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Doppelte Staatsbürgerschaft

Diskutiere Doppelte Staatsbürgerschaft im Ehe & Familie Forum im Bereich Thailand Forum; geht mir auch so.... Wir wohnen nun im Süden Österreichs und sind froh, wenn wir mal im Sommer einen Abstecher nach Kroatien machen können. Unsere...
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Bukeo

Gast
deshalb war ich heuer im sommer in los und nicht in der türkei/tunesien oder maroc, hatte echt keine lust für die visa-beantragung
geht mir auch so....
Wir wohnen nun im Süden Österreichs und sind froh, wenn wir mal im Sommer einen Abstecher nach Kroatien machen können. Unsere thail. Bekannte ärgert sich jedesmal, wenn sie nicht mit darf, da sie für
Slowenien und auch Kroatien ein Visum benötigt.
Sämtliche Last-Minute Angebote kann man vergessen, ein Spontan-Billigflug nach London für EUR 29.- ist nicht möglich, da England trotz deutscher Aufenthaltserlaubnis weiterhin ein Visum für Thais verlangt - da kein Schengenstaat.
 
Jinjok

Jinjok

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Mit einem deutschen Aufenthaltstitel im Thaipaß erlischt ersterer nach einer Abwesenheit von mehr als 180 Tagen, da dann unterstellt wird, daß der Lebensmittelpunkt nicht in der Bundesrepublik liegt. In manchen Bundesländern kann man das verhindern, wenn man vorher unter Angabe wichtiger Gründe eine Ausnahmegenehmigung einholt.

Also hat der deutsche Paß auch hier einen Vorteil. Nur muß die Frau mit dem guten Stück aus der Bundesdruckerei bei der Einreise in Thailand ein Visum nachweisen, will sie länger als 180 Tage dort bleiben und muß mehrere kleine Reisen über die Grenze unternehmen, was ihr sicher nicht gefallen wird. Dafür kann sie immer nach Deutschland zurückkehren und von der zugegeben etwas löchrig gewordenen Hängematte profitieren. Alles Gute ist halt nie beisammen.
Jinjok
 
W

woody

Gast
Mit einem deutschen Aufenthaltstitel im Thaipaß erlischt ersterer nach einer Abwesenheit von mehr als 180 Tagen
Das ist richtig für die unbeschränkte Aufenthaltserlaubnis aber darüber hinaus gibt es noch einen höheren Titel, nämlich das Aufenthaltsrecht. Wenn man die deutsche Staatsangehörigkeit nicht anstrebt, aber auch die Aufenthaltserlaubnis bei längerer Abwesenheit nicht verlieren will, dann ist das Aufenthaltsrecht der richtige Titel. Nachteil ist, man muss ein Procedere durchlaufen ähnlich wie bei der Beantragung der Einbürgerung.

Mehrfachstaatsangehörigkeit ist für Leute, die mal hier mal da leben wollen die beste Lösung. Sowie Bukeo das oben und an ander Stelle ausführlich beschrieben hat, ist es eine gute Lösung und wird seit ewigen Zeiten so gehandhabt, auch wenn es in D in jüngster Zeit nicht mehr gewünscht ist, so ist es doch international gesehen nicht´s Besonders sondern das Normale.
Einige Beispiele: Auswanderer nach Mittel- oder Südamerika haben in der Regel die ´neue´ und die ´alte´ Staatsangehörigkeit über Generationen.
Oder aber die deutschen Ostimmigranten (Russland etc., Rumänien, Ungarn und Jugoslawien) haben auch nach hundertjähriger Abwesenheit ihren Anspruch auf die dt. Staatsangehörigkeit nicht verloren, sondern wurden nach ihrer Rückkehr unter der Voraussetzung des
1/2-Ariernachweises problemlos wieder naturalisiert.
 
I

Isaanfreak

Gast
Aufenthaltsgenehmigung

Welche Möglichkeiten des Aufenthalts gibt es?

Das Ausländergesetz fasst unter dem Oberbegriff Aufenthaltsgenehmigung vier verschiedene Aufenthaltstitel zusammen: Aufenthaltserlaubnis, Aufenthaltsberechtigung, Aufenthaltsbewilligung und Aufenthaltsbefugnis.

