Das Ministerium für Erziehung kann man nur als überwältigend unfähig bezeichnen.
das Hauptproblem liegt am Scoring.
Wenn ein Ministerium ein schlechtes Scoring hat,
dann ist die verantwortliche Leitung unfähig und muss abgesetzt werden.
Die Folge, jedes Ministerium ist aus Gründen des Postenerhaltes an einem guten Scoring interessiert.
Im Fall des Erziehungsministeriums ist es allerdings so,
dass ein gutes Scoring untauglich ist, eine Qualitätssicherung der Ausbildung zu garantieren.
Hierzu wären vielfältige Massnahmen erforderlich, die über die Recourcen und Möglichkeiten des Ministeriums hinaus gehen.
Die Folge, es hat sich über Jahrzehnte eine Arbeitsweise eingeschlichen,
diejenigen Schulen, die einen schlechten Notendurchschnitt haben, finanziell zu bestrafen.
Die Folge war klar, alle Schulen wollen eine Mittelkürzung verhindern, und achten darauf,
dass alle Schüler gute Noten bekommen und keiner durchfällt,
damit das Scoring nicht gefährdet wird.
Ein Schulsystem, das folglich nicht das Instrument der Noten effektiv zur Verfügung hat,
weil es dazu verdonnert ist, sowieso nur gute Noten zu vergeben,
hat natürlich sehr beschränkte Einflusssmöglichkeiten, die Lernintensität der Schüler zu steigern,
und so verkommt das th. öffentliche Schulsystem zu einer Veranstaltung, wo die Schüler eine Lehrerfrontalshow abhocken,
später irgendwas ankreuzen,
und sowieso ihr Klassenziel erreichen.
Um hier etwas zu verändern, müssten landesweit Standarts eingeführt werden,
die zum einen die Prüfungen offiziel überwachen,
und zum anderen die Qualität der Lehrstoffvermittlung überwachen.
Beides würde jedoch in einem Fiasko enden,
weil zuerst die Qualität des Lehrpersonals gesteigert werden müsste,
was in Thailand jedoch nicht soeinfach möglich ist,
da dies einen Angriff auf eine traditionelle hirarchische Berufsstellung des Adjarns,
bedeuten würde, was als ein Werteangriff auf die bestehende Ordnung verstanden werden würde.
Der langsame Weg, die Zahl der Schulen zu reduzieren, um die Mittelverteilung auf weniger Empfänger zu reduzieren,
die dann ihrerseits zu einer Qualitätssteigerung beitragen könnten,
ist vom Ansatz richtig, auch wenn dies ein Weg ist, der eine Generation dauern wird.
Doch bereits dieser Weg wird zu erheblichen Verteilungskämpfen führen,
da dadurch ja eine Menge Verwaltungen und Jobs aufgelösst werden.
Der andere Weg wäre die Etablierung von staatlichen Eliteschulen,
die ihrerseits zur Folge hätten,
dass Eltern ihren Wohnsitz nach Standort einer solchen Schule ausrichten müssten.
Letzterer Schritt wäre ebenfalls eine gewaltige Revolution,
weil sie die Entwertung der normalen staatlichen Abschlüsse bedeuten würde,
wobei das Grundproblem im Grunde darin besteht,
ein Bewusstsein zu schaffen, dass der Abschluss die Eintrittskarte zu einem guten Job ist,
und nicht das Beziehungsnetzwerk,
dass einem Künstler einen gutbezahlten Job in einem Chemiekonzern gewährleisten kann.