Ed & Boo, eine Geschichte aus dem Leben

Diskutiere Ed & Boo, eine Geschichte aus dem Leben im Literarisches Forum im Bereich Thailand Forum; Hallo Nittayaner, habe mich entschlossen auch (m)eine Geschichte zu schreiben. Sie stützt sich weitgehend auf wahre Gegebenheiten, in soweit, wie...
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bmei

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Hallo Nittayaner,

habe mich entschlossen auch (m)eine Geschichte zu schreiben. Sie stützt sich weitgehend auf wahre Gegebenheiten, in soweit, wie ich sie aus meinem Gedächtnis so behalten habe. Auch habe ich in dieser Geschichte einige Situationen stark verkürzt, weil ich mich auf das Wesentliche, die Geschichte von Ed und Boo, erzählen will.


Vorgeschichte Part I

Ich habe einen Betreib zur Herstellung von Datenerfassungsgeräten (elektronischen Stempeluhren usw.) die in Kunststoffgehäusen untergebracht sind. Man braucht zur Datenübertragung auch immer Zusatzgeräte, die ebenfalls in Kunststoffgehäusen untergebracht sind. Und eines Tages tauchte in unserem Betrieb Khun Ed auf. Khun Ed als Vertretertyp in einem nicht mehr ganz modernen Anzug mit längeren lockigen Haaren und ca. 54 Jahren alt. Hätte ich nicht eine Empfehlung von einem anderen Unternehmen bekommen, so denke ich es wäre nur ein kurzer Besuch geworden, aber so kam es anders. Er sei selber Hersteller von kleinen elektronischen Geräte und er würde all seine Kunststoffteile in LOS herstellen lassen und würde dabei richtig Geld sparen, er habe gute Beziehungen zu thailändischen Kunststoffspritzgussfirmen, die auch für uns tätig werden könnten. Er kam zu uns als Vertreter für Kunststoffteile, hatte eine Menge Muster von solchen dabei und man könne in Thailand beliebige Kunststoffteile herstellen. Das was Khun Ed da erzählte klang plausibel und auch die Preise für Werkzeuge und der anschließenden Produktion waren sehr preiswert.

Bei dem Wort Thailand kamen sofort die Erinnerungen hoch von meiner ersten Thailandreise, damals noch mit meiner Frau, 10 Tage Bkk und Umgebung wie Ayuttaya, Kanchanaburi etc und anschließend 10 Tage Go Samui. Muss hier niemanden erzählen, welche Eindrücke sich tief in mir eingeprägt hatten. Andererseits stellten sich damals (1997) schon die ersten Eheprobleme ein. Somit stand schnell fest, das wir, die Firma, einen Versuch starten würden, Kunststoffteile in LOS herstellen zu lassen und bei dieser Gelegenheit auch mal ein paar Tage Abwechslung zum Ehe-Alltag zu bekommen – vielleicht hilft es der Ehe ja, so dacht ich. In den nächsten Tagen und Wochen wurde dann daran gearbeitet, welches wohl das erste Projekt für Thailand sein würde und wir entschlossen uns einen Wandhalter für unsere Terminals zu entwickeln, den der vom Gehäusehersteller in D war aus Metall, sauteuer und nicht funktionell. Also bestand meine Aufgabe im Wesentlichen darin, die Konstruktionszeichnungen zu erstellen, mögliche Termine für eine solche (betrieblich bedingte Reise) zu organisieren und meine Frau behutsam darauf vorzubereiten, dass da eine Dienstreise nach Fernost anstand, ohne das Wort Thailand zu erwähnen.

