Cowboy Thaksin??

Diskutiere Cowboy Thaksin?? im Sonstiges Forum im Bereich Diverses; Hallo Leute Ich frage mich gerade, ob der Premierminister von Thailand, Thaksin Shinawatra dem amerikanischen Präsident Bush nacheifert? Wie ja...
C

Chainat-Bruno

Gast
Hallo Leute
Ich frage mich gerade, ob der Premierminister von Thailand, Thaksin Shinawatra dem amerikanischen Präsident Bush nacheifert? Wie ja schon lange bekannt ist, setzt Thaksin genau wie der Bush voll auf die Todesstrafe. Dies haben wir hier ja schon ausführlich diskutiert und sollte nicht wiederholt werden. Doch nun kommt Thaksin mit dem Vorschlag, dass Kidnapper von Scharfschützen gestoppt werden sollten. Diesen Vorschlag hatte der Bush ja schon kurz nach seinem Amtsantritt auch schon gebracht und wurde von den Ministern gestoppt. Auch in Thailand wird dieser Vorschlag nun verurteilt, nämlich von unserem lieben Vergnügungsstopper, dem Innenminister Purachai Piumsombun.
Also, eifert der Thaksin dem Bush nach oder hat er einfach nur mal so im Traum diese Idee gehabt?
Der Vorschlag ist in den heutigen News (12. November 2001) zu lesen. Unter "Entführtes 4 jähriges Mädchen in Kanal geworfen" nachzulesen.

Chainat-Bruno
 
K

KLAUS

Gast
Hi Bruno,
soweit ich weis, wird und wurde die Methode, eine Geisel durch Scharfschuetzen  zu befreien, schon immer angewandt.
Es gibt doch da auch Beispiel fuer, die wohl nicht allzulange zurueckliegen, also,
es ist doch nichts Neues,
oder habe ich da was falsch verstanden?
Gruss Klaus
 
C

Chainat-Bruno

Gast
ja klaus

bleiben wir beim normalfall und sagen, es war der letzte satz von dir

bruno
 
K

KLAUS

Gast
Hi Bruno,
ist heute sicherlich nicht mein Tag...:-(, aber Kidnapping und Geiselnahme, ist doch das Gleiche??
Kannst Du mich mal bitte naeher aufklaeren, vielleicht fehlt mir ja auch nur die noetige Hintergrundinfo...?:-)
Bitte um Nachsicht,
danke ,
gruesst Klaus
..der aus dem SUSI-FORUM..:-)
 
O

onnut

Gast
wadee tuk khon,
ist doch eigentlich normal.
in deutschland nennt sich das finaler rettungsschuss,oder so ähnlich.
würde mein kind damit gerettet,wäre mir auch das recht.
onnut
 
G

Guest

Gast
Hallo alle ,
bin der selben Meinung wie onut
Opfer geht immer vor Täter
MfG
 
C

Chainat-Bruno

Gast
die diskussion zwischen dem premier und dem innenminister ist ja aufgekommen, da letzte woche eine geisel getötet wurde von einem unter drogen stehenden kidnapper. danach haben die schaulustigen rundherum den täter zu tode geschlagen, bevor die polizei eingreiffen konnte.

bruno
 
K

KLAUS

Gast
Hi all, aha, habe ich also richtig verstanden, es ging um die "Behandlung von geiselnehmern, egal aus welcher Motivation heraus, ich denke, das spielt auch keine Rolle...
ICH bin dafuer, dass man alles tut, um ein OPFER unversehrt zu retten, dazu ist JEDES Mittel recht!!
Nicht rechterns ist es, wenn Lynchjustiz geuebt wird, das ist MORD!!
(Bei allem verstaendnis fuer die aufgebrachte Menge, es bleibt MORD)
Verstehe mur nicht, dass dies nun wie NEU in der oeggentlichkeit diskutiert wird, es war doch immer so, dass geschossen wurde, wenn es ging, aus der "Hecke", ist ja als letzte Moeglichkeit , wenn also Verhandlungen  scheitern, eine  annehmbare rechtsloesung im Interesse der gesellschaft.
Das waere meine Meinung dau, die sich aus meiner persoenlichen Rechtsauffassung ergibt...:-)
Gruss Klaus
 
C

Chainat-Bruno

Gast
ich würde gerne mal eine meinung hören, von einem, dessen familie schaden durch einen geiselnehmer erlitten hat!!