Je nach Aufenthaltszweck wird die entsprechende Aufenthaltsgenehmigung erteilt.

1. Aufenthaltserlaubnis (befristet)

Die Aufenthaltserlaubnis ist der allgemeine Aufenthaltstitel. Sie begründet ein zunächst befristetes Aufenthaltsrecht mit der Möglichkeit eines späteren Daueraufenthalts. Die Aufenthaltserlaubnis ist grundsätzlich nicht an einen bestimmten Zweck gebunden.

Ausnahmen :
Die Aufenthaltserlaubnis gewährt ein zunächst nur zweckgebundenes Aufenthaltsrecht, wenn sie einem Familienangehörigen zur Herstellung und Wahrung der ehelichen oder familiären Lebensgemeinschaft mit einem Deutschen oder einem Ausländer ist. Diese Abhängigkeit des Aufenthaltsrechts der Familienangehörigen ist allerdings zeitlich beschränkt (vgl. Abschnitt ll.3.)

In seltenen Fällen kann auch der Aufenthalt an eine bestimmte Erwerbstätigkeit gebunden sein, ein Daueraufenthalt ist dann meistens ausgeschlossen.

2. Aufenthaltserlaubnis (unbefristet)

Ich halte mich mit befristeter Aufenthaltserlaubnis in Deutschland auf, wann erhalte ich eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis?

Wenn Sie die Aufenthaltserlaubnis seit 5 Jahren besitzen, haben Sie einen Rechtsanspruch auf die Erteilung der unbefristeten Aufenthaltserlaubnis, sofern Sie weitere Voraussetzungen erfüllen.

Als weitere Voraussetzungen müssen Sie

die Arbeitsberechtigung besitzen, sofern Sie Arbeitnehmer sind,

die für eine dauernde Ausübung Ihrer - selbständigen - Erwerbstätigkeit erforderliche Erlaubnis besitzen,

einfache Deutschkenntnisse besitzen (ein besonderer sind dafür in Berlin für jede Person über 6 Jahren 9 m2 und für jedes Kind von 2 bis 6 Jahren 6 m2) und

ein gesichertes, ausreichendes Einkommen nachweisen.
Sollten Sie nicht erwerbstätig sein, so wird die unbefristete Aufenthaltserlaubnis auch dann erteilt, wenn Sie Ihren Lebensunterhalt aus eigenem Vermögen oder aus sonstigen eigenen Mitteln bestreiten oder durch einen Anspruch auf Arbeitslosengeld oder einen Anspruch auf Arbeitslosenhilfe für mindestens 6 Monate sichern.

Wenn Sie bei der Erteilung der unbefristeten Aufenthaltserlaubnis arbeitslos sind, müssen Sie innerhalb von 3 Jahren nachweisen, daß Sie Ihren Lebensunterhalt wieder aus eigene Erwerbstätigkeit bestreiten; anderenfalls kann die unbefristete Aufenthaltserlaubnis nachträglich wieder in eine befristete Aufenthaltserlaubnis umgewandelt werden.

Erforderlich ist selbstverständlich weiterhin, daß gegen Sie kein Ausweisungsgrund vorliegt. Auch Ihr nicht erwerbstätiger Ehegatte hat einen Anspruch auf die Erteilung der unbefristeten Aufenthaltserlaubnis, wenn Sie selbst die vorstehend aufgeführten einzelnen Voraussetzungen erfüllen. Erforderlich ist nur, daß Ihr Ehegatte die Aufenthaltserlaubnis seit 5 Jahren besitzt, über einfache Deutschkenntnisse verfügt und ausreichender Wohnraum nachgewiesen wird.

Ihre Kinder haben unter folgenden Voraussetzungen einen Anspruch auf die unbefristete Aufenthaltserlaubnis:

Kinder zwischen 16 und 18 Jahren müssen

am Tag der Vollendung des 16. Lebensjahres seit 8 Jahren im Besitz einer Aufenthaltserlaubnis als Familienangehörige sein oder vom Erfordernis der Aufenthaltsgenehmigung befreit gewesen sein und
sich während dieser 8 Jahre in Deutschland aufgehalten haben.
Kinder ab 18 Jahren müssen

seit 8 Jahren eine Aufenthaltserlaubnis als Familienangehörige besitzen oder vom Erfordernis der Aufenthaltsgenehmigung befreit gewesen sein,

ausreichende Deutschkenntnisse besitzen (dies ist regelmäßig anzunehmen, wenn sie im Bundesgebiet länger als 4 Jahre eine Schule besucht haben) und

ihren Lebensunterhalt aus eigener Erwerbstätigkeit, eigenem Vermögen oder sonstigen eigenen Mitteln bestreiten können, oder sich in einer Ausbildung befinden, die zu einem anerkannten schulischen oder beruflichen Bildungsabschluß führt.

