der nächste Krieg findet digital statt

Diskutiere der nächste Krieg findet digital statt im Computer-Board Forum im Bereich Diverses; Australien sieht diese Aktion als Angriff an: Als Protest gegen ein neues Gesetz blockiert der amerikanische Konzern alle Nachrichten in und aus...
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DietmarW

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Australien sieht diese Aktion als Angriff an:

Als Protest gegen ein neues Gesetz blockiert der amerikanische Konzern alle Nachrichten in und aus dem Fünften Kontinent auf seiner Plattform.
Dazu zählen auch Notdienste wie die Feuerwehr.

In Australien sieht man das als „Kriegserklärung“.

„Atombombe gezündet“: Facebooks Bann versetzt Australien in Aufruhr

allerdings braucht in Deutschland niemand Angst zu haben,
so schlecht wie Deutschland digital aufgestellt ist, können wir da gar nicht mitmischen.

warum man in Australien seine Notdienste wie Feuerwehr usw. über Facebook realisiert,
ist nur schwer zu verstehen - Failure by Design
 
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Google suchte die Einigung
Auch Google hatte schon einen Sturm der Entrüstung geerntet, als es seinen australischen Dienst kurzfristig unterbrach. Politiker sprachen davon, sich nicht von Google „erpressen“ lassen zu wollen. Dann aber kam die Kehrtwende. Eine wichtige Rolle dürfte dabei Microsoft gespielt haben. Der Google-Konkurrent bot Australien an, mit seinem Suchdienst Bing gerne Google in Australien ersetzen zu wollen. Daraufhin schloss Google inzwischen mehrere Abkommen mit australischen Verlagen, zugleich weltweit mit der News Corp.
des australischen Medienzars Rupert Murdoch.
Der Aufstieg der Murdoch-Dynastie (1/3) - Der Königsmacher - Die ganze Doku | ARTE

Der Aufstieg der Murdoch-Dynastie (2/3) - Die Allianz der Rebellen - Die ganze Doku | ARTE

Der Aufstieg der Murdoch-Dynastie (3/3) - Das Comeback - Die ganze Doku | ARTE

sehr empfehlenswert, um einen Einblick zu bekommen
insbesondere der dritte Teil, wie er Trump an die Macht gebracht hat

natürlich ist es zu kurz, ihn als einen australischen Medienunternehmer zu beschreiben,

weil er weltweit das Rad dreht,

hier geht es gegen Google und Facebook,

und die Formulierung "Atombombe" erinnert doch sehr an seine SUN-Zeiten in England.

auch irre

Wendi Deng ist Tochter eines Fabrikdirektors.[2][3] Der Vater nannte sie Wenge, kurz für „Kulturrevolution“.[1][4] Als Heranwachsende änderte sie den Vornamen in Wendi. Nach dem Abitur besuchte sie eine Medizin-Schule[1] in der südchinesischen Stadt Guangzhou. Dort begegnete sie dem amerikanischen Ehepaar Jake und Joyce Cherry. Sie halfen ihr, in den USA zu studieren.[5] 1988 wurde Deng Studentin an der California State University, wo sie einen Bachelorabschluss auf dem Gebiet der Wirtschaft[6] machte und zu den besten 1 % der Studenten gehörte.[7][8][9] 1996 schloss sie ihr MBA-Studium in Yale ab.[10][5] Nach dem Abschluss des Studiums begann sie als Praktikantin bei Star-TV zu arbeiten.[11] Sie wurde die erste chinesische Mitarbeiterin dieses Fernsehsenders.[12]

Bei einer Cocktailparty in Hongkong wurde die damals 29-jährige Rupert Murdoch (damals 68) vorgestellt.[2] Kurz darauf trennte sich Murdoch von seiner zweiten Frau Anna.[10][13][14] Das Paar heiratet am 25. Juni 1999 auf Murdochs Jacht „Morning Glory[15][16][12] im Hafen von New York.[17] Aus der Ehe gingen zwei Töchter hervor.[1][18][15] Murdoch ernannte Wendi Deng zur Vizepräsidentin von Star-TV.[19][13][2] Joseph Ravitch, Medienanalyst bei Goldman Sachs, urteilt über Deng, dass sie News Corporation ein chinesisches Gesicht verlieh.[2][14][13]

Im November 2013 wurde Deng von Murdoch geschieden.[20]

Scheidungsgrund war laut Murdoch ein Verhältnis von Deng mit dem früheren britischen Premierminister Tony Blair.
[21][22][23][11][10] Die Affäre zwischen der 45 Jahre alten Deng und dem 60 Jahre alten Blair soll sich im Jahr 2012 abgespielt haben.[24]