Klaus
versetze dich mal in die lage einer familie, die ihr kind durch einen solchen täter verloren hat. bin zu 100% sicher, dass es dann anders tönen würde. auch wenn du es bestimmt zur zeit nicht zugeben wirst.
bruno
 
K

KLAUS

Gast
Hi Bruno,
wir reden heute wohl nur aneinander vorbei, was bitte soll bei mir anders toenen, weenn ich "Betroffener" waere??
das kann ich nicht vertsehen,
denn ich habe gesagt, Geiselnehmer haben ein Recht darauf so behandelt zu werden, dass ihr Opfer unversehrt freikommen kann!!!
Dazu stehe ich, was ist daran falsch??!!
Und wenn Du die Lynjustizaktion meinen solltest, habe ich geschrieben, dass ich das Verhalten zwar VERSTEHE(ich ergaenze: rein menschlich ) aber es bleibt MORD!!
Lynchen ist nicht entschuldbar, wenn man die rechtsnormen der zivilisierten Welt als Massstab anerkennt, mehr habe ich nicht gesagt,
was ist nun daran verkehrt???
Bitte kannst Du da smal deutlicher sagen , as Du an meiner persoenlichen Einstellung zur sache kritisieren moechtest, das wuerde mir helfen, deinen Einwand zu verstehen, ich jedenfalls habe versucht, mich klar und deutlich auszudruecken, auch,
wenn ich betroffener waere, wie in deinem Beispiel, bleibt es MORD, wenn ich den taeter selber umbringe, wie gesagt nach den geltenden Rechtsnormen!
das es emotional, und menschliche "Sympathie, jenseits dieser rechtsnormen dafuer gibt, ist doch eine ganz andere Sache...
Gruss Klaus
 
C

Chainat-Bruno

Gast
klaus

Zitat ---- wir reden heute wohl nur aneinander vorbei ---- Zitatende

was heisst heute?

[hr:27d7ba0d61][hr:27d7ba0d61]

ansonnsten ist es meinerseits egal, wenn solche mörder gelincht werden, denn meiner meinung nach hat es schon genug nichtsnutze, die von der regierung (egal welches land) durchgefüttert werden müssen. kostet alles nur.

bruno


Letzte Änderung: Chainat-Bruno am 13.11.01, 19:24
 
M

MrLuk

Gast
Hier in Luxemburg gab´s einmal ein Fall mit Geiselnahme im Kindergarten. Kinder plus Kindergärtnerin waren für einige Stunden in der Gewalt des Geiselnehmers. Die Luxemburger Spezialeinheit hat sich was besonderes ausgedacht. Sie haben den Geiselnehmer gefragt ob er ein Interviev für RTL geben will, das life übertragen wird. Der Mann hat zugestimmt! Leider war aber der Kameramann ein Bulle und in der Kamera war eine 22er eingebaut. Er wurde in den Kopf geschossen, überlebte aber - war halt eine 475 Kasul....
Neulich war die Gerichtsverhandlung - der Kerl (oder besser sein Anwalt) plädierte auf Affekthandlung. Er behauptete er wäre durchgedreht. Der Staatsanwalt fragte ihn aber dann, wieso er den die Zeit gehabt habe, eine Automatische Waffe der Firma Heckler & Koch, einen Kanister Benzin und mehrere Handgranaten einzupacken, bevor er im Affekt gehandelt hat!!!
Keine Antwort.....

Wenn die einen Wegpusten wollen, dann tun die das...
Ein Kerl der Kinder und Frauen zu erschießen droht, wenn er seine Rente nicht sofort und integral um´s Hundertfache ausgezahlt bekommt muß mit größeren Schwierigkeiten rechnen.

