Samuianer
Senior Member
@Ralf_aus_Do:
Hallo, tja zu 2.) deiner Anwort: Es sollte nicht das Ziel sein - ist es aber unumgaenglicherweise! Ohne Moos, nichts los! Da gibt es leider nichts dran zu ruetteln!
Ich wollte das eigentlich in der beziehungstechnischen Realition gespiegelt sehen.
Deine Anwort auf meine Frage "wonach wir eigentlich suchen..?" - "nach Glueck!! erscheint im ersten Hinblick korrekt.
Wollen wir uns mal gemeinsam die Muehe machen und diesen Begriff etwas genauer unter die "Lupe" zu nehmen oder gar ein wenig, in der Pathologie der Sinne, sezieren?
GLUECK ist mit hundertprozentiger Sicherheit fuer jeden DAS Spitzenfeeling, der Superrausch - das Kribbeln im Bauch, die Schmetterlinge bei einer neuen Liebe, Gewinn beim Bingo, beim Skat, beim Tischtennis, der Fund eines edlen Steines im Flusslauf, bei einem boesen Un-glueck ungeschoren davon gekommen zu sein - Glueck oder gluecklich waehnt sich Mensch immer dann wenn ihm gerade kein Elend d.h. Un-glueck wiederfaehrt.
Da es sich bei diesem Phaenomen aber nur um Polaritaeten, die Gegensaetze Glueck/Un-glueck, handelt ist Glueck nicht wirklich als solches zu definieren - weil es, wenn es nicht mehr erfahren werden kann - Mensch un-gluecklich macht.
Fazit: Wenn ich mich also NICHT aufmache um "Glueck" zu suchen - dann duerfte folgerichtig d.h. logischerweise, mich auch kein Un-glueck finden, richtig?
Somit stellt sich die Frage: "Warum dann nach Glueck suchen?"
Warum, wozu, weshalb, wofuer? Wenn uns dieses gefundene, angenommen Glueck, wenn es weiterziehen will, zerfaellt, verloren gehen kann - dann ungluecklich macht - warum in aller Welt danach suchen?
Weil es uns die Illusion liefert wir ´leben´, weil wir erleben?
ich suche im Zweifesfall mal nach ein wenig Zerstreuung, nach einer Aufgabe, die seh ich z.B. darin taegliche Anforderungen die sich mir stellen zu loesen, Blumen giessen, die Katzen streicheln und fuettern, Waesche waschen, das Buero auskehren, mal wieder ein paar Seiten im Buch weiterlesen, mit Kunden konferieren, Auskuenfte erteilen, vielleicht mal irgendwo ein guten Wein oder ein guten Cocktail schluerfen, in die Landschaft und den blauen Himmel blinzeln, ganz entspannt das Auto von A nach Z zu steuern und dabei den Komikstrip der um mich herum ablaeuft zu geniessen - aber nach Glueck suchen?
Ich meine mal wer das Leben geniessen kann, die Duefte die in der Luft liegen noch wahrnimmt, dessen Herz immer noch poetische Gefuehle beim Anblick eines sich zusammenbrauenden Gewitters oder eines Sonnenuntergangs umspuelen - wer noch die Voegel zwitschern hoert, der kann sich doch gluecklich schaetzen, oder?
Das Leben ist so einfach und so kompliziert wie wir es erlauben zu sein.
Wir sind die, wenn auch konditionierten, Darsteller, aber es liegt ausschliesslich an uns wie der Film ablaeuft. An Nichts und Keinem anderen, wenn dann, sind das alles nur Meilensteine am Wegesrand, auf dem wir entlangrasen oder muessige Runden tun.
Ich liebe guten Kaffee, meine Katzen, ein geruhsames Leben, keinen Stress, keine Hektik, ein kuehles Bier, ein guten Wein, gute Musik, Gemaelde, Kunstwerke, Novellen, Literatur, Reisen usw. usw.
Habe alle die Wesen, die Abschnitte meines Lebens mit mir teilten geliebt, gemocht, ja verehrt - aber auf dem langen Pfad herausgefunden - das wenn sich das nicht auf Gegenseitigkeit belaeuft - (was es meist nicht ist, sondern auf Abhaengigkeiten basiert) Mensch einem Nebelschleier hinterher jagt.
Ich bin Heute ganz fest der Meinung das Mensch immer irrt wenn er versucht sein "Glueck" in einer Beziehung zwischen zwei Menschen zu finden, das kann Mensch & Mensch sich u.U. gemeinsam erarbeiten - aber dieses "Glueck" wird IMMER vom funktionieren und der Anwesenheit des einen oder anderen Partners abhaengig sein, darum kann es imho kein wahres Gleuck bedeuten weil es konditioniert ist, zu ganz bestimmten, festgelegten Konditionen ´gluecklich´ machen soll.
