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Diskutiere Die Fragen... im Literarisches Forum im Bereich Thailand Forum; Eine sehr nette Wohnung, drei Zimmer, Bad, Kueche, der Fussboden ist komplett gefliest. An einer Wand im Wohnzimmer ein Altar mit einem Buddha...
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hello_farang

Gast
Eine sehr nette Wohnung, drei Zimmer, Bad, Kueche, der Fussboden ist komplett gefliest.
An einer Wand im Wohnzimmer ein Altar mit einem Buddha, und Bilder von Seiner Majestaet dem Koenig und Ihrer Majestaet der Koenigin. Natuerlich auch eines von Koenig Rama IV. Darunter haengen alte Schwarz-Weiss Bilder, Tippa erklaert mir das sind ihre verstorbenen Grosseltern und ein verstorbener Onkel. Der Fernseher ist noch groesser als der, den die Maedels in Phuket stehen haben, ein dazu passender Karaoke-DVD Player fehlt auch nicht plus dicken Boxen. In einer Ecke steht ein kleiner Tisch, auf dem Farbfotos in Bilderrahmen aufgestellt sind. Mama, Papa, Sutep natuerlich, und Tippa in ihrer Universitaetskluft. Schwarzer ueberknielanger Rock, weisse Bluse mit silbernen Knoepfen, einfach zum Anbeissen huebsch. Na wenn die an der Uni alle so rumlaufen - halleluja.

Dann gibt es noch das Schlafzimmer von Sarinya und Suwat, und eines fuer Sutep. Ihre Schwester steht anscheinend auf Teddybaeren, denn das ganze Kopfende des Bettes ist voll mit denen. Ich muss zweimal hingucken, ob es nicht vielleicht doch das Kinderzimmer ist. Suwat kommt, hat anscheinend endlich einen Parkplatz gefunden. Aber die beiden haben keine Zeit, muessen zur Arbeit, Sarinya zieht sich um, kommt aus dem Schlafzimmer in einem schicken Kostuem mit Honda-Emblem. Mit einem freundlichen aber knappen "Feel like it is your home. We see us on sunday" sind sie mit dem Kurzen auch schon verschwunden.

Bei dem Bild von Tippa in Uniform denke ich mir, das wir ja hier sind um abzuklopfen, ob und wann sie ihr Studium fortsetzen kann. Also frage ich sie und Vanida, wie lange man heute in der Uni wohl jemanden im Sekretariat antrifft. Vanida meint, bestimmt mindestens bis 16:00 Uhr. Ich gucke, es ist gerade mal kurz nach Eins, also bleiben uns ungefaehr drei Stunden. Na Maedels, dann werden wir das gleich mal machen, was haltet ihr davon? "What? You want go now?", Tippa scheint etwas ueberrascht. "Khrap, we go now. Vanida, you come with us?" "Yes, but I have to change my clothes before" "Why?" "Because if you are a student you have to wear the uniform at the campus", dabei zeigt sie auf das Bild. "Will it takes a long time to change your outfit?" "No, my flat is next street" "O.k., leo leo", sie ist aehnlich ueberrascht ueber meine Direktheit und das schnelle Handeln wie Tippa. Die hat schon angefangen in einem Schrank nach ihren Unterlagen zu suchen, denn als sie studiert hat, wohnte sie ja hier bei ihrer Schwester. Vanida macht sich auf in ihre Wohnung, waerend Tippa anscheinend gefunden hat was sie braucht. Das Zwischendiplom, und ihren alten Studentenausweis. Das Zertifikat zeigt sie mir ganz stolz, ich kann nur den englischen Teil lesen. Commerce and Accountancy, ich uebersetze es mit Handel und Buchfuehrungswesen, also sowas wie BWL. "Why you not finished the study tirak?" "Koja you know why not" "Yes, but you know what I think about it" Sie packt die Unterlagen und einen Block in eine Ledertasche, da klingelt es. Vanida steht vor der Tuer und sieht wirklich aus wie eine Bilderbuchstudentin, ich muss laecheln. Tippa haelt mir die Augen zu, ich hoere nur das Lachen der beiden. Also los, ab zur Uni! Unten in der Si Praya halten wir ein Meter Taxi an und steigen ein. Die Fahrt dauert nicht lange, und wir sind am Campus. Entgegen meiner Befuerchtung, das wir jetzt den ganzen Area von der Rama 4 her ablaufen muessen, faehrt er uns die Phayathai Road entlang bis vor den Eingang zum Verwaltungsgebaeude. Gleich am Anfang der Strasse deuten beide nach rechts "Here is our faculty, look Koja" Der Taxifahrer will schon bremsen, aber faehrt dann doch weiter.

Im ´President´s office´ muessen wir erstmal bei der Info fragen, wo wir hin muessen. Ins Chamchuri Building Nr.2, soso. Na wenn die Dame das meint, dann gehen wir da hin. Also wieder raus und in das naechste Gebaeude. Nach einigem Suchen finden die beiden das richtige Buero, klopfen an, wir treten ein. Ich glaube, der Sachbearbeiter denkt zunaechst, das ich mich einschreiben moechte, denn er laechelt mich freundlich an und begruesst mich mit einem "Good day, welcome at the Chulalongkorn University". Aber Vanida erklaert ihm nach einem Wai schnell, das es nicht um mich sondern um ihre Freundin geht. Eine weiter Variante des thailaendischen Laecheln folgt, naemlich die des entschuldigenden Verstehens. Tippa legt ihre Unterlagen vor, und es folgt eine halbstuendige Unterredung, waerend der etliche Papiere kopiert und ausgehaendigt werden. Mit einem Textmarker unterstreicht der Herr seine Aussagen gruen. Ich nicke laechelnd ab und zu einer vorbeikommenden Sekretaerin zu, die interessiert zu uns rueber schaut. Neben den Infos auf thai hat er auch alles nochmal auf englisch ausgedruckt, und beginnt nun mir den Sachverhalt darzulegen, immer noch seinen Marker schwingend.

Als er damit fertig ist frage ich ihn, ob der food court noch geoeffnet hat. Das hat eine weitere Fotokopie zur Folge, auf der er mit seinem Stift rumkritzelt. Aber anscheinend gibt es noch was zu essen, denn sonst haette er ja einfach nein gesagt. Mit einem Schwung von Zetteln verabschieden wir uns und gehen rueber in die Mensa. Hat ungefaehr die Ausmasse der Essensausgabe im MBK, und bis auf Tippa und mich scheinen alle in schwarz-weiss gekleidet zu sein. Sie fragt mich was ich haben moechte. Ist voellig egal Schatz, hauptsache was vegetarisches. Mir geht je ja weniger ums Essen als vielmehr darum, in Ruhe die Unterlagen durchsehen zu koennen. Und mal einen Blick auf die Studentinnen zu werfen. Mein erster Eindruck ist, das es bestimmt 80% Maedels sind gegenueber 20% Studenten.

Suche mir die englischsprachigen Blaetter zusammen, und noch bevor ich anfangen kann die erste Seite durchzulesen, stehen zwei huebsche Studentinnen vor mir "Hello sawat dii khaa. May can we help you?" Ich laechele, es bleibt mir gar nichts anderes uebrig bei dem netten Anblick "Sawat dii khrap. No thank you very much. You cannot help me" Die beiden ziehen kichernd von dannen. Dafuer kommen Tippa und Vanida mit den Tabletts und setzen sich. "Koja what you speak to the girls?" "Tirak, they just asked me if they can help me. And I answered no" Das ist hier nicht das Paradies, es ist die Hoelle! Komplette Reizueberflutung. Reis mit Tofu und Gemuese, eine willkommene Ablenkung. In der schnellen Durchsicht der Unterlagen wird mir schon klar, das momentan keine Anmeldung moeglich ist, denn das Semester laeuft ja noch. Und es gibt anscheinend mehrere verschiedene Semesterformen. Das lese ich mir nachher alles durch, wenn wir wieder zuhause sind. Immerhin haben wir jetzt genug Lektuere fuers Wochenende.

Vanida schlaegt vor, das sie mir mal den Campus zeigen. Na da bin ich dabei, ganz legal jede Menge huebsche Maedels gucken. Das Gelaende der Universitaet ist so weitlaeufig, das es drei Buslinien gibt, die auf dem Areal die einzelnen Fakultaeten miteinander verbinden. Eine red, eine green, und eine blue Line. Natuerlich sind es nur kleine Busse, aber so einen Service stellt Berlin seinen Studierenden nicht zur Verfuegung. Gut, wie ich aus den Papieren entnehmen konnte, sind die Studiengebuehren recht hoch, aber schliesslich gilt die Chulalonkorn Universitaet als eine der besten des Landes. Wir steigen also erstmal in die Linie 3, die gruene, ein. Es ist die laengste Tour die man machen kann. Niemand will einen Studentenausweis oder gar Fahrgeld sehen, man steigt einfach in einen der Busse, die staendig ihre Runden drehen. Natuerlich fallen Tippa und ich auf, weil wir keine Uniformen anhaben, aber es ist komplett egal. Eher ist es so, das wir sehr oft angesprochen werden von Studenten und Studentinnen. Besonders der farang scheint interessant zu sein und ein lohnender Gespraechspartner, um das eigene englisch zu testen. Woher, wohin, wieso hier in der Uni, sind sie Lehrer? Das die Lehrkoerper von der Kleiderordnung ausgenommen sind, das ist mir schon in der Kantine aufgefallen. Ich muss manche Befragung fuer ein Sprach- oder Geographieprojekt beantworten, weil Studenten und ihre Kommilitoninnen offensichtlich den Auftrag haben, in Bangkok mit Auslaendern zu sprechen und das zu dokumentieren. Fuer mich ein riesen Spass, auch wenn Tippa von Zeit zu Zeit mal mit ihrem gegen mein Bein tippt, wenn ich zu nett bin wie sie findet. Ich revangiere mich aber ebenso, wenn ihr ein paar Jungs gut gefallen zu scheinen. Irgendwann steigen wir um in die rote Linie Nr. 2, die sogar an den Siam Square faehrt. Zum Schluss nehmen wir die Blaue Nr.1, und steigen ganz in der Naehe des Gebaeudes der Fakultaet ´Commerce and Accountancy´ aus. Wir schauen uns an, wo Vanida studiert bzw. Tippa studiert hat und hoffentlich auch bald wieder studiert. Treffen einige Lehrer und Lehrerinnen, und Freundinnen von Vanida und Tippa. Wahnsinn, wie selbstverstaendlich sie alle Zeit fuer uns haben, und speziell mir Sachen zeigen und erklaeren. Das gesammte Gelaende ist mit vielen Gruenflaechen aufgelockert, man kann auf dem Rasen sitzen, sich unter Baeume in den Schatten setzen, es gibt Springbrunnen, alles top gepflegt. Hier waere ich sehr gerne Gaertner.
 
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hello_farang

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Weil wir schonmal hier sind frage ich die beiden, ob wir rueber in den Lumpini Park gehen wollen. "Oh you know Lumpini?", Tippa ist erstaunt. "Khrap, suay maag" Als wir die Rama 4 runterschlendern erzaehle ich, das ich schon oft hier in der Gegend uebernachtet habe. Vanida will wissen wo genau, also sage ich ihnen mit einem Grinsen "Malaysia hotel" "Uii Koja? In the Malaysia? No, you did not" "For sure I did" Sie lachen, das Hotel hat einen gewissen Ruf weit ueber die Grenzen Bangkoks hinaus. Das wusste ich aber nicht, als ich es zum ersten Mal via Internet aus Deutschland gebucht habe. Mir sind nur die zivilen Preise aufgefallen, und der email-Kontakt ging schnell. Vanida scherzt "Pee Koja gee mai?", aber Tippa versichert ihr lachend, das ich es ganz bestimmt nicht bin. Bei einem fliegenden Haendler am Eingang kauft Tippa drei Flaschen Wasser, eine Dose Chang, eine Tuete der grossen weissen Krabbenchips, und geroestete Erdnuesse.

Wie immer ist es der Kontrast zum dem lauten Treiben drumherum, der mich am Lumpini fasziniert. Da es Freitag Nachmittag ist haben sich viele Familien eingefunden, die sich hier erholen. An den Steintischen sitzen meisst aeltere Maenner und spielen Mah-Jongg oder Schach, die Jogger umrunden lieber den See. Fuer zehn Baht pro Matte und Stunde mieten wir uns zwei Strohmatten, und setzen uns in den Schatten eines grossen Baumes am Wasser. Die Kinder der Familien in unserer Naehe sind erstmal ganz fasziniert von dem grossen farang, und gucken neugierig. Aber sobald ich sie anlaechele ist die anfaengliche Scheu verflogen, und sie kommen zu uns und fragen etwas, oder spielen einfach weiter ohne uns zu beachten.

Wir kramen die Unterlagen hervor und breiten sie auf den Matten aus. Gemeinsam gehen wir die Informationen durch. Klar ist schonmal, das Tippa erst mit Beginn der neuen Semesterrunde einsteigen kann, und die beginnt in der ersten Juniwoche. Die Anmeldefrist dafuer endet im Maerz. Es gibt anscheinend zwei Arten von Studium, ein Vollstudium und ein Gaststudium. Ausserdem kann man die beiden nochmal unterteilen in Studien mit drei Semestern und zwei Semestern plus einem Sommersemester, was kuerzer ist. Dann gibt es noch eine weitere Abstufung, naemlich ob man graduiert hat oder noch nicht. Da Tippa lediglich ihr Vordiplom hat, kommt schonmal nur das sogenannte ´Undergraduate Level´ in Frage. Somit entnehmen wir den Tabellen, das ein Semester 12,800 Baht kostet als Vollzeit-Studentin , also mal drei macht das 38,400 Baht pro Jahr. Als Gaststudentin mit der Sommersemestervariante zweimal 6,500 Baht plus 3,800 Baht, demnach 16,800 Baht. Ich hole mein Handy raus und aktiviere den calculator, bei einem aktuellen Wechselkurs von ca 42 Baht pro Euro bedeutet das, ein Trippelsemester kostet ungefaehr 910 Euro, das Gaststudium pro Jahr 400 Euro. Wow, das sind stolze Preise, nicht nur aber gerade auch fuer Thailand.

Vanida und Tippa sind beide der Meinung, das eigentlich nur das Vollzeitstudium wirklich was bringt, denn man lernt mehr und Tippa haette nach einem Jahr und bei allen bestandenen Pruefungen ihren Abschluss. Gucke mir dann die Studienzeiten an, und bekomme wieder grosse Augen. Freizeit gibt es quasi gar nicht. Das erste Semester geht von Anfang Juni bis Ende September, das zweite beginnt Anfang Oktober und endet Mitte Januar, Semester drei von Ende Januar bis Mitte Mai. Zwischen den Semestern sind dann natuerlich noch die Pruefungen, das ist beinhart im Vergleich zum gechillten Langzeitstudieren in Deutschland.

Mir wird klar, das man sich auch leicht dagegen entscheiden kann und lieber ein paar farangs abschoepft. Weil damit deutlich mehr Geld zu machen ist als in den ersten Jahren nach dem Abschluss in einem regulaeren Job. Das rechnet sich natuerlich nur solange man jung und attraktiv ist, so wie Tippa jetzt. Bloss das moechte ich jetzt und hier nicht durchrechnen, sondern lieber in der Wohnung. Es wird Traenen geben, da bin ich mir sicher als ich Tippa anschaue. Sie blickt traurig auf den See, ihre Gedanken fahren Karussell, Vanida nimmt ihre Hand. Ein kurzes Laecheln, sie wischt sich uebers Gesicht, und steht auf. Geben die Matten zurueck und gehen etwas spazieren.

Irgendwann kommen wir zur Apprentice shool im Lumpini, einer Schule fuer Handwerk die im Nordwesten des Parks ist. Ein gemeinnuetziges Projekt fuer junge Menschen, die eben nicht das Geld haben sich eine Ausbildung zu leisten. Jederman kann sich die Kurse ansehen, an alten Naehmaschinen lernen Maedchen zum Beispiel naehen. Ich war vor einem Jahr schonmal hier, und war beeeindruckt. Das es uns nun genau jetzt an diesen Ort fuehrt ist Zufall. Im Freien, nur durch ein Dach vor der Sonne geschuetzt lernen die aermeren Thais, welche die Chance bekommen, wie man ein Handwerk ausuebt. Soweit ich weiss wird es zwar auch von offizieller Seite unterstuetzt, aber es gibt eine donation box. Ich stecke 500 Baht hinein, und wir schauen eine Weile zu. Alle freuen sich, das ihre Arbeit beachtet wird, die Lehrerin erklaert uns was alles gelernt wird. Auch das man sich hier zum reinen Materialpreis fuer den Stoff und das Garn etwas schneidern lassen kann von den Auszubildenen. Ob ich denn nicht ein neues Hemd haben moechte? Ich bin etwas unschluessig, was mir jedoch sofort ausgetrieben wird von Tippa und Vanida und mindestens fuenf Naeherinnen. Ich schaue in die Runde, die Maedels kommen schon um Mass zu nehmen. Zwar brauchen sie wirklich einen der kleinen Plastikhocker, um den grossen farang zu vermessen, aber es ist ein riesen Spass mit sachlichem Hintergrund fuer alle. Nicht eine nimmt Mass, nein die ganze Klasse. Bestimmt fuenfzehn mal werden nacheinander Armlaenge, Brust-, Hals-, und Bauchumfang, der Ruecken und die Schulterbreite ausgemessen und notiert. Mache dabei ein paar Faxen, indem ich mal meinen Arm nach oben halte anstatt waagerecht, oder in die Hocke gehe. Unterricht am lebenden Objekt, komme mir fast vor wie ein Versuchskaninchen. Sicherheitshalber meine ich zu Tippa sie soll klarmachen, das ich aber nicht fuenfzehn Hemden haben will. Sie lacht und uebersetzt. Die Lehrerin meint grinsend, das ich hoechstens drei bekomme. Den Schein hat sie gesehen, der in der Spendenbox verschwunden ist. Mir werden verschiedene Stoffe gezeigt, und ich entscheide mich fuer das schoene schimmernde Gruen, denn ein Hemd fuer Mittwochs habe ich noch nicht. Sage, das ich es jedoch erst kommende Woche abholen kann, vermutlich eben am Mittwoch Abend. Drei der Maedels halten mir laechelnd den roten und den orangen Stoff an und diskutieren, ich ahne schon wie es kommen wird. Die Ausbilderin frage ich, was sie fuer den Stoff bekommt? Dreihundert Baht, pro Hemd Einhundert. Gebe ihr vier Hunderter, dafuer moechte ich aber auch Hemden zum Knoepfen haben. Sie nickt und bedankt sich, nein ich habe zu danken. Ein vielstimmiges "Khop khun khaa" hebt an, als wir uns verabschieden. Und sie sind alle wirklich froh und gluecklich, ich laechele fast etwas beschaemt ob der Freude dieser Maedels.

