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Eak in Jöremanie - her 1st visit

Diskutiere Eak in Jöremanie - her 1st visit im Literarisches Forum im Bereich Thailand Forum; Es gab in den letzten Wochen und Monaten zwei, drei Anfragen, wie die Geschichte The Discovery Of Siam - Harry´s 1st Visit (siehe entspr. thread)...
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Harry55

Gast
Es gab in den letzten Wochen und Monaten zwei, drei Anfragen, wie die Geschichte The Discovery Of Siam - Harry´s 1st Visit (siehe entspr. thread) weiter geht. Ich habe lange überlegt, inwieweit es von Interesse ist, die Erlebnisse der letzten drei Wochen hier ins Forum zu stellen. Vielleicht möchte der eine oder andere seiner Angebeteten aus Thailand auch mal Deutschland zeigen. Mein Beitrag ist als Anregung gedacht, was man einer Thailady, die noch nie hier war, alles zeigen kann. Um es vorweg zu nehmen, ihr hat es gefallen. Eak] hat sogar auf dem Weg zum Flughafen behauptet "Jöremanie more beautiful then Thailand", war vielleicht nur als Scherz gemeint, wer weiß...?
Ich bin 5000 km gefahren und habe ein paar Euro ausgegeben (sehne mich nach den Preisen im LoS ;-D ).
Start der Reportage in wenigen Minuten!!
Gruss, Harry55
 
H

Harry55

Gast
06. 07. 2004 - Erster Tag
In den Rundfunknachrichten wurde mir mirgeteilt, wegen der Bauarbeiten an der Zufahrt zum Flughafen Tegel (Berliner wissen das) sollte man längere Anfahrtzeiten in Kauf nehmen. Ich starte deshalb schon um sechs Uhr morgens und bin ein bisschen aufgeregt. Hat sie ihren Flieger in Wien erreicht? Hat alles geklappt? Nach zwei Stunden bin ich ich am Flughafen Berlin-Tegel, mein Blutdruck steigt. Außer mir warten noch mehrere andere Deutsche auf ihre Damen, den Gesprächen entnehme ich, sie kommen ebenfalls aus Thailand. Ich recke den Hals, einige Passagiere sind schon durch, dann kommen die ersten Thailadies mit langem schwarzem Haar, die stürmisch mit Küssen begrüßt werden. Nach bangen Minuten sehe ich endlich sie wieder, gut zu erkennen an ihrem langen, braunen gewellten Haar! Herzliche Begrüßung mit Wangenkuss - Welcome to Jöremanie, Eak!
Ich ackere ihren schweren Koffer zum Parkplatz 5. Was hat sie da nur alles verpackt? Ich sage, mein größerer Wagen wurde vor zwei Jahren bei einem Unfall zerstört, wir müssen in den kommenden Wochen mit dem Renault Clio vorlieb nehmen. Auf der Stadtautobahn schon der erste Anruf von Mo (siehe thread "The Discovery...")
Wir sprechen über die parrallel laufende Story von Liebe, Hass, Neid, Missgunst, die uns noch beschäftigen wird.
Nach ein paar km wird Eak unruhig "Your home far away??"
Ich sage, nein, nur noch noch etwa 90 Minuten!
 