Todesstrafe ist ein separates Thema.
Es gibt da so einige Argumente dafür oder dagegen.
Meine Meinung ist die: der der für die Todesstrafe ist, sollte sich auch im Stande fühlen sie selber auszuführen. Mit der nötigen Verantwortung und Konsequenz für die Tat. Argumentieren ist eine Sache, das kann jeder...aber später muß man auch zur Äktschen übergehen. Das traut sich eben keiner, und dann müßen Leute gefunden werden die die Drecksarbeit erledigen!
Keine Verantwortung, keine Gefühle von Skrupel, kein Ekel, aber vor allem nicht die Wahl es sich anders zu überlegen. Das ist nicht nur ein geplantes Verbrechen das zur Tötung von Menschen führt, es ist die Vergabe des Auftrags der Tötung.
Ja, aber die Gründe sind andere! Der Mann ist ein Verbrecher!
Er hat das, das, und das getan... er verdient den Tod!!!
Aber der Mann hatte auch seine Gründe zum töten, aller wahrscheinlichkeit nach sehr triftige Gründe...
War der Mann sich seiner Tat nicht bewußt, nur umnebelt, hat er zeitweise durch extreme Umstände die Kontrolle und seinen Willen verloren? Dann hat er sogar eine Schance, wegen vorübergehender Unzurechnungsfähigkeit freigesprochen zu werden! Sind die Leute die für die Todesstrafe sind auch vorübergehend unzurechnungsfähig, oder bei vollem Bewußtsein wenn sie ihre Meinung äußern?
Die Menschen die für die Todesstrafe sind, können eine faschistische Einstellung nicht leugnen. Was eindeutig "nicht gut" ist, muß weggeräumt, getötet werden....am Besten durch die "Exekutive Gewalt". Der Staatsaparat, der uns alle Probleme vom Hals schafft, muß das erledigen, -dafür zahlen wir ja schließlich steuern! So, und jetzt stellt ihn an die Wand damit er nicht noch mehr Verbrechen begeht.

Alternative? Lebenslänglich?
Rehabilitation? Gut investierte Steuergelder? Teure Beamtenlöhne! Hmmmmmmm.....aber ein Menschenleben ist uns das doch wert, oder? Denn wir sind ja keine Verbrecher, nicht wahr!?

Ist die Gesellschaft nicht schlußendlich selber daran Schuld daß manche ihrer Kinder mißraten sind?
Wen wunderts daß es nicht mehr sind die Amok laufen?
Wenn du dein ganzes Leben lang nur Gemeinheiten erlebt, gesehen und gehört hast, wie kannst du dann ein Musterknabe werden? Ok, dann braucht man doch nicht gleich zu morden, vergewaltigen, quälen und um sich zu schießen?
Ja, aber manche tun es nun mal - und es sind laut Aussagen der Nachbarn, meist "ganz normale Bürger".

An den Alternativen happert es für Schwerstverbrecher!
Wer hat eine Alternative außer Knast?
 
C

Chainat-Bruno

Gast
luk, den verd... mister lasse ich immer noch weg, bin lieber melker.
dein spruch: Die Menschen die für die Todesstrafe sind, können eine faschistische Einstellung nicht leugnen.

ICH BIN FÜR DIE TODESSTRAFE, doch bin ich bestimmt kein Faschist. finde es etwas daneben, sowas zu behaupten. ist wieder einmal die mormale dumme antwort eines humanitären ....... (punkte kann sich jeder selbst denken).

----Der Staatsaparat, der uns alle Probleme vom Hals schafft, muß das erledigen, -dafür zahlen wir ja schließlich steuern! So, und jetzt stellt ihn an die Wand damit er nicht noch mehr Verbrechen begeht.----

vielleicht wäre es bestimmt besser, jeden überführten täter (dem die schuld zu 100 pro gegeben wewrden kann) an die wand zu stellen und abzuknallen, als ihn noch durchzufüttern, nach ein paar jehren wieder rauszulassen (angeblich als geheilt) und ein paar wochen später muss ihn die polizei wieder jagen, da er wieder einmal geistig benebelt war und ein kind ermordete, nachdem er es geb...... hatte.
Ich finde diese humanitäre scheisse langsam zum kotzen, denn bei fast jedem kindermord wird der täter danach als wiederholungstäter entlarft, weil er ja angeblich nach 4 jahren geheilt war. da muss ich eben schon wieder das selbe sagen wie oben schon mal, wie denken die humanitären ..... darüber, wenn ihr kind von so einer kreatur vergewaltigt und ermordet wurde?

scheisse, wie ich dieses thema hasseBruno
 
G

Guest

Gast
Also, man muß wohl unterscheiden:

