Hast ein bisschen Pech, dass ans Fest 400 Dorfbewohner erwartet werden...
Ansonsten sehe ich eigentlich nichts, was nicht asiatischem Selbstverständnis entspricht.
Das Gold geht nicht verloren und dient als Sicherheit - 100 000 Bath dient den Eltern für den Verlust der Tochter, welche ihnen bisher beistand und teilweise verlorengeht - und das Fest selber - ja - das dient dem Ansehen. Und das hat in der asiatischen Kultur einen sehr hohen Stellenwert.
Stell Dir nun mal vor, Du müsstest in Europa für 400 Menschen eine Hochzeitsfeier einen ganzen Tag inkl. Nacht finanzieren... Glaube ohne zu übertreiben, dass der Betrag ohne Elternunterstützung und Gold (ist üblich...) - ein Mehrfaches auf den Tisch legen...
Gilt aber nicht für Farangs - viele männliche Thais sparen tatsächlich ziemlich lange, bis sie dann wirklich heiraten können. Auch wenn es dann einige gibt - die bald darauf schon nach weiteren Geliebten Ausschau halten (nicht alle...).
Weiss nur vom Vater meiner Gattin (die Eltern sind verstorben), dass der in der Pampas von Surin (Isaan) den Schwiegereltern einen Elefanten als Brautpreis herzaubern musste. Sparte dafür einige Zeit...
Für Dich oder für andere zu beurteilen, ob das nun teuer oder noch verkraftbar ist, hängt von Deinen Verhältnissen ab. Und davon, wie stark Deine Zuneigung zur Braut wie auch umgekehrt ist. Gibt um einiges höhere Forderungen und Vorstellungen der Familie - wer Glück hat kommt vielleicht auch mit der Häfte zurecht.
Denke einfach daran - ein solches Ereignis ist für Eltern und Tochter ein häufig einmaliges Ereignis - und davon zehren sie dann vom Ansehen im Dorf sehr lange.
Für uns sehr schwer nachvollziehbar - für Thailand Tradition und Selbstverständlichkeit.
Niemand kann Dir die Entscheidung abnehmen - und hier trifft zwischendurch mal zu, jeder ist seines eigenen Glückes Schmied...
Viel Glück auf jeden Fall - denke mir - wäge Plus und Minus ab und dann handle - mag dann die richtige Entscheidung gewesen sein...

Pit - es nicht so traschisch sehend...