Vanida laechelt mich an beim Weitergehen, das sie nun versteht was Tippa meinte, als sie ihr erzaehlt hat das ich ein jung gebliebener 35-jaehriger sei. Immer einen Spass parat, und das nach so einem Unfall. "Oh nong Vanida, I think about the accident every day many times. But I am just happy to be alive with such a beautyful girlfrind, you understand? It is not so easy like it seems. Being still alive, this is a great gift to me. Tippa told you how near the death was that night to me...?" "Yes she told me. But she told me what she feels for you also. You are the first one she really loves since I know her. And now I see why" Tippa bleibt stehen, dreht sich zu mir und sagt "Koja, I want stay with you. You can not go home and everything was like before. I do love you" Ich wuerde sie so gerne einfach in den Arm nehmen und fest an mich druecken, aber hier ist das nicht moeglich, zuviele Menschen um uns rum.
 
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hello_farang

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Die Haendler vom Suan Lum Night Bazar machen ihre Staende und Geschaefte bereit fuer den naechtlichen Verkauf. Wir schlendern rauf und runter, ich koennte ein paar Slipper gebrauchen. Dieses ewige Auf- und zuschnueren der Trekkingschuhe geht mir langsam auf den Geist. Bei Schuhgroesse 45 ist es aber gar nicht einfach, was passendes und ansprechendes zu finden. Die Maedels beraten mich, diskutieren mit den Verkaeuferinnen, das richtige ist zunaechst nicht dabei, oder leider zu klein. Dafuer findet Tippa ein wirklich tolles Top, rot mit goldenen Stickereien, und wahnsinnig sexy geschnitten. Der Ruecken ist mehrfach geschlitzt, trotzdem sitzt es sehr eng. Genau der optimale Fummel fuer eine Disconacht, sie kauft es sich. An einem Geschaeft mit Schul- und Universitaetsuniformen bleibt Vanida stehen und schaut nach Roecken. Tippa natuerlich mit rein als Beraterin. Ich stehe da und grinse mir eins, sage ihr sie soll sich auch was aussuchen. "Koja I have already" Das ist doch voellig egal, ich will das du dir jetzt eine Uniform kaufst. Ich will das du wieder zur Uni gehst, und das du das mit einem nagelneuen Outfit machst. Ein neuer Start ins geregelte Leben. Und selbst wenn du nicht zurueck an die Uni gehen wuerdest, dann wirst du dich dadurch immer an mich erinnern. "And believe me, you do go back to Chulalongkorn!" Sie schaut mich an mit einem ´Du hast ja Recht´-Blick, und die beiden tauchen ein in das Schwarz und Weiss des Ladens. Tippas neue Uniform kostet inclusive der mit einer vorgeschriebenen Borduere besetzten Schuhe etwas mehr als 1200 Baht, die ich gerne bezahle. Kurioserweise finde ich genau hier ein Paar schwarze Slipper fuer 350 Baht. Die Verkaeuferinnen wollen wissen, ob ich auch an der Chula studiere, ich verneine laechend "No, I am a teacher". "Ui Koja" hoere ich von weiter hinten aus dem Laden, dann folgt Tippas thailaendische Erklaerung, alle lachen. "No sorry, it was a joke. I just need some new slippers" Macht immer wieder Spass in Thailand shoppen zu gehen, auch wenn es Geld kostet sollte der sanuk dabei nie zu kurz kommen.

Wir nehmen den Bus zurueck, sind nur ein paar Stationen, aber allemal besser als laufen muessen. In der Wohnung von Sarinya schmeissen wir uns aufs Sofa, endlich kann sich Tippa an mich kuscheln und ihren Gefuehlen freien Lauf lassen, auch vor ihrer Freundin. Die Ueberlegung, entweder ein augenscheinliches leichtes Leben auf Phuket zu leben, oder eine vernuenftige Ausbildung abzuschliessen und arbeiten zu gehen macht ihr zu schaffen. Mit Traenen braucht sie es bei mir nicht zu versuchen, und das weiss sie genau. Trotzdem weint sie bald weil sie nicht versteht, was in ihrem Leben so schief gelaufen ist. Sie hat Eltern und eine Schwester, die allesammt nicht gerade arm sind und ihr die Ausbildung liebend gerne finanzieren wuerden. Ausserdem hat sie selbst ueber 250.000 Baht auf ihrem Konto, den Auszug habe ich gesehen. Meinen Standpunkt kennt sie, ich bezahle keinen Satang fuer Sex mit ihr, das ist entweder freiwillig und beruht auf Gegenseitigkeit, oder sie sagt das Schluss ist. Es wuerde mir zwar sehr weh tun sie zu verlieren, aber ich kaeme bestimmt besser damit klar als sie, und wuerde es verstehen. Ich habe ihr deutlich gemacht, das ich sie nicht heiraten werde. Und das bereits ganz am Anfang unserer Beziehung, denn ich will mich einfach nicht fest binden. Zumindest soweit die Theorie, der ich seit Jahren folge. Ich koennte ihre Ausbildung bezahlen, aber es waere fuer mich eine Art von Gegenleistung, die ich nicht gewillt bin zu leisten. Entweder es ist Liebe, oder letztendlich doch nur ein Geschaeft.

Sie ist verzweifelt, und heult. Ich werde sie auf ihrem Weg begleiten, ihr Ratschlaege geben, aber das duemmliche Bezahlen kommt mir nicht in den Sinn. Habe mir schonmal die Finger verbrannt, und das weiss sie auch. Ich sehe es sachlich und das ist ein Aspekt, den sie an mir schaetzt. "Koja every time told me he stand by my side, but he not pay anything" sagt sie zu Vanida auf englisch, damit ich es auch verstehe. "Hey, I paid the flight, your blue-black underwear, and the uniform!", sie muss laecheln und gibt mir einen Kuss. Vanida will von mir wissen "Why do you not want marry Tippa?" "Because I can not feed her in joereman. I don´t know what will happend with my job when I go back to Joereman. First I have to look for myselve, then maybee I can have a wife. It is same like here in Thailand. And a long-distance-relationchip is impossible for me, and for Tippa" "But you can stay in Thailand?" "No I can not because of the law. I can not work and earn money here, only some jobs are allowed" Ich nehme Tippa noch fester in die Arme, sie heult mir das Hemd voll und schluchzt "But I want you stay here!" Das ist das eine, etwas ganz anderes ist, das sie ihre Ausbildung zu Ende bringen muss und einen guten Job finden. Vanida und sie reden lange, dabei bekommt sie Strecheleinheiten sowohl von mir als auch von ihrer Freundin.

"Tirak, on monday we go Wat Thamfad, and you can ask the big LekLai what you have to do, and Luang Pho Watchara Akawonno of cause." Sie weiss, das ich es damit sehr ernst meine, und akzeptiert mit traenenunterlaufenden Augen meine harte Einstellung. Streichelt mit ihrem rechten Zeigefinger ueber meine Lippen und das Gesicht, so als wuerde sie sich verabschieden. Ich weiss, das es noch lange nicht soweit ist, und das ich selbst immer noch am kaempfen bin mit mir. Sie ist einfach viel zu huebsch, viel zu intelligent, und viel zu zerbrechlich als das ich sie aufgeben will. Anmerken lasse ich es mir jedoch nicht. Sie weinen zu sehen und zu fuehlen, das tut weh. Vor einem Monat wusste ich nicht, das es sie ueberhaupt gibt. Nun moechte ich keine Minute mehr ohne sie verbringen und suche nach einer rationalen Loesung.

Dieser Weg wird nur ueber ihre Eltern fuehren, und vor allem Sarinya. Die muessen sie bearbeiten, damit sie nach Bangkok zurueck geht und das Studium wieder aufnimmt. Ich bin vielleicht ein Katalysator und irgendwann wieder weg, es bleiben also nur die Familie und ihre Freunde und Freundinnen. Auf die Sponsoren ist geschissen, die suchen sich sofort eine andere. Und wenn sie Lust auf ein Abenteuer und etwas Spielgeld hat, das kann sie auch problemlos in Bangkok haben. Am liebsten wuerde ich ihr sagen, sie soll die drei jetzt anrufen und ihnen sagen, das sie Schluss macht und wieder studiert. Aber in Europa ist es mitten in der Nacht, und noch hat sich Tippa ja auch noch nicht entschieden.
 
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hello_farang

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Irgendwie war das genug Input dieser Art fuer heute, Tippa schaltet die Glotze ein und wir gucken uns eine thailaendische Polizei-soap an. Ich bin nur noch ein Kopfkissen fuer sie, auf dem man es sich bequem macht. Fast wie in Deutschland frueher, als die Lindenstrasse lief und ich meine Schnauze halten und es ertragen musste, sonst haette mir meine damalige Freundin ein paar gedonnert. Aber immerhin sind hier die Schauspielerinnen und ihre Kollegen deutlich huebscher. Ich habe meinen Arm auf ihrem Oberkoerper liegen, streichele sie an der Schulter. Wir spielen wieder das Spielchen, die Maedchen freuen sich wenn der eine Schauspieler im Bild ist, und ich raune zustimmend wenn die suesse Maus erscheint. Je nachdem, entweder fasse ich etwas haerter zu, oder Tippa kneift mit in den Oberschenkel. Vanida freut sich leicht erstaunt, das wir so miteinander kommunizieren voellig ohne Worte, als sei es das natuerlichste auf der Welt. Ich laechele sie an "Khun mii faeaen mai khrap?", denn ihre Blicke sind fast etwas neidisch. "Mai mii faeaen", kaum zu glauben bei dem huebschen Maedchen. Eine Faust trifft mein Bein "Pssst" "Aua, khoo thoot", grinse ich und halte dann meinen Mund. Von Zeit zu Zeit streckt mir Tippa eine Erdnuss hin, ohne die Augen vom Fernseher abzuwenden, ich fresse ihr aus der Hand. Erst in einer Werbepause dreht sie sich auf den Ruecken und guckt mich an, als wolle sie etwas sagen. Ich senke meinen Kopf und stubse mit meiner gegen ihre Nase "Did I told you how beautyful you are?" Sie faengt an zu lachen "Koja, you tell me ten times a day!" "Oh really? I forgot. Only ten times? This is not enough. Khun suai tschang loeoei, phom rak khun", dabei streife ich ihr mit den Fingern zaertlich ueber den Bauch und gebe ihr einen Kuss.

Gehe mal aufs Klo, weil ich pinkeln muss. Mir faellt auf, das in der ganzen Wohnung kein Aschenbecher zu sehen ist, ausserdem riecht es wie in einer Nichtraucherwohnung. Habe sowieso nur noch zwei Kippen, also frage ich zurueck im Zimmer "Vanida, where is the next 7/11?" "Thanon Si Praya you go left side maybee 100 Meter" Tippa schaut mich an "Koja what you want?" "I need cigarettes, want go around a little bit, and I have to phone to Harkan" "Koja you go smoke gunja?" "Yes I want but I no have", sie ist skeptisch. "Tirak I promised you no take gunja with me" Waere mir auch im Traum nicht eingefallen, einen Flughafen mit Grass in der Hosentasche zu betreten. Habe keine Lust drauf, das so ein thailaendischer Drogendackel ploetzlich klaeffend und schwanzwedelnd an mir hochspringt weil er denkt, ich haette sein Spielzeug dabei.

Stecke mir 400 Baht und meinen Perso aus der Brieftasche in die Hosentasche, dann lege ich sie auf den Tisch. "O.k., I am back in one hour" "What?", Tippa hat sich aufgesetzt. Ich sage ihr, das sie bestimmt auch mal mit ihrer Freundin unter vier Augen reden moechte, schliesslich haben sich die beiden ein Jahr nicht gesehen. Und ich will mir etwas die Gegend bei Nacht betrachten, alleine. Sie ist mittlerweile aufgestanden und zu mir gekommen. Zupft an meinem Hemdkragen rum mit einem bezaubernden Augenaufschlag "Koja you look for other woman?" Ich muss laut loslachen "With sii roi baht?!", dann fasse ich ihr an den suessen festen Po und presse sie an mich "Tiral I love you", gebe ihr einen Kuss und gehe.

"Hi Harkan, ich bins" "Hey, seid ihr gut angekommen?" "Ja danke, alles bestens. Die Landung war zwar etwas kritisch, schweres Unwetter ueber Bangkok. Waren vorhin schon bei der Uni, man du glaubst nicht was da fuer suesse Hasen rumlaufen. Jetzt sind wir bei Tippas Schwester in der Wohnung. Das heisst, ich latsche gerade alleine durch die Gegend, um mich mal etwas umzuschauen" "Hoert sich an als haettest du ne Menge Spass, aber wieso alleine? Hattet ihr Stress?" "Ja und nein, kein Beziehungsstress. Alles in Butter soweit, aber die Aktion mit dem Studieren wird mich noch Nerven kosten. Tippa sitzt mit ihrer Freundin oben und die beiden fuehren Frauengespraeche, da habe ich mich mal abgeseilt, Ecken checken. Sag mal, ihr seid noch in Karon?" "Ja" "Ich habe vergessen, mein Grass auszubuddeln, das liegt immer noch hinter dem Bungalow in dem wir gewohnt haben" "Oh, der ist schon wieder vermietet" "Ist doch egal, du musst da mal nach hinten gehen, direkt unterm Klofenster liegt das Zeug" "Ja, gut. Kann ich machen, aber was dann?" "Dann bringt ihr das ins ´Sunset´ und gebt es entweder Bam oder Lek, das ist mir egal. Oder ich rufe gleich mal Bam an, und sie holt es bei euch ab, dann aber warscheinlich erst heute Nacht um halb drei" "Das waere natuerlich am besten" "Alles klar, also klingele ich sie gleich mal an. Wie lange bleibt ihr noch? Habt ihr schon einen Plan?" "Wir werden doch erst nach Silvester fahren, mit dem Bus und der Faehre" "Na dann vergiss die Aktion mit Bam, wir sind eher wieder zurueck. Aber sichert mal mein Gruenzeug bitte" "Geht klar" "Hey, gruess mir Chris und Ee, alles Gute. Ich melde mich die Tage nochmal" "Tschuess, gib Tippa mal ein Kuss von mir" "Ja, ich werde es ihr ausrichten" Lachend legen wir beide auf und ich betrete den 7/11.

Das typische Klingeln ertoent, gefolgt von einem mehrstimmigen "Sawat dii khaa". Ich nehme eine Schachtel Krong Thip, und zwei kleine Dosen Chang, dazu noch eine 1-2-Call-Karte. Kann die huebsche Kassierein davon abhalten, das sie die Zigarettenschachtel und die Telefonkarte in Extratueten steckt, nur die Bierchen darf sie mir einpacken. Dann gehe ich runter zum Chao Phraya, setze mich beim Steg fuer die Expressboote hin, oeffne ein Bier und zuende mir eine Zigarette an. Betrachte das Ein- und Aussteigen der Thais, die nach Hause wollen, lehne mich zurueck und geniesse den Blick ueber den Fluss. In seinen Wellen tanzen die Lichter der Stadt, es ist immer noch sehr warm aber die Naehe zum Wasser ist erfrischend. Denke an Berlin, wo auf allen Gewaessern eine maximale Geschwindigkeit fuer motorgetriebene Boote von 5 km/h gilt, hier eine unvorstellbare Massnahme. So ein Bloedsinn wuerde den fluessigen Nerv der Stadt treffen, welcher sich maechtig und dunkel vor mir praesentiert.

Als die Dose alle ist schmeisse ich sie in einen Muelleimer, und kurz entschlossen besteige ich das naechste Expressboot was anlegt. Reiche 20 Baht rueber, bekomme acht zurueck, irgendwie scheint es egal zu sein wo man hin will. Fahre fuenf oder sechs Stationen, und steige aus. Mir geht es nur ums fahren an sich, weiss nicht wo ich gerade bin. Aber das ist ja auch komplett egal, ich suche nach einer Garkueche weil ich Hunger habe. Keine zwanzig Meter vom Steg entfernt sehe ich eine, und setze mich "Khao pat pak, mai sai nam plaa khrap" Die dicke Mutti fragt mich wie schon so viele Thais vor ihr, ob ich thai spreche. "Mai, phom phuut passaa thai nit noi", dann beginnt sie laechelnd mit dem Wok zu hantieren. Haelt ein Ei hoch, schaut mich fragend an "Gap khai mai khaa?" Ich nicke, sie haut es dazu. Zwanzig Baht, und wirklich einfach nur lecker. Ihre Prik pon-Mischung ist heftig, ich merke das der dritte Loeffel wohl doch etwas zu viel war, aber ich lasse es mir bei den ganzen Tischnachbarn nicht anmerken. Dann klingelt mein Handy, auf dem display sehe ich, das es Tippa ist. "Hallo Tirak" "Koja where are you?" "I don´t know, I sit here and eat something" "Why you do not know?" "Tippa, I take the boat, wait a moment", ich stehe auf und gebe das Handy an die Koechin weiter. "Hallo?", die beiden unterhalten sich kurz, dabei muss die Koechin zu mir ruebergrinsen, dann bekomme ich das Telefon zurueck. "Koja baba, come back, We want go ban Vanida" lacht es aus der Muschel in mein Ohr. Simultan dazu scheint die Koechin ihren Gaesten das Gespraech weiterzugeben denn ich verstehe ´farang´ und ´faeaen´, und die Leute um mich rum grinsen, einige Maenner heben zustimmend den Daumen. Die Mutti bringt mir laechelnd eine geschnitzte Ananasscheibe auf einem Holzspiess als Nachtisch. Bedanke mich und gehe zurueck zum Anleger. Nehme das naechste Boot in die Gegenrichtung, reiche zwoelf Baht und steige wieder aus, wo ich gestartet bin. Tippa und Vanida stehen schon da, grinsen und schuetteln beide mit dem Kopf. Auf dem Weg zu Vanidas Wohnung gehen wir nochmal in den 7/11, Tippa holt mir zwei Bier, fuer uns alle Knabberzeug und Chips. "No red Fanta?" "I have at home" laechelt mich Vanida sehr charmant an.
 
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hello_farang

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Wir laufen die Soi runter, mir faellt auf das Tippa wieder meine thailaendische Armyhose angezogen hat. Wofuer wolltest du sechs Hosen mitschleppen, wenn du eh nur meine Klamotten anziehst? Aber sie scheint perfekt fuer ihren knackigen Hintern zu sein, ich betrachte laechelnd die kleine Stofffalte knapp ueber dem Po, die wie ein aufrechtes Hundeschwaenzchen hin und her wedelt bei jedem Schritt. Man, hoffentlich ist es nicht mehr weit, sonst bekommt sie gleich hier auf der Strasse ein paar draufgeknallt. Ich hole in Gedanken schon aus, als Vanida mir zulacht, ich solle ganz ruhig bleiben. Legt mir kurz die Hand auf die Schulter, eher schuechtern freundschaftlich, aber mit Selbstvertrauen. Moechte verdammt gerne wissen was Tippa ihr ueber uns erzaehlt hat, das sie so reagiert. Na vermutlich alles, waere ja nicht ungewoehnlich in Thailand.