1. finaler Rettungsschuß: Versuch der Polizei, den Täter kampfunfähig zu machen, unter Inkaufnahme der Tötung des Täters, und

2. Todesstrafe: Strafmaß im Rahmen des Urteils eines Gerichtes


Zu 1) ist in der BRD heiß umstritten, Brandenburg und Bayern haben es in den Polizeigesetzen verankert. Ist natürlich Ansichtssache, aber ich finde, daß das Recht dem Unrecht nicht weichen muß, und wer unter Drohung mit Gefahr für Leib und Leben Dritter versucht, eigene Forderungen durchzusetzen, sollte wissen, daß auch sein eigenes Leben auf dem Spiel steht. Ob dadurch Straftaten verhindert werden ??? Keine Ahnung, aber in Texas gibt es trotz Todesstrafe Gewaltdelikte, also kann die Abschreckungswirkung nicht allzu groß sein. Aber für die Polizei, besonders den Scharfschützen, ist es sicherlich beruhigend zu wissen, daß der "Rettungsschuß" (der für den Täter so rettend nicht ist) durch das Polizeigesetz gedeckt ist.

Zu 2) Ist auch immer ein beliebtes Streitthema. Man nehme irgendeine besonders ruchlose und gemeine Tat, und der Schrei nach der Todesstrafe ertönt... Objektiv gesehen ist die Abschreckung gering (siehe Texas), kann also nur Rache tragendes Moment sein. Rache... naja, dadurch wird auch niemand lebendig, aber was für eine schlimme Vorstellung, wenn in einem Rechtsstaat aufgrund eines Justizirrtums jemand hingerichtet würde, und hinterher stellt sich heraus, er war es nicht. Bei lebenslanger Haft kann man Haftentschädigung zahlen, die Todesstrafe ist irreversibel.
Das Bundesverfassungsgericht hat übrigens vor ein paar Jahren einmal geprüft, ob die lebenslange Haft grundrechtskonform ist (sie ist es, wenn nach 15 J eine Haftprüfung stattfindet). Im Rahmen dieser Prüfung wurde geprüft, ob Täter, die nach Verbüßung einer "lebenslangen" Freiheitsstrafe (d.h. in der Regel 18 J) freigelassen werden, rückfällig werden. Ergebnis: nur zu einem verschwindend kleinen Prozentsatz, etwa um die 1%, wenn ich mich recht erinnere. Also hat die lange Freiheitsstrafe wohl doch etwas für sich, jedenfalls soweit es die Einwirkung auf den Täter angeht.
Klar, wenn irgend so ein Schwein sich an einem meiner Kinder vergehen würde, würde ich vermutlich auch laut nach der Todesstrafe (nach vorhergehender ausgiebiger Folterung mit anschließender Entmannung) rufen; grau ist alle Theorie...

Egal, diskutieren kann und soll man diese Dinge, auch wenn es schwierig ist, abschließend zu entscheiden, was denn wohl das "richtige" ist.
 
M

MrLuk

Gast
Bruno,

Also nochmal: eine faschistische Einstellung zur Todesstrafe bedeutet nicht daß man ein Faschist ist.
Blödes Beispiel, ....wenn ich von 3 Afrikanern verprügelt werde - dann könnte es gut sein daß ich sie scheiß Neger betittele. Deshalb bin ich noch kein Rassist. Aber,.... ich habe allerdings eine rassistische Einstellung zu gewalttätigen Schwarzen. Kapiche?

So ist das nun mal mit Meinungen und Einstellungen: man muß da hellhörig in sich hineinhorchen:-)
Man kann argumentieren, seine Meinung unterstreichen, Beispiele der Grausamkeit bringen (Kindermörder- und Schänder, Vergewaltiger etc): der, der für die Todesstrafe ist, ist für´s Töten!
Wenn ich von was auch immer betroffen wäre das mir Rachegelüste gäbe die zum Tode führen sollen, dann würde ich das eher selbst anpacken als andere dazu aufzuhetzen!
Das ist jetzt nicht übertrieben oder über´s Ziel hinausgeschoßen, denn wie anders wurde die Todestrafe denn wohl "erfunden"?

