Du hast den "Satire an" - Hinweis vergessen.
Und wenn ich mir die von der Regierung auf allen TV-Sendern gesendeten "Werbe"- Clips mit tragender Musik unterlegt und die hastig im Studio aufgenommenen Hochwasser-Songs ansehe und anhöre, würde ich eher hier in TH von staatlich verordneter Solidarität sprechen.
Das ist ja nun nichts neues. Im deutschen TV liefen nach 9/11 auch ständig mit Enya-Musik unterlegte Clips. Ist ja auch eine schöne Gelegenheit, um zwischen den zahlreichen Info-Wortbeiträgen auch mal Situatione gefühlsmässig aufzunehmen.
Ich empfehle jedem mal, sich die Situation in den betroffenen Gebieten selbst anzuschauen. Ich bin in den letzten Wochen ständig rumgefahren, um mir in erster Linie ein reales eigenständiges Bild von der Wassersituation zu machen, damit ich mich nicht auf Regierungen, in- und ausländischen "Experten" oder Farang-Gelaber in Foren (wobei ja nicht alles falsch war) verlassen muss. Nur so konnte ich abschätzen, ob Gefahr für Haus und Familie besteht. Und dabei sind mir überall positive Dinge aufgefallen - soziales Verhalten als auch kluge spontane Ideen. Wenn wir in unsere Umgebung in letzte Zeit zu Fuß unterwegs waren, wurden wir oftmals von Autofahrern angesprochen, ob sie uns durch die überfluteten Strassen mitnehmen könnten. Nur ein Beispiel.
Vor allem ist mir aufgefallen, wie sehr Tiere hier in Thailand als gleichberechtigt wahrgenommen werden. Überall wurden Hunde, Katzen etc. liebevoll auf trockene Flächen gesetzt und mit Nahrung versorgt. Dieses in westlichen Ländern häufig empfundene "Erst die Menschen, dann die Tiere" ist hier zumindest weniger deutlich erkennbar. Und das erfreut mein Herz. Wenn es anders wäre, wäre ich ja auch schon längst mit meiner Familie auf einer Südseeinsel, in Swasiland, Griechenland oder so.
Also nichts mit Satire. Aber evtl. eine Sache des eigenen Blickwinkels oder auch der eigenen Priorität.