Bei jungen Ausländern, die wegen körperlicher, geistiger oder seelischer Behinderung erheblich hilfsbedürftig sind, wird vom Nachweis deutscher Sprachkenntnisse und vom Nachweis, den Lebensunterhalt aus eigenen Mitteln zu bestreiten, abgesehen.
Der Anspruch auf die unbefristete Aufenthaltserlaubnis kann ausgeschlossen sein, wenn Ausweisungsgründe vorliegen.

Wenn Sie mit einem deutschen Staatsangehörigen verheiratet sind, haben Sie bereits nach einem Aufenthalt von 3 Jahren in ehelicher Lebensgemeinschaft einen Regelanspruch auf die Erteilung der unbefristeten Aufenthaltserlaubnis. Dies gilt jedoch dann nicht, wenn Sozialhilfebedürftigkeit besteht.

3. Aufenthaltsberechtigung

Die Aufenthaltsberechtigung ist räumlich und zeitlich unbeschränkt und kann nicht mit Bedingungen und Auflagen versehen werden.

Sie haben einen Anspruch auf die Erteilung der Aufenthaltsberechtigung, wenn Sie

entweder seit 8 Jahren die Aufenthaltserlaubnis besitzen oder seit 3 Jahre im Besitz der unbefristeten Aufenthaltserlaubnis sind, falls Sie davor eine Aufenthaltsbefugnis besessen haben,

Ihren Lebensunterhalt aus eigener Erwerbstätigkeit, eigenem Vermögen oder sonstigen eigenen Mitteln bestreiten können,

mindestens 60 Monate Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung geleistet haben oder Aufwendungen für einen Anspruch auf vergleichbare Leistungen eines Versicherungsunternehmens nachweisen - diese Bedingung entfällt jedoch, wenn Sie sich in einer Ausbildung befinden, die zu einem anerkannten schulischen oder beruflichen Bildungsabschluß führt -,

in den letzten 3 Jahren nicht wegen einer vorsätzlichen Straftat zu einer Jugend- oder Freiheitsstrafe von 6 Monaten oder einer Geldstrafe von 180 Tagessätzen oder einer höheren Strafe verurteilt worden sind und

die Voraussetzungen für die Erteilung einer unbefristeten Aufenthaltserlaubnis(Arbeitsberechtigung, einfache Deutschkenntnisse, ausreichenden Wohnraum, Fehlen eines Ausweisungsgrundes) erfüllen.
Ihr Ehrgatte braucht nicht erwerbstätig zu sein, um einen Anspruch auf die Aufenthaltsberechtigung zu haben. Er muß deshalb nicht die Sicherung des Lebensunterhalts oder eine Rentenanwartschaft nachweisen, wenn Sie selbst diese Bedingungen erfüllen.

Wenn Sie als Asylberechtigter anerkannt sind oder mit einem deutschen anerkannt sind oder mit einem deutschen Staatsangehörigen in ehelicher Lebensgemeinschaft leben, kann Ihnen die Aufenthaltsberechtigung schon erteilt werden, wenn Sie erst seit 5 Jahren die Aufenthaltserlaubnis besitzen.

4. Aufenthaltbewilligung

Ausländer, die sich nur zu einem bestimmten vor übergehenden Zweck im Bundesgebiet aufhalten wollen, benötigen eine Aufenthaltsbewilligung. Dies ist z.B. dann der Fall, wenn sie einen Besuchsaufenthalt beabsichtigen, aber auch dann, wenn sie in Deutschland studieren möchten, ein Praktikum anstreben oder als Werkvertragsarbeitnehmer beschäftigt werden sollen.

