Die Telefonnummer

Diskutiere Die Telefonnummer im Literarisches Forum im Bereich Thailand Forum; -1- ----- Kohlmann zündete sich eine Zigarre an. Er nahm ein paar Züge und dachte nach. Bisher hatten sie nur den Namen des Toten, Michael...
moselbert

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Kohlmann zündete sich eine Zigarre an. Er nahm ein paar Züge und dachte nach. Bisher hatten sie nur den Namen des Toten, Michael Müller, und eine Telefonnummer. Den Namen von seinem Ausweis, die Nummer von einem Zettel. Beides hatten sie ein paar Meter von der Leiche entfernt im Gebüsch gefunden. Das Opfer selber war erschossen und dann verbrannt worden. Jetzt begann wieder die mühsame Arbeit der Recherche. Das Leben des Opfers musste abgeklopft werden. Feinde und Ungereimtheiten mussten herausgefunden werden. Das übliche Spiel.

„Er wohnte in der Lindenstraße 8.“ Kohlmanns Assistent hatte inzwischen nähere Erkundigungen eingezogen.

„Und die Telefonnummer?“

„Kein Anschluss unter dieser Nummer.“

Kohlmann dachte nach. Warum hatte der Tote eine Nummer bei sich, die es nicht gab? War sie vielleicht verschlüsselt?

„Na, lassen Sie uns zunächst einmal zur Wohnung dieses Müllers fahren.“

Sie setzten sich ins Auto und fuhren los. Die Spurensucher und der Arzt machten mit ihrer unappetitlichen Arbeit weiter.

-2- -----

Monika fühlte sich nicht gut. Sie hatte sich zu ihren Eltern zurückgezogen und traute sich nicht aus dem Haus. Der schöne Urlaub war in einem Desaster geendet. Und alles nur wegen der Tasche.

„Kind, Du musst doch was essen.“ sagte ihre Mutter.

„Ach lass mich. Ich habe keinen Appetit.“

„Du hast Dich mit Michael verkracht, das wird sich wieder einrenken.“
tröstete die Mutter.

„Ach, Mama, es ist ja alles so schlimm.“

„Na, es dauert ein bisschen, dann geht es wieder.“


Ihre Mutter hatte allerdings keine Ahnung. Nichts würde wieder wie es war.

 
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Kohlmann und sein Assistent hatten die Wohnungstür geöffnet und schauten sich um.

„Er hat nicht alleine gewohnt,“ stellte Kohlmann mit Kennerblick fest. „Zwei Zahnbürsten, Damenkleidung und Kosmetik.“

Wo war die Mitbewohnerin?

„Lassen Sie uns mal die Nachbarn befragen.“

Sie gingen einen Stock tiefer und klingelten. Die Tür öffnete sich einen Spalt.

„Frau Schreiber?“ fragte Kohlmann.

„Ja. Ich kaufe nichts an der Tür.“ sagte eine Stimme an der Tür.

„Kohlmann von der Kriminalpolizei, mein Assistent Schröder. Dürfen wir Ihnen mal ein paar Fragen stellen?“ Er hielt den Ausweis in den Türspalt.

„Kripo? Habe ich was verbrochen?“

„Nein. Es geht um Ihre Nachbarn.“
Frau Schreiber öffnete die Tür. „Kommen Sie herein. Ich habe aber noch nicht aufgeräumt.“

„Das macht nichts.“
erwiderte Kohlmann. „Wir sind Unordnung gewöhnt.“

Sie betraten die Wohnung.

-4- -----

Khun Narong saß im Tempel und dachte nach. Irgendwas war bei der letzten Aktion nicht so gelaufen wie er sich das gedacht hatte. Die Ware hätte längst übergeben werden sollen. Das Geld war auch noch nicht eingetroffen. Er hatte dem Buddha des Tempels üppig gespendet und auch des Geistern seines Hauses ein großes Essen dargebracht. Noch hatte es nicht geholfen. Sein Mobilfon war auf Empfang. Der ersehnte Anruf konnte jede Minute eintreffen.
 
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„Die Müllers waren ruhige Mieter.“ erklärte Frau Schreiber. „Nichts worüber man klagen könnte.“

Kohlmann hatte den Eindruck, dass die das bedauerte. Nichts worüber man hätte tratschen können. Allerdings auch nichts, das ihm einen Anhalt bot.

„Wie lange waren sie verheiratet?“ fragte er.