1. Erste Reise nach Bkk

Dann war es endlich soweit, der Tag der Abreise war gekommen, Bünde Bahnhof, hier gab es eine Direktverbindung nach Schipol Amsterdam. In Rheine stieg Khun Ed zu - in zwei Stunden sind wir in AMS. Werde die Eindrücke während der Reise hier nicht beschreiben, dass haben wir schon in vielen anderen Threads gehört. In Bkk die übliche Prozedur, Passkontrolle, Koffer holen, Zoll, Geld wechseln und dann der Ausgang aus dem Zollbereich, hier standen eine Menge Leute, mit Schildern den Hinweise auf bestimmte Reisegruppen und Hotels, viele sehr hübsche Frauen und „where you go, want taxi“ und Sie, die auf uns zukam und Khun Ed begrüßte. Eine bildhübsche kleine Thai, so ca. 155cm groß, gekleidet in Blue Jeans und einem reizvollem Oberteil, mit glatten, langen Haaren die bis zum Po reichten und großen, schwarzen Mandelaugen. Noch bevor ich irgendwelche Fragen fragen konnte, ging es weiter zum Lift, (Depature Ebene) ein Taxi und dann ins Hotel – Sukhumvit Soi 22, Regency Park. Die Strecke durch die beeindruckende Skyline von Bkk werde ich nicht beschreiben, ihr kennt sie ja alle, also ca. 25 Min und wir sind im Hotel. Die Zimmer waren noch nicht frei also in die Frühstücksbar und ein frühstück genommen. Und stellte Ed mir seine Freundin vor: „das ist Boo, wir arbeiten zusammen“ na, habe ich mir gedacht, das kann ich mir rege vorstellen, denn sie war sehr gut gebaut, eine Taille, die wir mit unseren Farang - Pranken hätten umfassen können und schien aufgrund ihrer zierlichen größer zu erscheinen als sie tatsächlich war. „Und was arbeitet ihr zusammen“ „Wir, oder besser Boo, lötet meine Elektroniken, testet sie und die Teile werden dann von meinem thailändischen Partner nach D geschickt“. „Und wo habt ihr euch kennen gelernt?“ Diese Frage wurde zunächst nicht weiter beantwortet, denn in diesem Moment wurde der Kaffee gebracht und wir haben dann den weiteren Tagesablauf besprochen.

Also - nach dem Frühstück erst einchecken, auf´s Zimmer, duschen, etwas ausruhen und um 13:00 das erste Treffen mit dem Partner. Khun Itt hatte mehrere Jahre in Amerika gearbeitet, war dann nach 18 Jahren zurückgekehrt und war heute Adschan an einer Uni in Bkk. Neben seiner Tätigkeit an der Uni war er an einer Firma beteiligt, die sich mit Kunststofftechnik beschäftigt.

Auf meinem Zimmer habe ich dann die ersten Eindrücke verarbeiten müssen, war zu der Meinung gekommen, dass sich Khun Ed wohl seine Reisen nach Bkk durch seien Kunden finanzieren lässt, die seine Dienste in Anspruch nahmen, außerdem fertigt er seine Elektronik dort selber, fand ich eine ziemlich gute Idee – dann schlief ich ein.



So long
 
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Marco

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Hallo Bernd

:bravo: :super: mach weiter, das wird sicher eine gute Geschichte.

bmei" schrieb:
Die Strecke durch die beeindruckende Skyline von Bkk werde ich nicht beschreiben, ihr kennt sie ja alle,...
Ich finde es schade, dass Du solche Passagen weglässt, den jeder sieht etwas anderes.

Beispiel:
Bin die Strecke schon einige Male gefahren (unter anderem auch selbst am Steuer) und etwas das mir immer auffällt sind die grossen Reklamewände. Daneben sehe ich aber bei jeder Fahrt wieder neue Details, die mich erfreuen oder ärgern.


Ich würde mich freuen, wenn Du diese Details auch beschreiben würdest :-) .

Khontingtong
 
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bmei

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@khontingtong,

du hast völlig Recht, dass jeder das anders erlebt, wenn ich aber hier nicht an einigen Stellen kürzen würde, und mich auf das Wesentliche konzentrieren würde, dann würde es die "unendliche Geschichte". Mehr verrate ich noch nicht.

Gruß Khun bernd
 
J

Johann43

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Khun Bernd,

freue mich ehrlich, dass Du Deine Geschichte schreibst. Mach weiter, auch mich interessieren die Erlebnisse von anderen Menschen. Abwarten, wie es weiter geht. Es wäre nun sicher nicht richtig zu sagen, nur Mut,denn den hast Du mit dem Anfang schon bewiesen.