Nicht das ich hier die Monogamie, Polygamie oder gar eine Solokarriere propagieren moechte, ich moechte nur klarstellen das der Gluecksbegriff eine der groessten Illusionen des Leben schlechthin darstellt.
Und das ´wahre Glueck´, oft ganz einfach am Wegesrand steht und darauf ´wartet´ erkannt zu werden - nur manche bevorzugen halt die beruehmte "rosarote Brille".
Und begeben sich vorzugsweise in den Irrgaten der Illusionen und der ungebremsten Emotionen.
Aus diesem Stoff ist diese diffuse Scheinwelt ´kreiert´ wie wir sie heute um uns wahrnehmen koennen...immer mehr Gimmicks, immer mehr Schickschnack, immer mehr unterhaltungselektronischer Technokram, immer mehr Chrom, Edelstahl, Glassfassaden, immer mehr Betonpisten, immer ´bessere´ Automobile, immer neue Wunsch-und Traumziele, immer mehr Illusionen - die Jagd nach dem ´Glueck´ - ist die ´Jagd danach´ geworden - das Adrenalin, der Reiz, der Input, immer mehr, immer schneller wird konsumiert, verbraucht, verbraten - dabei ist das Gluecklichsein, das auf Zufriedenheit, auf Seelenfrieden aufbaut den "Bach runtergegangen"...
Wie kann da Einer nach dem Glueck suchen - es finden - und dann noch gluecklich sein?
Ich sage dazu ganz lapidar: "Nie im Leben!" Denn, ganz einfach, wer nicht einfach zufrieden d.h. gluecklich ist wird es nie werden - vielleicht kann es erlernt werden - wieder gluecklich zu sein.
Der trick scheint der zu sein, garnicht erst nach dem "Glueck" suchen zu wollen - denn dann hat Mensch "es" ja!
-
Ich hoffe mal mich hier einigermassen verstaendlich ausgedrueckt zu haben - was den Inhalt anbetrifft - so ist die darin enthaltenen Stellungnahme meine ureigenste. Soll weder irgendjemandem zu neuen Erkenntnissen veranlassen, noch an denen die sich gern in den "Irrgaerten" aufhalten, Kritk ueben.
Guten Abend!
Hallo, tja zu 2.) deiner Anwort: Es sollte nicht das Ziel sein - ist es aber unumgaenglicherweise! Ohne Moos, nichts los! Da gibt es leider nichts dran zu ruetteln!
Ich wollte das eigentlich in der beziehungstechnischen Realition gespiegelt sehen.
Deine Anwort auf meine Frage "wonach wir eigentlich suchen..?" - "nach Glueck!! erscheint im ersten Hinblick korrekt.
Wollen wir uns mal gemeinsam die Muehe machen und diesen Begriff etwas genauer unter die "Lupe" zu nehmen oder gar ein wenig, in der Pathologie der Sinne, sezieren?
GLUECK ist mit hundertprozentiger Sicherheit fuer jeden DAS Spitzenfeeling, der Superrausch - das Kribbeln im Bauch, die Schmetterlinge bei einer neuen Liebe, Gewinn beim Bingo, beim Skat, beim Tischtennis, der Fund eines edlen Steines im Flusslauf, bei einem boesen Un-glueck ungeschoren davon gekommen zu sein - Glueck oder gluecklich waehnt sich Mensch immer dann wenn ihm gerade kein Elend d.h. Un-glueck wiederfaehrt.
Da es sich bei diesem Phaenomen aber nur um Polaritaeten, die Gegensaetze Glueck/Un-glueck, handelt ist Glueck nicht wirklich als solches zu definieren - weil es, wenn es nicht mehr erfahren werden kann - Mensch un-gluecklich macht.
Fazit: Wenn ich mich also NICHT aufmache um "Glueck" zu suchen - dann duerfte folgerichtig d.h. logischerweise, mich auch kein Un-glueck finden, richtig?
Somit stellt sich die Frage: "Warum dann nach Glueck suchen?"
Warum, wozu, weshalb, wofuer? Wenn uns dieses gefundene, angenommen Glueck, wenn es weiterziehen will, zerfaellt, verloren gehen kann - dann ungluecklich macht - warum in aller Welt danach suchen?
