Ehegattennachzug- jetzt wird es eng

Diskutiere Ehegattennachzug- jetzt wird es eng im Treffpunkt Forum im Bereich Thailand Forum; Am Montag haben vor dem Bundestagsinnenausschuss etliche Experten die kuenftig nachzuweisenden Sprachkenntnisse kritisiert. Wenn es da nicht noch...
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Sioux

Gast
Am Montag haben vor dem Bundestagsinnenausschuss etliche Experten die kuenftig nachzuweisenden Sprachkenntnisse kritisiert.

Wenn es da nicht noch Aenderungen gibt ist auch dieses Scheunentor zu. Welche Thai spricht schon deutsch?
Dann heist es erst einmal im LOS die Schulbank druecken vor dem Visa.
Expertenanhoerung

Sioux
 
Tommy

Tommy

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Sioux" schrieb:
Welche Thai spricht schon deutsch?
Genau dort ist das Problem. Es gibt Thai´s die nach zehn Jahren D kein halbwegs verständliches Deutsch, obwohl sie deutsche Partner haben.

Ich finde den verpflichtenden Deutschunterricht sehr gut! Leider ist er für die Ausländer, die bereits einen Aufenthaltstitel haben, nicht verpflichtend. Schade!

Bevor jemand wieder mit dem Argument kommt, dass in D alles geregelt werden muss: Ohne druck läuft nichts! Das haben die letzten 40 Jahre gezeigt.

Gruß Tommy
 
phi mee

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Tommy" schrieb:
Ich finde den verpflichtenden Deutschunterricht sehr gut! Leider ist er für die Ausländer, die bereits einen Aufenthaltstitel haben, nicht verpflichtend. Schade!

Manchmal liegt es aber auch an unserer Hirntoten Bürokratie. :fertig: Wir haben am 28.12.04 geheiratet, ab 01.01.05 sind Integrationskurse Pflicht. Als ich für meine Frau eine Teilnahmeberechtigung haben wollte wurde mir zunächst gesagt, die steht ihr nicht zu, sie haben ja vor dem 01..01.05 geheiratet. Es wurde dann, aufgrund meines deutlich zum Ausdruck gebrachten Unverständnis für so einen hanebüchenen Blödsinn, vom Abteilungsleiter doch genehmigt mit der Begründung: aus Kulanz da ja nur wenige Tage fehlen! :schuettel:

Also heißt es ab 01.01.05 Pflicht. Das ist ja völlig ok.
Wer aber vorher geheiratet hat, ist nicht mehr berechtigt an so einem Kurs teilzunehmen auch wenn er gerne freiwillig daran teilnhemen möchte. :fertig: Sagt mal, haben die eigentlich den Schuß noch gehört? :zorn:


:wink: phi mee
 
Alek

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Hmm... ich habe einen Freund welcher sei über zehn Jahren in Thailand lebt und kein Wort Thai kann.

Meine Frau ist jetz gerade mal seit 5 Monaten in Deutschland und bereits fleissig am Deutschlernen. Für uns ist es eine Selbstverständlichkeit dass man die Sprache des Landes in dem man lebt auch spricht. Ich selber habe mir auch die Mühe gemacht Thai zu lernen.

Allerdings finde ich es diskriminierend Sprachkenntnisse für den Nachzug zur Vorraussetzung zu machen. In Thailand könnte man nach Bangkok zum Lernen gehen aber wie sieht es in anderen Ländern aus? Oder werden z.B. im Isaan Deutschkurse angeboten?

Grüsse :wink:
Alex
 
MUC

MUC

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MikeChang" schrieb:
Wo ist da das Problem? Ich wohne hier in einem Bundesland wo jeder zweite Deutsche kein vernuenftiges Deutsch spricht ;-) :lol:
:lol: :bravo: :lol: :bravo: :lol: :bravo: :lol: :bravo: :lol:
 
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Pong

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Gilt das auch für Thaifrauen, die ein Kind hier in Deutschland bekommen haben ?

Hauptsache meine Tochter spricht (später) perfekt Deutsch ;-D
 
MichaelNoi

MichaelNoi

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Deutschkurs schön und gut, aber dann bitte nicht so eine Prüfung am Ende des 6 monatigen Integrationskurses, wo mancher Deutsche schon seine Probleme hätte.
D.h. eine abgeschwächte Prüfung, die Grundkenntnisse abfragt und kein perfektes Hochdeutsch.

Dann wären da noch die, welche ja angeblich schon Deutsche sind und deren Großeltern vielleicht sogar noch Deutsch konnten. Für diese dann aber bitte auch eine Deutschprüfung, gelle !
 
phimax

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vor'm Monitor
Sioux" schrieb:
Wenn es da nicht noch Aenderungen gibt ist auch dieses Scheunentor zu.
Wo steht eigentlich konkret etwas über die 'aufenthaltsrechtlichen EU-Richtlinien'?

Bisher war mir bekannt, dass die Sprachkenntnisse für den Nachzug von Ehepartnern von 'Nichtdeutschen' erfoderlich sein sollen.
 
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Sioux

Gast
phimax" schrieb:
Bisher war mir bekannt, dass die Sprachkenntnisse für den Nachzug von Ehepartnern von 'Nichtdeutschen' erfoderlich sein sollen.
Dem ist eben nicht so. Ob Nachzug zu einem Deutschen oder Auslaender spielt keine Rolle. Geht aus dem Link klar hervor.

Bisher ist es ja nur ein Gesetzentwurf den bisher nur das Kabinett beschlossen hat. Es sind also noch Aenderungen moeglich.

Aber wenn das so durch den Bundestag geht (und dafuer spricht einiges) muss erst deutsch gelernt werden bevor ein Umzug nach Deutschland moeglich ist.

