Der Hahnenkampf

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thai norbert

Gast
Der Hahnenkampf in Thailand

Ein Nachbar von mir in Bangkok züchtet Kampfhähne, als er mein Interesse an den Hähnen erkann hatte.

Wurde ich von Ihm eingeladen, an einen Wochenende zu einem Hahnenkampf mitzukommen.



Bei den Kämpfen geht es in der Hauptsache darum Wetten abzuschließen, da Glücksspiel in Thailand verboten ist, haben die Veranstalter die Arenen vor der Polizei geschützt.

Die Arenen liegen mehrer KM außerhalb eines Dorfes, inmitten eines freien Feld, damit Störenfriede schon früh erkannt werden können.

Von außen wirkt so eine Arena wie ein Gefängnis, komplett ummauert und auf der Mauer sind Gitter die bis zum Dach reichen.

Es gibt nur einen Eingang/ Ausgang, wo eine je Person durch passt.

Der Eingang befindet sich auf der Mauer, die zur jeder Seite eine schmale Treppe hat.

Die etwa 8.000 m² große Arena wurde von einen bekannten thailändischen Sänger gebaut.

Innen sind mehrere Garküchen und Sanitäre Einrichtungen, alles sehr sauber.

In der Mitte ist die Hauptarena, ein ca. 4 Meter im Durchmesser großer Kreis der von einer fünfstufigen Tribüne, ( mit 250 Sitzplätzen ) umschlossen ist.

Neben dem Eingang befindet sich der Schalter um die Wetten anzunehmen, dort liegt das Geld bündelweise offen da.

Um der Hauptarena sind mehrere kleine Arenen wo die Vorkämpfe abgehalten werden.

Bevor die Kämpfe beginnen, werden die Hähne abgewogen und bewertet, so das gleichstarke Hähne gegeneinander Kämpfen.

Die Höhe der Siegerprämie hängt von der Anzahl der Kämpfe ab die der Champion gewonnen hat, der Herausforderer wird dabei nicht berücksichtigt.

Jede kämpfende Parteien bezahlt 50% der Siegerprämie und der Gewinner bekommt alles.

Die größte Prämie, an diesem Tag wurde auf 200,000 ThB. Festgelegt.

Mir wurde gesagt das die nur ein mittelmäßiger Betrag sei und es werden häufig mehrer Mio. ThB. Siegerprämien ausgesetzt.

Am Rande laufen die Wetten der Besucher die teilweise privat oder am Wettschalter abgeschlossen werden.

Nach dem alle Vorbereitungen abgeschlossen sind, beginnen die Kämpfe mit den geringen Siegprämien.

Nun wurden die Hähne den Besuchen vorgestellt in dem die Halter mit den Tieren in der Hand um in der Arena eine Runde gehen.

Nun steigt die Spannung, der Hexenkessel fängt an zu brodeln und jedes Team lästert und stellt sich selbst als Sieger dar.

Die Hähne werden in der Mitte gegenüber gestellt und der Kampfrichter gibt den Kampf frei.

Jetzt verlassen alle Personen den Ring und die Hähne beginnen den Kampf, 10 Minuten dauert ein Kampf.

Bei jedem Angriff der ein Hahn macht wird lautstark eine Zahl von allen gerufen die, die Bewertung angibt und die von den drei Kampfrichtern notiert wird.

Meistens sind die Bewertungen der Besucher zu 80 % gleich und die Kampfrichter notieren.

Wenn keine Einstimmigkeit ist wird kurz diskutiert und eine Bewertung festgelegt.

Wenn man bei einem Fußballspiel wo es um die Entscheidung der Weltmeisterschaft geht und beim 11 Meterschiessen ein Tor geschossen wird, schreien die Fans Tor.

Genauso werden die Angriffe der Hähne bewertet und mit dem Nachbarn heftig besprochen.

Nach der ersten Runde werden die Hähne auseinander geholt und die Team stärken die Tiere für die nächste Runde.

Manche Teams dulden keine Besucher um die Geheimnisse der Pflegekunst nicht preis zugeben.

Andere Teams waren mir gegenüber offen und zeigten mir wie sie die Wunden mit Dampfbäder behandeln.

Sehr wichtig ist das die Kampfhähne genügend Wasser trinken und die Speiseröhre gereinigt wird.

Nach der 10 Minuten Pause beginnt die zweiten der drei Runden.

Bei den Kämpfen sterben selten die Hähne, im Gegensatz zu den meisten Darstellungen bei Kinofilmen, bekommen die Hähne keine Messer an den Krallen gebunden.
 
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matthi

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thai norbert schrieb:
Bei den Kämpfen sterben selten die Hähne, im Gegensatz zu den meisten Darstellungen bei Kinofilmen, bekommen die Hähne keine Messer an den Krallen gebunden.
Auf den Philippinen habe ich ähnliches gesehen. Allerdings haben hier die Hähne durchaus Messer an den Füssen. Mit dem zu erwartenden Erfolg.
 