Wenn ich Rache verüben will, und denke ich müße töten, dann
erledige ich das selber (und übernehme die Verantwortung ganz alleine dafür) und verwickele nicht die ganze Menschheit darin!

Was heißt hier humanitäre Scheiße? Überleg´ doch mal was du da eigentlich sagst...
Also wenn man human - ergo menschlich denkt (also wie ein Mensch) dann soll das Scheiße sein??? Tsk, tsk, tsk...na dann Gute Nacht!
 
S

stefan

Gast
ich versuche jedem seine meinung zu lassen,auch wenn ich glaube, daß meinen nicht unbedingt denken  ist, da mann meinungen doch meist nur übernimmt und und nicht selber denkt ( nicht ohne grund macht die BILD-zeitung werbung mit " bild dir deine meinung")
sicher steigt auch in mir wut auf, wenn ich berichte über mädchenschänder lese. auch gedanken "für die todesstrafe" tauchen dann auf, doch versuche ich mich, dann daran zu erinnern, das im Buddhismus gelehrt wird, Liebe für alle lebewesen zu spüren. es gibt in der Buddhistischen Lehre einige beispiele für menschen, die alle möglichen greueltaten begannen haben und durch läuterung, wieder demütige heilige wurden.
vorallem wenn man an wiedergeburt glaubt, sollte man verbrechern auch die chance , für sühne geben.
ich gebe auch zu bedenken, daß vor nicht allzu langer zeit, familien die nicht deutsch waren hingerichtet wurden, nur weil es "unser gesetz" war........
 
M

MrLuk

Gast
Stefan,

Das Thema aus Buddhistischer sicht zu betrachten passt ja eigentlich ganz gut hier rein...
Aber die Liebe zu allen Lebewesen ist doch eher so zu verstehen daß man Tiere und Pflanzen, Insekten und ander Lebewesen respektieren soll da sie ebenfalls eine Seele wie wir Menschen besitzen. Ein anderes Lebewesen als der Mensch ist übrigens nie Böse - und tötet (mit wenigen Ausnahmen) nur zum überleben. Die Bürde der Gut/Böse Parameter tragen aber nur wir. Der Buddhismus gibt übrigens nicht vor daß man alle Lebewesen lieben soll/muß, sondern sie respektieren soll. Liebe spürt man nicht durch Philosophie oder Religion, allerdings kann sie auch auf diese Weise geweckt werden.

Den Gedanken der Läuterung finde ich allerdings ganz interessant - ja das stimmt, ein Toter kann auch nicht bereuen und es auch nicht wieder gutmachen. Diese Chance nimmt man ihm tatsächlich.
Das trifft übrigens auch auf das Erschießen durch Scharfschützen zu...
Ob Reue, Läuterung und Wiedergutmachung (falls das überhaupt möglich ist) allerdings allzuoft vorkommt ist eine andere Frage. Du redest ja selber von Heiligen - mir sind bisher nur wenige Helige über den Weg gelaufen, meistens waren es dann auch noch komische Helige.
Die Wiedergeburt ist in diesem Zusammenhang auch ein interessantes Argument....bloß muß man hier bedenken daß ein "Fehlgeleiteter" sich ein schwehres Karma auflädt, das er in einem späteren Leben "gutgeschrieben" bekommt.
Vielleicht ist der Fakt daß er zum Verbrecher wurde ebenfalls eine karmische Aufgabe gewesen, aber das ist bereits zuviel der Spekulation. Ich will sagen: so einfach ist das nun auch wieder nicht mit der Reinkarnation, - da müßte man schon tiefer in die Materie eintauchen um die Zusammenhänge eines solchen Schicksals/Karmas zu verstehen.

ich gebe auch zu bedenken, daß vor nicht allzu langer zeit, familien die nicht deutsch waren hingerichtet wurden, nur weil es "unser gesetz" war........

Könntest du bitte nochmal zurückspulen und das etwas genauer ausführen, ich kann nur raten auf was du dich hier beziehst....
 
Jinjok

Jinjok

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Zitat: Also nochmal: eine faschistische Einstellung zur Todesstrafe bedeutet nicht daß man ein Faschist ist.

Die Menschen die für die Todesstrafe sind, können eine faschistische Einstellung nicht leugnen.