Gruß aus Mannheim

Johann
 
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bmei

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Part II

Wecker so gestellt, damit ich um 13:00 unter in der Cafeteria saß, war der erste. So bis halb zwei kamen dann khun Ed und khun Boo und schließlich traf auch khun Itt (Partner von ED) ein. Kurzes Kennen lernen mit smaltalk, Kaffee trinken, Unterlagen mit Plänen kurz erklärt. Das Ende wurde dadurch eingeläutet, das noch zwei weitere Kunden von khun Ed aus D eintrafen. Die neuen Gäste checkten ein, wollten erstmal duschen anschließend Abendessen. Gegen 19:00 Uhr fuhren wir im Wagen von khun Itt und einem weiteren Taxi ins Poo kung pau. Hier saßen wir draußen bei angenehmen Temperaturen und haben das Essen genossen. Anschließend verabschiedete sich khun Itt, er hat Frau und ein Kind und der Rest der Gruppe stürzte sich ins Nachtleben.

Also wo fährt man hin aus der Sicht von khun Ed, mit drei Kunden und Thaifreundin. Also ich :nixweiss: und die anderen auch nicht, gings zurück zur Sukhumvit, Soi 19 ins County Loads (in english COUNTRY ROADS), weil´s den ersten Abend nicht so spät werden sollte, schließlich hatte man den nächsten Tag Termine und von hieraus konnte jeder zu Fuß das Hotel erreichen. Im Country Roads sah es damals noch ein wenig anders aus als heute. Die Band spielte, vom Eingang aus gesehen, rechts und in der Mitte war eine quadratische Theke. Wir setzten uns, mit dem Rücken zur Band, an die Theke und bestellten Bier, mit Ausnahme von Boo, sie trank irgendwas mit richtigem Alkohol. Nun saßen da vier Geschäftsleute zusammen und wollten gerade mit einem Erfahrungsaustausch bezüglich von Fertigung in fremden Ländern beginnen, als sich drei Grazien zu uns gesellten und jeden von uns mit ihren Fragen bombardierten, „hallo how are you, where you come from, what´s your Name ………“ Muss schon sagen, alle drei hübsch, gute Figur, nicht mehr ganz jung, hätte sie alle so um die 25 Jahre alt geschätzt. Verbrachten so alle einen feucht fröhlichen Abend, geschäftlich ging garnichts mehr, war letztendlich nicht ganz preiswert, denn die Girls tranken eine ordentliche Menge Ladydrinks (kleines Glas mit viel Eis und einen Spritzer von Cola), aber war egal, khun Ed musste zahlen ;-D aber mit der eindeutigen Aufforderung den nächsten Abend ja wiederzukommen. Es war jetzt schon zwei Uhr, die Band hörte auf zu spielen, alle waren etwas mühe und so gingen wir ins Hotel zurück – erst mal ausschlafen.

Am nächsten morgen trafen wir uns wieder beim Frühstück, jeder hatte so sein eigenes Programm, ich wurde von khun Ed und Boo begleitet, mit der Office-Besichtigung von khun Itt und anschließender Fabrikbesichtigung, wo die Kunststoffteile gefertigt wurden. Khun Itt holte uns um 10 Uhr morgens ab und dann gings erstmal so mit einer Stunde Fahrtzeit zu seinem Office. Wer den Verkehr in Bkk kennt, muss ich hier nicht weiter kommentieren, war eine anstrengende Sache.
Einen Eindruck hinterließ die Besichtigung der Kunststofffirma, eine Halle mit vielen Maschinen, ohne Airco ab mit geöffneten Türen und Toren und Temperaturen die jenseits vom Erträglichen lagen zumindest für einen Farang. Die Thais standen an den Maschinen bei Temperaturen die weit jenseits dvon vierzig Grad lagen. Ich weiß noch, dass ich nach 15 Minuten nur noch einen Wunsch hatte – raus hier, bloß raus – mein kurzärmliges Hemd hatte eine neue aber moderne Farbe angenommen (von hellblau nach dunkelblau) aber komplett, die Wassertropfen rannen von meinem Körper in den Hosenbund, die Hose klebte nur noch an meinen Beinen und es gab für mich nur noch eins - DUSCHEN und nochmals DUSCHEN -. Leider war da noch die Fahrt ins Hotel und das waren immerhin noch 80 schreckliche Minuten.

so long
 
phimax

phimax

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vor'm Monitor
Ich liebe Geschichten :round:

Und jetzt mal eine aus Bangkok :super:

Michael
 
C

CNX

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Schöne Geschichte.