Die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung ist jedoch eine Ermessensentscheidung, auf sie besteht daher kein Rechtsanspruch. Sie wird längstens für die Dauer von 2 Jahren erteilt. Sie kann verlängert werden, wenn der Aufenthaltszweck noch nicht erreicht ist, dieser aber in einem angemessenen Zeitraum erreicht werden kann.

Besonderheiten:
Wenn Sie zu einem anderen Aufenthaltsweck überwechseln wollen und sich bereits 1 Jahr Im Bundesgebiet aufhalten, müssen Sie in der Regel zunächst ausreisen, ehe Ihnen die Aufenthaltbewilligung für einen anderen Zweck erneut erteilt werden kann. Bevor Ihnen eine Aufenthaltserlaubnis erteilt wird, müssen Sie sich sogar 1 Jahr außerhalb der Bundesrepublik Deutschland aufgehalten haben; diese gilt aber nicht, wenn Sie im Rahmen der Familienzusammenführung (vgl. Abschnitt II.) einen Anspruch auf die Erteilung der Aufenthaltserlaubnis haben.

Für die Vorbereitung zur Aufnahme eines Studiums und für den Wechsel des Studienfachs nach dem Studiumsbeginn gelten enge zeitliche Regeln. Hierüber und zu allen studienbezogenen Fragen erhalten Sie auf Wunsch ausführliche Informationen von den jeweiligen Akademischen Auslandsämtern der Berliner Hochschulen.

Wenn Sie zu den Ausländern gehören, die wegen ihrer Staatsangehörigkeit für einen Besuchsaufenthalt bis 3 Monaten kein Visum benötigen (vgl. Abschnitt III.), so können Sie nach Ihrer Einreise eine Aufenthaltsbewilligung im Einzelfall grundsätzlich nur für einen weiteren Besuchsaufenthalt von längstens 3 Monaten erhalten.

5. Aufenthaltsbefugnis

Wenn Sie sich rechtmäßig im Bundesgebiet aufhalten und eine Erteilung oder Verlängerung einer anderen Aufenthaltsgenehmigung ausgeschlossen ist, aber das Verlassen des Bundesgebietes für Sie eine außergewöhnliche Härte darstellen würde, kann Ihnen aus dringenden humanitären Gründen eine Aufenthaltsbefugnis erteilt werden.

Eine Aufenthaltsbefugnis kann Ihnen z.B. auch dann erteilt werden, wenn Sie zur Ausreise aus der Bundesrepublik Deutschland verpflichtet sind, aber eine Abschiebung aus rechtlichen oder tatsächlichen Gründen, die Sie nicht zu vertreten haben, unmöglich ist.

Darüber hinaus können Landesregelungen (mit Zustimmung des Bundesministeriums des Innern) anordnen, daß näher bezeichnete Personengruppen bei Erfüllung bestimmter Bedingungen eine Aufenthaltsbefugnis erhalten können, z.B. die sog. Altfallregelungen.

Die Aufenthaltsbefugnis wird für längstens 2 Jahre erteilt und in der Regel um 2 Jahr verlängert, wenn die Gründe für die Erteilung weiterhin vorliegen.

Ihr Ehegatte und Ihre minderjährigen ledigen Kinder können die Aufenthaltsbefugnis erhalten, wenn bei jenen die Voraussetzungen dafür ebenfalls vorliegen, dies gilt auch für den Nachzug aus dem Ausland.

Ein im Bundesgebiet geborenes Kind erhält von Amts wegen die Aufenthaltsbefugnis, wenn die Mutter eine Aufenthaltsbefugnis besitzt. Die Verlängerung auch Kindern erteilter Aufenthaltsbefugnisse muß rechtzeitig werden. Auf die Verlängerung besteht ein Rechtsanspruch, solange die Mutter oder der allein personensorgeberechtigte Vater eine Aufenthaltsbefugnis besitzt.

Wenn Sie seit 8 Jahren einen Aufenthaltsbefugnis besitzen, können Sie die unbefristete Aufenthaltserlaubnis erhalten, wenn Sie Ihren Lebensunterhalt aus eigener Erwerbstätigkeit bestreiten und die weiteren Voraussetzungen erfüllen. In diesem Fall erhalten Ihr Ehrgatte und Ihre ledigen minderjährigen Kinder anstelle der Aufenthaltsbefugnis nun eine Aufenthaltserlaubnis. Auf die Aufenthaltsdauer von 8 Jahre werden auch die Zeiten eines vorangegangenen Asylverfahrens angerechnet und auch bestimmte, gesetzlich näher festgelegte Duldungszeiten.