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seven

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Auf dem Weekenend-Markt in Bangkok habe ich mal so einen Kampf gesehen. Da war alles ganz öffentlich, keine versteckte Arena und Vorsichtsmaßnahmen. Gewettet wurde sicher auch.
Auf Dauer ist es aber doch etwas langweilig den armen Tieren dabei zuzuschauen, wie sie sich die Federn ausreisen. Da gibt es lustigere Möglichkeiten des "Glücksspiels".
 
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garni

Gast
Genau seven,
Ich geh zum Pferderennen nach BKK.
Gruß Matthias
 
alhash

alhash

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ich habe schon durchaus blutigere Kämpfe gesehen. So konnte ich mehrmals beobachten, daß nach einem Kampfende der eine oder andere "Hühnerhalter" seinem ramponierten Hahn mit einer Rasierklinge die Augen öffnete.

Gruß
AlHash
 
sunnyboy

sunnyboy

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Fand die erregte Atmospäre bei den Kämpfen höchst interessant. Wunderte mich nur, dass die Zuschauer bei ihrem Wetteifer nicht gegenseitig an die Kehle gesprungen sind. Habs auch anders erlebt (Thaiboxen im Ratchadamnoen Stadion).
Gruß Sunnyboy
 
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rafftRman

Gast
Heho

Sagt mal mögt ihr das wirklich???
Ich denke immer an die Tiere. :hilfe:
Denen geht es bestimmt nicht gut, auch wenn sie abgerichtet wurden. :heul:

Na, ja
aus meiner Sicht Tierquälerei!!! :zorn:

gruss
 
Otto-Nongkhai

Otto-Nongkhai

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Irgendwo im Outback!
aus meiner Sicht Tierquälerei!!!



Sagen wir es mal so ,viele Thais brauchen das .

Damit können sie sich auf eine einfache Art abreagieren ,weil sie von ihrer Erziehung her den Konflikt vermeiden müssen ,
um nicht das Gesicht zu verlieren.

Die vielen Baller Internet-Online-Spiele und die
dunkelrote Krim-Zeitschrift sind da auch gute Beispiel.

Auch wetten viele Thais für ihr Leben gern und der Hahnenkampf ist eine gute Gelegenheit dazu.

Sollte es mal in Thailand Spielcasinos für Jedermann geben ,
dann wird das Interesse am Hahnenkampf bestimmt sinken.

Das denkt sich

Otto
 
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thai norbert

Gast
Hallo an alle,
ich finde ja richtig klasse welches intresse ich gewekt habe.
Der Hahnenkampf gehört nun mal zum leben der Thais und anderen Asiatischen Länder, mit anderen Worten möchte ich mit diesem Bericht das Leben in Thailand erklehren.
Eine Diskusion über Tierhaltung und wer die größere Tierquällerei betreibt ist dabei keine Frage.
Im Fordergrund steht der Wetteifer in Thailand, der die Probleme anderer Personen (Thaiboxen) oder Tieren (Stierkampf, Hahnenkampf) in den Hintergrund Stellt.
So werden manche Besucher die einen Thaipartner haben, vieleicht verstehen wieso das Hady andauert verlohren wird, oder aber einer in der Familie ständig Krank ist.
Ich schreibe hier von einer Minderheit die Spielsüchtig sind, aber diese Minderheit hat schon viele in den Ruin getrieben.
Die Spielsucht ist nicht nur in Thailand ein Problem das gibt es fast überall auf der Welt.
Nun in Asien ist die Spielsucht bei den armen Familien häufig zu finden.
Und bei den Westlichen Länder in der Mittel und oberen Schicht.
Wenn das erkannt wird ist das für alle Beteidigten in den grif zu bekommen.
Liebe Grüße an Nitaya Freunde
Norbert
 
Otto-Nongkhai

Otto-Nongkhai

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Irgendwo im Outback!
thai norbert schrieb:
Die Spielsucht ist nicht nur in Thailand ein Problem das gibt es fast überall auf der Welt.

Norbert
Nun ,in Thailand sind so einige Gluecksspiele verboten ,u.a. Karten ,Kasino ,
und was verboten ist macht doch manchmal besonders viel Spass. :lol:

Gruss

Otto
 
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thai norbert

Gast
Aus dem Thairing Forum vom Goldi

Auf jeden Fall ein sehr interessanter Beitrag! Als ich noch in Deutschland gelebt habe, hatte ich selber Huehner,
allerdings keine Kampfhaehne
Ich wuerde mir das auch mal gerne anschauen!

Ob das nun Tierquaelerei ist oder nicht? Darueber laesst sich wohl unendlich diskutieren. Fakt ist, dass das von jeder Kultur anders gesehen wird. Fuer die meisten Spanier ist Stierkampf keine Tierquaelerei usw.
Egal was du machst, man wird immer irgendwie in Tierquaelerei involviert sein, von der Wurst auf dem Teller bis zu den Lederschuhen. Deshalb immer vorsichtig sein, bevor man mit dem Finger auf einen anderen zeigt
 
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