Halten wir es fest. Du bist mit einer Thailaenderin verheiratet und wendest Dich mit einem thailaendischen Problem an ein deutschsprachiges Thailandforum. Wie hilflos und naiv bist Du nun ueberhaupt? Unter diesen Umstaenden ist ein Schwellenland sicherlich nicht das richtige Reiseland fuer Dich. Warum nicht das naechste Mal besser Mallorco oder Helgoland? Wenn ich ein Klugscheisser in Deinen Augen bin, nun dann bist Du in meinen ein Dummkopf. Warum, habe ich begruendet, also keine hohle Phrase
Zu meiner Arbeitsweise. Ja, ich eruiere die Situation auf Visumerfolgschancen auf Basis meiner fast achtjaehrigen Erfahrung in der Materie. Ueberpruefe moegliche Argumentationen bezueglich der Rueckkehrwilligkeit. Sehe ich Ansatzchancen und berechtigte Erfolgschancen, dann teile ich dieses dem Kunden mit und begruende dies. Ist keinerlei Ansatzbasis zu erkennen, dann teile ich dieses ebenso mit und gebe Empfehlungen. Fuer diesen Service berechnen ich einen Stundensatz von THB 1.800 puls 7% VAT. Natuerlich gibt es eine formelle Rechnung.
Werde ich bezueglich einer Schengenvisasache angeschrieben, dann antworte ich mit einem detaillierten Antwortschreiben zur Materie und biete diesen besagten telefonischen Vorabpruefungsservice an. Der Kunde kann nun entscheiden ob er davon Gebrauch macht oder nicht. Moeglicherweise trifft er nach Erhalt der Informationen und Abwaegung der bis dahin nur ihm bekannten Hintergruende die Entscheidung, dass ein Antrag keine Erfolgschancen hat und er sich die besagten THB 1.926 sparen kann. Oder er versucht einfach selbst sein Glueck. Genug Informationen worauf es ankommt hat er ja bereits KOSTENFREI erhalten.
Somit entscheidet der Kunde voll und ganz alleine ob und wenn ja, welchen Dienst er von uns in Anspruch nehmen will. Werden wir zu einer Vorabpruefung beauftragt, dann rufen wir die thailaendischen Antragstellerin an und befragen sie ausgiebig in thailaendischer Sprache. Aehnlich wie die Botschaft. Die Antworten in Bezug auf Erwerbstaetigkeit, Bankbuch und wenn ja bei welcher Filliale und wie lange existent, leibliche minderjaehrige Kinder und wenn ja im seben Haushalt lebend oder nicht, wo und wie haben sich Einlader und Antragstellerin kennengelernt, existiert irgendwelches Eigentum im eigenen Namen, befindet sich die Antragstellerin noch in Ausbildung... etc. Die Antworten geben wir dann an den deutschen Auftraggeber per E-Mail weiter und kommentieren sie was positiv und negativ fuer ein Visumantragserfahren waere. Auch wie wir die Erfolgschancen sehen, basierend darauf, dass wir bereis viele Visa-Antraege bei wechselnden Entscheidungstraegern der Botschaft im Laufe der Jahre gestellt haben. Was vor einige Zeit noch gang und gaebe war, muss es jetzt nicht mehr sein.
Oftmals haben wir folgende Situation:
- In einer Bar kennengelernt
- Zwischenzeitlich arbeitet sie nicht mehr sondern ist in's heimische Dorf zurueckgekehrt
- Keine Kinder
- Kein Grundbesitz
- Ein Bankkonto in Pattaya, auf dem eher sporadische als regelmaessige Bewegungen zu sehen sind
- Auf unsere Frage von was denn gelebt wird, wurde geantwortet, von den Ueberweisungen des deutschen Freundes
Kurzum auf dieser Basis bestehen keinerlei Chancen auf einen Visumserfolg, wenn der Antrag auf wahrheitsgemaesser Basis gestellt wird. Wir tuerken grundsaetzlich keine Beweismittel und raten grundsaetzlich nicht zur Unwahrheit an. Wir nehmen den Auftrag nicht an, weil wir auch einen Ruf bei der Botschaft zu verlieren haetten, und in den Verdacht kommen ein Geldschneider zu sein. Es wird ein Antrag gestellt ohne jegliche Chancen auf Erfolg und natuerlich kassiert dafuer. Unserioes, nicht wahr, aber Tagesgeschaeft bei manchen Visumdienstleistern.