Nach weiteren 3 Jahren kann Ihnen dann auch die Aufenthaltsberechtigung erteilt werden.


II
Familiennachzug und Rückkehr

1. Welche Familienangehörigen dürfen nachziehen?

Grundsätzlich können nur Ehegatten nachziehen sowie ledige Kinder vor der Vollendung des Lebensjahres, wenn auch der andere Elternteil eine Aufenthaltserlaubnis oder Aufenthaltsberechtigung besitzt, es sei denn, dieser ist verstorben. Ausländische ledige Kinder von Deutschen und Asylberechtigten haben ein Nachzugsrecht während der gesamten Dauer der Minderjährigkeit.

Darüber hinaus können auch andere ledige Kinder vor der Vollendung des 18. Lebensjahres Nachziehen, wenn sie die deutsche Sprache beherrschen, wenn auf Grund ihrer bisherigen Ausbildung und Lebensverhältnisse eine Integration gewährleistet erscheint, oder wenn ein Besonderer Härtefall vorliegt.

Einem sonstigen Familienangehörigen kann eine Aufenthaltserlaubnis nur dann erteilt werden, wenn dies zur Vermeidung einer außergewöhnlichen härte erforderlich ist. Es müssen aber sehr schwerwiegende Grunde vorliegen, damit ein Nachzug ausnahmsweise zugelassen werden kann.

Wichtig:
Alle jungen Ausländer benötigen grundsätzlich auch vor der Vollendung des 16. Lebensjahres eine Aufenthaltsgenehmigung. Für Einreisen nach Deutschland ist ebenfalls das entsprechende Visum erforderlich.

Die frühere gesetzliche Aufenthaltsgenehmigungsfreiheit für unter 16 Jahre alte Ausländer aus Marokko, Tunesien, der Türkei und den Republiken des früheren Jugoslawien ist ab 15. Januar 1997 aufgehoben worden.

Unter 16 Jahre alte Angehörige bestimmter Staaten sind jedoch von dieser Regelung nicht betroffen (vgl. Abschnitt III, letzte Absätze).

2. Wann dürfen meine Familienangehörigen nachziehen?

Das Familienmitglied muß zunächst mit Ihnen in familiärer Lebensgemeinschaft leben wollen. Zudem müssen Sie selbst

eine Aufenthaltserlaubnis oder Aufenthaltsberechtigung besitzen (für Inhaber einer Aufenthaltsbefugnis gelten besondere, einschränkende Regeln),

über ausreichenden Wohnraum verfügen und

den Lebensunterhalt des Angehörigen aus eigenen Mitteln sichern können und auch für andere Angehörige keine Sozialhilfe beziehen.
a) Wann besteht ein Rechtsanspruch auf Ehegattennachzug?

Sie sind Inhaber einer Aufenthaltsberechtigung oder

Sie sind Inhaber einer Aufenthaltserlaubnis, Ihre Ehe bestand bereits bei der Einreise und wurde bei der erstmaligen Beantragung der Aufenthaltserlaubnis angegeben oder

Sie sind als Minderjähriger eingereist oder in Deutschland geboren und besitzen eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis oder Aufenthaltberechtigung, haben sich bereits 8 Jahre rechtmäßig im Bundesgebiet aufgehalten und sind volljährig oder

Sie sind als Asylberechtigter anerkannt oder als Kontingentflüchtling aufgenommen worden.
Abweichungen sind zulässig im Falle des Nachzugs zu Asylberechtigten deutschen Ehepartner ist es nicht erforderlich, daß dieser ausreichenden Wohnraum und die Sicherung des Lebensunterhalts aus eigenen Mitteln nachweist.

b) Wann habe ich einen Rechtsanspruch auf Nachzug meiner minderjährigen Kinder?