„Oh, noch nicht lange. Ein paar Monate. Sie hatten gerade ihre Hochzeitsreise gemacht.“

„Wann sind sie wieder zurückgekommen?“

„Vor zwei Tagen. Allerdings habe ich sie seit gestern nicht mehr gehört.“

„Haben sie Verwandte?“

„Ab und zu waren die Eltern da. Allerdings weiß ich nicht von wem. Sie haben sie mit Mama und Papa verabschiedet. Das tut man aber auch mit Schwiegereltern.“


Kohlmann erhob sich vom Sofa.

„Ich danke Ihnen, Frau Schreiber. Eine Frage noch: Wissen Sie wohin beide gefahren waren?“

„Nein, aber es muss ein Badeurlaub gewesen sein. Sie hatten sich neue Badesachen gekauft.“

„Sie haben uns schon viel geholfen. Wenn wir noch etwas wissen wollen, melden wir uns.“


Kohlmann und Schröder verließen die Wohnung.

-6- -----

Monika überlegte, was sie mit dem Schlüssel machen sollte. Vielleicht wäre es am besten, ihn wegzuwerfen. Aber das würde ihre Probleme nicht lösen. Warum war Michael noch nicht wieder da? Hatten sie ihm etwas angetan?
 
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„Chef, ein Adressbuch.“

Sie waren noch einmal in die Wohnung zurückgekehrt.

„Fassen Sie nicht zu viel an, sonst finden die Kollegen keine Spuren.“

Er schaute ins andere Zimmer.

„Hier sind Reiseprospekte. Thailand. Wahrscheinlich sind sie dorthin geflogen.“

Es klingelte an der Tür. Es waren die Spezialisten der Spurensuche. Da die Ehefrau ebenfalls verschwunden war, war sie sehr tatverdächtig. Oder aber sie war auch schon ein Opfer geworden.

„Schröder, rufen Sie mal die Nummern aus dem Adressbuch an.“

Kohlmann ging auf den Balkon und zündete sich eine Zigarre an.

Hochzeitsreise nach Thailand. Zwei Tage später wird der Ehemann getötet. Die Ehefrau ist verschwunden. Tot oder geflohen. Was konnte zwei jung Verheiratete im Urlaub in einem Paradies zu Feinden machen? Wahrscheinlich Eifersucht.

Er nahm einen tiefen Zug und schaute in die Ferne.

„Chef!“ Schröder kam auf den Balkon. „Sie ist bei ihren Eltern.“

„Wer ist bei meinen Eltern?“
Kohlmann war unsanft aus seinen Gedanken geschreckt.

„Nicht bei Ihren Eltern, Chef. Die Verschwundene...“

„Geben Sie her.“


-8- -----

Monika saß am Küchentisch und überlegte noch was sie machen sollte, als das Telefon klingelte. Ihre Mutter ging an den Apparat.

„Ja, die ist hier.“ hörte sie sie nach einiger Zeit sagen. Monika erschrak. Das konnten doch nur die Menschen sein, die hinter ihr her waren. Vielleicht hätte sie doch nicht bei ihren Eltern Zuflucht suchen sollen. Da war sie zu leicht zu finden.

Ihre Mutter kam in die Küche.

„Die Polizei. Für Dich. Ihr habt doch nichts ausgefressen?“

Irgendwie fiel Monika ein Stein vom Herzen. Die Entscheidung war ihr abgenommen worden.

„Frau Müller? Hier Kohlmann von der Kripo. Wir müssen Ihnen ein paar Fragen stellen. Sind Sie bereit, uns Rede und Antwort zu stehen?“

Monika bejahte. „Aber sie müssen herkommen. Ich traue mich nicht aus dem Haus.“

 
B

big_cloud

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noch so einer der´s so spannend macht


und wann soll i c h schlafen :zitter:

Lothar aus Lembeck
 
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Chonburi's Michael" said:
Kottan ermittelt ;-D
Wenn ich nicht schon wüsste, dass Du Österreicher wärst, jetzt wüsste ich es.
 
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Kohlmann legte auf. „Kommen Sie, Schröder. Es wird interessant. Die Frau hat sich selber unter Hausarrest gestellt. Offenbar fühlt sie sich bedroht.“

Sie verließen das Haus und stiegen in ihren Wagen. Die Wohnung der Eltern lag nicht allzu weit entfernt. Nach nur 15 Minuten hatten sie sie erreicht und stellten den Wagen an der Straßenseite ab.

„Kollegen von uns?“ fragte Schröder.

„Wer? Was? Wo?“

„Da, im dunklen BMW.“

„Privatermittler wahrscheinlich. Lenßen und Partner.“
Kohlmann musste lachen.