In der kleinen Wohnung im ersten Stock machen wir es uns auf Kissen bequem, die im Wohnzimmer auf dem Boden liegen. Eine Couch gibt es nicht, dafuer aber einen Schreibtisch und ein Regal voll mit Buechern. Vanida verschwindet im Nebenzimmer, um sich umzuziehen. Wechselt die strenge Uniform gegen eine laessige Jogginghose und enges T-Shirt. Tippa stoebert durch die Video-CDs, bis sie etwas gefunden hat. Zeigt mir eine Loso-Scheibe "You like?" Es ist die Live-CD, die ich mir beim letzten Besuch auch gekauft habe. "Khrap, I have at home. It is the big concert in Bangkok" Sie guckt mich wieder mit diesem zweifelnden Blick an den sie immer drauf hat sobald sie merkt, das ich etwas bereits kenne. Wenn ich ominoese Lao Kao-Wurzel-Gebraeue mittrinke, mit Hunden belle und rede und die mich verstehen, oder mir wie ein Bekloppter loeffelweise Prik Pon aufs Essen haue. Ich liebe es, wenn sie so schaut. Sie macht den Fernseher an, legt die CD in den Player, schaltet die HiFi-Anlage ein. Als sie neben mir sitzt gebe ich ihr einen Kuss "Greetings from Harkan" "Ui, what he speak?" "Give Tippa a kiss from me" grinse ich. "They go to Samui after new year"

"Koja, today in the plane you told me it is all normal. But the touch down was not normal?" "No Tirak, it was a heavy landing" "But why you told me?" "Because of I not want you fear. It was your first flight. Did you enjoy?" "Yes, it was sanuk maag, thank you very much", dabei kuschelt sie sich an mich. Bin froh, das sie es so entspannt sieht. Habe mit einer Standpauke gerechnet, wie ich sie denn zu so einem Abenteuer ueberreden konnte. Ich mache mir ein Bier auf, meine zweite Dose von vorhin stellt Vanida in den Kuehlschrank, denn die hat mittlerweile Umgebungstemperatur. Und damit es bequemer wird bringt sie aus dem anderen Zimmer einen grossen Futton und rollt ihn aus. Frage, ob wir heute hier schlafen. "Yes, but you sleep here...", Tippa klopft links neben sich "...and nong Vanida here" zeigt nach rechts. "And no sex tonight!" Ich ziehe erstaunt die Augenbrauen hoch und gucke traurig "Nit noi mai khrap?", die beiden muessen lachen. Wir legen die ganzen Kissen an die Wand und lehnen uns gemuetlich an. Ich nehme Tippa in den Arm und sie legt ihren Kopf auf meine Brust. Beginnt mir mein Hemd aus der Hose zu ziehen, damit sie an meinen Bauch rankommt um ihn zu streicheln. "No sex tonight" ermahne ich sie, was einen laechelnden Kuss und einen Biss in mein Ohrlaeppchen zur Folge hat. Vanida guckt uns zu, und fragt mich "You did it under the shower?" "Aeeh, yes. Tippa told you?" "Khaa", ihr Blick ist neugierig. Tippa kneift mir in den Bauch "Koja!" Na sag mal, das ist doch nicht mein Problem, wenn du ihr sowas erzaehlst und sie es noch nie gemacht hat. Um ganz sicher zu gehen, das ich nicht auf dumme Gedanken komme legt sie ihren Oberschenkel auf meine Beine, sodas Becken an Becken reiben. Und da soll ich nicht an Sex denken, na super.

Ich wuerde gerne eine rauchen, also frage ich Vanida ob das o.k. ist. "At the window please", stehe auf und gehe zum Fenster neben dem Fernseher, oeffne es. Die warme Luft schlaegt mir entgegen, unten auf der Strasse ist einiges los. Zuende mir die Kippe an und betrachte, wie Leute kommen und gehen, ein paar Autos und Moped vorbeiknattern. Gegenueber sind im Erdgeschoss einige Laeden, neben einer Waescherei auch anscheinend ein Kosmetiksalon. Drei junge Damen kommen raus, und als sie mich am Fenster rauchen sehen, bleiben sie kurz stehen und winken kichernd hoch "Hello" Ich gruesse freundlich zurueck "Sawat dii khrap tuk khon", sie lachen und freuen sich das der farang thai mit ihnen spricht. Es dauert keine zwei Sekunden da steht Tippa neben mir und guckt raus, die drei gehen noch einmal winkend weiter. Tippas Blick verraet mir, das man auch in Thailand besser nicht mit anderer Frauen flirtet, wenn die eigene in der Naehe ist. Fenster zu, Vorhang zu, das Problem hat sie schnell geloest.

Hakt sich bei mir unter und zieht mich laechelnd zurueck auf den Futton. Legt ihren Zeigefinger auf den Mund, und nimmt das Handy. Ich denke mir, jetzt klingelt sie einen der Sponsoren aus dem Bett. Aber nein, Tippa ruft ihre Eltern an. Wird ein laengeres Telefonat, sie erzaehlt das sie in Bangkok ist, bereits in der Chula war, und gerade bei Vanida sitzt. Irgendwann fragt sie, ob ich mit Maeae sprechen will? Bin erstaunt, aber was soll ich sagen, ausser ja. Sie gibt mir das Handy, ich versuche es mit moeglichst guter Aussprache "Sawat dii khrap" Mutti laechelt anscheinend "Sawat dii khraa nong Koja. Sabai dii mai?" "Oh, sabai dii khrap. Phom rak Thailand" "Nong Koja, we can speak english also", na da bin ich aber beruhigt. "Khoop khun khrap. Phom put passaa thai nit noi" "Yes Tippa told me. And she told me a lot about you" "I hope only the best?" scherze ich. "She told me you want she go to the university again. You have good hard" "Khoop khun khrap. But better you tell Tippa go back to Chula also. It is a vey good university. I saw today" "Yes Chulalongkorn has a high level. I would be happy Tippa finsh the study" ""May we can come and visit you and speak?" "For sure, Tippa told you we live in Chiang Mai?" "Yes she did. Chiang mai, the rose of the north. Beautyful city, I love it very much" "Khoop khun khaa" Wir verabschieden uns voneinander, ich versuche es mit einem "Laeaeo phop gan mai", Mutti lacht. Dann gebe ich Tippa ihr Handy zurueck.

Vanida laechelt und nickt, nimmt meine Hand und drueckt sie. Tippa haut uns auf die Finger waerend sie ihrer Mutter noch irgendwas sagt bevor sie auflegt. "Koja, my mother likes you" schaut sie mich an, und kuesst mich "And not touch nong Vanida!" Wir lachen, fuer ein erstes Gespraech habe ich mich anscheinend ganz gut geschlagen. "Maeae is completely surprised, you speak thai" Na die paar Brocken kann man ja kaum als sprechen bezeichnen, aber es macht einen netten Eindruck und bezeugt Interesse und Hoeflichkeit gegenueber dem Land und seinen Menschen.

Wir ueberlegen, ob wir noch irgendwo hingehen wollen. So richtig Lust haben weder Tippa noch ich, die letzte Nacht war doch ziemlich kurz, und um fuenf Uhr aufstehen ist unsere Sache normalerweise nicht. Lieber morgen Abend ausgeruht in einen netten Club oder eine Technodisco zum Tanzen. Allerdings haette ich nichts dagegen, nochmal etwas hier in der Gegend rumzuschlendern, vielleicht noch was futtern. Vanida meint, es gaebe Richtung Hualampong ein paar tolle Garkuechen auf der Rama 4, die auch vegetarische Sachen haben. Also machen wir uns auf den Weg in die Nacht. Immer wieder toll, das diese Stadt nie zu schlafen scheint, auf der Rama 4 brummt der Verkehr fast wie am Tage. Allzu weit brauchen wir gar nicht laufen, schon hundert Meter vor der Expresswaybruecke sind die Staende. Erstmal das Angebot abchecken, alles ist nur auf thai ausgeschildert, weit und breit kein farang zu sehen. Ich verlasse mich ganz auf die Maedels, speziell auf Vanida. Sie kennt sich hier am besten aus und weiss wo es schmeckt. Die beiden nehmen Suppe, ich Gemuese mit gebratenen Glasnudeln, es ist ein Gedicht. Wieso gibt es sowas nicht auch in Deutschland? Man sitzt auf Plastikhockern, bekommt sein Essen nach wenigen Minuten, und es ist preiswerter als wuerde man sich selbst an den Wok stellen. Man kann die Leute auf dem Buergersteig betrachten wie sie an einem vorbeilaufen, im Laden versucht der Fernseher gegen den Laerm der Strasse anzukaempfen, Kunden kommen und gehen. Einige holen nur etwas ab, andere setzen sich und schauen kurz rueber zu mir, laecheln. Dann bin ich wieder uninteressant, einer von ihnen.
 
H

hello_farang

Gast
Schlendern langsam nach Hause, ich merke wie die Muedigkeit in mir aufsteigt. Bei Sarinya holen wir noch ein paar Sachen zum wechseln, und unsere Zahnbuersten und Deos. Sind kaum aus dem Haus, da kommen uns zwei Maedels entgegen die erst Vanida gruessen, dann realisieren das Tippa vor ihnen steht. Ein grosses Umarmen geht los, ich werde leider ohne vorgestellt. Es sind gute alte Freundinnen der beiden, die auch gerade auf dem Heimweg sind. Natuerlich kommen sie erstmal mit zu Vanida in die Bude. Oje, vier von denen, na das kann ja was werden. Und in der Tat, sie schnattern und lachen ohne Ende, wobei Tippa immer schoen nah bei mir bleibt. Die zwei Neuen finden es klasse, das Tippa anscheinend ueberlegt wieder zur Uni zu gehen. Mich freut es, das sie immer mehr in dieser Richtung zu hoeren bekommt, nicht nur von mir. Die beiden sagen etwas auf thai, was ich nicht verstehe, aber Tippa laechelt und schaut mich an. "What they speak?" "You are a lovely man" "Oh, you must ask her if I am lovely" grinse ich und lege Tippa meine Hand auf die Schulter. Ein schneller Kuss von ihr auf meine Wange beantwortet die Frage, und loest Heiterkeit aus. Die vier unterhalten sich noch eine Stunde, ich lasse mir zwischendurch mal von Vanida zeigenzeigen, wie ich durch die Programme zappen kann. Suche die Deutsche Welle, nach der langen Zeit ohne news will ich mal sehen was es so Neues gibt. Nichts wichtiges, nur die USA stehen anscheinend kurz vor einer Invasion im Irak, ziehen starke Truppenverbaende in Saudi Arabien zusammen. Schalte auf MTV, regele den Ton etwas runter.

Mache nochmal das Fenster auf um eine zu rauchen, von hinten hoere ich ein ermahnendes "Koja!", ich grinse. "Tirak, the store is closed, no problem" Erzaehlt ihren Freundinnen den gimmic von vorhin, und sie lachen. Ich schuettele nur mit dem Kopf und blicke raus. In der Soi ist es ruhig geworden, ein paar Hunde zerpfluecken einen Muellsack auf der Suche nach etwas essbarem. Ab und zu kommt ein Moped vorbei, oder ein Mensch laeuft unter dem Fenster entlang. Irgendwer in der Nachbarschaft kocht, es riecht lecker. Und die Temperatur ist auf ertraegliche 25°C runtergegangen. Ich schnipse die Kippe auf die Strasse, schliesse das Fenster wieder und flaeze mich auf den Futton zu Tippa.

Die beiden Freundinnen wollen von mir wissen, auf welche Musik ich stehe. "Techno, Elektro, Drum ´n´ Bass, why do you ask?" "Oh we go tomorrow in the ´Glow Club´, a discothek near Sukumvit, o.k.?" Habe nichts dagegen, etwas abzappeln zu guter Mucke, dafuer bin ich immer zu haben. Tippa meint laechelnd "You will love it. Tomorrow is Nakadia at the turn tables, a female DJ from Thailand" Alleine schon der Gedanke daran, mit gleich vier Maedels da aufzulaufen laesst mich grinsen. Aber der Name sagt mir was, also hake ich nach "DJ Queen Nakadia from Koh Samui?" "Yes, please not tell me you know her", Schatzi verzweifelt fast. "I know her, sorry tirak. She is a friend of Marusha, a female DJ from my hometown Berlin. And she comes sometimes to Germany. I saw the girls twice in a Berlin discothek called ´Tresor´. Nakadia is a very good DJ, and a beautyful woman. I think she is a model also" Damit ist klar, wir meinen alle dieselbe. Kann mir denken, das es erstens recht voll wird, und zweitens der Eintritt teuer. Nuu, die kleinere der Freundinnen von Vanida und Tippa meint "Yes for sure many people. But no problem, for you and Tippa free entrance", sie sucht etwas in ihrer Handtasche. Ich ueberlege wieso es freien Eintritt geben sollte? Sie findet was sie gesucht hat und praesentiert stolz eine ´Glow membership´ card. Vanida und die andere Freundin Tutu nicken nur, sie haben auch so eine Karte. Fuer sie ist der Eintritt damit frei, und sie koennen jeweils einen Gast kostenlos mitnehmen. Ausserdem kommen sie auf alle Faelle rein, egal wie voll der Laden schon ist. Na wie geil ist das denn?

Tutu und Nuu verabschieden sich bis morgen Abend, ich schnappe mir das kaltgestellte Chang aus dem Kuehlschrank, und gemeinsam schauen wir noch etwas fern. Vanida holt zwei Decken, mehr hat sie nicht. Tippa und ich muessen uns unter eine davon kuscheln, mir ist es recht solange sie mir das Teil nicht wieder wegzieht. Die scharfen Chili-Chips sind leider schon alle, naechstes Mal muessen wir mindestens zwei Tueten mehr davon kaufen, das Zeug macht suechtig. Aber die gebackenen Erbsen sind auch lecker, wieso ist man hier eigentlich die ganze Zeit am futtern und wird nicht dick dabei? Tippa ist am ueberlegen, und fragt "Koja, you think Nakadia is sexy?" "For sure she is very erotic. But she have big boobs, I prefer smaller one like yours. No fear", dabei tastet sich meine linke Hand in Richtung ihres festen Busens um ihn sanft zu massieren. Sie stoehnt zwar genuesslich, aber wie war das? "No sex tonight", also halte ich bald die Finger still auch wenn es schwer faellt. Vanida laechelt mich an als ich rueberschaue. Wie vorgestern Nacht im ´Seaview´ mit Bam reden die beiden noch ewig, waerend ich irgendwann an das suesse Wesen neben mir geschmiegt einfach einschlafe.

Ich traeume wirres Zeug, bin in Karon und Berlin zugleich, es hat ueberall Wasser. Ich will weglaufen, komme aber nicht von der Stelle. Boote und ein Panzer machen hoellischen Laerm, wieso fahren die nebeneinander? Leute rufen laut durcheinander, ein Funkgeraet piept ohne Ende, es gibt mehrere dumpfe Schlaege auf Metall, ploetzlich kann ich fliegen und es ist so leicht wie fuer einen Vogel, dann wache ich auf. Blicke neben mich, die Maedels pennen tief und fest. Gehe ans Fenster, es ist noch stockdunkel, keine Ahnung wie spaet es ist. Draussen ist die Muellabfuhr zu Gange, der grosse Wagen setzt langsam rueckwaerts in die Soi, und stoesst dabei ein piepsendes Warnsignal aus. Bin hellwach, und um die beiden nicht zu stoeren wechsele ich ins Nebenzimmer, gehe vorher mal pinkeln und hole mir ein Bier aus dem Kuehlschrank. Dann schiebe ich das Fenster auf und beobachte, wie die Muellmaenner die Saecke in ihren Wagen schmeissen, von Zeit zu Zeit betaetigt einer die hydraulische Presse die den Unrat unter heftigem Krachen im Wagen verschwinden laesst. Links und rechts von dem Schlund haengen riesige Saecke, in die sie vorher Plastikflaschen, Glas und anderen Kunststoffmuell stopfen. Sogar oben auf dem Muellwagen sind mehrere dieser gigangischen Tueten, die anscheinend schon voll sind. Bei der Dose Bier und einer Zigarette betrachte ich mir das Szenario. Einer der Muellmaenner steht hinten in der Presse, steigt nur kurz bevor sie aktiviert wird heraus. Ansonsten sammelt und trennt er schnell den Muell, den seine Kollegen zu ihm schmeissen. Mit einem Eisenhaken schlitzt er in Windeseile die Saecke auf um nachzugucken, was sich lohnt aussortiert zu werden. Der Typ hat zwar einen Mundschutz umgebunden, der irgendwann mal weiss gewesen sein muss, aber er steht in Flip Flops im Muell. Ich glaube kaum was ich da sehe, aber ein Scheinwerfer leuchtet in den Muell und laesst keinen Zweifel zu. Und dabei ist die Truppe auch noch bester Laune, sie lachen bei der Arbeit und rufen sich Sprueche zu. Als sie unter meinem Fenster angekommen sind, entdeckt mich einer, obwohl ich kein Licht angemacht habe. Er winkt, alle gucken kurz nach oben und gruessen. Na das hatte ich doch heute schonmal, aber die Personen sahen deutlich anders aus?! Proste ihnen etwas verlegen zu, sie lachen. Man, wenn sich sowas die Berliner BSR trauen wuerde, mitten in der Nacht den Muell abholen, ich waere sofort unten und wuerde ihnen was aufs Maul kloppen. Aber hier scheint es niemanden zu stoeren, nichtmal die beiden Hunde auf dem Gehweg schraeg gegenueber, die einfach weiterpennen als das Ungetuem an ihnen vorbei rollt.

