Eigen- und Fremdbeobachtung im Isaan ist: Gelb hat als Signalfarbe deutlich abgenommen.
Die gelben "Long Live the King" Armbänder nicht. Ist doch auch irgendwie verständlich, dass die, die selbst königstreu sind bis ins Mark und die sich dann von ihren "politischen Enteignern" die gelbe Farbe in Form von T-Shirts zeigen lassen mußten, da zurückhaltender wurden.
Ob Rot jemals so stilbildend werden wird? Zumindest sind die Gründe, rot zu tragen, überaus vielfältig und vielschichtig.
Was haben die Leute hier in Udon nicht alles Rot getragen zu Chinesisch Neu Jahr.
Dann hat man die Farbe Rot auch noch in Bangkok - in der dortigen Mode-Mafia - völlig unpolitisch bis verblödet - zur Mode-Farbe des Jahres 2009 erklärt.
Und schließlich muß man bedenken, dass die Leute im Isaan sehr reinlich sind. Da wird ein T-Shirt nicht mehrere Tage hintereinander getragen. Wie wäre dies mit dem Schnüffel-Kuß vereinbar? Also.
Es ist ein anderer Menschenschlag. Vielleicht erinnert sich ja noch der ein oder andere an die Logistik-Probleme der Gelbhemden im Government House. Als die dortigen Frauen ja nicht eimal schnell zum Bobay fahren konnten zum Shoppen. Was für ein Aufstand, als dann die Frauen nach einer Woche endlich nach frischer Unterwäsche verlangten. Bei den Zielen, für die die dort demonstrieren sollten, fiel das auch nicht mehr so dolle ins Gewicht. :-)