Nach ein paar Treppen standen sie an der Wohnungstür und klingelten. Eine Frau mittleren Alters öffnete. Kohlmann hielt ihr seinen Ausweis unter die Nase.

„Kohlmann, Kripo. Wir hatten telefoniert.“

„Kommen Sie. Meine Tochter ist in der Küche.“


Sie ging voran. Eine junge Frau saß mit verweinten Augen und traurigem Gesichtsausdruck am Küchentisch.

„Sie hat sich mit ihrem Mann verkracht.“ erklärte die Mutter das Aussehen ihrer Tochter. „Ich lasse Sie mit ihr allein.“

Kohlmann warf ihr einen dankbaren Blick zu.

„Frau Müller, wir sind, wie Sie sich denken können, wegen Ihrem Mann hier.“

„Was ist mit ihm? Ist er tot?“

„Wie kommen sie darauf?“


Sie zeigte auf einen kleinen Schlüssel. „Weil wir eine Dummheit gemacht haben, denke ich. Wir sind übrigens nicht zerstritten. Und? Was ist mit ihm?“

Kohlmann räusperte sich. Das waren die Momente, in denen er seinen Beruf hasste.

„Äh, wir haben eine männliche Leiche gefunden. In der Nähe Ausweispapiere Ihres Mannes. Wir gehen mit großer Sicherheit davon aus, dass der Tote Ihr Mann ist.“

„Ich habe es befürchtet.“
sagte sie traurig aber gefasst. „Es musste ja so kommen.“

Und sie fing an, den beiden Polizisten eine lange Geschichte zu erzählen. Sie begann am Frankfurter Flughafen.

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Kohlmann und Schröder hatten die Frau zum Polizeipräsidium gebracht. Dann waren sie mit dem Schlüssel zum Bahnhof gefahren und hatten das Schließfach geöffnet. Darin fanden sie eine Sporttasche mit vielen Plastiktütchen voller Pillen.

„Die müssen wir analysieren lassen. Aber Vitaminpillen sind das nicht. Nach der Geschichte von Frau Müller tippe ich auf Rauschgift.“

Kohlmann zündete sich eine Zigarre an. Sie nahmen die Tasche und fuhren ins Präsidium zurück. In einem dunklen BMW, der ihnen gefolgt war, griff ein Mann zum Telefon.

-11- -----

Khun Narong hatte ein Telefonat erhalten. Aber nicht das, das er erhofft hatte. Die Polizei war ihm zuvorgekommen. Schade, in manchen Ländern war die Polizei nicht so kooperativ wie in seinem Heimatland. Da konnte man halt nichts machen.

 
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Nach dem, was Monika Müller ihm erzählt hatte, war Kohlmann eine Idee gekommen.

„Wir müssen den Fall naturgetreu nachspielen. Dann haben wir eine Chance, die Hintermänner zu erwischen.“

Er hatte die Idee seinen Vorgesetzten unterbreitet. Diese hatten dann Kontakt zur thailändischen Polizei aufgenommen.

Und jetzt saßen beide im Flugzeug nach Bangkok, Kohlmann in offizieller Mission und Schröder inkognito als Tourist. Er hatte sich sogar die Haare färben lassen müssen. Eventuell waren die Privatermittler im BMW eben doch keine gewesen, sondern Komplizen, die Frau Müller beschatteten. Und dann hatten sie natürlich auch Kohlmann und Schröder gesehen.

Beide kannten sich offiziell also nicht. Allerdings hatten sie Handys bei sich. So konnten sie schnell Kontakt zueinander aufnehmen.

Am Flughafen Don Muang wurde Kohlmann von einem thailändischen Kollegen in Empfang genommen.

„Mein Name ist Wirapat.“ stellte er sich vor.

„Kohlmann, angenehm.“

Sie sprachen Englisch, denn keiner war der Muttersprache des anderen mächtig.

„Was haben Sie vorbereitet?“ fragte Kohlmann.

„Mit Ihrer Hilfe können wir vielleicht auch die thailändische Seite der Verbrecher ausheben. Sie werden uns begleiten. Ich habe Für Sie eine Unterkunft in meinem Privathaus organisiert. Das Gästezimmer steht bereit.“

Kohlmann bedankte sich.