Ein Luftzug von hinten, die Zimmertuer geht auf. Tippa kommt zu mir und schmiegt sich an meinen Ruecken, reibt ihre Brueste an mir, nuschelt verschlafen was ich hier mache. "I look the garbage men, it´s unbelievable" "Koja, this is Thailand and normal, come back" Leere das Bier und fragend blicke ich nach unten, ob ich werfen darf. Einer winkt, also versuche ich den Wagen zu treffen was aber nicht gelingt. Die Dose prallt an der Seite ab und faellt auf die Strasse. Mein Wurfgeschoss schmeisst er in den Sack links am Fahrzeug, wir winken uns kurz zu, dann schliesse ich das Fenster. Hole das vergessene Zaehneputzen von vorhin nach, Tippa steht dabei im Tuerrahmen und sieht mir wartend zu mit fast geschlossenen Augen. Als ich fertig bin umarmen und kuessen wir uns, und nur weil wir beide keinen Bock haben danach mitten in der Nacht zu duschen belassen wir es dabei. Aber Lust auf sie bekomme ich dabei schon, sie registriert es mit einem Laecheln. Wie zwei Schlafwandeler gehen wir zurueck und legen uns wieder hin. Vanida schlaeft immer noch, schnarcht sogar etwas. Tippa muss leise lachen "Same same you" "Tirak I love you" dann druecke ich sie an mich und wir pennen wieder ein.
 
H

hello_farang

Gast
Der naechste Morgen beginnt irgendwann gegen elf Uhr, Tippa und ich wachen auf, Vanida ist schon weg. Ich gehe duschen, Tippa kommt dazu. Anscheinend hat sie auch genug von der Zurueckhaltung, denn es wird eine heisse Dusche. Sie quikt und stoehnt, nebenbei horchen wir immer mal wieder, ob sich in der Wohnung etwas tut. Man das ist gut, endlich wieder ihren Koerper zu spueren, sie intensiv zu lieben, einfach Sex mit ihr zu haben. Diesmal stelle ich mich an die Kacheln, um ihren Koerper vor mir zu haben unter der Dusche. Ihre nassen Haare haengen ihr im Ruecken bis kurz vor den Po, auf den sie natuerlich ein paar nette Schlaege bekommt. Kein Mann wuerde anders reagieren, wenn er so einen suessen Hintern sieht und anfassen darf. Lasse das Condom eingewickelt in die kleine Eintauftuete vom 7/11 fuer meine zwei Bierdosen dezent im Muelleimer verschwinden.

Als Vanida zurueck kommt sind wir bereits angezogen, ich stehe gerade am offenen Fenster und rauche eine. Sie war Fruehstueck holen, fuer sich und Tippa tom kaa gai und tom jam, mir hat sie Pat thai touhu mitgebracht. Der Futton ist schnell weggerollt und verstaut, wir essen auf dem Boden. Das Tippa ab und zu versucht, mir ein Stueck Huehnchen in den Mund zu schieben, und ich es voellig angewiedert ablehne bringt Vanida zum lachen. Ein Spiel zwischen uns beiden, obwohl man ja nicht mit Essen rumfaxen soll. Die Viecher surfen gerade in ihr naechstes Leben, und mit ihren toten Koerpern werden Spaesse getrieben. Tippa merkt, das ich es nicht wirklich lustig finde und hoert auf damit. Ich schaue sie an, und es kommt ein "Sorry Koja, I know" Vanida moechte wissen, wieso und wielange ich schon Vegetarier bin, also erzaehle ich die Story zum tausendsten Mal. Sie ist beeindruckt, das ich es seit bereits fuenfzehn Jahren eisern durchziehe, und sie macht eine kurze Rechnung auf. Wenn ich jeden Tag ein Huhn gegessen haette, dann sind das ungefaehr 5500 Leben die ich verschont habe. Bei der Zahl wird sie ernst und nachdenklich, denn sie ist eine praktizierende Buddhistin. Wir diskutieren darueber, ob man Tiere essen sollte oder nicht. Das Toeten ist fuer sie tabu, aber den Vogel zu essen nicht. So wie ja die Moenche auch Fleisch essen duerfen, wenn es ihnen gespendet wird und sie keine entsprechendes zusaetzliches Geluebte abgelegt haben. In der Aufgabe des eigenen Ichs besteht auch keine Logik darin, sich als Individuum zu weigern Tiere zu essen. Aber verstehen kann sie mich und mein buddhistisch gepraegtes Weltbild. Bloss zum Biertrinken und Kiffen bekomme ich was zu hoeren, und da haben die beiden leider Recht. Ist mir voellig bewusst, das es gegen die Lehren des Buddha ist, aber es schmeckt mir zu gut. So wie anderen eben Huehnchen oder Heuschrecken. Aber man kann ja an sich arbeiten, und noch bin ich kein buddhistischer Moench.

Wir beschliessen, etwas sightseeing und shopping zu machen. Erste Anlaufstation ist den Wat Hua Lamphong, dessen Moenchen Vanida jeden morgen Essen gibt auf deren Weg durch das Viertel. Das habe ich heute komplett verschlafen, aber morgen werde ich es mir anschauen. Der Ubosot ist beeindruckend, zwei breite Treppen fuehren in den ersten Stock. Einige Thais und ein paar Moenche sind in dem Raum, es wird meditiert und gebetet. Die Buddhastatue vor der dem Eingang gegenueberliegenden Wand blickt guetig, wir gehen vor ihm auf die Knie und verbeugen uns dreimal. Zuenden Raeucherstaebchen an und verharren in Gedanken. Dann stellt Vanida mich zwei Moenchen vor, die ungefaehr in meinem Alter sein muessen. Ein von Touristen kaum beachteter grosser Wat und so freut es die beiden, das sich mal ein farang her verirrt und sie etwas englisch mit mir reden koennen.

Sie fuehren mich etwas herum, erklaeren die Geschichte des Wat. Das er frueher einmal Wat Wua Lamphong hiess, die Rama 4 ein Klong war an dessen Ufer der Wat errichtet wurde. Ziemlich erstaunt frage ich nach ob ich es richtig verstanden habe: Die tosende Rama 4 war einst ein Klong? Sie laecheln und bestaetigen es mir. Vor ungefaehr 100 Jahren wurde der Klong zugeschuettet, und aus dem kleinen Weg an der Wasserstrasse wurde die Rama 4 road. Die Moenche koennen nicht wissen, das ich mal Stadt- und Regionalplanung studiert habe, also nenne ich ihnen die englische Bedeutung dafuer, urbanistic. Mit etwas sprachlicher Unterstuetzung von Vanida und Tippa wird ihnen klar was ich meine. Damit ist ihr Ehrgeiz geweckt, mir unbedingt etwas zeigen zu wollen. Allerdings muessen sie vorher einen hohen Moench dafuer um Erlaubnis bitten, und verschwinden, aber wir sollen hier auf sie warten. Wir sind gerade auf einer Empore, wo in einer langen Reihe Glocken haengen. Ein Ort der Ruhe und Entspannung, den man geniessen muss. Die beiden Moenche kommen zurueck, und bringen einen aelteren Moench mit. Natuerlich verbeugen wir uns vor ihm, er mustert mich kurz und stellt einige Fragen auf thai. Dann nickt er und bedeutet mir mitzukommen. Tippa und Vanida bleiben stehen, ich gucke verwundert, aber Vanida laechelt "No women allowed". Also ziehe ich mit den drei Moenchen los, es geht in ein Nebengebaeude des Tempels. Ein holzvertaefelter maechtiger Raum, der entfernt an eine alte deutsche Apotheke erinnert. In der Mitte stehen mehrere schwere Holztische mit einigen Steinen darauf, und es ist angenehm kuehl. Der alte Moench geht zielsicher auf einen Schrank zu, oeffnet ihn und entnimmt mehrere Papierrollen sowie eine grosse Mappe. Ich blicke die beiden anderen an, sie nicken mit einem Laecheln. Andere Moenche sind auch im Raum, nehmen aber zunaechst keinerlei Notiz von und sondern verfolgen ihre Aufgaben.

Der alte Moench traegt die Sachen zu einem der Tische, rollt drei Plaene aus, beschwert sie mit den Steinen an jeder Ecke. Alles ist auf thai beschriftet, auf dem ersten Plan erkenne ich gerade mal den Chao Phraya, und den Wat. Dort wo heute die Rama 4 verlaeuft ist ein schmaler Flusslauf eingezeichnet, die ganzen Strassen und Gassen gibt es noch nicht. Ungefaehr dort, wo Vanida jetzt wohnt fuehrt ein Weg rueber zum Chao Phraya. Ich deute darauf und frage "Thanon Si Phraya mai khrap?" Der alte Herr nickt und lacht, ich bin voellig begeistert von den alten Plaenen. Ich frage, ob ich an dem Papier einmal riechen und es zwischen die Finger nehmen darf. Er laesst sich die Frage uebersetzen, und nickt wieder. Also beuge ich mich ueber das alte Dokument, rieche die Zeit, und fuehle vorsichtig wie zerbrechlich es mit den Jahren geworden ist. Der naechste Plan ist einer aus der Planungsphase kurz vor 1900, es sind bereits die Magistralen eingezeichnet, so wie sie heute noch existieren. Nur die kleinen Sois, auch die von Vanida fehlen noch. Der dritte Plan zeigt den fertigen Zustand, und bereits das Areal des Lumpini Parks. Ich studiere die Plaene, besonders der ganz alte hat es mir angetan. Mittlerweile sind mehrere Moenche hinzu gekommen, und betrachten ebenfalls die Zeichnungen und hoeren aufmerksam zu, was ihnen und mir der alte Moench erklaert. Natuerlich muss ich es mir uebersetzen lassen, aber das stoert niemanden.

Dann oeffnet der alte Mann die Mappe, und holt einige uralte schwarz-weiss Aufnahmen hervor. Eine zeigt den Wat von der anderen Klongseite aus aufgenommen, andere die Baumassnahmen. Fotographien aus einer Zeit, als ich nur eine fixe Idee meines Urgrossvaters war. Lange betrachen wir die Bilder, die Moenche reden miteinander und mit mir. Es ist einer dieser Momente wofuer ich so gerne in dieses Land komme. Ich laechele die Plaene und Fotos an, dann den alten Moench "Khoop khun na khrap!" verbeuge ich mich vor ihm, er laechelt nur wieder und packt dann alles zurueck in den Schrank. Mit den beiden juengeren Moenchen gehe ich zurueck zu Tippa und Vanida, die Moenche bedanken sich bei mir so wie ich mich bei ihnen, dann sind sie verschwunden. Ich muss die Maedels anlaecheln und ein "Wow" rauslassen. Ich erzaehle ihnen, was ich gerade sehen durfte, und wir gehen langsam die Treppe runter. Suchen unsere Schuhe, ziehen sie an, und schlendern noch etwas ueber das Gelaende. Dann nimmt uns wieder der Wahnsinn der Rama 4 in Empfang, die Zeitreise ist schlagartig vorbei.
 
H

hello_farang

Gast
Tippa winkt ein Taxi ran, wir steigen ein und es geht weiter zum Baiyoke tower. Die zwei Huebschen wollen mir ein echtes Kontrastprogramm bieten, oder doch gleich mal eben etwas shopping in Pratunam? Der Tower ist ein archiketonisches Meisterwerk, die Symetrie, die Ausstattung, die Verkleidung, alles passt perfekt zusammen. Vanida handelt am Ticketschalter einen Bonus aus mit ihrem Studentenausweis, der Verkaeufer grinst als er mich sieht und begreift, fuer wen das dritte Fahrstuhl-Billet ist. Hat sich frech ueberrumpeln lassen von Vanidas Charme, Tippas Augenaufschlag, und dem Ausweis. Auf den muss er zwar Rabatt gewaehren, aber natuerlich nicht auch dem begleitenden farang. Deshalb habe ich auch etwas abseits rumgestanden und teilnahmslos getan, erst als Vanida mir eines der Tickets und einen Gutschein gibt versteht er den Zusammenhang. Ist ihm aber egal, er nimmt es mit Humor.

Der glaeserne Fahrstuhl ist der Hammer, die Retro-Uniform des Liftboy auch. Aber ich beachte sie nur kurz, sondern stelle mich sofort an die Scheibe. Ein wirklich umwerfendes Gefuehl zu sehen wie die Haeuser, Menschen, und Autos immer kleiner werden waerend man in dreissig Sekunden nach oben schiesst. Tippa ist das nichts, sie kann nicht hinsehen. Im 77sten Stock schauen wir uns etwas um, besonders interessant sind einige alte Fotos der Gegend rund um den Tower. Dann wechseln wir in einen anderen Fahrstuhl und fahren hoch zur offenen Aussichtsplattform. An der Treppe dorthin meint eine Angestellte entschuldigend zu uns, das leider der drehende Boden nicht in Betrieb ist, mir ist es recht. So kann man in aller Ruhe rumgehen und schauen, auch Tippa traut sich ans Eisengitter bleibt aber sicherheitshalber ganz in meiner Naehe. Ich nehme sie in den Arm, angeborener Beschuetzerinstinkt den sie gerne nutzt. Vanida und sie unterhalten sich, und sie meint ganz begeistert das es fast wie gestern im Flugzeug ist. Auch Vanida ist noch nie geflogen, weil sie Angst davor hat wie sie sagt.

Ich ertappe mich wie immer in solchen Hoehen dabei, die Moeglickeit des Ueberwindens der Sicherungen herauszufinden. Hier haette man als geuebter Kletterer und potentieller Selbstmoerder relativ leichtes Spiel. Rechnet man den zunehmenden Luftwiderstand ein und geht von einer durchschnittlichen Fallgeschwindigkeit von 50 Metern pro Sekunde aus, dann waere man demnach ungefaehr fuenfmal schneller unten als mit dem Expresslift. Allerding wuerde man auch mit knapp 200 km/h aufschlagen, und das gaebe bestimmt einen haesslichen grossen Fleck. Druecke Tippa fest an mich bei dem Gedanken, sie wuerde da unten in der Tiefe zu einer formlosen Masse werden. "What?" "Nothing, tirak I love you..."

Wir gehen einmal im Kreis, schauen auf diese beeindruckende Metropole Thailands, die Architektur raubt mir die Sprache. Alleine das voellig verwirrende Durcheinander der Tollways und Schnellstrassen ist unglaublich, wer denkt sich sowas bloss aus? Kein Ton drinkt nach oben, man sieht nur die kleinen Autos, Busse, und Tuk Tuks ihre Bahnen ziehen. Ein angenehmer leicht kuehler Luftzug verleugnet den ewigen Smog in den Strassenschluchten unter uns. Ploetzlich meint Tippa zu mir "There we go next" und zeigt auf einen grossen Gebaeudekomplex. Ich habe es mir ja schon gedacht, denn es ist Pratunam. "Sorry tirak, I no have money", schaue mich um ob niemand ausser Vanida in der Naehe ist und gebe ihr grinsend einen schnellen Kuss. Sie strahlt mich an "But I have. And nong Vanida also" Verdammt, die wollen wirklich shoppen gehen. Beim letzten Mal, als ich mit meiner Ex aus dem Isaan da war, bin ich fuer Stunden nicht mehr aus den unendlichen Gaengen herausgekommen. Diesmal werde ich mir aber eine Fluchtoption offen halten, wenn es zu lange dauert. Immerhin kenne ich einen guten food court schraegt gegenueber, und das Panthip Plaza natuerlich. Zunaechst loesen wir jedoch unsere Getraenkebons in der Bar unter der Aussichtsplattform ein, ich nehme sehr zur Verwunderung von Tippa eine Cola ohne Eis, kein Bier. Man kann entspannt sitzen und rausgucken, wir chillen etwas und dann fahren wir wieder nach unten.

Im Pratunamkomplex trabe ich hinter den beiden her, Vanida kennt zig neue kleine Laeden und Staende, die sie Tippa zeigen will. Es macht Spass den Maedels zuzuschauen, anprobierte Sachen zu begutachten, und etwas mit den netten Verkaeuferinnen zu flirten. Tippa hat eine richtig geile blaue Jeans mit kuenstlich abgewetzten Stellen fuer sich gefunden. Sie sieht absolut Hammer darin aus, und bei 500 Baht zuecke ich dann doch gerne meine Brieftasche. Nach einer halben Stunde habe ich komplett die Orientierung verloren, rauf runter links rechts, mir reicht es. Ausserdem will ich nicht als Packesel enden, die Anzahl der Tueten nimmt beunruhigend zu. Wenn sie den ganzen Plunder alleine schleppen muessen haelt sich der Kaufrausch hoffentlich in Grenzen. Also lasse ich mich unauffaellig etwas zurueckfallen, die beiden stiefeln in den naechsten Laden und merken gar nicht, das ich nicht mehr mit dabei bin. Meine Chance, ich drehe um und gehe zur Rolltreppe die nach unten fuehrt. Im Erdgeschoss habe ich Glueck und finde auf Anhieb den Ausgang zur Petchaburi road. Waehne mich schon in Freiheit, aber die lange Leine in Form des Handys zieht an. Ich gehe ran, Tippa will wissen wo ich abgeblieben bin. Sie hoert mein Grinsen als ich frage, wieso es fast zehn Minuten gedauert hat bis zum Anruf? Auf den Mund gefallen ist sie wirklich nicht, denn es kommt sofort eine einleuchtende Erklaerung "Because I have new boyfriend" Ich lache gegen den Strassenlaerm an und sage ihr, das ich rueber zum Panthip Plaza gehe. Wir verabreden, das wir uns davor auf den Stufen in einer Stunde treffen. Natuerlich bekomme ich noch zu hoeren, das ich keine Ladies anquatschen soll und auch keine Porno-CDs kaufen darf. Ja nee ist klar, wie koennte ich bloss auf solche Gedanken kommen?
 
H

hello_farang

Gast
Auf dem Weg die Treppe der Ueberfuehrung hoch krame ich in der Hosentasche nach ein paar Baht, die Musik und der Gesang des Bettlers oben ist bereits zu hoeren. Ein alter blinder Mann, der dort unter dem blauen gewoelbten Dach sitzt seit ich Bangkok kenne, und immer bekommt er von mir dreissig oder vierzig Baht. Bedankt hat er sich noch nie, aber ich habe schon oft fuer ein paar Minuten da gestanden und ihm zugehoert. Die Musik kommt aus einer kleinen Anlage, dazu singt er live. Entweder ist er selbst eine bekannte Person, oder seine Lieder sind wichtig, jedenfalls geben viele Thais ein paar Muenzen und erbieten einen kurzen Wai vor dem Blinden.

Das Kommen und Gehen am Panthip Plaza hat sich auch nicht geaendert. Staendig stroemen Taxen und TukTuks nach, um die Einkaeufer mit ihrer Beute abzufahren. Goenne mir zwei Kippen, um mir das anzusehen. Der Brueller sind drei Thais die versuchen, einen gigantischen Fernseher irgendwie in ein gruen-gelbes Taxi zu bekommen, bis sie merken das es unmoeglich ist ausser man schlaegt ihn in Stuecke. Also wird probiert, das teure Stueck so gut es geht im Kofferraum zu verstauen, in der Kartonverpackung natuerlich. Hoechstens zwanzig Prozent sind im Kofferraum, der Rest ragt weit darueber hinaus. Der Fahrer holt Stricke hervor und sichert die Fracht. Ich haette eine 10:1 Wette angenommen, das das Teil rausfaellt sobald er losfaehrt. Aber ich haette verloren, denn obwohl die Stossdaempfer bereits maechtig nachgegeben haben und noch weiter einsinken beim Anfahren, die Glotze bleibt stabil liegen. In Berlin wuerde man so keine fuenf Meter weit kommen, wenn man ueberhaupt losfahren duerfte. Sobald das eine Polizeistreife sieht ist man faellig. Kopfschuettelnd und grinsend schmeisse ich die zwei Zigarettenstummel in den Aschenbecher neben dem Eingang, betrete den Computertempel.

