Mitten in der Nacht hörte ich laute Geräusche. Ich kam benommen hoch, jemand schien sich zu übergeben. Meine Decke war weg.
Unter der Decke, wie in einem Zelt saß Benz vor dem Kühlschrank. Sie schien die Mekong-Flasche ergriffen zu haben und trank ohne Unterlass, sie die nie Alkohol getrunken hat, seit ich sie kenne...
Benz, was machst du da, ich möchte schlafen, kannst du denn überhaupt keine Ruhe geben?
Laute Schluckgeräusche, würgen und husten...
Fuc. take this bottle away, will you kill yourself? “I will kill me, coz you don´t love Benz.”
How can I love someone like you? Vermehrte Würgegeräusche….
Es war 3 Uhr nachts und ich hatte echt die Schnauze voll von diesem Kino. Come on and rest, tomorrow we must fly to Bangkok and i must fly at my home. Gott-sei-dank der Schrecken nahm ein Ende.
Sie schälte sich unter dem „Zelt“ hervor, sie war nackt... Sie stellte die Flasche in den Kühlschrank und ging ins Bad. Must clean my teeth…
Ich war gereizt, genervt, ich hatte den Heimflug vor mir, scheinbar nicht in best conditions...
Wenn ich sie doch bald lossein würde. Sie kam in den Raum zurück, löschte das Licht. Legt sich an meine Seite, sie war nass von der Dusche, sie war heiß, nicht nur von dem shower...
Sie küsste mich legte sich auf mich, küsste mich erneut ohne Unterlass und lies keine Stelle meines Körpers aus. Ich war erneut ein Opfer meiner Begierde, wir klammerten aneinander wie zwei Ertrinkende, wir schlugen auf das Wasser, wir blieben oben, wir waren wahnsinnig...
Ich war wahnsinnig.
Am anderen Morgen, der Flug ging erst am Abend, wachte ich auf und fühlte mich als ob ich mit zentnerschweren Mehlsäcken geschlagen worden sei. Alles tat mir weh. Wirklich alles.
Mein Hals und mein Oberkörper war übersät von Flecken, Bissmalen und Blutergüssen (Knutschflecken sagt der Deutsche..). Auch eine Art good-bye zu sagen. Ich hatte Durst und ging zum Kühlschrank, um eine Flasche Nam zu holen. Ich sah die Mekong-Flasche.
Sie war „zu“, unversehrt, Benz hatte überhaupt nicht getrunken.... Sie hatte nur wieder einmal gespielt, und ich war natürlich darauf herein gefallen.
Sie schlief, ein harmloses Wesen, sehr schön und gefährlich...
Ich weckte sie auf, it is time to prepare our trip to Bangkok-Airport. “We have time enough, I must go to supermarket”. Why? “I have to buy some soup.” Soup, are you hungry? “Nei, for my periode..”
Ich verstand wieder mal überhaupt nichts. Wir gingen ins 7/11 und erstanden ein Suppenkonzentrat, 50 ml. Zuhause schraubte Benz den Deckel ab und stürzte das Zeug in einem Zug runter. „Now I will get periode“ eröffnete sie mir, schälte sich aus ihrem Slip, befestigte darin eine Binde und zog ihn wieder an.
„I always stopp periode for you“. Das kannte ich noch nicht, “geht“ das? Es ging, 3 Stunden später eröffnete sie mir: „I get blood“ Ich habe es nicht nachgeprüft...
Dann, endlich, der Transfer zum Flughafen von Phuket. Benz war einsilbig, ich sowieso.
Sie flog nach Samui, ich nach Bangkok und dann heim, um diesen Albtraum hinter mir zu lassen.
In Phuket mussten wir uns trennen, und nun die Überraschung, Benz wollte Geld von mir, nein nicht für ihre Dienstleistungen, sondern für den Transfer vom Airport Samui nach Chaweng... „200 Baht you must give me“ Nei, when we left Samui I only payed 150 Baht, die Diskussion geriet in lächerliche. Ich gab ihr die 200.
Wir trennten uns, ihre Maschine ging eher als mein Flug. Sie schaute sich um, winkte, ich war sie los, dachte ich...