Weil es uns die Illusion liefert wir ´leben´, weil wir erleben?
ich suche im Zweifesfall mal nach ein wenig Zerstreuung, nach einer Aufgabe, die seh ich z.B. darin taegliche Anforderungen die sich mir stellen zu loesen, Blumen giessen, die Katzen streicheln und fuettern, Waesche waschen, das Buero auskehren, mal wieder ein paar Seiten im Buch weiterlesen, mit Kunden konferieren, Auskuenfte erteilen, vielleicht mal irgendwo ein guten Wein oder ein guten Cocktail schluerfen, in die Landschaft und den blauen Himmel blinzeln, ganz entspannt das Auto von A nach Z zu steuern und dabei den Komikstrip der um mich herum ablaeuft zu geniessen - aber nach Glueck suchen?
Ich meine mal wer das Leben geniessen kann, die Duefte die in der Luft liegen noch wahrnimmt, dessen Herz immer noch poetische Gefuehle beim Anblick eines sich zusammenbrauenden Gewitters oder eines Sonnenuntergangs umspuelen - wer noch die Voegel zwitschern hoert, der kann sich doch gluecklich schaetzen, oder?
Das Leben ist so einfach und so kompliziert wie wir es erlauben zu sein.
Wir sind die, wenn auch konditionierten, Darsteller, aber es liegt ausschliesslich an uns wie der Film ablaeuft. An Nichts und Keinem anderen, wenn dann, sind das alles nur Meilensteine am Wegesrand, auf dem wir entlangrasen oder muessige Runden tun.
Ich liebe guten Kaffee, meine Katzen, ein geruhsames Leben, keinen Stress, keine Hektik, ein kuehles Bier, ein guten Wein, gute Musik, Gemaelde, Kunstwerke, Novellen, Literatur, Reisen usw. usw.
Habe alle die Wesen, die Abschnitte meines Lebens mit mir teilten geliebt, gemocht, ja verehrt - aber auf dem langen Pfad herausgefunden - das wenn sich das nicht auf Gegenseitigkeit belaeuft - (was es meist nicht ist, sondern auf Abhaengigkeiten basiert) Mensch einem Nebelschleier hinterher jagt.
Ich bin Heute ganz fest der Meinung das Mensch immer irrt wenn er versucht sein "Glueck" in einer Beziehung zwischen zwei Menschen zu finden, das kann Mensch & Mensch sich u.U. gemeinsam erarbeiten - aber dieses "Glueck" wird IMMER vom funktionieren und der Anwesenheit des einen oder anderen Partners abhaengig sein, darum kann es imho kein wahres Gleuck bedeuten weil es konditioniert ist, zu ganz bestimmten, festgelegten Konditionen ´gluecklich´ machen soll.
Nicht das ich hier die Monogamie, Polygamie oder gar eine Solokarriere propagieren moechte, ich moechte nur klarstellen das der Gluecksbegriff eine der groessten Illusionen des Leben schlechthin darstellt.
Und das ´wahre Glueck´, oft ganz einfach am Wegesrand steht und darauf ´wartet´ erkannt zu werden - nur manche bevorzugen halt die beruehmte "rosarote Brille".
Und begeben sich vorzugsweise in den Irrgaten der Illusionen und der ungebremsten Emotionen.
Aus diesem Stoff ist diese diffuse Scheinwelt ´kreiert´ wie wir sie heute um uns wahrnehmen koennen...immer mehr Gimmicks, immer mehr Schickschnack, immer mehr unterhaltungselektronischer Technokram, immer mehr Chrom, Edelstahl, Glassfassaden, immer mehr Betonpisten, immer ´bessere´ Automobile, immer neue Wunsch-und Traumziele, immer mehr Illusionen - die Jagd nach dem ´Glueck´ - ist die ´Jagd danach´ geworden - das Adrenalin, der Reiz, der Input, immer mehr, immer schneller wird konsumiert, verbraucht, verbraten - dabei ist das Gluecklichsein, das auf Zufriedenheit, auf Seelenfrieden aufbaut den "Bach runtergegangen"...
Wie kann da Einer nach dem Glueck suchen - es finden - und dann noch gluecklich sein?
Ich sage dazu ganz lapidar: "Nie im Leben!" Denn, ganz einfach, wer nicht einfach zufrieden d.h. gluecklich ist wird es nie werden - vielleicht kann es erlernt werden - wieder gluecklich zu sein.
Der trick scheint der zu sein, garnicht erst nach dem "Glueck" suchen zu wollen - denn dann hat Mensch "es" ja!
-
Ich hoffe mal mich hier einigermassen verstaendlich ausgedrueckt zu haben - was den Inhalt anbetrifft - so ist die darin enthaltenen Stellungnahme meine ureigenste. Soll weder irgendjemandem zu neuen Erkenntnissen veranlassen, noch an denen die sich gern in den "Irrgaerten" aufhalten, Kritk ueben.
Guten Abend!