„Ihr Kollege ist informiert, was er zu tun hat?“

„Ich gebe ihm Anweisungen über das Mobiltelefon.“

„Dann kommen Sie erst mal mit zu mir. Die ersten Tage lassen wir es locker angehen. Sie müssen die Zeitverschiebung und das Klima verkraften.“


-13- -----

Khun Narong legte den Hörer aus der Hand. Der Informant bei der Polizei hatte ihm gesagt, dass die Deutschen jetzt sogar in Thailand ermittelten. Das gab ihm die Gelegenheit, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Zum einen konnte er jetzt doch einen Transport durchführen. Zum anderen konnte er Rache an diesen Langnasen nehmen.

Er lehnte sich in seinen Sessel zurück.
 
MadMovie

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moselbert, würde es dir etwas ausmachen, den Krimi erst morgen fortzusetzen??
Ich muss jetzt zu einer Goldenen Hochzeit! :lol: :undweg:
 
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Michael und Monika hatten ihren Urlaub in Hua Hin begonnen. Dort am Strand hatten sie einen wunderbare Woche verlebt.

Jetzt waren sie in Bangkok im Hotel Royal angekommen und wollten sich die Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt ansehen. Dieses Hotel in der Altstadt bot sich dafür geradezu an. Die Sehenswürdigkeiten waren fußläufig zu erreichen. Als erstes schauten sie sich den Wat Phra Kaeo an.

-15- -----

Schröder hatte den Tag im Wat Phra Kaeo verbracht und das Bauwerk, seine Statuen und Malereien bewundert. Passiert war weiter nichts. Aber das sollte es eigentlich auch nicht. So sah es wenigstens der Plan vor. Jetzt versuchte er einzuschlafen. Vergeblich, obwohl es schon mitten in der Nacht war.

Das Handy klingelte.

„Hallo!“ meldete Schröder sich.

„Können Sie auch nicht einschlafen?“ hörte er Kohlmanns Stimme.

„Ja, oder besser, nein. Also, ich liege noch wach, meine ich.“

„Warum soll es Ihnen anders gehen als mir. Sie wissen, was morgen angesagt ist?“

„Ja. Der nächste Tempel. Ich weiß, Chef.“

„Na dann ist es gut. Da dürfte dann aber auch noch nichts passieren. Wenn alles so läuft wie vorgesehen, können Sie sich noch zwei Tage erholen. Versuchen Sie zu schlafen.“

„Ja, Chef.“
Schröder legte auf.

-16- -----

„Darf ich rauchen?“ fragte Kohlmann am nächsten Tag seinen thailändischen Kollegen.

„Im Büro nicht. Draußen im Hof, ja.“ antwortete Wirapat.

Kohlmann war in der Nacht eine Idee gekommen. Er holte den Zettel mit der Telefonnummer aus der Tasche, den man bei dem Toten gefunden hatte.

„Sagen Sie, Wirapat. Diese Nummer, kann die aus Thailand sein?“

Wirapat schaute sie sich an.

„Ja, kann schon. Müsste man mal ausprobieren. Oder besser nicht. Wir wollen ja keine schlafenden Hunde wecken. Wir werden das mal inoffiziell machen.“

Er setzte sich an einen PC und holte eine CD aus der Schublade.

„Hier sind alle Telefonteilnehmer verzeichnet. Auch diejenigen, die nicht im Telefonbuch stehen. Eine CD-Sonderausgabe der Telefongesellschaften für die Polizei.“ Er lächelte Kohlmann zu und legte die CD in den PC. „Na, dann wollen wir mal.“

Er gab die Telefonnummer ein und bekam einen Namen auf dem Schirm angezeigt.

„Wo haben Sie die Nummer her, sagten Sie?“

„Sie lag beim Toten. Ich dachte zunächst es wäre eine deutsche Nummer. In der Nacht fiel mir ein, es könnte eventuell auch eine hiesige sein.“

„Es kann eigentlich nicht sein, dass der Tote diese Nummer kannte. Andererseits...“

„Warum? Was ist das für ein Anschluss?“
fragte Kohlmann nach.

„Einer, der dem Fall ganz andere Dimensionen gibt. Wir müssen vorsichtig sein, wenn das stimmt, was ich vermute.“
 
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Michael und Monika hatten sich mit einer Fähre übersetzen lassen und den Tempel der Morgenröte besichtigt. Steile Treppen führten auf den Chedi hinauf. Von oben hatte man einen schönen Blick auf den Fluss. Nach einem Imbiss in einem Straßenrestaurant hatten sie sich den Wat Pho angeschaut und im Pavillon eine medizinische Massage über sich ergehen lassen. Alle Muskeln wurden geknetet. Es schmerzte zwar zunächst, aber danach fühlten sie sich trotzdem erfrischt und munter.