Dazu nicht nur Urlaub und Vergnügen. Hoffe das wir dadurch auch mehr über das Geschäftsgebaren erfahren. Solche Hintergrundinformationen würden mich sehr interessieren.

Gruss
C N X
 
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Marco

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bmei" schrieb:
...nicht mehr ganz jung, hätte sie alle so um die 25 Jahre alt geschätzt....
:heul: das ist Salz in meine Wunden gestreut :-( ; das fördert meine Midlife crisis :heul: ; bin ich mit 37 alt, Grufti oder gar Komposti :nixweiss:

so long
khontingtong
 
E.Phinarak

E.Phinarak

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Maha Sarakham / NDS
nein, nein, mein Freund, nichts von dem. Du bist im bestem Alter.

Nur die Mädels sind zu jung :rofl:
 
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bmei

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Part III

An diesem Abend bin ich nach dem Abendessen, es war schon spät geworden und ohne die anderen, ins County Loads gegangen, weil ich die Lady vom vorherigen Abend wieder sehen wollte – sie heißt Mayawee, ist 26 Jahre alt und man kam sich langsam näher. Gegen zwei Uhr waren wir dann so nah, dass ich kein Barfine mehr zahlen musste (war Feierabend ;-D ) und wir dann gemeinsam ins Hotel gingen.
- an dieser Stelle machen wir jetzt wieder einen Sprung :-) , möchte nur noch erwähnen, dass wir beim Frühstücken ausreichend Gesprächsstoff hatten. -

Ich weiß nicht mehr, welcher Abend es war, ich vermute es war der 5. Abend, als ich von khun Ed und Boo zum Essen auf dem River Chao Praya eingeladen wurden, u. a. waren die beiden Kinder und Ihre Mutter und natürlich auch Mayawee dabei. Problematisch waren damals die Gespräche untereinander, ich unterhielt mich mit Khun Ed oder Mayawee, Boo mit Ed und ihrer Mutter und den Kindern und ab und zu übersetzte Boo ihre Gespräche mit der Mutter oder die beiden Mädels unterhielten sich. Für mich war der Abend sehr interessant, bekam ich so die Möglichkeit tiefer in die Thai – Mentalität Einblick zu bekommen. Was mir jedoch auffiel, war, dass die Mutter von Boo nicht lachte, - sie hatte den ganzen Abend ein ernstes Gesicht und was ich erkennen konnte war, dass es offensichtlich um finanzielle Dinge ging. Khun Ed hatte mir einige Abende zuvor einige Informationen zu seiner Beziehung gegeben und sagte, dass er Boo mit etwa 500 DM pro Monat unterstützt und dann waren da auch noch die Bezüge aus der Elektronikfertigung. In der Summe waren das dann ca. 800 DM. Vielleicht an dieser Stelle einige Hinweise zur Elektronikfertigung. Boo erledigte einfache Handgriffe, wie Kabel der Länge nach abmessen, aufrollen an eine Leiterplatte anschließen und diese dann in kleine Plastiktüten zu verpacken, aber eben arbeitsintensive Handgriffe, die in D einfach zu teuer sind.

2 Probleme in Boo´s Familie

Und was Ed dann am nächsten morgen erzählte machte mich dann doch sehr nachdenklich. Boo wohnt mit ihren Kindern und der Mutter in eine kleinen zwei Zimmer Wohnung. Der Vater war vor einigen Jahren gestorben und seither sorgt Boo für ihre Mutter und die Kinder - und natürlich ging es ums Geld -. Die Mutter war nämlich der Meinung, wenn Boo schon einen Farang hat, der so viel Geld verdient, sogar Geld in Thailand verdient, warum bekommt sie dann so wenig, dabei hatte sich der Lebensstandard der Familie erheblich verbessert seit Boo und Ed zusammen waren. Und dann kamen auch immer häufiger die Geschwister von Boo und wollten an dem Geldsegen teilhaben. So stieg der Druck auf Boo ständig. Außerdem erfuhr ich, dass eine Schwester von Boo im Knast saß. – :O - Sie war zu zwei Jahren verurteilt worden. Sie hatte im Streit ihren Mann, der häufig mit anderen Frauen unterwegs war, im Affekt u m g e b r a c h t . Jetzt musste ich mir erst einmal ein Bier bestellen. Warum umgebracht, und nur zwei Jahre - wollte ich wissen. Ja die Schwester hatte Zeugen, wie ihr Mann gerade angefangen hatte sie zu schlagen und dann war das schön Küchenmesser, sie nahm es und stach zu - aus – Ende – Und wer kennt da nicht die thailändischen Krankenwagen, die sich durch den Bkk - Verkehr quälen – sie kamen zu einfach spät………