Laut dem Scheidungsvertrag erhalten Wendi Deng und ihre Töchter keine stimmberechtigten Aktien[25] von News Corp. oder 21st Century Fox, den beiden Murdoch-Konzernen.[10]

Nach der Trennung von ihrem Ehemann ging sie eine Liaison mit dem ungarischen Model Bertold Zahoran ein.[26][27][28]
Wendi Deng – Wikipedia

never ever, Seitensprung mit Tony Blair, wenn man das Geld hat, sich junge Hengste halten zu können ??? Blair als Seitensprung ... das hatte man Murdoch weissgemacht,

er am Ende Opfer seines eigenen Systems,

geendet ist er danach auf dem Lugner Trip, mit einer "Miet-Ehe" mit Jerry Hall.
 
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bei der BkkPost ist nun auch der Groschen gefallen.

Zuerst wollte man das ganze ja "verkaufen",

als wenn es hier um die Vergütung der armen Journalisten geht,

die ansonsten für ihre Arbeit leer ausgehen,

wenn Google und Facebook ihre berichte zitieren.

So wurde das tatsächlich auch in den Deutschen Medien transportiert.

... kein Wort von Murdoch

obwohl doch klar ist,
dass es hier um den Krieg von Murdoch geht,
der eben Eigentümer und Verwerter der Journalistenarbeit ist.

nun eben endlich KLARTEXT

Mogul vs Mogul: Australia's tech law pits Murdoch against Zuckerberg
 
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Vielleicht der falsche Faden?

(Re)Programmierung der DNA und des Organismus

Microsoft, 2016: "Wir können komplexe Verhaltensweisen der DNA programmieren". 3-Strang-DNA bestätigt
"DNA ist hochgradig programmierbar, genau wie ein Computer." - Microsoft Forschung
"Stellen Sie sich einen biologischen Computer vor, der innerhalb einer lebenden Zelle betrieben wird" - Dr. Andrew Phillips, Leiter der Abteilung Bio-Computation bei Microsoft Research.
"[Microsoft] versucht im Wesentlichen, molekulare Informationen zu erfassen, zu analysieren und zu kontrollieren" - Georg Seelig, außerordentlicher Professor an der von Gates finanzierten University of Washington.
Link: Microsoft, 2016: “We can program complex behaviors using DNA”. 3-strand DNA confirmed
Link: Programming DNA Circuits - Microsoft Research
Link: https://royalsocietypublishing.org/toc/rsif/2009/6/suppl_4
Link: https://royalsocietypublishing.org/doi/pdf/10.1098/rsif.2009.0046.focus
Link: https://royalsocietypublishing.org/doi/10.1098/rsif.2009.0176.focus
Link: https://royalsocietypublishing.org/doi/pdf/10.1098/rsif.2009.0176.focus

Zitat:
Die synthetische Biologie ist ein aufstrebendes Feld, wo man danach sucht, technische Prinzipien zur Reprogrammierung lebender Systeme einzusetzen. Biologische Systeme zeichnen sich durch hochkomplexe genetische und zelluläre Netzwerke aus, die durch dynamische, parallele und nicht-lineare Rückkopplungsinteraktionen miteinander verbunden sind und die Eigenschaften der Selbstorganisation, Wiederherstellung und Reproduktion hervorbringen. Diese hoch entwickelten Systeme stellen eine große Herausforderung für rationale technische Ansätze dar. Dennoch sind sie in der Lage, funktionelle Strukturen aufzubauen, die um viele Größenordnungen komplexer sind als die ausgeklügeltsten vom Menschen geschaffenen Artefakte, und sie tun dies auf erneuerbare Weise und zu geringen Kosten.
Für die Beschreibung biologischer Systeme wurde ein beeindruckendes Arsenal an biochemischen, biophysikalischen und genetischen Techniken zusammengestellt, das uns Methoden zur umfassenden Beschreibung des Genoms eines Organismus, der Genexpressionsmuster und der Stoffwechselaktivitäten liefert. Neue bildgebende Verfahren erlauben es uns, Aktivitäten innerhalb lebender Organismen zu überwachen und die zelluläre Architektur präzise zu rekonstruieren. Darüber hinaus haben Fortschritte in der Technologie der DNA-Synthese und -Assemblierung das Kopieren und Rekonstruieren eines gesamten Chromosoms ermöglicht (Gibson et al. 2008). Dies hat die Aussicht auf eine umfassende Reprogrammierung biologischer Systeme oder die Schaffung neuer Organismen eröffnet. Leider hat die Kapazität der DNA-Synthese unsere Fähigkeit, neue oder modifizierte genetische Systeme in ähnlichem Umfang zu entwerfen, bei weitem übertroffen.