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Harry55

Gast
06. 07. 2004 - Erster Tag
"Far, far away, your home", konstatiert Eak und genießt die grüne märkische Heide aus dem Wagenfenster. Schon am Wochenende werden wir wieder hier in Berlin sein, sage ich.
Nach zwei Stunden Fahrt stoppe ich an einer Bruchbude. "Where do you want to stay?" Ein lang erprobter Gag. "Okay, we take the next!"
(Zur Erläuterung: das Haus wurde vor zwei Jahren komplett umgebaut und sieht aus wie neu).
Ich öffne das blaue Tor und Eak lernt meine große Schwester kennen (pii nong). Sie hat gerade mal Zeit, ihr Zimmer für die kommenden Wochen in Augenschein zu nehmen, dann geht es weiter.
Viele werden sich jetzt fragen, warum ausgerechnet zum Beginn eine Abraumförderbrücke?
Nun ja, ich hatte ihr per Email versprochen, in nur ein bis zwei Stunden Wüste - Strand - Schnee zu zeigen (Desert, beach and snow), das gilt es jetzt in die Tat umzusetzen!
Punkt Eins: Die Wüste - das sind bei uns in der Lausitz die ehemaligen Braunkohletagebaue. Eak bekommt einen grünen Plastikhelm verpasst und muss mit mir die Förderbrücke F 60 in Lichterfeld besteigen.
Mehr als 500 m lang und bis zu 74 m hoch mit fantastischen Ausblicken
an diesem Tag bis zur Oberlausitz.
Der liegende Eiffelturm der Niederlausitz. Hier wird einmal der Bergheider See entstehen, ein Thema, das uns bis zum letzten Tag ihres Besuches verfolgen wird (Gestaltung von Bergbaufolgelandschaften).
Der Führer, ein ehemaliger Kumpel, ist wirklich gut, nur versteht es Eak nicht. Ich versuche, es bruchstückhaft zu übersetzen.
Der nächste Punkt ist der Beach, der Senftenberger See, der ehemalige Tagebau Niemtsch, wir schlecken Eis am Großkoschener Strand.
Schnee im Sommer? Kein Problem, ich steuere die größte Skihalle östlich des Ruhrgebiets an, Snowtropolis Senftenberg. Eak sieht zum ersten Mal Snowboarder in Aktion. Ich sage, das ist nur künstlicher Schnee, ich zeige dir in diesen Ferien noch echten Schnee.
Ich düse über die Autobahn Richtung Flughafen Dresden-Klotzsche.
Abendessen in einem Thai-Restaurant. Das Essen schmeckt, aber Eak ist enttäuscht, die Bedienung spricht kein Thai!
Fortsetzung: Die khlongs des Spreewald folgt morgen!
 
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Harry55

Gast
06. 07. 2004 - Erster Tag
Während der Zeit der Trennung gab es täglich Kontakt per Email. Angerufen habe ich nur, wenn ich ihr Lachen hören wollte. Ihr Englisch ist noch nicht so gut, obwohl sie ausgezeichnete Lehrer hat.
Eak teilt mir mit, dass sie in Zukunft auch Deutschstunden nehmen wird.
Wir sitzen am Computer, schreiben eine Mail an ihre beste Freundin und ich zeige ihr das Nittaya-Forum, übersetze einen Part aus The Discovery Of Siam.

07. 07. 2004 - Zweiter Tag
Thais sind Wasserratten und Bangkok wurde früher einmal das Venedig des Ostens genannt. Ich hielt es für eine prima Idee, ihr mal die khlongs des Spreewalds zu zeigen. 300 km Wasserstrassen, Eak will es nicht so recht glauben. Inzwischen ist es so, dass man Kahntouren praktisch überall buchen kann, keine Schlangen mehr in Lübbenau, wie noch zu DDR-Zeiten. Ich buche die sog. grüne Tour nach Lehde und wie ich vermutet habe, ist Eak begeistert. Bei einem Stopp probiert sie saure Gurken und findet das so aloy maak, dass sie es künftig zum Frühstück vorgesetzt haben möchte!
Schade, dass sie die witzigen Bemerkungen des Fährmannes nicht versteht, leider läßt sich nicht alles übersetzen.
In Lehde gibt es Zander, der ihr mundet. Ich werde in den kommenden Tagen noch feststellen, dass meine größte Sorge, sie kulinarisch zufrieden zu stellen, völlig unbegründet war. Außer Pizza, Meerettich und merkwürdigerweise auch Räucherfisch verschmäht sie nichts und putzt alles weg.
Wir besuchen im Schnelldurchgang das Museumsdorf Lehde, erzähle ihr etwas über die Sorben, eine nationale Minderheit. Eak wundert sich, sogar Tiere und die Post werden über das Wasser transportiert.
Abends geht es 30 m weiter in meine Stammkneipe, wo ich in den 80ern öfter meine Disco aufgebaut habe, die heißt jetzt "Adria" und es gibt Spaghetti mit frutti de mare - ich lasse die Reste einpacken, Eak möchte es zum Frühstück haben, reicht dann drei Tage. :lol:
nächster Teil: Rundfahrt durch Sachsen
 
