Dann mal eine Begebenheit aus meinem Urlaub im Nov./Dez:
Wir wollten in der ersten Woche unseres Urlaubes Oma und Opa meiner Frau in Wichian Buri besuchen, etwa 350 km von uns weg. Da wurde ich gefragt, ob wir einen alten Mann mitnehmen könnten, der dort zu seiner Tochter wollte um bei ihr zu leben.
Kein Problem, mit 3 Personen ist so ein Pickup ja wahrlich nicht überbesetzt. Ich habe dann den alten Mann kennengelernt und er erzählte seine Geschichte, warum und weshalb er jetzt hier (in userem Dorf bei Bekannten) wohnte und zu seiner Tochter wollte:
Er war in einem anderen Dorf über Jahrzehnte Mönch im örtlichen Wat. Wegen seines fortgeschrittenen Alters und dementsprechender Gebrechlichkeit hat er (o-ton) nur noch dasitzen oder liegen können, essen, trinken, aber er konnte nicht mehr Gebete und Fürbitten sprechen (good-luck für Leute machen) und damit keine Tambun-Einnahmen mehr erzielen und er konnte auch nicht mehr morgens durch´s Dorf um seine Mahlzeit zu erbitten, kurzum er musste auch von den anderen mitversorgt werden.
Daraufhin haben ihn dann der Abt (oder Vorsteher, oder was auch immer) einvernehmlich mit dem Pujee Sam des Dorfes aus dem Wat hinauskomplimentiert, weil er dem Wat keinen Nutzen mehr bringt sondern nur Aufwand und Kosten verursacht.
Und deswegen wollte er jetzt zu seiner Tochter um dort seinen Lebensabend zu verbringen.
Ein sehr netter, ruhiger und leiser alter Mann, erschöpft wirkend, jede Tätgikeit verursachte ihm sichtlich Anstrengungen.
Das hat mein Weltbild vom Buddhismus doch gehörig durcheinandergewirbelt und ist etwas, das ich in Thailnad nicht verstanden habe.....
Anmerkung; ein weiterer Teil meiner Urlaubsberichte, wie schon im Essen- und Trinken Thread angekündigt