Das soll genügen, ab hier kann jeder, der es will, selber nach Informationen suchen...
 
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Ein biosynthetischer Dual-Core-Zellcomputer

ETH-Forscher haben zwei CRISPR-Cas9-basierte Kernprozessoren in menschliche Zellen integriert. Dies ist ein großer Schritt auf dem Weg zu leistungsfähigen Biocomputern.
Die Steuerung der Genexpression durch Genschalter nach einem aus der digitalen Welt entlehnten Modell ist seit langem eines der Hauptziele der synthetischen Biologie. Die digitale Technik verwendet sogenannte Logikgatter, um Eingangssignale zu verarbeiten und Schaltungen zu erzeugen, bei denen beispielsweise das Ausgangssignal C nur dann erzeugt wird, wenn die Eingangssignale A und B gleichzeitig anliegen.
Bislang hatten Biotechnologen versucht, solche digitalen Schaltungen mithilfe von Protein-Genschaltern in Zellen zu bauen. Diese hatten jedoch einige gravierende Nachteile: Sie waren nicht sehr flexibel, konnten nur einfache Programmierungen akzeptieren und waren nur in der Lage, jeweils einen Eingang, etwa ein bestimmtes Stoffwechselmolekül, zu verarbeiten. Komplexere Rechenprozesse in Zellen sind also nur unter bestimmten Bedingungen möglich, sind noch unzuverlässig und fallen auch häufig noch aus.
Auch in der digitalen Welt sind Schaltkreise auf einen einzigen Input in Form von Elektronen angewiesen. Allerdings kompensieren solche Schaltkreise dies durch ihre Geschwindigkeit und führen bis zu einer Milliarde Befehle pro Sekunde aus. Zellen sind im Vergleich dazu langsamer, können aber bis zu 100.000 verschiedene Stoffwechselmoleküle pro Sekunde als Input verarbeiten. Und trotzdem kamen bisherige Zellcomputer nicht einmal annähernd an die enorme Stoffwechsel-Rechenleistung einer menschlichen Zelle heran.

Eine CPU aus biologischen Komponenten

Ein Forscherteam um Martin Fussenegger, Professor für Biotechnologie und Bioengineering am Departement für Biosystemtechnik der ETH Zürich in Basel, hat nun einen Weg gefunden, aus biologischen Komponenten einen flexiblen Kernprozessor, eine Zentrale Recheneinheit (CPU), zu konstruieren, die verschiedene Arten der Programmierung akzeptiert. Der von den ETH-Wissenschaftlern entwickelte Prozessor basiert auf einem modifizierten CRISPR-Cas9-System und kann grundsätzlich mit beliebig vielen Eingaben in Form von RNA-Molekülen (sogenannter Führungs-RNA - guide-RNA) arbeiten.
Eine spezielle Variante des Cas9-Proteins bildet das Herzstück des Prozessors. Als Reaktion auf den Input, der durch die guide-RNA-Sequenzen geliefert wird, reguliert die CPU die Expression eines bestimmten Gens, das wiederum ein bestimmtes Protein herstellt. Mit diesem Ansatz können die Forscher skalierbare Schaltkreise in menschlichen Zellen programmieren - wie digitale Halbaddierer bestehen diese aus zwei Eingängen und zwei Ausgängen und können zwei einstellige Binärzahlen addieren.

Leistungsstarke Multicore-Datenverarbeitung

Die Forscher gingen sogar noch einen Schritt weiter: Sie schufen einen biologischen Dual-Core-Prozessor, ähnlich denen aus der digitalen Welt, indem sie zwei Kerne in eine Zelle integrierten. Dazu verwendeten sie CRISPR-Cas9-Bausteine aus zwei verschiedenen Bakterien. Fussenegger zeigte sich begeistert von dem Ergebnis: "Wir haben den ersten Zellcomputer mit mehr als einem Prozessorkern geschaffen."
Dieser biologische Computer ist nicht nur extrem klein, sondern lässt sich theoretisch auf jede erdenkliche Größe skalieren. "Stellen Sie sich ein Mikrogewebe mit Milliarden von Zellen vor, von denen jede mit einem eigenen Dual-Core-Prozessor ausgestattet ist. Solche 'Rechenorgane' können theoretisch eine Rechenleistung erreichen, die die eines digitalen Supercomputers weit übertrifft - und das bei einem Bruchteil der Energie", sagt Fussenegger.