Wenn

Sie als Asylberechtigter anerkannt sind oder

Ihr Kind noch nicht 16 Jahre alt ist und der andere Elternteil ebenfalls eine Aufenthaltserlaubnis oder Aufenthaltsberechtigung besitzt oder Aufenthaltsberechtigung besitzt oder dieser verstorben ist,
hat Ihr lediges Kind einen Anspruch auf die Erteilung der Aufenthaltserlaubnis.

Ein Kind, das im Bundesgebiet geboren wird, erhält von Amts wegen eine Aufenthaltserlaubnis, wenn die Mutter eine Aufenthaltserlaubnis oder Aufenthaltsberechtigung besitzt.

Werden die vorstehenden Boraussetzungen für den Familiennachzug nicht erfüllt, kann die Familienzusammenführung dennoch im Rahmen einer Ermessensentscheidung zulassen werden.

Beim Familiennachzug zu Asylberechtigten kann sogar vom Nachweis der eigenständigen Sicherung des Lebensunterhaltes abgesehen werden.
 
C

CNX

Gast
Hallo,

gegen alle Spekulationen auf zwei Pässe (weil die deutschen Ämter ja nichts merken ....) ;-)

Bei dem meisten unserer Behörden gibt es mittlerweile folgende vorgehensweise:

Meldung erfolgt nach Thailand ans Zentralregister.
Somit also einfach mal einen neuen Pass in TH machen ist nicht mehr.

Der deutsche Pass wird erst nach Vorlage einer Bescheinigung vom Konsulat oder der Botschaft ausgehändigt. Diese Bescheinigung besagt das man seinen Pass und somit seine Staatsbürgerschaft aufgegeben hat.

Wer´s nicht glaubt - einfach beim Konsulat oder der Botschaft nachfragen.

Gruss
C N X
 
B

Bukeo

Gast
Meldung erfolgt nach Thailand ans Zentralregister.
das mag schon sein, nur juckt das die thailändischen Behörden nicht besonders - du bekommst also trotz dieser Meldung mit Sicherheit deinen thail. Pass.
Erst wenn du vor dem Amphur deinen Austritt erklärst, aus dem Tapein Baan gestrichen wirst - dann ist die thail. Staatsbürgerschaft weg.

Das zweite was du aufführst, ist richtig - die deutschen sind etwas schlauer geworden ;-)
Aber auch hier habe ich eine Meldung vom auswärtigen Amt hier im Forum gelesen (Archiv nachsehen), die erklärt - dass ein Austritt aus der thail. Staatsbürgerschaft nach Abgabe der Erklärung wohl an die 1-2 Jahre dauern kann und in dieser Zwischenzeit eine Doppel-Staatsbürgerschaft von den Deutschen wohl hingenommen wird.
Thailand prüft nämlich sehr genau, dass der Austrittsbewerber nicht in die Staatenlosigkeit entlassen wird. D.h. eine deutsche Staatsbürgerschaft muß bereits vor der Erklärung zum Austritt vorliegen.

Das alles betrifft aber nur die neuen Antragsteller für eine deutsche Staatsbürgerschaft - hier wurde dies wohl im Antrag bereits vermerkt.
Bei den älteren (sowie bei meiner Frau) ist diese Procedure nirgends im Antrag vermerkt - man würde sich also schwer tun - hier jemanden wieder auszubürgern, wenn der thail. Staat eine Doppelstaatsbürgerschaft zuläßt.
 
C

CNX

Gast
Hallo Bukeo,

folgenden Stand kann ich da mitteilen:

Sobald die Meldung ans Zentralregister erfolgt ist, bekommt man auch keinen Pass mehr. Den deutschen Pass erhält man erst ausgehändigt, wenn der thailändische gegen Bescheinigung beim Konsulat oder Botschaft ausgehändigt wurde. Mit dieser Bescheinigung läuft nach meiner Info bereits die Ausbürgerung.

Mag sein, dass diese Regelung relativ neu ist und "Alt"-Besitzer zweier Pässe hiervon nicht betroffen sind oder einfach nur Glück haben.

Dies ist der letzte Informationsstand und kommt aus direkter thailändischer Quelle. In der letzten Zeit kommt es sehr häufig vor, das Thailänderinnen "mit langen Gesichtern" auf der Botschaft oder dem Konsulat stehen und um Rat fragen. Sie hatten auch auf die zwei Pässe gehofft.