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Harry55

Gast
08. 07. 2004 - Dritter Tag
Eak hat sich inzwischen eingelebt und ich habe den Eindruck, es gefällt ihr hier, auch wenn der Sommer 2004 nicht so richtig mitspielt.
Wir erwischen einen heißen Tag und ich disponiere um, verschiebe den Besuch der Dresdner Innenstadt. Durch grüne Baumalleen geht es nach Kamenz und von da in die Sächsische Schweiz. Eak schaut nicht immer aus dem Fenster, oft schlummert sie auch. Sie kann nachts 10 Stunden schlafen und am Tag dann wieder. Jeder, der mit einer Thailady zusammen ist, kennt vielleicht dieses Phänomen.
Eak ist von den Ausblicken von der Bastei auf die Elbe begeistert und schießt Fotos ohne Ende. Nach dem Lunch geht es weiter Richtung Pillnitz (ich muss zu meiner Schande gestehen, ich war dort noch nie vorher); wir marschieren durch den Pillnitzer Park, ich erzähle von King August the Strong und Comtesse Cosel, die hier rauschende Summer-Parties feierten. Von Pillnitz geht es weiter bergauf zum Dresdner Nobelviertel Weißer Hirsch.
Ich frage mich durch und wir erreichen den Luisenhof, den Balkon Dresdens mit fantastischen Ausblicken auf die Brücke Blaues Wunder und die gesamte Stadt. Ich gestehe Eak, ich war hier vor 15 Jahren mit einer deutschen Freundin. Da es lange her ist, interessiert es sie nicht weiter. Wir genießen unsere Eisbecher und es geht weiter im Tagesprogramm zum Jagdschloss Moritzburg. Leider sind wir etwas spät dran, sowohl das Tiergehege als auch die Räume des Schlosses sind um 18 Uhr bereits dicht.

Nächster Teil: Konzert am Senftenberger See
 
rübe

rübe

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ahoi harry!

wow...du hast ja gleich ein ganz schön strammes programm mit deiner lady durchgezogen :O :O :O

beste wünsche von...

rübe

:wink:
 
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Harry55

Gast
09. 07. 2004 - Vierter Tag
Ehe Eak so aus dem Knick kommt, ist es meist schon 10 Uhr. Nach dem späten Frühstück (sie räumt auf und wäscht ab)wähle ich diesmal eine andere Route über die Dörfer nach Kamenz. Wir klettern auf den Aussichtsturm des Hutberges, anschließend zeige ich ihr die Hutbergbühne, wo ich u. a. vor drei Jahren die Rocklegende Deep Purple sah. Es geht weiter zu den Besuchertagen des Lausitzer Seenlandes. Am Strand des Geierswalder Sees erzähle ich ihr von dem Vorhaben, aus allen ehemaligen Tagebaurestlöchern eine Seenkette zu machen. Irgendwann einmal wird es möglich sein, von hier mit einem Boot nach Berlin und weiter zu schippern. Um die Zeit bis zur Ankunft meines besten Freundes Frank zu überbrücken, besuchen wir den Senftenberger Tierpark. Eak möchte am liebsten die Bären streicheln, schaut bei der Fütterung zu, den Fotoapparat im Anschlag.
Auf dem Senftenberger Bahnhof warten wir auf die Ankunft von Frank, der mal wieder als Letzter aussteigt. Mit Mühe und Not hat er noch den Zug erwischt, sagt er. Eak und er verstehen sich blendend, sind eben zwei Scherzkekse. Wir fahren zum Sallgaster Schloss und speisen da fürstlich, bevor es zur abendlichen Veranstaltung nach Großkoschen geht. Der berüchtigte Baron (Mann meiner Nichte) hatte noch gesagt "Musik für alte Männer", aber ich hoffe, Eak gefällt es trotzdem. Außerdem war es lange geplant, eines der letzten Konzerte von der Stern Combo Meissen zu besuchen und fällt nun zufällig mit dem Besuch von Eak zusammen.
Die Stern Combo Meissen ist eine ostdeutsche Rocklegende, die schon in den 60er Jahren Beschallungstechnik wie Pink Floyd hatten. 40 Jahre Bandjubiläum. Der Sänger Reinhard Fißler ist an multipler Sklerose erkrankt, wird von zwei Betreuerinnen auf die Bühne geschoben. In Interviews hat er erklärt, dass er nächstes Jahr wahrscheinlich nicht mehr live singen kann. Speziell für Eak sind die Klänge ungewohnt, denn die Band fängt gleich mal mit einer Klassik-Adaption an, Mussorgskis "Nacht auf dem kahlen Berge".
Für die Fans ostdeutscher Rockmusik wird das komplette Hitprogramm aus 40 Jahren geboten. Um den Sänger zu schonen, treten öfter mal der witzige Percussionist und der Schlagzeuger ans Mikro. Schade, dass Eak die Lyrics nicht versteht, die sind bei Stern Meissen wirklich Klasse ("Also was soll aus mir werden?").
Überraschungsgast ist die Stimme der Band aus den 80ern, IC Falkenberg und Eak sieht endlich einmal einen handsome man in Jöremanie! :lol:
In der Pause treffe ich noch ehemalige Arbeitskollegen und einen Neffen mit Frau. Der Abend klingt aus mit der Hymne "Kampf um den Südpol" und einigen Zugaben. Ein begeisterndes Konzert.
Zu Hause kann ich als Kraftfahrer endlich ein Bierchen trinken. Eak will die Männerparty alter Freunde nicht stören und geht zu Bett. Frank und ich rufen den uns gut bekannten Rundfunk-Moderator Thomas Fröse von Antenne Brandenburg an, wir waren grade auf dem Konzert, spiel mal was von Stern Meissen und es läuft ein paar Minuten später "Eine Nacht". :bravo: Thomas.