Gleich erstmal nach rechts hinten zur Rolltreppe, ohne die Nippesstaende mit blinkendem Billigspielzeug aus China zu beachten. Drei Stufen vor mir vier huebsche schlanke Waden, aber Tippa hat mir ja verboten Komplimente zu machen. Also blicke ich lieber das glitzernde Gewusel an, waerend es in den dritten Stock geht. Das Geschaeft was ich suche gibt es nicht mehr, aber dafuer reichlich Ersatz. Ich schlendere durch die Regale mit Grafiksoftware, nehme mal hier und mal dort eine Verpackung vom Haken. Zaehle zusammen, lege wortlos die 900 Baht auf den Tresen und verlasse den Laden. Mit mir einer der thailaendischen Verkaeufer, der meint es dauert ca. 20 Minuten. Also fahre ich wieder runter, um noch eine zu rauchen. Auf dem Weg nach draussen hypnotisieren mich drei wackelnde knackige Hintern, einer davon unter einem unverschaemt knappen Minirock versteckt. Die jungen Damen gehen zu KFC rein, ich straeube mich zwar kurz, folge ihnen aber. Erst als ich in dem nach frittierten Huehnerteilen stinkenden Restaurant stehe kann ich meinen Blick von diesem schwarzen hautengen Rock und den dazugehoerenen langen Beinen abwenden. Mir faellt auf, das ich noch nie in meinem Leben in einem KFC war, muss erstmal schauen was es hier so gibt ausser totes Huhn. Die Entscheidung ist nicht besonders schwer "French fries jai, corn jai". Neben die Pommes pumpe ich mir eine grosse Portion Ketchup, dann suche ich mir einen Fensterplatz. Die Fritten sind besser als bei McDonalds und der Maiskolben lecker, wenn auch beides etwas zu wenig gesalzen. Aber dafuer entschaedigt der Blick auf diese tollen Beine der Maus mit dem kurzen Rock, die sich mit ihren Freundinnen schraegt neben mich an einen Tisch gesetzt hat. Wieso gibt es in diesem Land nur soviele huebsche Maedels, irgendwas stimmt doch hier nicht? Unsere Augen treffen sich fuer einen Moment, und mein leichtes Schmunzeln wird erwidert. Strohhalme sind eine tolle Erfindung, sie zieht an ihrem Softdrink und macht dabei einen Kussmund. Dann muss ich woandershin gucken, sonst wuerde ich ihr jetzt meine Telefonnummer auf die Serviette schreiben und rueber reichen.

Bin schon lange der Meinung das Frauen ein zusaetzliches Organ besitzen, um solche Situationen zu erspueren. So wie Delphine ihr Sonar in der Stirn haben, oder Fledermaeuse den Ultraschall. Jedenfalls klingelt genau in diesem Moment mein Handy, es ist Tippa. Sie sagt, das sie vor dem Panthip stehen und fragt wo ich bin. Ich schaue nach draussen und wirklich, die beiden sind bereits da, bepackt mit etlichen Einkaufstueten. "Tirak, I see you. I am sitting in the KFC restaurant" Sie dreht sich zur Glasfassade "What you make? You eat chicken secretly?" "Phom mai mii faeaen, so I must eat because I am sad" Sie lacht ins Handy waerend sie das Restaurant betreten, die ueblichen Bababobos funken durch den Aether, sie legt erst auf als sie an meinem Tisch angelangt sind. Ich linse in die Plastiktueten um zu sehen was sich Tippa alles gekauft hat. Noch zwei Hosen und ein paar Tops, eine Burka ist nicht dabei. Schaue auf die Uhr, wieso seid ihr schon nach 40 Minuten fertig mit shopping? Sie meint "I tell you at home", na da bin ich ja mal gespannt. Tippa guckt neben mich, sieht aber keine Einkaeufe und fragt daher nach. Schatz, ich muss die CDs erst noch abholen, die werden vermutlich frisch getoastet. So ganz traut sie mir nicht, und tastet unterm Tisch mal eben meine aufgesetzten Taschen an den Oberschenkeln ab, findet aber nichts. Von mir aus koennte sie damit gerne noch eine Weile weitermachen, aber schliesslich sind wir hier in der Oeffentlichkeit und sie laesst es. Stattdessen gehen wir gemeinsam los hoch zum Laden, Vanida lassen wir mit den ganzen Einkaeufen einfach sitzen, sie grinst nur wieder bezaubernd. Beim Aufstehen kann ich mir einen weiteren schnellen Blick auf die Maus im kurzen Rock nicht verkneifen, vermutlich der letzte. Sie sieht etwas enttaeuscht aus, weil ich mit Tippa losziehe.

Im ersten Stock kommen wir am Sonnenbrillenstand vorbei, an dem ich vorhin schon nicht weitergehen konnte. Wieder starre ich auf die coolen Imitate von "Police", einer italienischen Marke glaube ich. Mein rechter Arm wird laenger und streckt sich nach oben, ich merke das Tippa bereits auf der Rolltreppe steht und nach oben faehrt, dabei meine Hand haltend. Sie huepft von der dritten Stufe zurueck zu mir, schaut mich laechelnd an. Als sie meinem Blick folgt sieht sie den Drehstaender mit den sun glasses. Dann geht es schnell, so als wenn ich mir neue Jeans kaufe. Tippa scannt die Modelle ein paar Sekunden lang, dann greift sie genau einmal zu. Von den ca. 60 Sonnenbrillen auf dem Staender hatte ich vorhin bereits drei in die engere Auswahl genommen. Die die Tippa mir nickend hinhaelt war meine Nummer 1. ´Operation sun glasses´ ist nach nichtmal zwei Minuten abgehakt. Und die Brille kostet auch nicht 350 wie dran steht, sondern 120, inclusive der auf thai vorgebrachten Familiengeschichte des Verkaeufers. Er redet einfach weiter, waerend wir schon laengst wieder auf der Rolltreppe stehen und ihn langsam hinter uns lassen. Bald schon kann man seine Stimme nicht mehr von dem Geraune und Gelache der Umgebung trennen. Verschwindet in der Menge, wird ein nicht mehr klar zu definiernder Teil des glitzernden und quirligen Microkosmos Panthip Plaza.

Die CDs sind noch warm, als ich die dezente Plastiktuete mit den kostenlosen Zugaben bekomme. Tippa schnappt sich gleich mal die andere mit den teuren Cover-Fotokopien, sie findet nur Deckblaetter fuer software. "No sexy ladies?" haut sie frech raus, fragt eher den Verkaeufer als mich. Er muss grinsen und antwortet ihr auf thai, das sie sowas nicht haben. Ich mache mir den Spass Tippa zu sagen "You see Tirak, I know you will ask. So I spoke to him before: If my girlfriend come and ask you must say ´No have!´...", dabei zwinkere ich dem uns bedienenden jungen Thai zu. Er muss nun breit grinsen, denn Tippa wirft ihm einen sehr schnellen fragendenden Blick zu, bohrend wie die Blitze des Zeus. Natuerlich loese ich sofort auf "Phom joking!", und ein anderer Verkaeufer bestaetigt nochmal, das sie nur software haben.

Schatzi laesst es sich dennoch nicht nehmen, beim Verlassen des Ladens mit einem wundervollen Laecheln nochmal schnell meine Hosentaschen abzuklopfen. Ich blicke ihr in die Augen, und einen Moment lang spuere ich von ganz innen heraus, warum ich sie liebe. Ein Augenblick gleich dem, wenn man den Resetbutton am Rechner gedrueckt hat. Ein neutrales Hochfahren, und das erste was man dann sieht ist seine Freundin und die Gefuehle ihr gegenueber. Oder auch etwas ganz anderes, so wie nach dem Unfall. Solche reboots habe ich ab und zu, dieser jetzt wird auf der Plus-Seite verbucht. Eigentlich sehe ich nur ihre schwarz-braunen Augen, die in meinen lesen, und in denen ich mich spiegele. Streife ihr eine Haarstraene aus dem Gesicht, atme ein und will etwas sagen. Sie wehrt nur mit einem "...psssst!" ab, greift meine Haende und wir stehen uns wie ein paar verliebte Teenager wortlos gegenueber. Mir schiessen tausend Gedanken durch den Kopf, keinem kann ich jedoch folgen.
 
H

hello_farang

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Vanida und Tippa haben Hunger, aber nicht auf das Zeug vom KFC. Also gehen wir etwas nach rechts die Petchaburi road runter bis zu dem food court im grossen Bierzelt. Zumindest hat die location den Charme eines Festzeltes in Bayern. Hier war ich mit zwei Freunden auch schon waerend meines allerersten Bangkokaufenthaltes vor einigen Jahren essen, danach immer wieder mal. Auffallend sind die 99% einheimischen Gaeste, wie stets ein Zeichen fuer gute und preiswerte authentische thailaendische Kueche. An Touristen als Kunden scheint man hier noch kaum gewoehnt zu sein, denn obwohl es draussen auf der Strasse von ihnen wimmelt, sind an den kleinen Staenden die angebotenen Gerichte oft nur auf thai ausgeschildert. Mir egal, vieles erschliesst sich ja beim Hinsehen und am Geruch. Ausserdem gibts hier eine Ecke mit Vegifood, war zumindest immer so. Wir drehen eine Runde um das Angebot zu checken, und holen vorne am Eingang ein paar Getraenke. Dann schwaermen die Maedels zielgerichtet aus waerend ich mich mit den Einkaufstueten an einen der Tische setze und wartend umschaue.

Hier gehen sie also alle essen, die Verkaeuferinnen des Pratunam-Viertels, die Angestellten der Laeden und Hotels der Umgebung, die Laufkundschaft und die Geschaeftsleute. Ein wildes Durcheinander, aehnlich dem Gewusel am Hualampong. Um es erfassen zu koennen, muss man etwas auf Durchzug stellen. Nicht an einem Motiv haften bleiben, sondern Augen und Ohren einfach wandern lassen. Wie ein langsamer Kameraschwenk ueber die Szene, viele Details ergeben ein Ganzes.

Ich lasse Knigge einen guten Mann sein, nehme mir die eiskalte Bierdose, welche perlend und verlockend vor mir steht, und rolle sie mir erstmal erfrischend ueber den Nacken und die Schlaefen. Das erloesende Zischen, mit dem das Bier fuer kurze Zeit wieder Tageslicht erblickt, erfreut mich stets aufs Neue. Ein akustisches Versprechen des sehr baldigen Durstloeschens. Mir laeuft der Schweiss den Ruecken runter und uebers Gesicht, hier drin hat es locker seine 40 Grad. Bevor das dem fridge entrissene Chang auf Umgebungstemperatur kommt, darf es nun in meine Kehle fliessen. Kalt und ehrlich, in einem Zug inhalliert. Fange zwar sofort an noch mehr zu schwitzen, aber erfrischend ist es trotzdem. Die leere Dose druecke ich zusammen, Boden gegen Deckel. Lege den Metallschott-Puck an den Rand des Tisches, keine zehn Sekunden spaeter verschwindet er auf dem Trolli einer Putzfee.

Meine privaten Kellnerinnen kommen zurueck, beide mit einem Tablett voller Teller und Schuesseln. Sieht alles sehr lecker aus und wieder einmal bin ich einen Moment darueber an sinnieren, das ich 20 Jahre zu spaet nach Thailand gekommen bin. Frueher haette ich vermutlich alles probiert was angeboten wird, und waere in den vollen Genuss der guten thailaendischen Kueche gekommen. Aber so wie es ist, ist es auch gut. Bekomme einen Teller Pat Thai mit Nuessen, dazu eine Schale mit gebratenen Tofuecken und einen Honig-Dipp. Der Teller mit Gemuese ist fuer uns alle, noch bevor ich fragen kann meint Tippa "You can eat, mai sai nam plaa". Das Prik Pon zum nachwuerzen brauche ich diesmal nicht, denn es zeigt sich das die Schaerfe stimmt wenn Thais einkaufen. Meine Fresse, ich brauche unbedingt was zum loeschen. Greife nach meinem nicht mehr existenten Bier, und dann in meiner Verzweiflung nach Vanidas roten Fanta. Gurgele die Pluerre rein, schmecke aber nichts. Mit einem Laecheln und Traenen in den Augen entschuldige ich mich "Uii, pet maak maak!" Die beiden muessen lachen, Tippa steht aber sofort auf und geht zum Tresen, um noch ein paar Getraenke zu holen.

Als sie zurueck ist, habe ich mich bereits an die unerwartete Schaerfe gewoehnt und geniesse. Es dauert nicht lange, und Tippa berichtet von vorhin im Pratunam, denn sie will oder kann nicht laenger damit warten. Mutti hat angerufen und klar gemacht, das sie die Wohnung finanzieren wuerde solange Tippa in Bangkok studiert. Und das sich kurz danach ein gewisser Behnhaad gemeldet hat, er waere auf Phuket und will Tippa wiedersehen. Ich ueberlege kurz "Do you mean Bernhard?" "Khaa", einer ihrer Sponsoren from joereman also, ein Bild von ihm habe ich bereits in Karon gesehen. Darauf hatte ich ihn so Mitte Fuenfzig geschaetzt, er machte einen soliden und gepflegten Geschaeftsmann-Eindruck auf mich. Der Typ, der den 'neuen Fernseher' bezahlt hat. Auf dem Foto sitzen die beiden an einem Restauranttisch, er in einem gebuegeltem hellblauen Oberhemd, ein kleines Baeuchlein und perfekter Haarschnitt, beide laecheln zufrieden und gluecklich in die Kamera.

Tja, sie hat ihn eiskalt abserviert mit der Aussage, das sie wieder zurueck nach Bangkok gegangen ist um zu studieren. Und das sie jetzt einen neuen Freund hat, der sehr eifersuechtig sei. "Oh, you have new boyfriend?!" grinse ich sie an, Tippa und Vanida muessen lachen, unter dem Tisch streichelt mich ein Bein am Unterschenkel, ueber dem Tisch beruehren sich fast unsere Nasenspitzen. Ich frage wie er reagiert hat? Tippa meint, er war erst enttaeuscht und haette noch versucht sie fuer vierzehn Tage zu ueberreden mit ihm wenigstens den Urlaub zu verbringen. Als sie dies angelehnt hat, muss er wohl ausfallend geworden sein, denn Vanida bestaetigt das es laute Worte gab und ploetzlich aufgelegt wurde.
 
H

hello_farang

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Mir ist ziemlich klar, das er nicht so einfach aufgeben wird und bestimmt nochmal anruft. Also sage ich es Tippa und wir besprechen, das sie beim naechsten Anruf von ihm mir das Handy gibt. Ich werden mit ihm reden. Allerdings will ich von ihr vorher wissen, ob sie es wirklich ernst meint mit der Uni? Sie strahlt mich an, unterstuetzt von Vanida. Die Entscheidung scheint gefallen, denn sie hat es bereits ihrer Mutter versprochen. Gut, dann werde ich das Spiel mitspielen. Das Resultat ist es mir wert, den armen Bernie richtig auf die Rolle zu schicken.

Tippa sagt, das sie Anfang naechster Woche zur Uni geht und sich einschreibt, ich werde dabei sein. Wir reden gerade darueber, das es ein erneuter break in ihrem Leben sein wird und es bestimmt auch nicht einfach werden wird, da klingelt wie bestellt ihr Handy. Sie schaut aufs display und nickt mir nur zu, Vanida ist zum Zerreissen gespannt.

Die Phonetik des thailaendischen Englisch und des thai habe ich ganz gut drauf, also erstmal das knappes typisches "Hallo?" "Hello, -aehh- can I speak to Tippa please?" "Mai tho Tippa, kautschai mai? No speak Tippa. No call again, you understand?", druecke auf den die Taste mit dem roten Hoerer. Fuer Bernhard hat es sich mit Sicherheit so angehoert, als haette er eben mit einem Thai gesprochen der nicht will, das er sich mit seiner Freundin unterhaelt. Nicht nur fuer ihn, denn sowohl die beiden Maedels gucken erstaunt und grinsen, als auch einige unserer Tischnachbarn. Es klingelt gleich nochmal, aber Tippa drueckt ihn weg und ich sage ihr "I think you have to chance your SIM card now. Or you need a second mobile phone"

Vanida weiss, wo ganz in der Naehe ein Telefonladen ist, in dem ein Freund arbeitet. Also gehen wir nach dem Essen die Petchaburi road wieder ein Stueck zurueck, am Panthip vorbei und dann vielleicht noch dreihundert Meter. Das blau-weisse DTAC Logo sieht man schon von weitem. Wie es Tippa geschafft hat weiss ich nicht, aber seit dem food court schleppe ich ihre ganzen Einkaufstueten. Bleibe kurz stehen und frage auf deutsch "Sag mal wieso muss ich jetzt deine Sachen tragen?" "What?", aber sie muessen beide sofort anfangen zu grinsen, denn meine Gestik ist ziemlich eindeutig. Na egal, werfe mir die Einkaeufe ueber die rechte Schulter, mit der linken Hand fingere ich mir eine Kippe aus der Packung in der Brusttasche und zuende sie an. Vanida haelt mir ihre Tueten auch hin, ich grinse und meine, das sie mir dann aber eine dieser Stangen besorgen muss, die man sich ueber die Schulter legt und an deren Enden die Waren haengen. Die Idee finden die beiden natuerlich genial, aber ich will mir gar nicht genau ausmalen wie das aussehen und auf die Passanten wirken wuerde. Der farang schleppt wie ein Kuli, waerend die Hasen vor ihm her huepfen. Vielleicht auch noch einen Ring durch die Nase mit einer Leine dran wie ein Khwaai? Bei meiner dieses erklaerenden Handbewegung prusten beide los. Tippa haut mir lachend auf die Brust, Vanida wuerde es am liebsten auch machen. Ich raune nur "Khon talueng, bai leo leo!", bestens gelaunt betreten wir dann den Handyshop. Das mit der neuen SIM Karte geht schnell, jetzt hat Tippa also eine neue Telefonnummer die ihre Sponsoren nicht kennen. Die eingespeicherten Nummern sind noch auf ihrem Handy, bis auf die wenigen, die anscheinend auf der SIM Karte gespeichert waren. Also wird die in eines der Handys vom Shop gesteckt, um die restlichen Nummern auslesen zu koennen. Als alles uebertragen ist, loescht Tippa drei Nummern, naemlich die der Teilzeitbekanntschaften aus Europa. Ihre alte SIM card bekommt sie mit, und gemeinsam verlassen wir das Geschaeft wieder.