Ed selber wollte noch einige Jahre in D schaffen, viele neue Kunden aufbauen und sein Traum war es, in der Nähe von Bkk, also irgendwo da, wo er Bkk in zwei Stunden erreichen kann, seine Produkte fertigen und die Kunden in Deutschland betreuen.

- Und dann stand da der Fahrer von Firma xxx, die Zeit war sehr schnell vergangen, „ you are Khun Ed??“ - er war es - Der Fahrer war geschickt worden um uns abzuholen, also wieder ca. 1 Stunde Stadtfahrt, diesmal fuhren wir in den Norden von Bkk mit Firmenbesichtigung.

So long
 
dawarwas

dawarwas

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Kölle am Ring
@bmei,
erstx schoenen Dank das du uns an deiner Geschichte teilhaben laesst.
Ist sehr Interessant.

Jetzt moechte ich nochx schreiben was mich an den Thais so am meisten stoert, du hasst es ja so schoen geschrieben.

"Die .... war nämlich der Meinung, wenn Boo schon einen Farang hat, der so viel Geld verdient, sogar Geld in Thailand verdient, warum bekommt sie dann so wenig, dabei hatte sich der Lebensstandard der Familie erheblich verbessert seit Boo und Ed zusammen waren. Und dann kamen auch immer häufiger die Geschwister von Boo und wollten an dem Geldsegen teilhaben. So stieg der Druck auf Boo ständig."

Stimmt 100%ig!
Und das bekommt man meiner Meinung auch nicht soooo schnell aus ihnen heraus.
Leider.
 
P

PETSCH

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mag Dein Eindruck sein @dawarwas; jedoch:
(bevor wir pauschal werden)
Boo hats zugelassen.....................

und nun weiter :computer:
 
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bmei

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Der stärkste Eindruck war beim Essen auf dem River. Ich hatte den Eindruck, dass die da anwesenden Farangs alle unter der Würde der Mutter waren. Ich denke man konnte das am Blickkontakt und ihre ganzen Haltung erkennen. Man konnte mit Mama auch in keinerlei Kontakt treten. – na klar sie verstand kein Englisch wir konnten kein Thai – habe dann aber mal Kontakt über Boo zu ihrer Mutter aufgenommen, in dem Boo als Dolmatcher fungierte. Als Antwort kam aber nur so eine Art grunzen. Kurzum khum mää war mir unsympathisch.

Ein anderer Gesichtspunkt war auch, dass khun mää die Kinder für ihr tun missbrauchte und jede Gelegenheit nutzte, um darauf hinzuweisen, dass alle Farang schlechte Menschen sind.
Zitat von Khun Ed.

Gruß khun
 
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bmei

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Aber nicht dass einige jetzt denken – ich hätte grundsätzliche Probleme mit Müttern – :fertig:
Ist zwar ein interessantes Thema und hatte wir ja gerade….

bernd
 
tira

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jau khun bernd,

denke auch nicht du hast nen ausgeprägten mutterkomplex aber mit ner
thailändischen mää tust du dich anscheinend noch schwerer...... ;-D

gruss :cool:
 
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bmei

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Part IV

Die erste Reise war ohne nennenswerte Ereignisse zu Ende gegangen und alle waren wieder in D am – arbeiten -. Zu Ed baute sich allmählich ein freundschaftliches Verhältnis auf und so wurden die Neuigkeiten aus LOS regelmäßig ausgetauscht. Wir versuchten durch regelmäßigen Kontakt an Lösungen für unsere Lady´s zu arbeiten.

