Das Fliegengitter

Diskutiere Das Fliegengitter im Literarisches Forum im Bereich Thailand Forum; Das Fliegengitter Teil 1 Es war kein Tag wie jeder andere in MaeTaeng. Nein, es war ein heißer Tag. Ich hatte den Jeep an der Kreuzung abgestellt...
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MrPheng

Gast
Das Fliegengitter Teil 1
Es war kein Tag wie jeder andere in MaeTaeng. Nein, es war ein heißer Tag. Ich hatte den Jeep an der Kreuzung abgestellt und lief unentspannt über die Straßenseite um den Weg zum Eiswürfelshop abzukürzen. Die Hitze brannte ihre eigenen Brandzeichen in den Himmel. Der Staub, den die vorbeirasenden Fruidtrucks, die in Richtung Pia und ChiangRai unterwegs waren, legte sich sachte und unauffällig auf die Gemüse und Obststände hernieder, die links und rechts der Kreuzung aufgebaut waren. Es war eine merkwürdige Stille, man hätte das Geräusch eines sich paarenden Geckopaares hören können, wenn da nicht dieses merkwürdige, penetrante Geräusch der Fliegenverjagenmaschine, die Stille jäh unterbrochen hätte.
szzzt futtttttt szzzzzzt futtttttt,

bei jedem Anschlag, links oder rechts, flog ein aufgeschäuchter Schwarm grünbäuchiger Fliegen gen Himmel um sich kurz danach wieder über die Rinderlende, die die volle Kraft der Mittagshitze genoss zu legen.

Fortsetzung folgt
 
Ampudjini

Ampudjini

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:bravo: :bravo: :bravo:
 
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hello_farang

Gast
Mr. P, eins rauf mit Mappe! :super:


(so irgendwann mal irgendwo im Internet gefunden, incl. Unterschrift)

Chock dii, hello_farang
 
MichaelNoi

MichaelNoi

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Am besten für lästige Fliegen ist immer noch die Fliegenklatsche ;-)

Bitte weiter mit der Geschichte :-)
 
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MrPheng

Gast
Das Fliegengitter Teil 2
die Verkaufstheke hatte ein Breite von ca. 2-3 Meter, was aber letztendlich für den Fortgang dieser Geschichte unerheblich ist, auf der verschiedene Fleischsorten vor sich hin schwitzten. In unmittelbarer Augenhöhe schwebte dieser wackelige kleine Motor, der keine Umrundung vollzog, sondern nach erreichen einer bestimmten linken Position, einen Rückwärtsgang einlegte und in die andere Richtung also nach rechts zu schweben pflog. Irgend jemand, vermutlich der Fleischermeister selbst, hatte einen Teil eines unbrauchbaren Männerunterhemdes in verblasster Rippcordoptik mit einem Plastikbündler an den Motor geklemmt. Dieser Wedel vertrieb nun in gleichmäßigen Abständen pfft nach links und pfft nach rechts die Schmeißfliegen von den Fleischstücken und zwar im Jahr 1998 und 1999 und im Jahre 2000 auch.

Neben mir, packte einer der Bauersfrauen einen geflochtenen Korb aus Bananenblättern mit lebenden Fröschen auf ihren Fahrradständer und fluchte leise vor sich hin. Niemand kann das vielleicht verstehen, ich persönlich kann keine weinenden Frösche sehen, geschweige denn essen, aber darüber berichte ich im nächsten Teil dieser Geschichte.

Fortsetzung folgt
 
Bökelberger

Bökelberger

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Jakraphong wie er leibt und lebt. :super:
In diesem Jahrhundert ganz sicher unkoperbar ! ;-D
 
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