Am Ende des Tages fielen sie in einen tiefen Schlaf.

-18- -----

„Chef, ich bin gefoltert worden.“ sagte Schröder abends am Telefon.

„Warum haben Sie nicht um Hilfe gebeten? Wozu haben Sie das Handy? Und wo sind Sie jetzt?“

„Im Hotel.“

„Man hat Sie freigelassen? Was wollte man von Ihnen wissen?“

„Chef, ich war bei einer Massage.“
erklärte Schröder.

„Ich weiß. Das stand auf dem Plan. War das denn so schlimm?“ fragte Kohlmann.

„Zunächst schon. Ich dachte eher an mittelalterliche Folterknechte als an Masseure. Aber jetzt geht es wieder. Müde bin ich auch.“

„Na denn. Schlafen Sie gut. Mal sehen, ob ich auch ein Auge zubekomme.“


-19- -----

‚Eine komische Art der Ermittlung.’ dachte Khun Narong. ‚Tempelbesuche. Massagen.’

Er hatte seine Leute zur Beobachtung des einen Polizisten abgestellt. Aber der schien wirklich nur zur Erholung hier zu sein. Von dem anderen bekam er zwar einige Informationen, aber nur aus Dritter Hand von seiner Quelle. Die durfte sich auch nicht zu auffällig verhalten.
 
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-20- -----

Monika und Michael hatten sich hatten sich von einem Taxi zum MBK Center fahren lassen. Dort hatten sie den ganzen Tag verbracht. Ein so riesiges Einkaufszentrum hatten sie noch nicht gesehen. Hier gab es einfach alles. Besonders das Foodcenter in einem der Obergeschosse hatte es Ihnen angetan. Bei den relativ niedrigen Preisen und der großen Auswahl futterten sie sich richtig satt.

„Ich weiß gar nicht, wie MC Donalds gegen diese Konkurrenz bestehen kann.“ sagte Michael.

Monika verstand es auch nicht. Aber auch in Deutschland hatte sich MC Donalds ja gegen Thüringer Bratwurst und Reibekuchen durchsetzen können.

-21- -----

Schröder war auf dieselbe Weise zum MBK gelangt. Er war jedoch mehr von den Lederwaren angetan und kaufte sich eine Handgelenktasche sowie mehrere modische Hosengürtel. Dann besuchte er das Entertainmentcenter im Obergeschoss und schaute sich einen englischsprachigen Film an.

-22- -----

„Ich lasse die Nummer überwachen.“ sagte Wirapat. „Sicher ist sicher. Bisher ist aber noch nichts passiert. Gehen Sie mit mir essen?“

„Gerne.“
Kohlmann war für jede Abwechslung dankbar. Er folgte seinem Gastgeber zwar wie ein Schatten, aber von den Ermittlungen verstand er aus sprachlichen Gründen nichts, auch wenn ihm Wirapat einiges übersetzte. Von den anderen Polizisten wurde er freundlich und zurückhaltend akzeptiert.

Wirapat entführte ihn in ein Seafoodrestaurant. Er empfahl Kohlmann Tom Jam Gung, eine scharfe Suppe mit Garnelen, sowie gebackenen Fisch Pla Tabtim. Dieser Fisch sei vom König gezüchtet worden, erklärte er. Kohlmann mundete er.

-23- -----

Monika und Michael hatten eine weitere Sehenswürdigkeit ins Visier genommen: den Erawan Schrein. Hier beteten die Thais, brachten Opfergaben dar und kauften sich Lotterielose. Manche ließen auch eine Gruppe von Tänzerinnen Szenen aus dem Ramakien aufführen.

-24- -----

Schröder gefielen die Darbietungen. Sie waren mit alten Gewändern und Kopfschmuck ausstaffiert. Anmutig bewegten sie ihre Finger. Die Musik war für mitteleuropäische Ohren ungewöhnlich. Die Bewegungen der Tänzerinnen waren ruhig und sanft.

-25- -----

Sie konnten sich kaum von der Szene lösen. Aber sie wollten noch unbedingt über die Sukhumvit schlendern. Hier lebten die meisten Ausländer. Hier gab es sogar deutsche Küche. Bei ‚Otto’ ließen sie sich ein Bier schmecken.

„Sie sind aus Deutschland?“ sprach sie eine Frau von der Seite an. Sie bejahten.