Einige Monate waren vergangen, die Schwester von Boo wurde aus Cafe Viereck entlassen und wohnte zunächst mit in der Wohnung von Mama und Boo.

3. Zweite Reise nach Bkk


Und dann war es wieder so weit, die Planungen für die nächste Reise nach Bkk waren erstellt. Außer den geschäftlichen Tätigkeiten war folgender Plan entstanden und sollte schnellstens umgesetzt werden. Ed wollte ein Haus in Hua Hin mieten. Boo sollte mit den Kindern umziehen die Kinder sollten in Hua Hin zur Schule gehen. Das Haus sollte groß genug sein, dass die Fertigung von Elektronik weiter ausgebaut werden konnte und dass bei Besuchen in LOS eine Unterkunft vorhanden war, um da ein paar Tage zu relaxen. Mama konnte die Wohnung in Bkk behalten und mit den Schwestern dort wohnen. Gesagt getan und los ging’s nach LOS. - Muss an dieser Stelle noch erwähnen, dass ich dem Inhaber des Computerladen meines Vertrauens über die geschäftlichen Tätigkeiten in LOS berichtet hatte, und ihm verschiede Produkte in seinem Laden zeigte, die in Thailand produziert wurden und das ich eine Company kenne, die gute und preiswerte Computergehäuse fertigt. Dieser Satz war ja noch nicht ganz zu Ende gesprochen als die Entscheidung fiel – nächstes Mal komme ich mit.

Es war wieder Freitag, denn Freitag ist der Reisetag, an dem man morgens in Bkk ankommt und dann ein ganzes Wochenende ohne Arbeit vor sich hat. Ankunft in Bkk morgens um sieben Uhr, diesmal wurden wir von zwei Lady´s und khun Itt vom Flughafen abgeholt was natürlich bei unserm Neuzugang khun Peter einen mächtigen Eindruck hinterließ. Und diesmal ging’s ins Manhattan Suk Soi 15. Wie üblich „solly, rooms not leady“ gingen wir zunächst in den Frühstücksraum, Kaffee, smaltalk und die ersten Pläne. Khun Itt als Partner von Khun Ed wurde in das Vorhaben Hua Hin eingeweiht und die Termine wurde so gelegt, das wir am kommen Donnerstag für ein paar Tage Hua Hin einplanten. – Dann waren die Zimmer fertig –l zunächst Mal duschen ein wenig „Schlaf“.

Nachmittags gingen wir dann ein wenig „frische Luft“ schnappen und das endete im Bierladen neben der Thermea, (leider gibt es den Laden heute nicht mehr). Der Bierladen war zu zwei Seiten offen aber Überdacht, war relativ groß und man saß an Tischen die die Höhe von Barhocker hatten, alle aus Holz geschnitzt, man saß also hoch und hatte einen guten Überblick. In zwei Richtungen waren an der Decke Fernseher installiert, auf denen immer Sportnachrichten zu sehen waren dazwischen sausten die Ventilatoren – für die Frischluft -. Hier saßen wir nun und tranken unser erstes Heinecken. Aber da passte etwas nicht – da war Ed und Boo, Bernd und Mayawee (sie nannte mich dann und wann Khon tingtong) und khun Peter ….also beschlossen Ed und ich hier für Abhilfe zu sorgen. Nach einigen Getränkegängen gingen wir Essen und anschließend wollten wir eine Besichtigungstour ins NEP (Nana Entertainment Plaza) unternehmen. Wir gingen ins NEP ziemlich zielstrebig auf eine Bar im Erdgeschoss zu, sie liegt hinten links in der Ecke und heißt Voodoo. Als wir dort ankamen wurden wir begrüßt wie alte Freunde –nixverstehn- Und dann erfuhr ich von Ed, das Boo hier vormals gearbeitet hat. Hier ging das ganze mit Heinecken weiter, nur diesmal zahlte Boo. Und wies der Zufall so will, da war eine puu jing geschaffen wie für khun Peter, klein neckisch und ein bisschen frech – wir waren nun zu sechst – und haben wirklich jede Menge Spaß gehabt. Abgetanzt habe wir dann noch in der Nana Disco. Und dann kam die Müdigkeit. War ja auch der erste Abend.