Es wird natürlich wie immer im Leben zwei Wege geben. Einer davon wird uns jedoch mangels Beziehungen und Geld versperrt sein.

Gruss
C N X
 
B

Bukeo

Gast
Sobald die Meldung ans Zentralregister erfolgt ist, bekommt man auch keinen Pass mehr. Den deutschen Pass erhält man erst ausgehändigt, wenn der thailändische gegen Bescheinigung beim Konsulat oder Botschaft ausgehändigt wurde. Mit dieser Bescheinigung läuft nach meiner Info bereits die Ausbürgerung.


das muß aber neuer als 1 Woche sein - letzte Woche hatte ein Forumsmitglied beim Auswärtigen Amt in Berlin nachgefragt und die Rückmeldung erhalten, dass die deutschen Behörden eine doppelte Staatsbürgerschaft wohl für 1 -2 Jahre hinnehmen, da die Ausbürgerung in Thailand diesen Zeitraum benötigen kann (siehe Archiv).

Aber du hast natürlich schon recht, die Deutschen werden sich hier bemühen, mit den Thail. Behörden hier Hand in Hand zusammen zu arbeiten.
Andererseits müßte man wissen, wie die Thailänder bei einer Rückeinbürgerung (soll relativ einfach sein) verfahren - melden diese dann diese Einbürgerung auch an die deutschen Behörden, oder kann man das ev. gegen ein Teegeld verhindern :-)))
 
C

CNX

Gast
Hallo Bukeo,

meine Infos sind von letzter Woche.

Die Informationen des Auswärtigen Amtes mögen ja so richtig sein. Es stellt sich jedoch die Frage, inwieweit die Bundesländer eigene Vorschriften oder Anweisungen erlassen können. Oftmals reicht ja nur eine interne Anweisung und schon ist man machtlos.

Zu einer Rückeinbürgerung habe ich derzeit keine Info´s.

Gruss
C N X
 
C

Chak

Gast
Solange die Thais aber dann nicht aus dem Hausregister gelöscht werden, bleiben sie thailändische Staatsangehörige, ob sie nun einen Pass haben oder nicht.
 
C

CNX

Gast
Chak schrieb:
Solange die Thais aber dann nicht aus dem Hausregister gelöscht werden, bleiben sie thailändische Staatsangehörige, ob sie nun einen Pass haben oder nicht.
Denke mal das ist dann wie ein Wohnsitz.
Kann ja noch eine Wohnung in Frankreich haben ohne einen franz. Pass zu haben.

Gruss
C N X
 
B

Bukeo

Gast
Chak schrieb:
Solange die Thais aber dann nicht aus dem Hausregister gelöscht werden, bleiben sie thailändische Staatsangehörige, ob sie nun einen Pass haben oder nicht.
die Thailänder können keinen Pass am Passamt verweigern, solange man eben im Tapien Baan als Thai drinsteht.
Ich gehe daher davon aus, dass man nach einer Pass-Sperre nicht mehr lange dort drin steht und beim nächsten Vorlegen des Tapien Baan gelöscht wird.

Ich denke also auch, dass es die Neubewerber sehr schwer haben werden - beide Staatsbürgerschaften zu behalten.
Bei uns war es noch einfach.....!
 
C

Chak

Gast
CNX schrieb:
Chak schrieb:
Solange die Thais aber dann nicht aus dem Hausregister gelöscht werden, bleiben sie thailändische Staatsangehörige, ob sie nun einen Pass haben oder nicht.
Denke mal das ist dann wie ein Wohnsitz.
Kann ja noch eine Wohnung in Frankreich haben ohne einen franz. Pass zu haben.

Gruss
C N X
Dann hast du aber nur einen Wohnsitz und bist noch lange kein Franzose.
 
Jinjok

Jinjok

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Ich denke nicht, daß die Eintragung ins Hausregister mit dem Anrecht auf einen Thaipaß gleichzusetzen ist. Einige Forums-Mitglieder sind ja auch im Besitz einer solchen Hausregistereintragung, ohne daß ihnen dadurch ermöglicht wird, eine Thaipaß zu führen.
Jinjok
 
C

CNX

Gast
Chak schrieb:
CNX schrieb:
Chak schrieb:
Solange die Thais aber dann nicht aus dem Hausregister gelöscht werden, bleiben sie thailändische Staatsangehörige, ob sie nun einen Pass haben oder nicht.
Denke mal das ist dann wie ein Wohnsitz.
Kann ja noch eine Wohnung in Frankreich haben ohne einen franz. Pass zu haben.