Anwendungen in Diagnostik und Therapie

Mit einem Zellcomputer können biologische Signale im Körper, wie bestimmte Stoffwechselprodukte oder chemische Botenstoffe, erkannt, verarbeitet und entsprechend darauf reagiert werden. Mit einer richtig programmierten CPU können die Zellen zwei verschiedene Biomarker als Eingangssignale interpretieren. Liegt nur Biomarker A vor, dann reagiert der Biocomputer mit der Bildung eines diagnostischen Moleküls oder einer pharmazeutischen Substanz. Registriert der Biocomputer nur Biomarker B, dann löst er die Produktion einer anderen Substanz aus. Sind beide Biomarker vorhanden, wird noch eine dritte Reaktion ausgelöst. Ein solches System könnte in der Medizin Anwendung finden, zum Beispiel in der Krebsbehandlung.
"Wir können auch eine Rückkopplung integrieren", sagt Fussenegger. Bleibt beispielsweise der Biomarker B über einen längeren Zeitraum in einer bestimmten Konzentration im Körper, könnte das ein Hinweis darauf sein, dass der Krebs metastasiert. Der Biocomputer würde dann eine chemische Substanz produzieren, die diese Wucherungen gezielt behandelt.

Multicore-Prozessoren die nächste Stufe

"Dieser Zellcomputer klingt zwar nach einer sehr revolutionären Idee, aber das ist er nicht", betont Fussenegger. Er fährt fort: "Der menschliche Körper selbst ist ein großer Computer. Sein Stoffwechsel greift seit jeher auf die Rechenleistung von Billionen von Zellen zurück." Diese Zellen empfangen ständig Informationen aus der Außenwelt oder von anderen Zellen, verarbeiten diese Signale und reagieren entsprechend - sei es durch das Aussenden von chemischen Botenstoffen oder das Auslösen von Stoffwechselvorgängen. "Und im Gegensatz zu einem technischen Supercomputer braucht dieser Großrechner nur eine Scheibe Brot als Energiequelle", betont Fussenegger.

Sein nächstes Ziel ist es, eine Multicore-Computerstruktur in eine Zelle zu integrieren. "Das hätte noch mehr Rechenleistung als die aktuelle Dual-Core-Struktur", sagt er.


Referenz
Kim H, Bojar D, Fussenegger M. CRISPR-CPU: A CRISPR/Cas9-based central processing unit to program complex logic computations in human cells. PNAS, April 9, 2019, 116 (15) 7214-7219; doi: 10.1073/pnas.1821740116

Link: A biosynthetic dual-core cell computer
 
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der Krieg muss nicht nur digital stattfinden, sondern auch mit herkömmlichen Mitteln.

Es gab und "gibt" eine einzige europäische Firma, OVH, die im globalen Cloud Geschäft einen 10% Anteil hatten.
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Server auf 5 Etagen bei OVH abgebrannt

Nach Angaben des Unternehmens, das sich als führender Cloud-Anbieter Europas sieht, sind oder waren 12.000 bis 16.000 Kunden von dem Feuer in den Datenzentren in Straßburg betroffen.

Dabei handelt es sich indes nur um die direkten Kunden. Viele beherbergen beispielsweise Webseiten anderer Unternehmen, Behörden und Einrichtungen. Der britische Datensammler Netcraft berichtete, dass am Mittwochvormittag zeitweise 3,6 Millionen Webseiten von 464.000 Domain-Namen vom Netz gingen.

In der Nacht zum Mittwoch war in einem von vier Datenzentren von OVH am Rheinufer in Straßburg ein Feuer ausgebrochen. Die Behörden favorisieren bisher die Vermutung, dass es sich um einen Unfall handelte. Das Feuer zerstörte eines der vier Datenzentren mit seinen 12.000 Servern völlig, in einem zweiten Datenzentrum wurden vier von 12 Rechnersälen vernichtet.

Regierungsseite ging vom Netz
Nach Angaben der französischen Webzeitung „Le Journal du net“ gab es in dem zerstören Datenzentrum nur Alarmsysteme, doch keine Sprinkleranlagen oder ähnliche automatische Mittel zur Feuerbekämpfung. Die übrigen beiden Rechenzentren mussten aus Sicherheitsgründen vom Netz genommen werden. Der Brand war so schwer, dass auch die Feuerwehr im benachbarten Kehl auf der deutschen Seite ein Löschboot schickte.