„Wunderbar. Mein Bruder ist auch gerade dort. In Hamburg. Er arbeitet in einem Restaurant.“

Die Frau sprach gut Englisch und so konnten sie das Gespräch vertiefen. Sie fanden die Frau richtig sympathisch. Und so nahmen sie auch eine Einladung zum Abendessen an. Die Familie würde es ausrichten. Jemand in der Familie hatte Geburtstag. Da sie von der Gastfreundlichkeit der Thais schon viel gelesen hatten, schöpften sie keinen Argwohn und nahmen die Einladung an.

Morgen Abend würde sie jemand im Hotel abholen.

-26- -----

Schröder war nicht überrascht. Er wusste ja, was passieren würde.

„Sie sind aus Deutschland, oder?“ sprach ihn eine Frau an. Er bejahte.

„Mein Bruder arbeitet in Deutschland in einem Restaurant. In Hamburg.“

Gleich würde die Einladung kommen, dachte er. Und so war es auch. Natürlich nahm er an. Ob jemand Verdacht schöpfen würde, weil er im gleichen Hotel logierte wie die Müllers? Bis jetzt verlief alles nach Plan.
 
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-27- -----

„Das ist sehr unangenehm.“ sagte Wirapat zu Kohlmann.

„Was ist geschehen?“ fragte dieser.

„Wir überwachen doch die Nummer, die Sie mir gegeben haben. Und gestern wurde dort tatsächlich etwas Wichtiges gesagt.“

„Was denn?“

„Dass wir im Restaurant waren, beziehungsweise hin wollten. Der Anrufer konnte auch ermittelt werden. Und nun halten Sie sich fest. Einer meiner Assistenten war es. Das ist sehr unangenehm. Ich habe ihn gleich heute festnehmen lassen. Jetzt darf er in der Zelle nachdenken.
Kein Wunder, dass wir bei manchen Ermittlungen gegen die Wand gelaufen sind. Ein Spitzel der Drogenmafia in der Drogenabteilung der Polizei.“
Wirapat schüttelte den Kopf.

„Bei uns geht es auch voran. Schröder wurde genau wie die beiden Müllers angesprochen. Es läuft alles wie geplant.“

-28- -----

Es lief alles wie geplant. Khun Narong rieb sich die Hände. Der eine Polizist war in die Falle getappt.
‚Ahnungslos wird er sein, wenn sie zuschnappt.’ dachte er. Die anderen tappten im Dunklen. Sie machten nutzlose Büroarbeit und aßen Seafood. Von ihm aus konnten sie das auch weiterhin machen. Khun Narong klingelte nach dem Diener und ließ sich ein Glas mit Eiswürfeln und ein Bier bringen. Das Bier schüttete er ins Glas und ließ sich diese herrliche Erfrischung munden.

-29- -----

„Tun Sie ein bisschen dämlich, Schröder. Das dürfte Ihnen ja nicht allzu schwer fallen. Denken Sie daran, Sie sind zur Erholung hier.“

„Und Sie, Chef?“
fragte Schröder.

„Ich arbeite. Bisher klappt alles bestens. Wenn Sie sich allerdings verplappern sollten, ist es schlecht. Also kein Wort über Ihre wirkliche Arbeit. Denken Sie sich was Unverfängliches aus.“
 
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Michael und Monika wurden wie geplant am Hotel abgeholt. Es war die Frau, die sie am Vortag getroffen hatten. Nach einiger Zeit langten sie an einem großen Haus an.

„Hier wohnen wir.“ sagte die Frau.

Im Erdgeschoß saßen ein paar Thais und schwatzten miteinander.

„Darf ich Sie meinen Eltern vorstellen?“ fragte die Frau.

Dann führte sie sie in ein Nebenzimmer. Auf dem Boden saß ein älteres Ehepaar.

-31- -----

Es sah sehr Vertrauen erweckend aus. Schröder wusste allerdings, dass das nur Schein war.

„Was machen Sie beruflich?“ fragte der Vater.

„Ich, äh, bin Meteorologe.“

„Soso. Und was ist das?“

„Einer der sagt, ob es regnet oder die Sonne scheint.“
Schröder schwitzte Blut und Wasser. Hoffentlich hatten die hier keinen Wetterfrosch in der Familie.

„Mein Sohn arbeitet in Deutschland im Restaurant.“ sagte die Mutter.

„Das hat mir Ihre liebenswürdige Tochter bereits erzählt.“ gab Schröder zur Antwort.

Die Mutter ging nicht weiter darauf ein.

„Er hat uns um ein paar Gewürze gebeten.“ sagte sie. „Wären Sie so freundlich, sie ihm mitzubringen?“

„Ich wohne aber nicht in Hamburg.“

„Das macht nichts. Er wird sich telefonisch bei Ihnen melden. Sie bekommen auch eine kleine finanzielle Anerkennung.“


Wie vereinbart stimmte Schröder dem Deal zu. Er gab ihnen auch seine Telefonnummer in Deutschland.