Es war so angenehm kuehl dort, und der gereichte Orangensaft hat super geschmeckt. Draussen auf der Strasse bellt uns wieder die Hitze und der Smog entgegen, augenblicklich beginne ich an zu schwitzen. Wir gehen den Weg zurueck, den wir gekommen sind. Aber vorbei am Phantip Plaza und den Geschaeften, dem Fischrestaurant bis an die Strassenkreuzung. Dort biegen wir nach rechts ab, die Maedels wollen noch ins World Trade Center. Ist mir recht denn ich spekuliere darauf, das der Biergarten davor bereits geoeffnet hat. Nach wenigen Metern ueberqueren wir einen Klong, und ich bleibe auf der Bruecke stehen.

Sage Tippa: "Give me your old SIM card" Sie kramt sie aus der Tasche und gibt sie mir. Ich nehme sie zwischen rechten Daumen und Zeigefinger, und mache eine Bewegung als ob ich das kleine Stueck hightech ins Wasser schmeissen wuerde. Dabei frage ich sie: "Tirak, what you think? Is this history now?" Sie antwortet so, wie ich es zwar erhofft aber nicht unbedingt erwartet haette. Tippa nimmt mir die Karte aus der Hand, und laesst sie in den Klong fallen. Ihr Blick dabei ruht auf mir, und sie schaut wirklich ueberzeugt und dankbar aus.
 
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hello_farang

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Das sie die Nummern der Sponsoren irgendwo auch schriftlich notiert hat ist wahrscheinlich, aber die haben jetzt nicht mehr ihre Handynummer und koennen dementsprechend auch nicht mehr anrufen. Zwar nur ein Teilerfolg, aber der reicht mir fuers erste. Wir gehen weiter, und man kann die gelben Schirme mit dem Loewen drauf schon von weitem sehen. Ich muss laecheln bei dem Gedanken an ein eiskaltes Bier, serviert von einer niedlichen Bedienung in frechem Brauerei-Tennis-Outfit. Tippa ist bereits am telefonieren, um ihre neue Nummer durchzugeben an ihre Freundinnen. Beim dritten Telefonat gibt sie mir ihr Handy, es ist Bam. "Koja, I miss you and Tippa so much. Come back to Phuket quickly, leo leo!" der suesse Befehl hoert sich so verlockend an. Aber nun ist erstmal ein Besuch in Chiang Mai angesagt, sie wird warten muessen. Wir sprechen nur kurz miteinander, verabreden aber das ich sie gleich nochmal anrufen werde.

An der rechten Seite des World Trade steht ein Schrein, er beherbergt eine Statue des Gottes Ganesha. Der mit dem Elefantenkopf, und er steht fuer Beginn und Veraenderung, fuer Inelligenz und Weisheit. Ohne es abgesprochen zu haben bleiben wir dort stehen fuer ein stilles Gebet. Vanida gibt mir drei Raeucherstaebchen, ich reiche sie weiter an Tippa und nehme mir selbst welche. Umfasse mein Amulett und fuehre es dreimal gegen die Stirn, danach zuende ich die Raeucherstaebchen an und stecke sie zu den vielen anderen. Das mit dem Amulett ist Vanida nicht entgangen, und sie fragt mich danach als wir weitergehen. Ich zeige ihr beide Seiten, auf der einen ist Ganesha als Relief abgebildet, die andere Seite zeigt den Geist des LekLai. Ausserdem ist auf thai der Name 'meines' Wat in Kanchanaburi zu lesen. Da sie es nicht kennt erklaert ihr Tippa, was es damit auf sich hat. Mandelaugen koennen ganz schoen gross und rund werden, aber trotz ihrer Bitte zeige ich ihr den LekLai nicht. Nicht hier, nachher zuhause, o.k.?! Das thai zwischen den beiden wird schneller, und ich verstehe irgendwann nur noch Schlagworte, und Phuket, Malte, Kanchanaburi.

Fuer mich der richtige Zeitpunkt, auf den Biergarten zu deuten und ihnen "Happy shopping" zu wuenschen, ihr koennt mich danach ja hier wieder abholen. Tippa meutert zwar, aber ich bleibe hart. In den Schuppen bekommt mich heute niemand rein, vor allem nicht zwei einkaufsgeile junge huebsche Thailaenderinnen. Kenne die Preise dort, und werde mich hueten den Wahnsinn mitzumachen. Lieber lasse ich mich nachher ueberraschen, was sie sich gekauft haben. Mir steht der Sinn nach einem kalten Bierchen, und dem Betrachten des Publikums und den Bedienungen. Eine Band spielt noch nicht, dafuer laeuft Rockmusik, auch gut.

Also ziehen die beiden alleine los in den tiefgekuehlten Konsumtempel, nicht ohne mir vorher alle Einkaufstueten zu ueberlassen. Ich orientiere mich in Richtung eines der freien gelben Tische. Neben mir ein paar Schweden oder Norweger, die Sprachen kann ich nicht auseinanderhalten. Eine Bierfee kommt angeschwebt, bringt denen zwei Pitcher, um sich dann an mich zu wenden. Ich bestelle ein grosses Bier mai sai nam kaeaeng, sie muss grinsen. Klopfe mir eine Zigarette aus der Packung, finde aber das Feuer nicht. Also frage ich am Nebentisch auf englisch. Bekomme den lighter gereicht mit der Frage "Where do you come from? Are this your girlfriends?" Ihnen scheint aufgefallen zu sein, das ich mit zwei Maedels unterwegs bin. Ich muss grinsen waerend ich das Feuerzeug zurueck gebe "No, only the girl with the longer hairs" Das wars dann auch schon, ich werde eingeladen mich zu ihnen an den Tisch zu setzen. Wie sich rausstellt sind es Schweden, wenn ich die zwei suessen blonden Hasen beachtet haette haette es mir auch auffallen muessen. Eine lustige Truppe, und was die Konvversation einfach macht ist die Tatsache, das man in Schweden deutsch bereits in der Schule lernt. Wir quatschen eine Weile, ich habe zwischenzeitlich mein Egobier bekommen von dem Singha-Hasen, dem man verdammt gerne mal auf ihren suessen Po hauen wuerde. Kaum habe ich drei Schluck getrunken, ist sie wieder zur Stelle und schenkt aus dem Pitcher auch mir nach, laesst Eiswuerfel ins Glas fallen und laechelt mich an. Bei ihrem zweiten Versuch muss ich energisch abwinken, schliesslich habe ich heute Nacht noch eine Technoparty auf dem Programm.

Die Schweden sind maechtig gut drauf, und vier von ihnen waren so wie ich auf dem Rosklide-Festival 2000. Wir unterhalten uns intensiv ueber das Festival, und das tragische Unglueck damals. Trotzdem bleibt die Stimmung entspannt und locker, auch wenn es ein klitze ernster wird bei dem Thema. Geht ja auch gar nicht anders.

Ploetzlich steht Vanida neben mir, legt vorsichtig ihre Hand auf meine Schulter und beugt sich zu mir runter. Dabei fallen ihr die Haare ins Gesicht, die sie sich hinter das rechte Ohr streift. Man wie gut sie riecht, und wie niedlich sie ist. Sie haucht mir ins Ohr "Khun Koja, we need 1000 Baht?!" Ich blicke sie an, ihr Gesicht ist keine 10 Zentimeter von meinem entfernt. Ihre Augen und ihr Erdbeermund wuerden jeden Mann zum Schmelzen bringen. "Nueng paan Baht?", ich blicke sie unglaeubig an. Sie muss laecheln, und fluestern nur "Surprise for you" Knabber mir jetzt noch am Ohrlaeppchen und ich drehe durch, so erotisch kommt die Bitte. Also bekommt sie die 1000, wofuer auch immer. Ich werde es ja hoffentlich bald erfahren.
 
H

hello_farang

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Einer der Schweden fragt mich, ob das eben meine Freundin war? "Nein, das ist die Freundin meiner Freundin" Und wieso ich ihr einfach so das Geld gebe, und wofuer. "Weiss ich nicht, ist mir auch egal. Sie werden es vermutlich brauchen um etwas einkaufen zu koennen." Das schwedische Maedel mir schraeg gegenueber blickt mich vorwurfsvoll an und meint, das man so nicht mit den Thailaenderinnen umgehen kann. Ich verstehe was sie meint und erklaere ihr, das ich mit der einen zusammen bin und die andere eine gute Freundin meiner Freundin ist. Nicht mehr und nicht weniger. Und die 1000 Baht wuerde sie ja gerade locker mit ihrer Truppe versaufen, meine Freundin kauft sich etwas dafuer, ausserdem ist die Kohle nur geliehen. Na dann ging es richtig los, habe wohl die falsche Gespraechspartnerin gefunden oder sie hatte schon genug Bierchen intus. Jedenfalls gab es dann erstmal einen Einlauf, auf deutsch, schwedisch, und englisch wild gemixed. Die Jungs haben zwar nur breit gegrinst, aber sie haben sich nicht getraut etwas zu sagen. Habe ihr versucht zu erklaeren, das es sich um zwei Studentinnen handelt, die nicht arm sind, aber anscheinend gerade kein Bargeld mehr in der Geldboerse haben. Alles egal, ich bin ein Schwein, ein Sextourist. Habe die Diskussion mit ihr nach wenigen Minuten eingestellt.

Der Schwede, der direkt neben mir sitzt fragt mich, ob dieses suesse Maedchen einen Freund hat. Ich grinse ihn nur an "Frag sie doch selber, wenn sie zurueck kommt. Ich bin nicht ihr Regierungssprecher" Wieder mischt sich die Schwedin ein, ob ich mich nicht schaemen wuerde? Meine Antwort nimmt ihr dann aber den Wind aus den Segeln, denn alle anderen stimmen mir zu "Pass mal auf. Wenn ich als Tourist nach Schweden fahre, dann in erster Linie wegen der schoenen Landschaft, um Urlaub zu machen, und wegen der netten, unkomplizierten Leute. Ich bin Junggeselle, und in Schweden gibt es viele sehr huebsche Maedchen. Wenn sich die Situation ergeben wuerde, dann wuerde ich auch mit einer Schwedin flirten und mit ihr ins Bett huepfen. Ist mir voellig egal, ob nun blonde Schwedin oder schwarzhaarige Thailaenderin, Hauptsache die Chemie stimmt. Und ich habe mich nunmal in Thailand verliebt, und nicht in Schweden"

Nach zwanzig Minuten kommen Tippa und Vanida aus dem WTC und setzen sich zu uns. Die Jungs freuen sich, nur die Giftschleuder zieht einen Schmollmund. Tippa hat eine neue stylische Sonnenbrille von Carrera auf der Nase, sieht damit aus wie ein Fotomodel. Dafuer also die Kohle, die muss ein Vermoegen gekostet haben. Ausserdem bringen die beiden nochmal drei Tueten mit Klamotten mit. Aus der einen fingert Tippa ein weisses Hemd mit scharzen duennen Streifen von Boss hervor, ich soll es gleich anprobieren. Wenn es nicht passt kann sie es umtauschen. Es passt perfekt und sieht klasse aus, ich will es anbehalten. Aber sie meint, das ist fuer heute Abend, also muss ich es wieder ausziehen bevor ich es durchschwitze. Also wieder das andere Hemd angezogen, bei der Aktion kommt mein T-Shirt zur Ansicht, denn ich trage immer eines unter einem Hemd. Nun ist es so, das ich ausgerechnet heute ein schwarzes trage - mit dem Konterfei von Osama Bin Laden drauf. Das wird mir erst so richtig bewusst, als ich in die staunenden Augen der Schweden blicke, und muss breit grinsen. Sofort werden zwei Digis gezueckt um ein Bild von dem Deutschen im Osama-Shirt vor dem WTC zu knipsen. "Wo hast Du das gekauft?" will einer der Schweden wissen, am liebsten wuerde er es sofort haben. "Irgendwo in China-Town, weiss nicht mehr genau wo da" "Was hat es gekostet?" "80 Baht, weil ich gleich zehn Stueck genommen habe" grinse ich ihn an. Seine begeisterte Antwort in die Runde ist auf schwedisch, aber China-Town verstehe ich. Die Jungs werden wohl auf die Pirsch gehen nach solchen Shirts.

"Tirak, bai baan mai khrap?", Tippa nickt mir zu. Vanida bekommt zwei Telefonnummern zugesteckt von den Schweden, sie muss verlegen laecheln. Wir verabschieden uns und gehen vor zum Taxistand, steigen ein und fahren Richtung Wohnung. Die Aircon arbeit auf Hochtouren, es ist eisekalt. Als eine Thai-Farmer-Bank in Sicht kommt laesst Tippa den Taxifahrer anhalten und steigt aus. Nach wenigen Minuten kommt sie zurueck, und reicht mit zwei 500-Baht-Scheine nach vorne. Der Taxifahrer macht grosse Augen, sowas hat er wohl noch nicht erlebt. Sein Gesichtausdruck verraet, das er nicht damit klar kommt das eine huebsche junge Thai einem Farang Geld gibt. Normalerweile laeuft der Tranfer ja in die andere Richtung. Zuhause angekommen bezahlt Vanida, wieder staunt der arme Taxifahrer, ich grinse ihn nur an beim Aussteigen.

Die ganzen Tueten mit den Klamotten schleppen wir erstmal zu Tippas Schwester in die Bude. Ich muss kacken, also verabschiede ich mich fuer zehn Minuten. Als ich fertig bin sind die beiden bereits dabei, die neuen Sachen anzuprobieren. Wie man in so kurzer Zeit ein derartiges Chaos anrichten kann verschlaegt mir den Atem. Ueberall Blusen, T-Shirts, Roecke, und Hosen wild im Wohnzimmer verteilt. Egal welche Kombinationen sie ausprobieren, ich finde alles sexy. Hole mir aus der Kueche eine Flasche Wasser, und betrachte wieder einmal belustigt eine Modenschau und soll mich fuer irgendein Outfit entscheiden. Meine Meinung wird zwar ignoriert, aber so sind sie halt, Weiber.
 
H

hello_farang

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Ich betrachte mir das eine Weile nicht ohne zu uebersehen, das Vanida einen wundervollen Busen hat. Was ich ihr auch mit ein paar dezenten Blicken bestaetige. Tippa nimmt es hin, schliesslich habe ich nicht mit der Show begonnen sondern bin nur als Gast hinzugekommen. Ich schalte den TV ein und versuche, an den beiden vorbeizugucken und den Nachrichten von CNN zu folgen. Ist natuerlich auch wieder vollkommen falsch, denn ich soll ja das Outfit der Maedels begutachten. Bloss wenn ich Vanida genauer betrachte, ist das Tippa wieder nicht recht, also lasse ich die beiden weiterspielen, irgendwann werden sie schon den richtigen Fummel fuer heute Abend gefunden haben. Ich gucke gar nicht mehr hin, gebe nur ab und zu ein aphatisches "Khrap" oder "Suai" von mir waerend ich meine Wasserflasche Schluck fuer Schluck leere und den world news zuschaue.

Stehe auf und winke ab, die beiden wollen wissen wohin ich gehe? "Tam ab naam, who of you want come with me?" Die Antwort erfolgt in einem Kissenwurf von Tippa, Vanida muss laut lachen. Bin noch nicht aus dem Wohnzimmer raus, da bekommt Vanida das naechste Kissen voll auf den Kopf, die beiden beginnen eine Kissenschlacht wie 12-jaehrige auf Klassenfahrt. Beim Umdrehen und in den Flur gehen trifft mich nochmal ein Kissen, geworfen von Vanida. Ich fange es jedoch, bevor es zu Boden faellt und schleudere es zurueck an die Absenderin. Haben die heimlich Hasch geraucht oder was ist los??!

Die Dusche ist entspannend, ab naam - fallendes Wasser. Ich geniesse jeden Tropfen, schaue im grossen Spiegel mal wieder nach dem gebrochenen Schluesselbein. Sieht immer noch nicht wirklich gut aus, alles ganz schief. Aber nun ist es zu spaet fuer eine OP, das muss so zusammenwachsen. Auch egal, sind ja nur Knochen. Die grosse Wunde auf der linken Schulter ist verheilt, und es bildet sich neue rosa Haut. Dort, wo mal wie auf dem gesammten Ruecken Sommersprossen waren ist nun ein Fleck aus frischer Haut, die brauen Punkte sind alle verschwunden. Ich hoere die Maedels sprechen und lachen, stehe vor dem Spiegel und ueberlege mir wie und warum ich ueberlebt habe, denn das Jochbein zeigt nun ganz deutlich eine tiefe Mulde nachdem der Schorf weg ist. Wo ist der Knochen geblieben? Gut, drei Splitter sind bereits durch die Gesichtshaut nach aussen gewandert und ich konnte sie rausziehen, aber da fehlen immer noch ca. drei Zentimeter. Ich kann meinen Zeigefinger in die Luecke legen, und er schmiegt sich in die offene Stelle unter der Haut. Irgendwo muss die Materie doch geblieben sein? Vielleicht steckt sie ja noch im Asphalt von Kata. Ansonsten sehe ich ganz gut aus fuer ein Unfallopfer wie ich meine, also abtrocknen und mit einem Handtuch um der Huefte raus zu den Maedels.

Die scheinen sich anscheinend auf ihr outfit fuer die Disconacht einig zu sein. Tippa hat ein rotes Top an, dazu eine weisse hautenge Hose. Vanida einen eben so engen schwarzen Rock und ein blaues T-Shirt. Ich gehe zu meiner Tasche, ziehe eine frische Unterhose und die schwarzen Jeans an, dann das neue Hemd obenrum. Tippa meint erst, nein das geht nicht mit der schwarzen Hose - aber ich bin anderer Meinung. Fange jetzt bestimmt nicht an, so wie sie mit Vanida darueber zu diskutieren, dafuer bin ich ein Mann. Sie knoepft mir das Hemd zu, ich mache danach drei Knoppe wieder auf, sie knoepft sie wieder zu, das Spielchen zieht sich eine Weile. Irgendwann scheint alles o.k. zu sein, denn sie huepft ganz unvermittelt auf meinen Schoss. Umfasse mit der rechten Hand ihren Po, mit der linken ihren Ruecken, druecke sie fest an mich und kuesse ihr wundervolles Décolleté. Nach einer kurzen Liebkosung ist es Zeit aufzubrechen. Denke ich. Aber natuerlich belegen die Maedels nun das Badezimmer, um zu duschen und sich zu schminken. Also zappe ich auf MTV Asia, ziehe mir ganz in Ruhe ein paar Videoclips rein. Aus dem Bad hoert man Quiken und Lachen, ich ueberlege ob es nicht angebracht waere mal nachzuschauen was dort los ist, aber ich lasse es.