Gruss
C N X
Dann hast du aber nur einen Wohnsitz und bist noch lange kein Franzose.
Habe das Gefühl wir reden aneinander vorbei.

Gruss
C N X
 
B

Bukeo

Gast
Jinjok schrieb:
Ich denke nicht, daß die Eintragung ins Hausregister mit dem Anrecht auf einen Thaipaß gleichzusetzen ist. Einige Forums-Mitglieder sind ja auch im Besitz einer solchen Hausregistereintragung, ohne daß ihnen dadurch ermöglicht wird, eine Thaipaß zu führen.
Jinjok
mir wurde bei einigen Thai-Behörden erklärt, dass man Thai ist, solange man im Tapien Baan als Thai eingetragen ist.
Dies ist in Thailand eine Art "Staatsbürgerschaftsnachweis".
Ob man nun - wenn man in Deutschland lt. Staatsbürgerschaftsnachweis Deutscher ist, auch von einem Passerwerb ausgeschlossen werden kann, wage ich ein wenig zu bezweifeln.
Einige Forumsmitglieder sind schon im Tapien Baan eingetragen, aber nicht als Thai.
Unsere Nichte hat auch einen deutschen vorläufigen Reisepass (grau) - dort steht unter Staatsbürgerschaft "Thai" drin, demnach ist sie also immer noch Thai.
 
B

Bukeo

Gast
CNX schrieb:
Chak schrieb:
Solange die Thais aber dann nicht aus dem Hausregister gelöscht werden, bleiben sie thailändische Staatsangehörige, ob sie nun einen Pass haben oder nicht.
Denke mal das ist dann wie ein Wohnsitz.
Kann ja noch eine Wohnung in Frankreich haben ohne einen franz. Pass zu haben.

Gruss
C N X
aber wenn du einen franz. Staatsbürgerschaftsnachweis hast, dann bist du wohl auch Franzose.
 
M

MenM

Gast
@ Bukeo

Ich denke also auch, dass es die Neubewerber sehr schwer haben werden - beide Staatsbürgerschaften zu behalten.
Stimmt, obwohl es in einige nachbarlaender die sache eine wendung nimmt. In Belgien z.b. ist im moment eine gesetzaenderung in die mache wo es die leute gerade wieder ermoeglicht wird doppelte staatsbuergerschaft zu haben.

MFG :wink:
 
Jinjok

Jinjok

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Mi Noi

Gast
Wir haben damals (1995) in HKG geheiratet.
Da war es noch britisch.
Unsere Heiratsurkunden wurden –ohne Kopie- im Original in Deutschlland anerkannt
und meine Frau bekam eine EU-Aufenthaltserlaubnis fuer drei Jahre.
Obwohl unser Lebensmittelunkt weiterhin in Asien lag und wir nur mit einem Haus mit 1.500 qm Wohnflaeche in Deutschland gemeldet waren.
(Wir arbeiten beide NICHT in Deutschland/Europa)
Nichtsdestotrotz bekam meine Frau eine unbeschraenkte Aufenthaltserlaubnis fuer Deutschland, mit dem Schengen Hologram auf dem Visum
(Obwohl wir NICHT in Europa ein Einkommen erzielen)

Dieses wurde ihr nach Vorlage aller vohergehenden Paesse (sie benoetigt einen neuen Pass alle zwei Jahre wegen Zustempelung,- Stewardess – ) auch nach acht Jahren ohne Weiteres genehmigt.

Zu Beginn dieses Jahres hat man meiner Frau eine doppelte Staatsbuergerschaft seitens des deutschen Konsulats in BKK angeboten, wenn sie Dokumente nachweisen koenne, die einen wirtschaftlichen Nachteil bei Verlust des Besitzes in Thailand rechtfertigen wuerden.

Da wir nicht vorhaben in Deutschland zu leben, hat meine Frau das Schreiben (> 25 Seiten ) mit Dank zurueckgeschickt.


Gruss
Mi Noi
 
Thema:

Doppelte Staatsbürgerschaft

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