soi1" said:
... sollte einer rückfällig werden, gibt es keine 2 chance sich dort zu therapieren lassen.
Stimmt, @soi1!
Ich war mal vor ca. 10 Jahren dort, um eine Reportage für eine deutsche Tageszeitung zu recherchieren. Viele Farang machten damals dort ihren Entzug, die meisten von ihnen vermeintlich "hoffnungslose Fälle", die von ihren heimatlichen Therapieeinrichtungen schon lange aufgegeben worden waren.
Mit dreien von denen hatte ich noch längere Zeit Kontakt. Alle drei schrieben mir später, dass sie clean geblieben seien und lobten Wat Tham Krabok über den grünen Klee.
Eines muss aber jedem klar sein, der dort seine Suchterkrankung therapieren lassen will: Ein Zuckerschlecken ist das nicht.
Ich unterhielt mich damals mit Gordon, einem Afroamerikaner aus der Bronx, der in Wat Tham Krabok als Mönch lebt und Suchtkranke betreut. Er sagte wörtlich: "Hier wird die Persönlichkeit der Süchtigen erstmal auf Null gebracht, und dann beginnt die Therapie."
Dementsprechend hart sind die Bedingungen. So ist zum Beispiel Prügelstrafe für schwere Verfehlungen wie etwa Diebstahl durchaus üblich, vollzogen mit einem soliden Bambusknüppel.
Die meisten Thai-Patienten dort werden übrigens (oder wurden damals zumindest) von Gerichten zwangseingewiesen, und deren Behandlung ist um einige Zacken härter als die der freiwilligen Falang-Patienten.