Als die beiden nach einer halben Stunde frisch geduscht ins Zimmer kommen danke ich meinem Schoepfer dafuer, was fuer ein erotischer Anblick. Zwar schon geschminkt, aber fast nackt, nur in Unterwaesche und in Handtuecher gewickelt stehen sie da. Die nassen Haare schimmern schwarz-blau und sie laecheln, es ist kaum zu ertragen. Ich fasse Tippa an den Oberschenkel, und schiebe sie aus dem Bild. Denn im Fernseher habe ich einen Film mit Bruce Willis gefunden und moechte mich lieber darauf konzentrieren. Tippa zwaengt sich in ihre enge Hose, dabei mit ihrem Po immer schoen nah vor meinem Gesicht auf und ab huepfend. Bis ich ihr einen kraeftigen Klaps gebe, der so richtig knallt. Sie lacht nur, Vanida auch, die anscheinend ebenfalls keine Scheu hat sich vor dem Freund ihrer Freundin anzukleiden.

Irgendwann ist auch dieses Martyrium vorbei, und wir koennen endlich los. Erstmal noch was futtern, dann Treffen mit Tutu und Nuu, und ab in die Zappelbude. Zu essen gibt es 50 Meter vor der Haustuer, superleckeres Pad Thai vegi, Tippa verbiete ich Fisch oder Gung. Schliesslich will ich sie noch kuessen koennen heute Nacht, so suess wie sie ausschaut. Die kleine Garkueche wird von einem liebenswerten aelteren Ehepaar betrieben, beide sprechen kein Wort englisch. Also muss ich wieder einmal all mein Thai zusammenklauben, um das mit dem Vegetarier klarzumachen. Was fuer eine Ueberraschung, als der Mann mir erklaert das er auch einer ist. Also bekomme ich zum Pad Thai auch noch Touhu, mit einem breiten ehrlichen und wissenden Laecheln. Fuer die drei Gerichte und die Getraenke betraegt die Rechnung 160 Baht, ich gebe gerne 200.
 
H

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Danach stoppen wir ein Taxi, waerend Vanida mit den Maedels telefoniert und einen Treffpunkt abklaert. Ich weiss nicht, was sich der Taxifahrer denkt, aber er blickt immer wieder in den Rueckspiegel um Tippa und Vanida zu betrachten, danach schaut er mich an. Er spricht nicht, aber seine Blicke sprechen Baende. Meister, entweder du guckst jetzt auf die Strasse, oder es gibt gleich ein paar aufs Maul. Er scheint auslaendische Gedanken lesen zu koennen, denn nachdem ich ihn intensiv fixiert habe achtet er nur noch auf den Verkehr. Die Rama IV ist megavoll, wir stehen nur im Dauerestau und die aircon laesst mich langsam froesteln. Am liebsten wuede ich das Fenster runterkurbeln, aber das geht nicht weil die Kurbeln abmontiert sind. Rauchen ist auch nicht, das signalisiert der Aufkleber am Handschuhfach vor mir. Ich atme tief durch, fuer Tippa -die mich und meine Koerpersprache ja bereits gut kennt- der Anlass, mir von hinten den Nacken zu massieren. Mit meiner linken Hand greife ich zwischen Sitz und der B-Saeule vorbei nach hinten, und erwische ihr Bein um es zu streicheln.

Vanida scheint ihr Handy am Ohr festgewachsen zu sein, sie brabbelt ohne Unterbrechung. Irgendwann mache ich mit den rechten Fingern eine Geste, die ein Geschnatter nachmacht. Dazu gackere ich wie ein Huhn. Breites Lachen von hinten, sogar der Taxifahrer muss grinsen. Ich hoere viel und schnelles Thai von hinten, kann nur ´Koja´ und ´talueng´ verstehen, aber es setzt ein paar Schlaege auf meine rechte Schulter. Kurz danach legt sie endlich auf, beugt sich vor zu mir und stubst mit ihrer Nase kurz ueber meinen Hals, gibt mir einen Kuss. Gleichzeitig dreht Tppa auf und bricht mir fast das Genick bei ihrer Massage. Ich hebe die Arme, gebe auf. Der Taxifahrer labert nun lachend los, allerdings auf thai. Das ich ihn verstehe kann er nicht wissen, also ist er sehr erstaunt als ich ihm antworte, welche der beiden meine Freundin ist.

Der Stau in der Suk ist noch heftiger als in der Rama IV, der Taximeter tickert im 2-Baht-Intervall unermuetlich weiter, ist mir aber egal. Was sind schon 2 Baht? Betrachte die kleine Buddhastatue im Plaskikkasten auf dem Amaturenbrett, die ganzen Ketten mit Amuletten am Rueckspiegel wie sie muede hin und her schaukeln. Das Bild auf der ID-Karte hat nichts mit dem Gesicht unseres Fahrers gemeinsam, und wieso sitzen wir hier in so einem schwulen rosa Taxi? Gedanken die kommen, und wieder vergehen. Gruebele nach ueber die Architektur der Skytrain-Pfeiler, wer hat sich das Design wohl ausgedacht? Links und rechts ueberholen uns Mopeds, am Strassenrand Garkuechen, fliegende Haendler, bettelnde Penner. Ich geniesse es jedesmal, in Bangkok unterwegs zu sein.
 
H

hello_farang

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Vor dem ´Glow Club´ ist es recht voll, als wir ankommen. Die 174 Baht auf dem Taximeter runde ich wie immer auf und gebe dem Fahrer zwei Hunderter. Er bedankt sich mit einem Wai, ich laechele ihn freundlich an. So, wo sind Tutu und Nuu? Ein weiteres Telefonat von Vanida fuehrt uns zu ihnen, sie stehen mit ein paar Freunden und Freundinnen mitten in der auf Einlass wartenden Meute von ca. 400 Menschen. Alle quatschen durcheinander, bestimmt ein Drittel der Leute haben Handys am Ohr, ich sichte ungefaehr zehn weitere farangs. Als sich unsere Blicke ueber die Koepfe der Thais hinweg treffen nicke ich ihnen kurz zu was diese erwidern. Nuu sieht einfach unglaublich aus, als haette sich sich pimpen lassen. Andere Haarfarbe, eher etwas ins roetliche tendierend, und mit einem wahnsinns Outfit. Ganz in rot, der Rock ist noch knapper und enger als der von Vanida, obwohl das rein logisch eigentlich gar nicht machbar ist.

Meine Fresse, wo bauen die bloss solche Traumkoerper zusammen? In Deutschland bestimmt nicht. Mit jedem weiteren Tag in Thailand kann ich es immer besser verstehen, das die thailaendischen Maenner so oft untreu werden. Auch Tutu sieht zum Anbeissen suess aus, hat ein gebluemtes Sommerkleid an was keine Fragen offen laesst.

Ich werde ihren Freunden Thong und Chai vorgestellt, auch sehr huebsche und hoefliche junge Maenner, die nach einem reichen Elternhaus aussehen. Stylische Klamotten, japanische Frisuren. Daneben stehen noch zwei Thailaenderinnen, die Vanida anscheinend kennt, denn es gibt Kuesschen und Umarmungen. Tippa haelt vorsichtshalber meine linke Hand, denn sie kennt mich. Koennte durchaus passieren das ich mich auch dazu hinreissen lasse bei dem Anblick der zwei Grazien. Speziell On scheint einer thailaendischen soap entstiegen zu sein, oder frisch von einem Fotoset zu kommen. Ihre Freundin hat kurze Haare, und scheint den maennlichen part in deren Beziehung zu spielen. Auch sehr huebsch, aber etwas kuehl, sie erinnert mich an Sinead O´Connor, auf thailaendisch. Ganz in schwarz gekleidet, natuerlich auch sehr figurbetont. An den Hosen viele Schnallen wie zum Festzurren oder in den guten alten Punkrockzeiten die Bondagehosen, obenrum ein aermelloses enges schwarzes Unterhemd. Irgendwie immer das selbe weltweit in der Technoszene, die Maedels sehen einfach nur klasse aus und sind gut drauf. Einer der Gruende warum ich genau diese Szene so sehr mag, neben der Musik natuerlich. Wuerde ich auf haessliche Frauen mit unmoeglichen Frisuren stehen, dann waere ich Skinhead geworden.

Tippa bekommt die Clubkarte von Tutu, und wir stellen uns an um reinzukommen. Nach zehn Minuten sind wir an der weissen leuchtenden Kordel, die jedesmal erneut abgehakt und beiseite gehalten wird wenn Gaesten der Einlass gewaehrt wird. Eine riesen Ueberraschung, als ich mir die Tuersteher genauer angucke. Bullige Typen, und ganz bestimmt Muay Thai erprobt. Einer von ihnen war bei der Hochzeit meines Kumpels in Nakhon Pathom anwesend. Er blickt mich erst muerrisch, dann erfreut an und muss grinsen. Wir boxen uns kurz und freundschaftlich in die Maegen, mit ihm habe ich auch eine Nacht in einer Militaerkaserne in Bangkok verbracht, nein durchgemacht. Irgendwann mitten in der Nacht sind wir alle gemeinsam mal zu seiner damaligen Disse gefahren, um "die Gelder" abzuholen. Ich wollte gar nicht so genau wissen, um was fuer Kohle es sich handelt, konnte es mir aber denken. Er hat es mir dann gesagt, und ich habe wieder etwas ueber das Nachtleben in Bangkok dazugelernt.

Tippa scheint es jedoch nicht zu schmecken, das ich solche Typen kenne, ich muss wie so oft einfach nur grinsen. Man Schatz, was kann ich denn dafuer das er ausgerechnet hier arbeitet? Probleme mit der Security wird es heute Nacht nicht geben, das ist schonmal klar -selbst wenn ich eine Pruegelei mit einem Englaender anfangen sollte. "Ui Koja, this is a bad guy you know?" "Yes I know tirak, so what? I´m a bad guy also" nehme ich sie fest in den Arm, bin wieder vom tollen Geruch ihrer Haare fasziniert.

Als die Tuer zum Club aufgeht haemmert uns der Bass entgegen, als wuerden drinnen die Amis ein Massaker veranstalten. Bombe auf Bombe, im Sekundentakt. Uns zerreisst es fast das Zwerchfell, und augenblicklich steigt das Adrenalin in uns auf. Die Eingangstuer muss vom Fuehrerbunker stammen, anders kann ich mir nicht erklaeren, wie man draussen vorher kaum was gehoert hat. Die Druckwellen werden mit jedem Schritt Richtung Tanzflaeche heftiger und zaubern mir ein breites Grinsen ins Gesicht. Wenn ein Volk auf der Erde es versteht zu feiern, dann sind es die Thais.

Konversation ist erstmal nur noch mit Zeichensprache oder Bruellen moeglich, solange bis man sich an den Lautstaerkepegel angepasst hat. Thong geht los und besorgt Getraenke, ich deute ihm nur an das ich gerne ein Bier haette, er nickt. Den DJ kenne ich nicht, irgendein Thai der wirklich hammerharten Detroit-Sound auflegt. Alles vom Feinsten. Aber vielmehr als das bestaune ich den Club an sich. Superedel, mit Lichteffekten vom besten. Die Waende sind anscheinend abgehaengt und werden von hinten beleuchtet, die Farben wechseln staendig. Ansonsten sehr kalt durchgestyled, a la Bauhaus oder Kandinski. Ein traumhafter Laden, in dem ich mich sofort wie zuhause fuehle. Das Publikum ist zu 98% Thai, und alle sind richtig gut gekleidet. Da gibt es keine kurze Hosen, kein Feinripp, und es sieht danach aus als haette jeder mindestens einen Mercedes als Spielzeug in der Garage.

Trenne mich von Tippa und den Leuten, nachdem ich meine Flasche Bier habe und Tanze durch den Laden. Erstmal alles und alle von jeder Seite aus betrachten. Irgendwann lande ich an der Bar, und treffe auf Nakadia. Sie hat ein blaues Kleid aus Neopren an, ihr grosser Busen ist einfach unuebersehbar. Nicht umsonst ist sie neben dem Job als Djane auch Fotomodel, sie holt sich gerade eine Flasche Wasser. Ich gruesse sie, und sie schaut mich fragend an. "We met us twice. First time in Kassel, Oelmuehlenweg. Second time in Berlin, in the Tresor location in 1999, I was one of the VJs" Sie grinst und prostet mir zu, scheint sich zu erinnern. Sie bruellt mir ins Ohr, das ich doch bitte Marusha gruessen soll, wenn ich wieder in Berlin bin. Ich muss lachen und bruelle zurueck, das ich noch drei Monate in Thailand bleibe, es aber danach gerne machen werde. Das anschliessende Gespraech ist entspannt, sie kann sogar etwas deutsch. Irgendwann steht Tippa neben uns und ich spuere ihre Hand auf meiner Schulter die bereit ist fest zuzugreifen. "Tirak, this is Nakadia, Nakadia this is my girlfriend Tippa" kann ich erfolgreich die Situation entschaerfen. Nakadia erzaehlt von den schoenen Visuals, die wir damals zu ihrem Set hingelegt haben, Tippa entspannt sich und laesst mich unbestraft. Nur als Nakadia mir zum Abschied einen fluechtigen Kuss gibt bekomme ich die Faust von Tippa in den Ruecken. Drehe mich um, ergreife beide Arme von ihr, und ziehe sie an mich "Tirak, phom rak khun!", was ich mit einem dicken Kuss auf ihren Hals unterstreiche. Lasse mein halbvolles Bier auf dem Tresen stehen und tanze mit Tippa gemeinsam in die Menge.
 
H

hello_farang

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Als Nakadia an die turntables geht gibt es kein Halten mehr. Der dancefloor ist brechend voll, alle huepfen zu ihren beats auf und ab. Kein Detroit-style , sondern eher Housemusic, wenn auch knallhart. Kadia bekommt Blumen geschenkt von verliebten Maennern, woher die die jetzt haben entzieht sich meiner Kenntnis, aber sie muss wie eine Morlam-Taenzerin immer wieder einen Wai machen und die Geschenke annehmen. Kenne ich so auch noch nicht, aber es ist sehr lustig anzusehen. Zudem ist sie natuerlich ein absoluter Augenschmaus, mit ihrer doch sehr grossen Oberweite und ihrem Schmollmund wie aus einem Comic geklaut. Tippa laesst mich keinen Moment aus ihrem Einflussbereich, auch wenn ich es ab und zu probiere ihr davonzutanzen. Ein paar Jungs haben ein Auge auf mich geworfen und kommen naeher, ich probiere sie abzublocken indem ich mit Tippa Hautkontakt aufnehme. Was die an mir finden habe ich immer noch nicht begriffen, aber gerade in Thailand scheinen es schwule Maenner auf mich abgesehen zu haben. Bin also ganz froh darueber, das mir Tippa nicht von der Seite weicht, und auch Vanida naeher kommt. Mit ihr zu tanzen scheint kein Problem darzustellen, denn Tippa laesst es zu.

Das Strobo zuckt, die Spots drehen sich wild in die wabernde Menge aus zuckenden Leibern, und die Lautstaerke der Beats ist umwerfend. Grinse und winke Kadia mal kurz zu, sie laechelt zurueck um danach gleich wieder an den Reglern des Mischpults zu manipulieren. Wie gerne wuerde ich jetzt und hier die Visuals uebernehmen, was fuer ein Traumjob waere das denn?!

Aber es ist auch schoen einfach nur die gute Stimmung zu geniessen, sich ohne Verpflichtungen den beats hingeben zu koennen, und sich um seine sexy Freundin zu kuemmern. Meine Guete, wie huebsch und erotisch sie ist, ich bin irgendwem einen Gefallen schuldig bei der grossen Schlussrechnung des Lebens. Nicht nur gut aussehen kann sie, sondern sich auch noch toll bewegen und tanzen. Eine Freude, die nicht nur mir auffaellt sondern auch einem anderen Farang. Er probiert sie mir abzutanzen, ich lasse es zunaechst zu und sie sich darauf ein. Irgendwann ist es mir aber doch zu heftig, und ich gehe dazwischen. Ein kurzes mediales Kraeftemessen, ein ziemlich boeser Blick von mir lasst ihn Abstand nehmen, zumal er zwei Koepfe kuerzer ist als ich. Alles entspannt, aber es haette fast ein paar aufs Maul gegeben, das ist uns dreien klar. Vor allem Tippa, die mir ihre Arme um den Hals legt und mir einen Kuss gibt. Ja Schatz, I take care of you. Und versuche ja nicht etwas anderes, sonst bekommen wir beide richtig Aerger. Wie zur Bestaetigung, das sie meine Gedanken lesen konnte bekomme ich nochmal einen dicken Kuss, kann ihren Koerper fest an meinem spueren. Verliebt drehen wir uns ganz langsam zu den wummernden Technobeats, als seien wir in einer anderen Welt. Der Geruch ihrer frisch gewaschenen Haare macht mich fast verrueckt, wie gerne wuerde ich sie jetzt und hier uebers Knie legen... Sie haette es mehr als verdient, und auch die Versorgung danach. Aber ich lasse sie los, und tanze davon Richtung Toilette.

Mal sehen, was mich da erwartet, immerhin ist das hier ein First-Class-Club. Wow, es laeuft Chillout, und die Anlage sieht aus wie im Ritz. Bekomme natuerlich, kaum habe ich meinen Schniedel rausgeholt und lasse es laufen, ein warmes Handtuch in den Nacken gelegt. Dazu eine Nackenmassage, auch wenn sich der arme Junge in schwarzer Hose und gebuegeltem weissen Oberhemd etwas strecken muss. 193 cm sind nunmal 193 cm, Pech gehabt Kleiner. Aber er macht es gut, ich gebe ihm 50 Baht Trinkgeld. Auch beim Haendewaschen ist er mit behilflich, reicht mir die Seife und ein frisches kleines Handtuch. Der Laden hat was, alle Achtung.

Fuer ein paar Minuten bin ich meine Bewacherin los, kann also ganz ungeniert mal in die Runde blicken als ich die Toilette verlasse. Geaendert hat sich eigentlich nichts, die schoenen schwitzenden Leiber springen auf und ab oder machen wilde Verrenkungen zu den Beats im Strobonebel. Und immer wieder dieses glueckliche Laecheln von zuckersuessen jungen Thailaenderinnen, womit habe ich das nur verdient? Schaue mir Kadia an, und versinke in ihrem unglaublichen Busen. Wie kann man als Thai nur solch grosse Brueste haben? Sie laesst ihre Pracht auf und ab huepfen im Rythmus der Musik, fest verpackt in dem blauen Latex-Outfit. Ich muss an einen Freund in Deutschland denken, der auf big boobs steht und grinse mir eins. Aber irgendwann bin ich wieder bei Tippa und Vanida, und sehe was mir gefaellt. Ich gebe Tippa erstmal einen Kuss, streichele ihr ueber den suessen knackigen Hintern. Vanida blinzele ich zu, sie legt mir als Dank ihre rechte Hand auf die Schulter, und streichelt mich. Zu dritt tanzen wir, ich nehme beide Maedels in jeweils einen Arm, und wir steppen durch den Saal zur Musik von Carl Cox.
 
