Falls auch 'mal Inhalte zur Kenntnis genommen werden sollten.
Naja, die Inhalte der Rede waren ja ziemlich vorhersagbar. Die Dame hat Werbung für Megainfrastrukturprojekte gemacht, für die einige Milliarden (Dollar nicht Baht!) fließen sollen. Ich sehe das im Prinzip als einen Aufruf zur Bereicherung der Mitglieder der amtierenden Schurkenpartei, die sich an solchen Projekten zweifelsohne dumm und dämlich verdienen werden.
Die These, dass Thailand aufgrund mangelhafter Infrastruktur nicht konkurrenzfähig sei, ist ziemlich absurd und kann bei Ökonomen und Kennern des Landes eigentlich nur Gelächter auslösen. Die Ursache des Problems mit der Konkurrenzfähigkeit in Thailand ist im Humankapital zu suchen und nicht in der Infrastruktur. Letztere ist im SOA Vergleich recht gut.
Die Arbeitskraft in Thailand ist jedoch inzwischen viel zu teuer um mit Billigländern in Lowtech-Industrien zu konkurrieren. Leider sind die Köpfe der thailändischen Arbeitskräfte nie über das Lowtech-Stadium hinausgewachsen, sprich es gibt einen eklatanten Mangel an qualifizierten Kräften, die die Industrie nach vorne bringen könnten. Thailand hat den Übergang von einer muskel-basierten Wirtschaft zu einer wissens-basierten Wirtschaft nie geschafft und wird ihn in absehbarer Zeit auch nicht schaffen, da die Raff & Co. Partei dem Problem völlig blind gegenüber steht.
Stattdessen werden sehr wahrscheinlich weitere Milliarden in Infrastrukturprojekte verpulvert, die nach einigen Jahren miserabler Wartung anfangen zu zerbröseln, wie so vieles in Thailand. Es ist abzusehen, dass die Dame an der Spitze weiterhin die staatliche Geldbörse weit geöffnet hält -wie es ihr befohlen wird- und wenn man die anderen inflationstreibenden Entscheidungen der First Lady berücksichtigt, ist Thailand ein Staatsbankrott in absehbarer Zeit damit schon fast sicher.
Die Thailänder können sich schon mal auf griechische Verhältnisse einstellen. Einen Vorgeschmack davon haben sie ja schon, seitdem der Preis der Nudelsuppe auf der Straße in Bangkok auf stolze 50 THB gestiegen ist.
Cheers, X-pat