Nächster Teil: Wir machen die Hauptstadt unsicher
 
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Harry55

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Hallo Rübe,
das wird noch strammer, kannst du mir glauben, mit Schnee, Unwetter usw. Also, dran bleiben! :wink:
Gruss,
Harry55
 
bigchang

bigchang

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guter reisebericht,harry.hat deine eak den ganzen stress ueberstanden?haette ich meiner frau nicht abverlangen koennen,sie hat schon bei viel weniger programm kraeftig gemault,obwohl es ihr in dtschl.sehr gut gefallen hat und sie auf jeden fall wieder hin will,das naechste mal aber im winter,damit sie auch schnee kennenlernt

warte schon auf den naechsten teil

gruesse matt :wink:
 
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Harry55

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Hallo Matt (BigChang),
Schnee im Sommer? Warte mal auf den Teil Garmisch-Partenkirchen!
Morgen geht es weiter. :wink:
Gruss, Harry55
 
bigchang

bigchang

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guernsey
Harry55" schrieb:
Hallo Matt (BigChang),
Schnee im Sommer? Warte mal auf den Teil Garmisch-Partenkirchen!
Morgen geht es weiter. :wink:
Gruss, Harry55
wieso im sommer?das naechste mal fliegen wir im winter hin

ich warte ja schon auf den naechsten teil

gruesse matt :wink:
 
moselbert

moselbert

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@harry
Ich lese die Geschichte mit Interesse. So lerne ich gleich etwas über die Sehenswürdigkeiten in Sachsen. Kann man vielleicht mal gut gebrauchen, das Wissen. Ich war nämlich noch nicht dort.
:wink:
 
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Harry55

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@moselbert,
ist auch als Anregung gedacht; es geht aber nicht nur um Sachsen (ich selbst lebe in Süd-Brandenburg), Berlin, Bayern und die Ostseeküste folgen noch.
Gruss, Harry55
 
moselbert

moselbert

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@Harry
In den 12 Jahren, in denen meine Frau jetzt hier in Deutschland ist, waren wir schon in vielen Gegenden. In manchen hat es ihr sehr gefallen, in anderen weniger. Da wir es hier im Westen nicht weit in die Nachbarländer haben (Paris ist viel näher als Berlin), sind wir auch in Belgien, Holland, Frankreich schon öfter gewesen. Aber auch viel vor allem im Süden Deutschlands. (Vielleicht sollte ich mal über die Reisen in einem eigenen Thema jeweils kurz berichten (?), auch als Anregung, Material hätte ich genug.) Ostsee (Fehmarn) waren wir auch schon mal, Berlin auch, allerdings ist das schon länger her, da hat sich ja doch inzwischen einiges getan.
:wink:
 