-32- -----

Khun Narong hatte von seinem Fenster die ganze Aktion beobachten können. Denn sein Haus lag genau gegenüber. Was natürlich kein Zufall war. Mit einem Fernglas schaute er sich Schröder genau an und taxierte ihn. Er versuchte sich immer ein Bild von seiner Kundschaft zu machen, bevor er die Tasche auf die Reise schickte.

Nach dem letzten Vorfall hatte er sich entschlossen, nur noch Einzelpersonen auszuwählen. Bei Pärchen konnten durch Gespräche Zweifel in ihnen entstehen. Ein Einzelner ließ sich meist besser überzeugen. Und vor allem dauerhafter.

Und dieser ahnungslose Polizist war der Höhepunkt der bisherigen Aktionen.
 
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-33- -----

„Der Kontakt ist geknüpft.“ sagte Kohlmann. Er nahm einen tiefen Zug aus der Zigarre, die Wirapat ihm besorgt hatte.

„Noch ist die Tasche nicht übergeben.“ mahnte dieser. „Das geschieht beim Abflug.“

„Ich weiß.“
Kohlmann paffte an dem braunen Glimmstengel. Nicht schlecht, das Zeug hier in Thailand. „Aber unsere Freunde brauchen das Geld für die Lieferung nach der letzten Pleite.“

„Wollen wir hoffen, dass alles gut geht.
Mein Assistent hat übrigens zugegeben, schon viele Jahre mit der Bande zusammenzuarbeiten. Ich habe jetzt seine Funktion übernommen.“
Wirapat grinste.

„Wie meinen Sie das.“ Kohlmann schien irritiert.

„Da die Kontaktaufnahme oft auch per SMS erfolgte, kann ich ein paar Informationen lancieren. Ich habe ihm geschrieben, dass Sie morgen nach Deutschland zurückfliegen. Ergebnislos.“

„Zurückfliegen ja. Aber nicht ohne Ergebnis.“

Kohlmann war zufrieden.

-34- -----

Das Taxi hatte Monika und Michael vom Hotel zum Flughafen gebracht. Als sie ihr Gepäck aus dem Kofferraum ausluden hatten sie plötzlich eine Tasche mehr.

„Wo kommt die denn her?“ fragte Michael. Dem Taxifahrer wollte er bedeuten, dass das nicht ihre Tasche war.

„Doch, doch.“ radebrechte dieser zurück. Er habe genau gesehen, wie sie im Hotel von Michael eingeladen wurde.

„Nehmen wir sie halt mit. Das werden die Gewürze sein.“ sagte er zu Monika.

„Warum gibt man uns die Gewürze so heimlich. Da ist bestimmt was faul.“ äußerte sie ihre Zweifel. Michael aber glaubte der Geschichte noch.

-35- -----

„Chef, ich habe sie, die Tasche.“ Schröder informierte Kohlmann von einer Toilette aus per Handy. „Sie war plötzlich im Taxi.“

„Sehr raffiniert. Ich hatte schon überlegt, ob so eine Übergabe von Drogen am Flughafen nicht zu auffällig wäre. Aber so kommt der Reisende selbst mit der Tasche am Airport an.“

„Sie war bei der Abfahrt am Hotel garantiert nicht im Taxi. Das hätte ich gemerkt. Wahrscheinlich wurde sie unterwegs im Stau in den Kofferraum gelegt.“

„Das hätten Sie aber sicher auch bemerkt, wenn hinter Ihnen was in den Kofferraum gelegt wird. Wahrscheinlich war die Tasche schon gut versteckt im Taxi gewesen, als Sie eingestiegen sind.“


Kohlmann unterbrach die Verbindung. Er wandte sich Wirapat zu, der ihn zum Flughafen begleitet hatte:
„So, mein Lieber. Es war eine sehr interessante Zusammenarbeit mit Ihnen. Wenn Sie einmal nach Deutschland kommen, dann lassen Sie es mich wissen.. Und vielen Dank für Ihre Gastfreundschaft.“

„Gern geschehen. Sie melden mir, wenn Sie den geeigneten Moment zum Zuschlagen kommen sehen. Wir richten uns ganz nach Ihnen. Sie haben das größere Risiko bei der Übergabe zu tragen. Machen Sie es gut.“

„Sie auch, Wirapat.“
Sie verabschiedeten sich mit Handschlag. Anschließend warf der Thai seinem deutschen Kollegen noch einen thailändischen Gruß hinterher: mit zusammengelegten Handflächen deutete er eine Verbeugung an.