H

hello_farang

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Mein Handy klingelt, ich hoere es zwar nicht bei der lauten Musik spuere es aber in meiner Hosentasche vibrieren. Und im selben Moment faellt mir, das ich ja Bam zurueckrufen wollte. Mist, habe ich voellig vergessen. Und natuerlich zeigt mir das display ihren Namen an, ich gehe ran und halte mir das rechte Ohr zu. Hier drinnen ist es einfach viel zu laut, ich verstehe sie zwar, sie mich aber nicht. Also gehe ich nach draussen, boxe im Vorbeigehen Bui nochmal in seinen Wanst und zwinkere ihm zu. Mache eine schnelle Handbewegung, das ich gleich wiederkomme, nur telefonieren muss. Er grinst.

Bam will wissen wo ich gerade bin. "Tirak, we are in the ´Glow Club´, a very nice discothek. Sorry I forgot to call you back..." "What? You forgot me? Koja I miss you and Tippa so much" "Schatz, I miss you also" dann erzaehle ich ihr das wir nun erstmal nach Norden fahren werden, um Tippas Eltern zu besuchen. "Yes Tippa told me. And she told me she wants go back to Chula. Is this true?", ihre Stimme klingt traurig. "Khrap, thats right. But we come back to Phuket before she start study" "Ui Koja, you go back joereman, Tippa goes back Bangkok, I stay alone. This is not fair" "Tirak, you will go to Europe very soon, thats the way of live. You will have a new live together with Magnus. Tippa cannot stay in Phuket all the time, I think you can understand this. You must do understand. After finishing the Chula she will have chances for a good job. No more freelancing, or maybe only for fun" Es klingt als ob sie weinen, wie gerne wuerde ich sie jetzt ganz fest in den Arm nehmen und ihr die Traenen wegkuessen. Ihren wunderschoenen Busen streicheln, sie an der Huefte kitzeln damit sie wieder lacht. Ich frage sie was sie gerade macht, ob sie im Sunset ist? "No, today is free, I stay at home -alone!", und wieder ein Schluchzen zum Steine erweichen. "Oh Tirak, we come back for sure!" "Yes?" "Yes baby", ich betrachte mich in der abgedunkelten Seitenscheibe einer Limousine die vor dem Club geparkt ist. Sehe den kleinen Aufkleber auf meinem Handy wild blinken, soll ja angeblich die Strahlung entschaerfen. Weiss es nicht, sieht auf alle Faelle sehr technoid aus. Irgendwie wird mir schlagartig klar, das ich mit Bam bestimmt nochmal in der Kiste landen werde.

Jetzt aber werde ich erstmal zurueck in den Club gehen, wenn Bui mich ohne VIP-Karte reinlaesst. Wenn nicht, bekommt er ein paar aufs Maul. Wir versprechen uns hoch und heilig, morgen wieder zu telefonieren und ich lege auf. Uff, ich mag solche Gespraeche nicht, ich mag es grundsaetzlich nicht zu telefonieren. Vor allem nicht mit Frauen. Die sind ja an sich schon komplizert genug, aber sie beim Labern nichtmal sehen zu koennen macht mich nervoes. Ich moechte sie dabei ansehen koennen, anlaecheln und anfassen.

Vor dem Eingang immer noch eine Schlange von Menschen die rein wollen, ich draengele mich nach vorne und natuerlich macht Bui einen Scherz. Er will mich zurueck ans Ende der Warteschlange schicken. Blicke mich kurz um, dann frage ich ihn sehr langsam und deutlich "What? You talk with me? YOU speak to ME?" und ich mache die Handbewegung mit dazu passendem Sound des Durchladens einer automatischen Pistole. Taxidriver laesst gruessen, er lacht und laesst mich natuerlich durch. Hinter der Kordel bleibe ich stehen und drehe mich zu ihm um. Frage, ob wir uns die Tage mal bei Khun Nueng treffen wollen, er nickt grinsend. Wir tauschen unsere Handynummern aus, dann verschwinde ich wieder im Club. Hier drin ist es kuehler als draussen, in Deutschland ist das immer umgekehrt. Muss mich erstmal wieder an das Strobo gewoehnen, die Koerper der tanzenden Leute sind in dem grellen Licht alle paar Augenblicke in einer anderen Position, scheinen dennoch wie erstarrt dazustehen. Eine tolle Erfindung, genauso wie die fetten Baesse zu denen sie wild abraven. Blicke umher, kann meine Maus und ihre Leute nicht finden. Nur Thong sehe ich, also frage ich ihn wo Tippa und Vanida sind. Er deutet in den hinteren Bereich des Clubs.

Am Tresen ziehe ich mir ein Bier, dann gehe ich dorthin wo Thong hingezeigt hat. Die Maedels sitzen auf einer sehr bequem ausschauenden cremefarbenen Couch, Tippa hat mir einen Platz freigehalten und ich setze mich. Gebe ihr erstmal einen dicken langen Kuss auf den Hals, sie wundert sich was los ist? "Nothing, I just love you" bruelle ich ihr ins Ohr. Sie schlingt ihre Arme um mich und reibt ihren Kopf an meinem rechten Oberarm. Natuerlich will sie wissen wer angerufen hat. Ich sage ihr das es Bam war und sie sehr traurig ist. Augenblicklich zueckt sie ihr Handy und beginnt wie wild eine sms zu tippen. Fuer mich zwar nur die Steigerung des Handyunsinns, aber in dieser Situation und bei der Lautstaerke wohl doch die bessere Alternative zu einem Telefonat. Dauert nicht lange, und sie erhaelt eine Antwort. Kuesst mich, muss grinsen und sagt das Bam mich liebt und sie mir einen Kuss von ihr geben sollte. Zeigt Vanida die sms, und auch sie muss laecheln und schaut mich an das mir ganz anders wird. Man, diese Art von Multitasking muss ich erst noch lernen, und ich weiss jetzt schon das es mir in Deutschland sehr fehlen wird.
 
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hello_farang

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Irgendwann gegen halb Vier Uhr morgens brechen wir dann auf, die homebase ansteuern. Mit Tippa im Arm gehe ich noch rueber zu Nakadia, und wir verabschieden uns. Ich bedanke mich fuer die schoene Musik, sie sagt nochmal ich soll Marusha gruessen. Geben uns die Hand drauf, und ich gebe ihr noch einen Handkuss was sie laecheln laesst. Tippa hingegen kneift mir daraufhin erstmal in die Seite, dann lachen wir alle. Draussen spreche ich mit Bui, der nun eher gelangweilt rumsteht und nichts mehr zu tun hat ausser Praesenz zu zeigen. Auch Tippa scheint ihre Scheu vor ihm verloren zu haben, denn als wir darueber reden wann wir uns treffen koennen meint sie, das wir erstmal nach Chiang Mai fahren und dann zurueck nach Bangkok kommen. Ich werfe noch ein, das auch Kanchanaburi auf dem Programm steht, was Bui mit Interesse hoert. "Wat Thamfad?" "Khrap, I must go there". Er ueberlegt, ob er mitkommt. Sein Kollege guckt unglaeubig nach dem Motto "Du willst dir einen LekLai einsetzen lassen?" Noch irriterter blickt er jedoch mich an, hat der farang etwa bereits einen im Arm? Laechele ihn nur freundlich an, ohne etwas zu sagen. Bui betrachtet mein Gesicht, ihm faellt nun die tiefe Luecke im Jochbein auf. Sein englisch ist nicht besonders, also nicke ich Tippa kurz zu, damit sie die Story erzaehlt. Als sie damit fertig ist guckt Bui nach meinem Schluesselbein, sein Kollege auch. Und wieder dieser teils angewiderte, teils hoechst interessierte neugierige Blick, wie ich ihn schon so oft in Thailand gesehen habe. Mein Freund, wir bleiben in Kontakt. Und wir treffen uns spaetestens in der Kaserne, o.k.?! Er winkt eines der wartenden Taxis heran, beugt sich kurz zum Fahrer ins Fenster und sagt ihm irgendwas.

Als wir eingestiegen sind ueberlegen wir uns, wohin wir ueberhaupt wollen. Ich habe schon wieder Hunger, die Maedels sind dem nicht abgeneigt. Also erstmal zu einer Garkueche, der Taxifahrer ist ganz aufgeregt und meint er kenne die beste in der ganzen Suk-Region. Also gut, fahr uns dahin, und wenn es nicht stimmt dann weisst Du ja jetzt, wer Dir die Luegen austreiben wird. Der grosse boese Mann vom Glow naemlich. Aber er hat recht, faehrt uns dreimal um die Ecke zu einem sehr leckeren kleinen Restaurant, steigt sogar mit uns aus und isst selber etwas. Vanida nimmt eine sehr grosse Portion Reis mit, denn sie wird damit in ein paar Stunden den Moenchen ihren Respekt zollen und ihnen den Reis in ihre Bettelschalen geben.

Danach lassen wir uns bei Vanida absetzen, der Taximeter zeigt wundersamerweise nur 138 Baht an trotz des Umwegs zur Garkueche. Ich gebe wie vorher schon 200, gleiches Recht fuer alle. Ein sehr dankbarer Taxifahrer rollt zurueck in seine Nachtschicht. Den Reis verstaut Vanida im Kuehlschrank, waerend ich mir bei der Gelegenheit die vorletzte kleine Dose Chang herausfische. Meine Ohren fiepen, es war doch sehr laut im Glow Club, aber toll. Eine location, die ich bestimmt nicht zum letzten Mal besucht habe.

Am offenen Fenster rauche ich noch eine, blicke auf die ruhige Soi. Ein Hund pisst an den Betonpfeiler der die ganzen Telefonkabel haelt, und trottet dann weiter nicht ohne einige am Strassenrand liegende Muelltueten genauer zu beschnueffeln. Scheint aber nichts fuer ihn dabei zu sein, denn er laesst sie ungeoeffnet. Schaue ihm nach, muss an den armen Hund von Lek denken. Warst ein ganz lieber Koeter, warum es ausgerechnet dich so boese hat zerlegen muessen.

Vanida rollt uns den Futon aus, und ich habe kaum einen groesseren Wunsch als an Tippa gekuschelt einzuschlafen. Aber als ich die drei Kissen sehe und die zwei Decken, da wird mir klar das es wohl eine enge Dreierkombi wird heute Nacht. Und so kommt es auch, ich liege ganz links, Tippa in der Mitte, Vanida rechts. Kann es gar nicht vermeiden als ich meinen Arm um Tippa lege auch Vanida zu beruehren. Sie lassen es zu, ich schlafe laechelnd ein waerend die beiden noch quatschen. Aufs duschen verzichten wir alle drei, dafuer ist morgen frueh auch noch Zeit...
 
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hello_farang

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Eigentlich wollte ich ja mal mit Vanida gemeinsam runter gehen und den Moenchen ihr Essen reichen. Ich wache auf, weil sie gerade zurueck kommt von der Spende und sich wieder zu uns legt. Ich blinzele ihr verschlafen zu, sie schaut mich an, ich muss sie einfach streicheln so suess ist sie. Tippa schlaeft tief, rueckt mit ihrem Hintern aber fest an meine Huefte. Vanida und ich muessen laecheln, dann pennen wir wieder ein. Um kurz nach Zehn werde ich erneut wach, auch die beiden huebschen Frauen neben mir. Langsam beginnen wir den neuen Tag, ein Sonntag. Mir brummt der Schaedel, obwohl es gestern doch nur vier kleine Biere waren im Club plus das dann hier. Tippa schubst mich von der Matte "Tam abnaam!", ja ist klar. Kommst Du mit? Sie will nicht, sondern lieber noch etwas liegenbleiben. Man, und ich haette gerade so einen Bock auf dich...

Als ich aus dem Bad komme steht Vanida in der Kueche, und kocht etwas. Schlabbriges T-Shirt an, kurze gebluemte Hose, sehr niedlich. Ich schaue nach was sie da macht, anscheinend eine Reissuppe. Sie versichert mir das es nur Gemuesebruehe ist, und sie das Huhn extra zubereitet. Wie so oft in den letzten Tagen schauen wir uns dabei intensiv an, und es passiert. Wer die erste Microsekunde vorher die Idee hat weiss ich nicht, aber wir kuessen uns. Und das sehr heftig. Ein wunderbares Gefuehl ihren zarten Koerper so direkt zu spueren, aber im naechsten Moment ist uns beiden auch sofort klar, das das nicht gehen wird. Es waere Tippa gegenueber nicht fair, obwohl wir es jetzt beide wollen. Bin voellig elektrisiert und schlagartig hellwach. Frage mich, ob sowas normal ist in Thailand, oder nur mir passiert? Das waere um ein Haar Maedchen Nummer Drei geworden, mit der ich Sex habe innerhalb von einem Monat. Und dabei schlaeft nebenan meine Freundin, die einen Traumkoerper hat und ein unglaublich suesses Gesicht.

Ziehe mich an, waerend ich Tippa betrachte. Das T-Shirt und das Hemd von letzter Nacht ist vom Tanzen durchgeschwitzt, da hilft auch kein Deo mehr. Wir muessen bald mal rueber in Sarinya´s Wohnung. Mit zarten Kuessen wecke ich Tippa, sie beginnt noch schlafend zu laecheln, greift nach mir. Ich bitte sie "Tirak, wake up now", was sie nur damit beantwortet, indem sie mir ihren suessen Busen entgegenstreckt. "Hey, we are not at home, so stop it!" werde ich lauter, denn so langsam kann mich wirklich kaum noch beherrschen. Vanida bringt ein Tablett mit fuenf Schuesseln ins Wohnzimmer, stellt es auf dem Fussboden ab. Eine grosse Schuessel mit der Gemuese-Reissuppe, eine weitere mit Huehnerfleisch, und drei leere fuer jeden von uns. Drei Loeffel und ein paar Staebchen. Wir fruehstuecken, dann gehen Tippa und ich rueber in die Bude ihrer Schwester.

Kaum haben wir die Tuer hinter uns geschlossen und uns vergewissert das niemand zuhause ist, schnappe ich sie mir und presse sie gegen die Wand im Flur. Verdammt, es kann mir gar nicht schnell genug gehen damit, ihr die Klamotten auszuziehen. Ich kuesse ihr Gesicht, ihren Hals, ihren Busen. Sie lacht und stoehnt, fummelt an meiner Hose rum. Kurze Ueberlegung, ob Badezimmer oder auf der Couch im Wohnzimmer. Schatz, das entscheidest Du, mir ist es doch egal. Sie zieht mich Richtung Bad, waerend ich mir gerade die Socken ausziehe und mich bei ihrem Gezerre fast hinpacke auf den glatten Kacheln. Blicke in feuchte und leuchtende geile Augen, ganz klar das sie genauso spitz ist wie Nachbars Lumpi und ich. Dennoch kann ich mich kurz losreissen um ein Condom zu holen. Als ich zu ihr ins Bad komme steht sie bereits unter der Brause, haelt mir das Duschgel entgegen. Ja es macht sehr viel Spass seine Freundin erst von oben bis unten einzuseifen, und ihr danach unmissverstaendlich klarzumachen das man sie liebt. Man ist sie suess, wieder einmal will ich nicht wahrhaben, das es irgendwann vorbei sein wird. Ihr Quieken und Stoehnen koennen die Nachbarn mit Sicherheit hoeren, es ist uns sowas von egal.

Entspannt, frisch geduscht und mit neuen Klamotten am Leib gehen wir wieder rueber zu Vanida. Wie sie es rausbekommt weiss ich nicht, denn ich mache keinerlei Anstalten es auch nur anzudeuten. Jedenfalls stellt uns Tippa zur Rede, ob da etwas war?! Der weibliche Sensor warscheinlich wieder einmal. Sie ist nicht boese oder eifersuechtig, aber sie moechte es nur wissen. Ich ueberlasse Vanida die erste Antwort, nicke dann aber zustimmend. Ja, wir haben uns gekuesst, und ja, wir sind uns sehr sympatisch. Aber nein, wir haben es nicht miteinander getrieben. Tippa waere nicht Tippa, wenn sie mir jetzt nicht tief in die Augen schauen wuerde und laecheln. Bin zwar in Abwehrbereitschaft falls es Schlaege gibt, aber sie ist ganz ruhig. Sie erzaehlt Vanida sehr genau von der Zeit auf Phuket und am Railey beach mit Bam, dabei streift sie mit ihrem rechten Zeigefinger staendig ueber die Haare auf meinem linken Unterarm. Ab und zu packt sie zu und zupft ein paar davon raus, ich lache sie jedesmal dabei mit einem "Aua!" an. Nachdem ich ihr sage, das es nach der letzten Nacht doch voellig selbstverstaendlich ist, muss sie laecheln und umarmt mich. Nimmt Vanida mit ins Boot, ein schoenes Gefuehl. Klar ist, das ich und Vanida nicht miteinander schlafen werden, aber Koerperkontakt ist genehmigt. Wir wissen auf was wir stehen, und das Tippa und ich ein Paar sind. Ich mache ihr nochmal unmissverstaendlich klar, das ich mich fuer sie entschieden habe und ihr treu bleiben werde solange wir zusammen sind. Aber auch das Bam eine Ausnahme darstellen kann, ihr Kuss daraufhin ist wie ein Versprechen.

Was geht, wir brauchen Bahntickets fuer morgen?! Tippa fragt, ob wir nicht lieber wieder fliegen wollen, aber ich lehne ab. Die Strecke in den Norden ist landschaftlich viel zu schoen und reizvoll, als das man sie mit dem Flugzeug verschwenden sollte. Also haengt sich Vanida ans Telefon, bestellt fuer uns zwei Plaetze in der zweiten Klasse. First class ist nicht, dafuer macht die zweite einfach zuviel Spass, Party im Grossraumabteil. Die Karten koennen wir uns ab sofort im Hualampong abholen. Nur der Starttermin ist heftig, denn es soll in aller Herrgottsfruehe um 6:05 Uhr losgehen. Und die thailaendische Bahn ist puenktlich, zumindest was die Abfahrtszeiten in Bangkok angeht. Na dann komme ich endlich morgen frueh dazu, der Speisung der Moenche beizuwohnen.
 
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