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Harry55

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@moselbert,
würde mich freuen, wenn du einen extra thread aufmachst.
Lese deine Geschichten immer mit viel Interesse.
Gruss, Harry55
 
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Harry55

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10. 07. 2004 - Fünfter Tag
Nach dem späten gemeinsamen Frühstück düsen wir zu dritt - Eak, Frank und ich - nach Berlin. Ich war von einem anderen Forum-Member schon einen Tag früher dazu eingeladen worden, gemeinsam Berlin zu besuchen, musste aber wegen des Konzertes der Stern Combo Meissen leider absagen.
Ich stelle mein Auto in der ruhigen Seitenstrasse in Berlin-Neukölln, wo Frank wohnt, ab und Eak fragt "Warum?"
Es ist nicht gerade eine grosse Freude für mich, durch die Großstadt zu kurven. Ausserdem kommt man in Berlin mit den öffentlichen Verkehrsmitteln überall bequem hin und muss sich keine Sorgen um einen Parkplatz machen.
Wir besuchen das Brandenburger Tor im strömenden Regen, trinken Kaffee in unserem Stamm-Café am Alexanderplatz, wo Frank von der älteren Kellnerin immer namentlich begrüßt wird (bei hunderten Gästen täglich!).
Viel mehr ist an diesem Tag nicht drin. Eak und ich beziehen unser Quartier, das Best Western Hotel am Hermannplatz/Ecke Sonnenallee. Bei der Buchung machte es nicht so einen tollen Eindruck, Eak und ich sind angenehm überrascht.
Abends treffen wir uns alle im Thai-Restaurant Mahanakhon (Herfurthstrasse, Berlin-Neukölln). Es sollte eines der Highlights dieses Urlaubs werden. Die Bedienung kommt zwar nicht direkt aus Thailand, sondern von jenseits des Mekong aus Laos, spricht aber perfekt mehrere Sprachen. Eak ist absolut happy, alles, was sie ordert (auch das, was nicht auf der Speisekarte steht) wird in der Küche extra für sie zubereitet. Nach einem üppigen Mahl und vielen Weizenbieren (wir trinken diesmal nicht Singha oder Chang) schreibt Eak meinen Namen mit heißem Wachs auf meine linke Hand. Der nie um Worte verlegene Frank kommentiert trocken: "Ihr scheint ja Sado-Maso-Spiele zu lieben!" Was Eak zum Glück nicht versteht.
Wir feiern hier sechs Stunden, aber das hat auch seinen Preis. Frank hatte im Vorfeld erklärt, die Zeche zu übernehmen :lol: (86 Euro).
Frank wackelt zu seiner Wohnung, Eak und ich nehmen die U-Bahn zum Hermannplatz.

Nächster Teil: Berlin-Tour Teil II
 
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Harry55

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11. 07. 2004 - Sechster Tag
Am Ende dieses Tages wird Eak behaupten "Holidays are harder then working in my shop!"
Frank ist trotz seiner Behinderung (Fehlstellung der Beine von Kindheit an) ein rasanter Guide und meist schneller als wir. Über den Alexanderplatz geht es zur Museumsinsel. Wir haben noch etwas Zeit, ehe das Schiff ablegt, so besuchen wir das Pergamon-Museum. Frank und ich machen das dann auch zum ersten Mal, eine Sightseeing-Bootstour durch Berlin. Der kettenrauchende Sprecher ist charmant und witzig, erklärt wortreich Museumsinsel und Regierungsviertel. Ich versuche, so gut es geht, einiges zu übersetzen. Das Wetter ist heute besser, wir besuchen den Reichstag, gehen aber nicht hinein, die Schlange ist zu lang, anschließend Gendarmenmarkt und Nikolai-Viertel, wo wir den Lunch einnehmen (Hering mit Sahnesoße, schmeckt Eak nicht so gut).
Der unermüdliche Frank schleppt uns zur East Side Gallery, den Resten der Berliner Mauer, was mit einem Fussmarsch verbunden ist und Eak einen pflastermüden Eindruck macht, sich aber nur zaghaft beschwert.
Erstaunlich, wie lang die Reste der Berliner Mauer hier noch sind, ich hatte nur ein paar Meter erwartet. Die überall anzutreffenden japanischen Touristen schießen ihre Fotos und wir auch.
Noch ein letzter Fussmarsch für Eak zu unserem eigentlichen Stammlokal, dem jugoslawischen Restaurant "Sonja", wo Frank und ich stets vom Wirt Vladi wie alte Freunde mit Handschlag und Umarmung begrüßt werden. Die serbische Küche liebt scharfe Gewürze und Eak schmeckt der üppige Grillteller ausgezeichnet.
Wir verabschieden uns von Frank, der morgen arbeiten muss, der Ärmste! ;-D