Wer das hier begruesst, tja da faellt mir dann auch nix mehr dazu ein. :ohoh:

Dass man danach in D die Sprache lernt halte ich fuer selbstverstaendlich. Hat aber mit dem Thema hier nichts zu tun und ich bitte darum das in einem anderen Strang zu diskutieren.

Sioux
 
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Sioux

Gast
MichaelNoi" schrieb:
Zu dem Thema passt auch dieser Thread recht gut.
Klick
Ne Michael, eben nicht. :wink: Dort geht es ja um Leute, die bereits im Land sind. Wenn deutsch bereits im Ausland nachgewiesen werden muss kann man diese Kurse auch abschaffen.

Sioux
 
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guenny

Gast
Phi mee komm wieder runter. Ich/wir haben deutsch-Unterricht komplett selbst bezahlt.
Ansonsten find ich das nicht schlecht. Bin mal gespannt, wann die ersten Türkenmuttis nicht mehr aus Anatolien nachreisen dürfen, wegen Mangel an Sprachkenntnissen.
Eine zusätzliche sinnvolle Regelung wäre, jedem staatliche Unterstützung zu streichen, der einen Arbeitsplatz wegen mangelhafter Sprachkenntisse nicht bekommen oder verloren hat.
PS: Ich bin kein Ausländerfeind.
 
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guenny

Gast
Sioux" schrieb:
....Aber wenn das so durch den Bundestag geht (und dafuer spricht einiges) muss erst deutsch gelernt werden bevor ein Umzug nach Deutschland moeglich ist.

Wer das hier begruesst, tja da faellt mir dann auch nix mehr dazu ein. :ohoh:
....
Sioux
Sioux, ich begrüße es. Ich kann icht auf der einen Seite mit Blick auf Türken, Russen, Ukrainer, ...... (lässt sich beliebig fortführen) die Sprachkenntisse fordern, auf der anderen Seite aber für Thais eine Ausnahme machen wollen.
Ich kann nicht auf der einen Seite darüber klagen dass z.B. in Amerika jeder selbstverständlich Englisch können muss und das auch lernt, auf der anderen Seite dann aber Beschwerde führen dass der offensichtliche Unwillen bei künftigen Migranten in Bezug auf Deutsch-Kenntnisse nicht etwas entgegengesetzt wird.
 
phimax

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vor'm Monitor
Sioux" schrieb:
...muss erst deutsch gelernt werden bevor ein Umzug nach Deutschland moeglich ist.
Im Link steht, das lediglich Kay Heilbronner (von der CDU/CSU benannte Ausländerrechtsexperte) die Aufassung vertritt, dass sich aus Artikel 6 GG kein Recht auf Nachzug ableiten läßt.

Damit scheint er allerdings recht allein zu stehen; siehe auch net-tribune und junge Welt
 
raksiam

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Wir haben damals den Deutschunterricht komplett selber bezahlt. Ich empfand es als nur fair meinen thailändischen Ehepartner die Möglichkeit von Anfang an zu geben sich unabhängig hier in Deutschland verständigen und bewegen zu könne. Ohne ausreichende Sprachkenntinse ist man immer in gewisser Weise abhängig.

Das ist in meinen Augen keine Gleichberechtigung.
Ich finde es in Ordnung wen die thailändischen Ehepartner zukünftig den Nachweis von Deutschkenntnissen beibrigen müssen.
 
phimax

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vor'm Monitor
fengshui" schrieb:
Ich finde es in Ordnung wen die thailändischen Ehepartner zukünftig den Nachweis von Deutschkenntnissen beibrigen müssen.
Würdest du dies auch schreiben, wenn du gerade verlobt wärst?
Und sich deine Heirat vielleicht um ein halbes Jahr verschieben würde?
 
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Sioux

Gast
fengshui" schrieb:
Das ist in meinen Augen keine Gleichberechtigung.
Ich finde es in Ordnung wen die thailändischen Ehepartner zukünftig den Nachweis von Deutschkenntnissen beibrigen müssen.
Wieviele Stellen gibt es denn in Thailand an denen man deutsch lernen kann? Und wie ueberlaufen mit entsprechend langer Wartezeit werden die dann sein?

@Guenny, konnte deine Frau deutsch als sie herkam? Wenn nein, ist es ein Scheinargument.

Sioux
 
S

Sioux

Gast
phimax" schrieb:
Im Link steht, das lediglich Kay Heilbronner (von der CDU/CSU benannte Ausländerrechtsexperte) die Aufassung vertritt, dass sich aus Artikel 6 GG kein Recht auf Nachzug ableiten läßt.
Auch fuer mich ist das ganz klar grundgesetzwidrig.
Wenn es durch den Bundestag geht bleibt nur zu hoffen, dass der Bundespraesident das genauso sieht. Waere ja nicht das erste Mal, dass er eine Unterschrift verweigert.

Bis zu einer Entscheidung des BVG koennen Jahre vergehen und solange wuerde die Regelung sonst erst mal gelten.
Dass die CDU/CSU auf die Verfassungsbedenken Ruecksicht nimmt glaube ich nun absolut nicht.

Sioux
 
phimax

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vor'm Monitor
Sioux" schrieb:
phimax" schrieb:
...dass sich aus Artikel 6 GG kein Recht auf Nachzug ableiten läßt.
Auch fuer mich ist das ganz klar grundgesetzwidrig.
Persönlich bin ich zu wenig Staatsrechtler, um das beurteilen zu können.

Bei Artikel 6 Absatz 1 GG könnte ich mir dies durchaus vorstellen, spätestens bei Absatz 3 kämen mir dann auch Bedenken, da keine dort aufgeführten Gründe greifen würden, wenn die Frau ein gemeinsames Kind hätte.
 
Thema:

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