoke:
 
alhash

alhash

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...pünktlich, gegen 09:30 Uhr,

:rofl: :rofl: :rofl: :rofl: :rofl: :rofl: :rofl: :rofl:

Erinnerungen werden wach...


Bei meiner bescheidenen Intelligenz erlaube ich mir die Bemerkung, daß ich den Bericht hervorragend finde. Die wenigsten sind in der Lage, so einen Bericht zu schreiben. Wollen wir hier einen Literatur-Streit a la Marcel Reich-Ranicki entfachen?

Weiter so MGJ

Gruß
AlHash
 
C

Crassus

Gast
Es ist doch immer wieder schön, was hier so an "Repostings" erscheint, wenn jemand seine Freizeit dazu benutzt, uns mal wieder einen kleinen Einblick in den Alltag unserer (zweiten) Heimat zu geben.

@MjG
Ich hab mir die Sache - trotz lausigstem Hauptschulniveaus :super: - bildhaft vorstellen können und meinen Spaß gehabt. Danke.
Ich finde, dass gerade diese kleine Eigenheiten des Thai-Alltags dem Ganzen die Würze geben.

Schönes Restwochenende wünscht CrassuS
 
N

Nelson

Gast
Hallo MgJ,

nun schreib mal weiter!!!:lechz:

Und sag uns auch etwas über die Kosten: Unterkunft, Auto etc.

Gruß, Nelson

PS: Was mir eben so einfällt: Gabs denn seitens Jindi keine Eifersucht, wenn zwei knackige Mädels mit auf der Reise sind???
 
Mang-gon-Jai

Mang-gon-Jai

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Nach dem Essen saßen wir noch recht lange vor der Hütte und tranken Chang-Bier (es wird in dieser Gegend übrigens als Saang-Bier gesprochen). Meine Girls, sie vertragen ja kaum Alkohol, wurden deutlich lustiger. Tap meinte, uns etwas vorsingen zu müssen und begann. Was sang sie? Ihr werdet es kaum glauben, die thailändische Nationalhymne. Die beiden anderen Frauen fielen ein und auch der Betreiber der Anlage und seine Frau, die zwischenzeitlich bei uns saßen, sangen mit. Wahnsinn!!!

Ja, und dann rette mir Jindi wahrscheinlich das Leben.
Ich saß auf einem Hocker, den ich etwas nach hinten gekippt hatte und lehnte gemütlich an einem Holzpfahl, der das Vordach der Hütte trug. Es war sehr dunkel geworden. Ein kleines Feuer brannte zwar, aber das flackernde Licht ließ nicht viel erkennen.
Es wurden lustige Geschichten erzählt. Mehrfach erklärte der Betreiber der Anlage, dass ich bisher der einzige Farang sei, der in seinem Resort wohnte. Vieles wollte er aus Farang-Land wissen.

Plötzlich sprach mich Jindi an:
„Tirak, beweg dich nicht! Bleib ganz ruhig sitzen!“
Dann stand Jindi langsam auf. Sie holte aus und... schlug mir blitzartig ins Gesicht. Das zumindest glaubte ich im ersten Augenblick.
Tatsächlich schlug, oder besser griff sie blitzartig nur wenige Zentimeter über meinen Kopf. Dann hielt sie mir ihre Hand vor das Gesicht. Sie hatte einen große giftigen Blauen-Krait im Nacken gefasst. Sie hielt ihn so, dass das Tier nicht beißen konnte. Der Leib der Schlange wand sich um ihren Arm und der Schwanz peitschte ihren Körper.
Der Krait hatte sich um den Pfosten, an dem ich lehnte, gewunden und langsam nach unten geschlängelt. Als Jindi ihn sah, war das Tier nur noch wenige Zentimeter von meinem Kopf entfernt gewesen. Eine schnelle Bewegung von mir, um vielleicht Mücken zu verscheuchen, hätte die Schlange unweigerlich zubeißen lassen.


Ein Blauer Krait. Siehe auch: http://www.siam-info.de/german/krait.html

Ein Krait steht einer Kobra an Giftigkeit nicht nach. Der Biss eines Krait ist absolut lebensgefährlich und führt recht schnell zum Tod.
Ein Arzt, so erfuhr ich später, wäre in dieser Gegend wohl nicht rechtzeitig zu erreichen gewesen.
Ich habe keine Angst vor Schlangen, ich finde sie sogar recht faszinierend. Auch bin ich in der Lage, eine Kobra zu fangen (Jindi hat es mich gelehrt). Vor einem Krait habe ich im Gegensatz zu einer Kobra jedoch einen gewissen Respekt.

Was dann jedoch geschah ließ mich ein wenig erschaudern:
Nachdem mir Jindi die Schlange vor das Gesicht gehalten hatte, griff sie auch mit der anderen Hand zu und brach dem Tier mit einer schnellen Bewegung das Genick. Dann warf sie das tote Tier auf den Boden.
Ich hatte Gänsehaut.
„Tirak, warum hast du das Tier getötet?“, wunderte ich mich.
Jindi tötet sonst keine Tiere. Fliegen, Spinnen und anderes Getier fängt sie in unserer Wohnung ein und bringt die Tiere nach draußen. Jindi ist ein sehr gläubiger Budhist.
„Thirak, eine giftige Schlange musst du töten! Wenn du sie nicht tötest, tötet sie, bei eurem nächsten Zusammentreffen, dich. Vergiss das nie!“ belehrte sie mich.

Alle scharrten sich um die tote Schlange. Tap behauptete mehrfach, fast in Ohnmacht gefallen zu sein. Der Betreiber des Resorts erklärte, noch nie einen Menschen gesehen zu haben, der so schnell und sicher eine Schlange gefasst habe.
Dann suchten meine Blicke Jindi.
Etwas abseits kniete sie vor einem Geisterhäuschen und betete. Ein paar Räucherstäbchen hatte sie entzündet.

Gleich geht´s weiter​


Letzte Änderung: Mang-gon-Jai am 27.10.02, 16:48
 
Mang-gon-Jai

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Ich denke, ich muß hier etwas mehr über Jindi erzählen. Jindi ist anders als andere Thai-Frauen.
Jindi ist sehr ruhig. Meist schweigt Jindi. Sie hat ein sehr schweres Leben und schreckliches Schicksal hinter sich. Trotzdem kann sie herzhaft lachen.
Sie ist die Tochter eines Flussfischers. Das Fangen von Fischen ist auch ihr Beruf. Sie steht im Fluss und fängt alles was der Fluss hergibt.
In den Trockenzeiten bei Niedrigwasser zieht Jindi mit den Fischen. Oft entfernt sie sich dann sehr weit von ihrem Dorf und kann nach Einbruch der Dunkelheit nicht in ihre Hütte zurückkehren. Dann schläft sie in den Reisfeldern oder im Wald. Sie seilt sich an Bäumen fest und ist dann, während sie schläft, für gefährliche Tiere nicht erreichbar.
Um zu überleben, hat Jindi lernen müssen Schlangen zu fangen.
Jindi fängt sogar Krokodile. Vielleicht erzähle ich euch das später mal.
Jindi ist ein Naturkind. Sie ist in der Lage, allein im Wald zu überleben.
 
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Schoen dass Du wieder da bist :-)

Welcome back!
Mac

...man, muss das jetzt kalt sein....hatte vor 2 wochen schon 1 Grad ;-D
 
Thema:

Eine Fahrt durch den Issaan

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