Assimilierung sollte nie zur Assi-milierung werden, denn wie überall auf der Welt,
gibt es nicht DIE Gesellschaft, sondern unzählige Farbschattierungen.
Man muss sich also nicht mit gesellschaftlichen Bereichen annähern,
die man dann eher als Assel-milierung bezeichnen würde.
Natürlich muss man nicht ins andere Extrem fallen, und nur in der HiSo Welt sich assoziieren.
Fakt ist, dass es in Thailand bestimmte Stellen gibt,
wo es eine partielle Gefahr gibt,
dass das eigene Harmoniegefühl dort leidet.
Die Notaufnahme eines völlig überlasteten staatlichen Krankenhauses würde ich ebenso dazu zählen,
wie Immigrationstationen von Touristenorten, wo die Russeninvasion ihren Flurschaden angerichtet hat,
wobei auch mancher schlecht beherrschte westliche Alkoholiker seinen Eindruck beim Beamten hinterlässt, doch es ist schlussendlich die masse der Erlebnisse, die die Verhaltensmuster der Beamten nachträglich geprägt hat.
Medizinische Versorgung in Krisenzeiten, wo alle ihr bestes tun, um die Fassade aufrecht zu halten,
und krankenschwestern am Rande des nervenzusammenbruches mit xfachen unbezahlten Überstunden einfach nicht mehr können,
und durch unfreundlichkeit hoffen, dass die Leute nicht wegen jedem Fusskribbeln die Notaufnahme überlasten und ihr das leben zur Hölle machen.
alle, wirklich alle, haben ihre eigene Geschichte, und manchmal tritt sie einfach ein,
die unglückliche Verkettung von Umständen,
aber wer will anklagen, derjenige, der 30 Baht zahlt, und wen,
das Krankenhaus, dass 10x mehr Leute behandelt, als dass es dafür ausgelegt ist,
oder den Staat, weil es keine neuen Krankenhäuser gebaut hat ?
Anspruchsdenken ist so eine Sache.
Ja,
es gibt auch die andere Seite,
Korruption, Missmanagement, Aroganz der Macht,
auch sie kommen vor, wie in jeder anderen Gesellschaft,
und zumindestens für mich kein Problem, dies als solches zu bezeichnen.
Jeder hat seine eigenen Expat-strategien, wie er damit umgeht,
ein Standart, man lässt es scheinbar an sich abperlen, und gibt sich am Abend mit Alkohol die Dröhnung,
letzters dann immer häufiger.
ein anderer Weg, man lässt es für sich erledigen, und zahlt den Laufburschen,
dass wird dann zwar ein teureres Thailand, teilweise teurer, als Deutschland,
aber das Harmoniegefühl leidet nicht,
man hat noch die Sensibilität bewahrt, um sein Zimmer zu dekorieren, und Bilder aufzuhängen,
(viele Expats sind nicht mehr im Stande, an ihre Wände Bilder aufzuhängen)
natürlich gibt es noch andere Strategien, doch sehr häufig stellt man auch fest,
dass die Leute sich was vor machen, und selber dran glauben,
Durchhalten, nicht aufgeben, wie die vielen anderen, die in Thailand gescheitert sind,
nein, man ist kein gescheiterter Thailandauswanderer, der versagt hat.
Das findet man auch bei vielen USA, Australien und Neuseelandauswanderern, die in dem Land zum leben, dort arbeiten müssen, - sie verdienen so wenig, dass sie sich einen jährlichen Auslandsurlaub nicht mehr leisten können, geben es sich aber nicht zu, dass sie so runtergekommen sind, dass sie förmlich von der Hand in den Mund, alles für die Miete und ein Mini-Privatleben exsistieren, Durchhalten an der der Front.
Viele, die zuviel Fringe gesehen haben, fühlen sich in einer neuen Welt, mit neuen Regeln,
und plazieren die genannten Argumente als denken der alten Zeit,
von Leuten, die noch nicht für die neue Welt freigeschaltet wurden, und deshalb die grosse Sache nicht verstehen.
Ohne Firewall im Hirn, und mit zig Stimmen im Kopf, wollen sie keine Probleme mehr,
und leben ohne grossen eigenen Anspruch, aber für die grosse Sache.
In dieser Zeit haben es Heringe schwer, die präkognitiv erkannt haben, dass der Schwarm vom Radar der Fischerboote längst geortet wurde,
und nun eine Teilung des Schwarms in 2 Schwärme einleiten müssen.