Am Montagabend hatten wir ein -Arbeitsessen -, kenne ich von den Politikern, man geht in ein chinesisches Restaurant, an einen Tisch mit drehbarem Aufsatz und muss dann beim Essen immer erst an diesem Aufsatz drehen, bis man zu dem gelangt, was man essen möchte – also richtige Arbeit – Wir waren eine große Runde und neu in dieser Runde war Jannett R. aus Hessen.

Jannett lebt seit vielen Jahren in Bkk, (Sukhumvit 65) mit ihrem Puk zusammen. Vielleicht kennt ja der ein oder andere von euch Puk und seine Band. Sie traten jeden Abend im Five Stars I (soi cowboy) auf und spielten Musik aus den 60ern und 70ern. Ein echter Hörgenuss. – a whiter shade of pale – black night – smoke on the water – (gibt es auch auf CD) und direkt vor uns tanzten einige hübsche Mädchen an den Stangen. Die meisten tanzten ziemlich gelangweilt, denn so denke ich, waren doch die meisten Besucher wegen der Musik gekommen. Heute spielt er übrigens ab 23:00 im Country Roads Soi 19.

Aber zurück zum Arbeitsessen, Jannett vertritt einige Firmen der Metallherstellung, ist bei einem Arbeitsessen aber nicht wirklich wichtig. Die Frauen saßen also wie üblich zusammen mit aus Ausnahme von Ed und Boo. Ed und Boo saßen immer irgendwie sehr dicht zusammen, so dass sie sich immer irgendwie berühren konnten. Zu diesem Zeitpunkt habe ich gedacht, dass nichts in der Welt die beiden hätte auseinander bringen können.

Doch plötzlich wurde ich abgelenkt, hörte ich doch wie sich Mayawee und Jannett über dieses und jene unterhielten, und ich hatte Verstanden, als es um das Alter ging, das Mayawee 33 Jahre geantwortet hätte. – Hatte dann aber den ungewollten Mitschnitt diese Unterhaltung schnell wieder verdrängt und habe mich weiter um die Arbeit gekümmert.

Fortsetzung folgt
 
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bmei

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Part V

Wir überspringen ein paar Tage, und es wurde Donnerstag. Khun Itt hatte eine Art Pikup von seinem Bruder besorgt, der war hinten zu und die Wand zur Ladefläche war entfernt. Hinten waren die Sitzplätze nicht in Fahrtrichtung angeordnet sonder man saß sich gegenüber. Khun Peter und Khun Koi, so hieß sein neuer Schwarm, wollten nicht mit nach Hua Hin, Peter hatte am Freitag einen Termin südlich von Bkk bei einem Gehäusehersteller, außerdem wollte Noi ihm Bkk zeigen. Dann ging es raus aus Bkk, über den Highway ab in den Süden, das Wetter war supergut, also wolkenlos, warm, na klar, die Klimaanlage arbeitete zufrieden stellend und es ging vorbei an Industriegebieten mit riesigen Firmen und schließlich auf Petchaburi zu. Was man als erstes sieht ist ein Hügel (oder kleiner Berg) mit einer Residenz von König Monkut und wurde um 1900 erbaut, wer keine Lust hat zu Fuß den Berg zu erklimmen, - es gibt eine Seilbahn - es lohnt sich, hierher einen Abstecher zu machen, weiter an ChaAm vorbei nach Hua Hin. Landschaftlich eine beeindruckende Gegend. Khun Itt hatte für alle Zimmer im CHAN CHAI Hotel reserviert,


liegt direkt an der Petchkasem Road zur Meerseite gelegen, eine sehr nette und absolut saubere Anlagen mit so ca. 60 Zimmern (900 THB / Nacht).


Nach einer kurzen Relax – Phase erstmal zum Strand,



das Hotel hatte einen Hinterausgang und da ging es vorbei an einem, direkt am Strand gelegenen Restaurant ans Meer.



Auf der rechten Seite in einiger Entfernung der Khao Taikiap und links liegt etwa in einem Kilometer Entfernung der Ortskern von Hua Hin.


