Da du ja versuchst mich hier als Spaetentwickler und Traeumer darzustellen,noch etwas aus meiner History.
Ich bin nicht in Rio geboren,was auch immer das fuer dich bedeuted,aber ich war mehrmals wochenweise in Brasilien.In einem Hotel an der Copacabana war ich an der Leitung eines Meetings beteiligt und habe auch dort einen Vortrag gehalten.
Von meinen vielen USA Aufenthalten,Kanada etc. will ich erst garnicht berichten.
Als Junge war einer meiner Lieblingsautoren Karl May und ja ich traeumte.
Nein, fuer Deine Darstellung bist voll und ganz Du veranwortlich. Frage nur ab und zu mal nach, wenn etwas bei Deinen Posts unklar geblieben ist, anstatt meinerseits lediglich zu interpretieren.
Dass ich in Brasilien geboren wurde bedeutet, dass ich brasilianische Staatsbuergerschaft habe und fuer die Brasilianer Brasilianer bin und immer sein werde. Somit war da nur die Korrektur Deinerseits, der meine Lebensgeschichte in Niedersachsen beginnen liess. Nein, ich habe noch nie einen Vortrag in einem Hotel an der Copacabana gehalten und konnte und kann damit auch problemlos leben.
Yoh, Kanada gefaellt mir auch sehr gut obwohl ich da nur die Ostkueste kenne. Zweimal bis nach Quebec City hoch und dann noch ein wenig weiter bis Tadoussac. Auch Zelt mit dabei und haetten auch campiert, doch die Muecken dort in der Botanik im Spaetsommer waren dann doch ueberzeugende Argumente dagegen.
Zu Karl May bin ich erst relativ spaet gekommen. Konnte anfangs keinen richtigen Draht zu ihm finden. Mein erstes Buch von ihm "Halbblut" habe ich mehrmals angefangen und dann jeweils nach ca. einem Viertel beiseite gelegt. Irgendwann war dann jedoch auf einmal dieser Draht da und es folgten noch 26 oder vielleicht auch 27 weitere Baende. Das war aber erst dann als ich praktsich schon die halbe Stadtbuecherei ausgelesen hatte und das Buecherregal meiner Eltern sowieso. War in meiner Jugend begeisterter Leser. Manchmal so drei Buecher in zwei Wochen also auch dann immer deutlich vor der Zeit ausgelesen wann Rueckgabe war.
So in den spaeten Siebzigern war es dann aber auch so ziemlich mit Karl May vorbei. Auch das Lesen von Buechern liess dann doch deutlich nach. Mehr dann mit den Kumpels rumgehangen, Moped, Freundin und so. Grosser Traeumer war ich eigentlich nie. Musste ich auch nicht, da sich Zielstellungen oftmals recht schnell realisierten. Bis eben dann Ende der Dreissiger (Lebensalter und nicht Jahreszahl) als es klar wurde, dass es in der Firma kaum noch Auslandsreisen geschweige dann eine langfristige Versetzung geben wuerde. Also kuendigte ich und ging nach Thailand. Sozusagen Auslandsversetzung in Eigenregie. Hatte aber auch nichts mit Traeumen zu tun sondern es war immer nur eine Frage der Zeit, wann ich den Abflug machen wuerde.
Rueckblickend war Suedafrika sehr interessant. Sehr befremdlich damals dort, wenn man das erste Mal dort hinkommt. Leben hinter Gittern, "armed respond" Schilder und so, doch bei der zweiten Reise war es dann doch schon anders. War dann auch ausgerechnet zum 20. Jahrestag der Aufstaende von Soweto dort und wir wussten nicht ob die Strassen sicher waren und die Kundenfirmen ueberhaupt geoeffnet hatten. Ging dann aber doch friedlich und recht problemlos ab, wobei wir aber die "major roads" dann doch vermieden. Dennoch 25 Kundenbesuche in zwei Wochen. Das war wie living on the road, aber egal, schliesslich war man nicht zum Urlaub dar. Ausser natuerlich am Wochenenden, da war dann natuerlich Kulturprogramm angesagt. Hatte man sich ja auch redlich verdient. Apropos Suedafrika. Gerade einen Film gesehen, mit Szenerie dort, der auch irgendwie das eigenartig Befremdliche noch recht gut rueberbringt. Ansonsten aber von der Story nix Dolles, aber vom filmischen Ambiente durchaus:
http://www.imdb.com/title/tt1911662/
Schoen so miteinander zu plaudern und sich auszutauschen, Member Wasa, aber es ist unnoetig mit mir unbedingt in Konkurrenz treten zu wollen. Es wird immer so sein, dass Wasa nicht Tramaico ist und Tramaico nicht Wasa. Dafuer sind wir viel zu unterschiedlich in vielen Belangen. Somit wird es dann immer dabei bleiben, dass man seine eigenen Ansichten und Philosophien zum Besten gibt, die naturlich auch schon mal zwangslaeufig kollidieren. Wie man dann letztendlich darum umgeht, ist dann wiederum eine individuelle Sache, wobei ich dann selbst bekanntlich die Ansicht vertrete, dass nichts so stark macht wie Offenheit.
Und somit folge ich dann auch genau dieser Philosophie. Alles andere waere ja auch unlogisch. Deshalb kann ich dann mit schieren Traeumereien auch nichts anfangen. Don't just dream, just do it 'coz dreaming is just a waste of time. Auch wenn das jetzt wieder wie eine ueberhebliche Gemeinheit rueberkommen mag, aber fuer mich sind Traeumereien eher die Welt des Phlegmatikers. Zu traege oder zu furchtsam oder was auch immer um aus lediglichem Imaginaerem Wirklichkeit werden zu lassen. Aber das ist wiederum nicht mein Problem und das meines Hundes naturlich auch nicht.