So, ihr hattet also trotzdem Erfolg gehabt. Wie kam der zustande. Seid Ihr praktisch mit dem obenbeschriebenen NICHTS zu Botschaft gegangen und hattet damit Erfolg? Sorry, das glaube ich einfach nicht. Oder habt ihr auf meinen Basisinformationen aufgebaut? Eventuell dahingehend erst einmal abzuwarten, eine bessere Grundlage zu schaffen und dann einen Visumantrag zu stellen oder habt Ihr selbst getuerkt, was wir ja nicht machen wuerden. Du hast zumindest einiges von mir fuer Deine angeblichen 50 Euro an die Hand bekommen, auf dem Du aufbauen konntest. In welcher Weise Du es verwendet hast weiss ich nicht und ich weiss auch nicht, auf welcher Basis ihr nun zum Visumerfolg gekommen seid.
Stelle Doch einfach mal mein damaliges Antwort- und Beurteilungs-E-Mail hier rein, damit sich die Member hier ein Bild von der Situation machen koennen.
Sag', findest Du es besser, wenn ich Dir gesagt haette, dass es schon irgendwie klappen wird, den Antrag einfach stellen und Dir dann dafuer Euro 250 in Rechnung gestellt haette. Wohl wissend, dass praktisch keinerlei Chancen bestehen, wenn der Antrag auf rechtskonforme Weise gestellt wird? Ist Dir bekannt, dass ein Schengenvisum-Antrag zwischenzeitlich
dreimal von der antragstellenden Person unterschrieben werden muss und sie sich verpflichtet, ausschliesslich die Wahrheit nach bestem Wissen und Gewissen anzugeben. Auf den Antragsboegen befinden sich zwischenzeitlich umfangreiche Rechtsbelehrungen. Nun frage Dich mal, warum dies so ist? Ja, weil eben kraeftig getuerkt wurde, worunter dann die ehrlichen Zeitgenossen auch mit zu leiden haben. Das alte Lied.
Manchmal kommen Leute zu mir, denen ein Visum abgelehnt wurde. Begruendung, dass die Angaben bei der Antragsstellung nicht glaubhaft waren. Praktisch keinerlei Chancen auf dieser Basis doch zum Erfolg zu kommen. Wer einmal luegt, dem glaubt man nicht. Vor einiger Zeit hatte ich jemanden, dem hatte ein dubioser Visadienstleister angeraten ein Arbeitsverhaeltnis zu fingieren. Auf Wunsch des Kunden haben wir ueber ein Jahr lang versucht die Sache zu reparieren. Es kam sogar zur Verwaltungsklage. Keine Chance. Beim Erstantrag wurden unwahre Angaben gemacht. Die Richterin folgte letztendlich der Argumenation des Auswaertigen Amtes.
Kurzum, wie Ihr letztendlich zum Visumerfolg gekommen seid weiss ich in der Tat nicht. Sicherlich nicht durch bessere Kompetenz als ich in der Materie. Dieses waere auch absolut zweifelhaft in Anbetracht dessen, wie naiv Du Dich in der hier im Thread besprochenen Unfallsache gezeigt hast.
Also halte Dich selbst doch mal ein wenig mehr zurueck oder beschreibe doch einmal, wie ihr damals zu Euren Visa gekommen seid obwohl ich Euch keine Chancen auf Erfolg vorausgesagt habe.
Nun die Abschlussfrage. Wer ist ein Klugscheisser und wer ist ein Dummkopf? Ein Klugscheisser gibt lediglich vor, Ahnung von einer Materie zu haben, ohne dass dies jedoch der Fall ist. Dies ist bei mir nicht der Fall. Koennen zahlreiche Member hier im Forum sicherlich bezeugen, wie eben auch genau die oben beschriebene Vorgehensweise und Arbeitsweise.
Nun Du. Nach Deinem letzten Post gehe ich davon aus, dass Du ein notorischer Dummkopf bist. Widerlege es oder versuche es zumindest. Viel Erfolg.