Hier wird jemandem ganz allegemin eine faschistische Einstellung vorgeworfen, da er für die Todesstrafe ist. Ein Reflexiv von Einstellung auf die Todesstrafe ist nicht zu finden. Im Übrigen, was unterscheidet eine faschistische Einstellung zur Todesstrafe von einer Sozialistischen oder Konservativen?
[hr:6873154df5]
Der, der für die Todesstrafe ist, ist für´s Töten!
Hier wird aus dem Todesstrafen-Befürworter jemand, der ganz allgemein (undiffernziert) das Töten propagiert.
[hr:6873154df5]
Wenn ich von was auch immer betroffen wäre das mir Rachegelüste gäbe die zum Tode führen sollen, dann würde ich das eher selbst anpacken als andere dazu aufzuhetzen!  Das ist jetzt nicht übertrieben oder über´s Ziel hinausgeschoßen, denn wie anders wurde die Todestrafe denn wohl "erfunden"?
Hier wird suggeriert, Strafe (Haftstrafe, Todeststrafe) wäre Rache.
 
M

MrLuk

Gast
Jinjok,

L:Die Menschen die für die Todesstrafe sind, können eine faschistische Einstellung nicht leugnen.

J:Hier wird jemandem ganz allegemein eine faschistische Einstellung vorgeworfen, da er für die Todesstrafe ist. Ein Reflexiv von Einstellung auf die Todesstrafe ist nicht zu finden. Im Übrigen, was unterscheidet eine faschistische Einstellung zur Todesstrafe von einer Sozialistischen oder Konservativen?

L:Hier wird niemandem was vorgeworfen, wenn du dich getroffen fühlst, dann ist das nicht mein Problem. Diese Ableitung ist sehr wohl berechtigt, das geht schon alleine von der Existenz und der Umsetzung der Todesstrafe in rechtsgerichteten Ländern (und Staaten der USA) hervor! Und behaupte jetzt nicht daß faschistische Regime sich in dieser Hinsicht je geniert hätten. Also bringe keine sinnlosen Gegenargumente die sich wiedersprechen!

L:Der, der für die Todesstrafe ist, ist für´s Töten!

J:Hier wird aus dem Todesstrafen-Befürworter jemand, der ganz allgemein (undiffernziert) das Töten propagiert.

L:Wenn du denkst daß "hier jemand zu irgendwas wird, dann steht das dir frei. Aber lege mir keinen fremden Worte in den Mund!

Als Undifferenziert ist es nun wirklich nicht zu verstehen, - höchstens für jemanden der den Sinn darin nicht erkennen kann. Die größte Gefahr bei der sogenanten Todesstrafe ist eben genau der, daß Töten unter bestimmten Umständen notwending scheint. Es gibt aber in Wirklichkeit keinen, - denn Töten wird lediglich durch polito-moralische Argumente legitimiert und legalisiert. Und solche Gesetze werden dann durch PROPAGANDA schmackhaft gemacht und bürgern sich dann nach und nach ein. Wenn Jemand auf diesen Trugschluß hereinfällt, dann glaubt er töten wäre unter bestimmten Umständen und als Strafe für extreme Verbrechen gerechtfertigt. Also, wenn er das nicht nur so hinnimmt, sondern auch noch "dafür ist", dann ist er ein Befürworter. Er muß es deshalb noch lange nicht propagieren! Ich weise lediglich auf den Trugschluß hin! Was andere propagieren oder für sich behalten, dafür bin ich beileibe nicht verantwortlich!!!!!!!!

L:Wenn ich von was auch immer betroffen wäre das mir Rachegelüste gäbe die zum Tode führen sollen, dann würde ich das eher selbst anpacken als andere dazu aufzuhetzen!  Das ist jetzt nicht übertrieben oder über´s Ziel hinausgeschoßen, denn wie anders wurde die Todestrafe denn wohl "erfunden"?

J:Hier wird suggeriert, Strafe (Haftstrafe, Todeststrafe) wäre Rache.