Unter den Kunden waren nach Angaben von Netcraft vor allem Webseiten in Frankreich betroffen, wo OVHcloud mit Abstand der Marktführer ist. So gingen die Regierungsseite data.gouv.fr, die auch wichtige Informationen zur Coronavirus-Krise aufbereitet, vom Netz, die Webseiten vieler Kommunen sowie das Online-Angebot des Centre Pompidou oder des Versicherers Maif.

Doch auch außerhalb Frankreichs entstand Schaden: Die britische staatliche Internetseite für die Fahrzeugregistrierung wurde zeitweise ebenso abgeschaltet wie die Seite eines polnischen Finanz-Ombudsmannes, des Schachserver Lichess oder eine walisische Export-Seite.

Viele Hacker betroffen
Selbst die Hacker-Gemeinde wurde zum Opfer: Nach Angaben der IT-Sicherheitsfirma Kaspersky Lab nutzen Hacker und kriminelle Gruppen 140 Server von OVH. 36 Prozent davon waren am Montag nicht mehr funktionsfähig, twitterte Kaspersky-Sicherheitsfachmann Costin Raiu. Akteure, die sich bis in den Iran, Indien oder Vietnam zurückverfolgen ließen, seien betroffen. Der Schaden sei allerdings begrenzt, weil die Kriminellen meist eine Vielzahl von Servern benutzten, teilte er mit.

Unklar ist noch, wieviel Daten unwiderruflich verloren gingen. Doch der Umfang könnte erheblich sein. OVHcloud bietet seinen Kunden Angebote mit unterschiedlichen Sicherheitsniveaus, deren Preise dementsprechend variieren. Offenbar sind nicht alle Daten so „gespiegelt“ worden, wie es im Fachjargon heißt, dass in anderen Datenzentren Kopien existieren.

Die vier von OVHcloud am Rheinufer angesiedelten Rechenzentren beherbergen rund 100.000 Server. Das im Jahr 1999 gegründete französische Unternehmen betreibt auf der ganzen Welt zwar rund 30 weitere Datenzentren, dennoch ist der Unfall wirtschaftlich eine Katastrophe. Gerade Anfang der Woche hatte OVHcloud Pläne für einen Börsengang bekanntgegeben, bei dem das Unternehmen mit mehr als einer Milliarde Euro bewertet werden sollte. Diese Pläne dürften jetzt zurückgestellt werden.


Der Gründer und Vorstandsvorsitzende, Octave Klaba, schrieb auf Twitter vom schlimmsten Tag seit 22 Jahren: „Kein Wort ist stark genug, um auszudrücken, wie sehr mir das leid tut.“ Er tue alles in seinen Kräften Stehende, um den Betrieb wieder schnell hochzufahren.

Am Mittwoch hatte er schon bekanntgegeben, dass zwei der betroffenen Rechenzentren am Montag, 15. März, wieder starten sollen und das dritte, am darauffolgenden Freitag. Die Kunden könnten ihre Daten kostenlos auf anderen OVH-Servern speichern. Zudem wolle das Unternehmen in den nächsten drei bis vier Wochen 10.000 neue Server zur Verfügung stellen.

Bislang eine Erfolgsgeschichte
Das völlig zerstörte Datenzentrum in Straßburg hat fünf Etagen und ist 500 Quadratmeter groß. Es wurde 2012 eingeweiht. Dort nahm das Feuer seinen Anfang. Dieses Datenzentrum beherbergt nach Informationen des „Journal du net“ auch das strategisch wichtige OVH-Angebot „Hosted Private Cloud“, das sich vor allem an große Unternehmenskunden wendet.

OVH galt bisher als eine französische Erfolgsgeschichte. Mehr als 2200 Mitarbeiter sorgen für einen Umsatz, der sich 2019 auf rund 600 Millionen Euro belief und heute deutlich höher liegen dürfte. Auf seiner Webseite berichtet das Unternehmen von 1,5 Millionen Kunden.

Die Familie Klaba, die polnische Wurzeln hat, ist Mehrheitseigentümer, neben Octave Klaba arbeiten weitere Familienmitglieder an führender Stelle mit. Auch an der europäischen Cloud-Initiative Gaia-X ist OVH beteiligt. Im vergangenen November kündigte das Unternehmen zudem eine Kooperation mit Google an.

Feuer in Rechenzentren: Millionen Webseiten vom Brand beim Cloud-Betreiber betroffen

 
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RLP/Isaan
Sorry, aber wer liest sowas?
 
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Leute, die ihre sensiblen Daten nicht spiegeln, bestimmt nicht. :wink:
 
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