Nächster Teil: Gewitter über Schwarzheide
 
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Harry55

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12. 07. 2004 - Siebter Tag
Ich hatte im Internet zwei Adressen von buddhistischen Tempeln in Berlin heraus gefunden, wollte Eak wenigstens einen davon zeigen, aber das fällt buchstäblich ins Wasser. Wir erreichen nach einem üppigen Frühstück im Hotel einigermassen trockenen Fusses das Auto und düsen zurück nach Hause. Nach all den Eindrücken der letzten Tage hat sich Eak eine Verschnaufpause verdient, schlummert schon im Auto ein. Wir besuchen das Grab meiner Eltern auf dem Friedhof, haben aber die kleine, quirlige Miriam (5 Jahre) im Schlepptau. Ich gieße und harke, Eak steht schweigend dabei.
Ich habe mir für diesen Tag nichts weiter vorgenommen, der morgige wird anstrengend genug.
Wir schlendern Hand in Hand in die Pension Werner. Mal ein billiger Abend für mich mit Bratwurst und Bier. Mit Hilfe ihres Wörterbuches Thai-Deutsch unterhalten wir uns über alles. Für mich immer wieder ein Phänomen, wie gut Eak abends nach zwei Bier Englisch spricht. Auch die deutschen Wörter "Danke" und "Bitteschön" sagt sie inzwischen nahezu akzentfrei. Dunkle Wolken ziehen auf, nicht zum ersten und zum letzten Mal in diesem Urlaub. Bevor wir uns entschliessen zu gehen, kracht es und das Gewitter hält uns vom Heimweg ab. Hastiger Rückzug in die Gaststube und noch zwei Bier.
Es regnet immer noch ein wenig, als wir über Pfützen springend nach Hause rennen. Eak und ich sind gut drauf, freuen uns auf Bayern.

13. 07. 2004 - Achter Tag
Ich kann die Langschläferin dazu überreden, dass wir spätestens 10 Uhr aufbrechen müssen, um rechtzeitig Oberbayern zu erreichen.
Von einem kurzen Stau bei Bayreuth mal abgesehen, komme ich gut durch. Ich erkläre Eak beim Vorbeifahren das alte Olympiastadion München und bin wirklich happy, schon vor 16 Uhr die Alpen zu sehen.
Kurzer Stopp durch die deutsche Polizei, kein Grund zur Panik für mich, die freundliche Beamte sagt nur, dass die Strasse gleich wegen eines Radrennens gesperrt wird.
Das "Sonnenbichl" am Ortseingang von Garmisch ist ein Top-Hotel (allerdings auch mit Top-Preisen). Da wir zeitig angekommen sind, schlage ich einen Fussmarsch ins Zentrum von Partenkirchen vor. Eak wird vermutlich zu Hause berichten, dass sie noch nie in ihrem Leben soviel laufen musste, wie in Deutschland.
Ich trinke Kaffee und Eak ist mal wieder für zehn Minuten verschwunden.
Sie schleppt mich in einen Laden, wo wir Parfüm kaufen für die Dame, die in Bangkok ihren zweiten Friseurladen hütet.
Abends geht es in die Zirbelstube des "Sonnenbichl"; Eak sagt später, das war das beste Steak, was sie in Deutschland gegessen hat.

Nächster Teil: Durch Österreich zu den Schlössern Ludwigs II.
 
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