 
Dana_DeLuxe

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Super-Geschichte! Ausgezeichnet erzählt, besonders die Zeitsprünge Pärchen - Kommissar sind schon profimäßig! :super:

Jetzt heißts wieder warten... *fingertrommel*
 
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-36- -----

Im Flugzeug hatte Monika in ihrem Mann Zweifel geweckt, ob denn alles so mit rechten Dingen zugegangen war.

Sie hatten ohne Probleme den Flughafen verlassen. Auch die Zugfahrt in ihre Heimatstadt war ohne Zwischenfälle vor sich gegangen. Jetzt saßen sie daheim am Küchentisch und überlegten. Michael war inzwischen auch klar geworden, dass das keine Gewürze waren. Jetzt hätten sie die Polizei anrufen können. Stattdessen legten sie die Tütchen mit den Pillen in einen andere Tasche.

Niemand wird mehr genau erfahren, ob Michael mehr Geld bekommen wollte, als er den wahren Inhalt der Tasche erkannte. Monika wollte jedoch nichts mehr mit dem Deal zu tun haben. Am besten, die Tasche würde in einem Schließfach vergammeln.

Dann kam der Anruf. Michael sollte sich um 20 Uhr am Rathaus einfinden. Dort wurde er weitere Anweisungen erhalten.

Nachdem er mit der leeren Tasche fort gegangen war, nahm Monika die andere und machte sich auf den Weg zum Bahnhof. Sie stellte sie in ein Schließfach und nahm den Schlüssel an sich. Zunächst wollte sie ihn in den nächsten Fluss werfen. Dann überlegte sie es sich aber anders, steckte ihn ein und machte sich auf den Weg zu ihren Eltern, die nicht weit entfernt wohnten.

-37- -----

Am Rathaus wartete Schröder auf weitere Anweisungen. Ein Mann gab ihm einen Zettel und verschwand. Schröder las, er solle sich zum Stadtpark begeben. Dort würde das Geschäft zum Abschluss gebracht werden. Er nahm sein Handy.

-38- -----

„Ok, klingt logisch. Wir sind auch gleich da. Bald haben wir sie.“

Kohlmann gab seinen Männern ein Zeichen. Fünf Bewaffnete in Zivil machten sich mit ihm auf den Weg in den Stadtpark.

-39- -----

Schröder schlenderte langsam zu seinem Ziel. Unterwegs trank er noch einen Kaffee in einem Stehausschank. Alles, damit Kohlmann seine Leute postieren konnte.

Dieser hatte einen Mann in ein nahe gelegenes höheres Gebäude beordert. Der Posten meldete sich:

„Ein Wagen mit zwei Personen ist vorgefahren. Eine Person hat sich auf eine Bank gesetzt. Die zweite hält sich versteckt. Wahrscheinlich ist sie bewaffnet. Ende.“

Kohlmann setzte zwei seiner Männer auf diesen Bewaffneten an. Sie hatten ihn im Auge, ohne dass sie von ihm gesehen werden konnten.

-40- -----

Michael Müller war am vereinbarten Treffpunkt im Park angekommen. Es war dunkel geworden. Ein Mann stand von einer Bank auf. Zwischen diesem und Michael entwickelte sich zunächst ein lockeres Gespräch. Dann wurde daraus ein Disput. Der fremde Mann machte eine Handbewegung. Daraufhin hob ein im Gebüsch versteckter Dritter seine Pistole und schoss.

Michael hatte keine Chance.

-41- -----

Schröder war inzwischen im Park angekommen. Ein Mann erhob sich von einer Bank und kam auf ihn zu.

„Guten Tag.“ sagte er zu Schröder. „Haben Sie die Gewürze dabei?“

„Ja. Sie sind hier in der Tasche.“


Der Mann öffnete sie und nickte.

„Na prima. Und, haben Sie nachgeschaut, was es für Gewürze sind?“

„Nein, warum?“

„Weil Polizisten doch eigentlich immer herumschnüffeln. Bestimmt haben Sie nachgeschaut.“


Schröder wurde es heiß und kalt. Wie war nur seine Tarnung aufgeflogen?

„Sie bekommen natürlich auch eine Anerkennung für Ihre Dienste.“

Er machte eine Handbewegung. Ein Schuss fiel. Schröder sackte zusammen.
 
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Die Telefonnummer

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