Der Strand ist allerdings nicht so großartig, wer Phuket oder Go Samui ähnliche Szenarien erwartet ist eher etwas enttäuscht. Aber weißer breiter Strand und vor dem Strandrestaurant gab’s Liegestühle, Sonnenschirme und kleine Tische (alles kostenlos).

Nach dem Baden hatten alle mächtigen Hunger. Also ausgehfertig machen, und dann ging eine Gruppe von sieben Leuten, also khun Itt mit Frau und Sohn Ted, Ed und Boo und nahklar, die Petchkasem rauf zum Nightmarket, der jeden Abend, wenn die Dunkelheit hereinbricht zu brutzeln und brodeln beginnt. Die Straßen verwandeln sich dann in ein Open-Air-Schlemmerparadies. Werde bis heute das Essen nicht vergessen, was wir hier genossen hatten. Nach dem Essen noch ein Rundgang über den Markt, dann verabschiedete sich Familie Ittipohl. Der Rest der Gruppe stürzte sich mal wieder ins Nachtleben.

so long
 
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Freitagmorgen, nach dem Frühstück ging’s auf Wohnungssuche. Die Frauen und Ted gingen zum Strand – ein bisschen Sonnenbaden – Wir steuerten dann, ich glaube es waren 5 Lokations, direkt die erste Wohnung an. Sie lag nördlich vom Stadtkern in einer Seitenstraße der Petchkasem. Ein weißes zweistöckiges weißes Haus, unten waren Büros mit schwarzen Fenstern. Aus einem Büro kam der Vermieter, kurze Besichtigung des Büros und der Wohnung. – kam nicht in Frage.
Die Entscheidung viel auf ein typisches Stadthaus – gar nicht weit vom Hotel – in der Südstadt wieder Seitenstraße der Petchkasem. Das Haus bestand aus mehrere Parzellen mit breiter Einfahrt für das Auto und eingezäunt aus einer ca 1m hohen Mauer mit einem Metallzaun oben darauf. Das weiß gestrichen Haus machte einen soliden Eindruck, unten konnte die Elektronikmontage erledigt werden, oben war ausreichend Platz zum Wohnen. Nach ein paar Feilschereien war der Preis festgelegt und khun Ed bezahlte für zwei Jahre im Voraus ca. 120 T THB.

An dieser Stelle werde ich Zeit wieder ein bisschen raffen, und mich auf das Wesentliche beschränken.

Die Tage in Hua Hin vergingen wie im Flug, dann zurück nach Bangkok und war auch schon der Tag der Rückreise gekommen. Die Lady´s begleiteten uns zum Flughafen, jeder hatte ausreichen Money bekommen, um die nächsten Monate bequem zu überstehen. Ed gab Boo noch 20.000 THB zusätzlich, sie wollte für die neue Wohnung noch ein paar Dinge, wie einen neuen Kühlschrank etc. kaufen. Dann folgte der übliche Abschied und es ging zurück nach Deutschland.

Und dann bekam Ed den ersten Anruf aus Thailand. Boo rief an …. - Ed konnte Sie kaum verstehen, weil sie weinen war. „ the money is gone. My sister have stolen the hole money“ Was war passiert: das gesamte Geld war weg, die Schwester soll es gestohlen haben. Und Boo berichtete weiter. Als sie wieder zu Hause war, waren Mama, die Kinder, und die Schwester zu Hause. Boo hatte ihre Handtaschen mit dem Geld auf den kleinen Schrank gelegt und sie hatte das Essen vorbereitet. Dann haben alle gegessen und die Schwester sei gegangen. Nachdem Boo festgestellt hatte, dass das Geld weg war hat sie versucht die Schwester auf dem Mobile zu erreichen, das Mobil war ausgeschaltet.

Ed rief mich natürlich sofort an, erzählte mir die Geschichte und fragte was er denn jetzt machen sollte. Noch mal 20.000 THB schicken….. „nein, wenn die nicht af das Geld aufpassen können“ Ed war stinksauer…………

Ein paar Tage später stand fest, die Schwester war es und hatte sich seither nicht mehr gemeldet.

Dann kam der neue Monat, Boo und die Kinder konnten Umziehen.

Fortsetzung folgt
 
Thema:

Ed & Boo, eine Geschichte aus dem Leben

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