L:Die letzte Interprrätation hast du dir aber wirklich nur noch aus den Fingern gesogen:-)
Hier wird überhaupt nichts derartiges suggeriert, ich stelle lediglich dar, wie die Auge um Auge - Zahn um Zahn Mentalität über die Jahrhunderte evoluiert hat und eine andere, scheinbar zivilisiertere Form angenommen hat. Hinrichten (von Haftstraffe war überhaupt nicht die Rede - ich bitte dich) ist aber nun mal in meinen Augen nicht zivilisiert. Logisches und gerechtfertigtes Töten gibt es in meinen Augen einfach nicht. Die Todesstrafe müßte eigentlich, genau wie Faschismus, Kommunismus und einige ander seltene politische Konzepte überlebt sein, denn das wäre ein weiterer Fortschritt in der Geschichte der Menscheit.

Eigentlich wollte ich nur darauf hinweisen daß Derjenige, der für die Todesstrafe is, auch den Mut haben sollte sie selbst auszuführen. Aber das war ja auch nur ein Gleichnis und gleichzeitig eine Provokation. Du hast es allerdings anders verstanden und hast seltsamerweise allergisch auf das Wort "RACHE" reagiert.

Hast du eigentlich auch eine selbstständige Meinung zu dem Thema die nicht auf unlogische Interprätation und verzerrte Assoziation deren Anderer basiert?

Es wundert mich nicht daß du mir nichts gutheißt, das wäre ja was ganz NEUES - es ist allerdings schade daß du den Sinn meiner Worte um jeden Preis verdrehen und dadurch wiederlegen willst....
 
Jinjok

Jinjok

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Ich argumentiere weder gegen noch für die Todesstrafe. Ich prangere demagogische Diskussionsmethoden an, die von vornherein den anderen Teilnehmer mundtod machen sollen.

Die Menschen die für die Todesstrafe sind, können eine faschistische Einstellung nicht leugnen.

In diesem Satz und auch nicht in dem davor oder danach wird irgendein Zusammenhang zur Praxis der Todestrafe in einem oder mehreren Ländern gebracht, die eine Ableitung auf die Einstellung zur Todesstrafe des so Beschuldigten begründete. Dieser Satz sagt lediglich, wer pro Exekution ist, macht sich einer faschistischen Einstellung schuldig. Es gibt keinen Hinweis, daß sich diese Einstellung nur und aussließlich auf die Todestrafe bezieht. Der Vorwurf ist ganz pauschal formuliert. Da Leute mit einer solchen Grundhaltung gesellschaftlich geächtet (auf jedem fall in dieser Art Forum) sind, wird der so Beschuldigte schon mal für alle deutlich in eine Ecke geschoben, aus welche jedwedes Argument gleich einen anderen Klang hat. Ich sehe hier kein Gegenargument was sich widerspricht, wie könnte ein Argument alleine das auch.

Weiterhin bleibt die Frage offen wo die Unterschiede faschistischer, kommunistischer, sozialistischer oder auch konservativer Einstellungen zur Todestrafe sein sollen. Ich fühle mich weder angesprochen noch getroffen, mir geht nur eine solche beleidigende und vorverurteilende Art von Demagogie auf den Sack. Das ist ein Thaiforum und kein pseudowissenschaftlicher Debattierclub.

Der, der für die Todesstrafe ist, ist für´s Töten!

Dieser Satz ist genauso falsch. Jemand der die Todesstrafe als letztes Mittel der Rechtsprechung akzeptiert, billigt nicht zwangsläufig auch alle anderen Arten  von töten. Denn genau das sagt der Satz aus. Auch hiermit wird der Befürworter pauschal diskreditiert indem man ihm vorwirft, er unterstütze jede Art von Töten. Mit Ausrufezeichen. Man kann sehr wohl die Todesstrafe billigen, gleichzeitig aber gegen Lynchmorde oder Töten durch Privatpersonen sein. Mancher kann da vielleicht nicht differenzieren, das ist ein Manko, aber viele können es sehr wohl. Das kann man mit eienr Behauptung nicht vom Tisch wischen und schon gar nicht mit so einem Satz einer Person absprechen wollen.

Wenn ich von was auch immer betroffen wäre das mir Rachegelüste gäbe die zum Tode führen sollen, dann würde ich das eher selbst anpacken als andere dazu aufzuhetzen!  Das ist jetzt nicht übertrieben oder über´s Ziel hinausgeschoßen, denn wie anders wurde die Todestrafe denn wohl "erfunden"?

Strafe (nach dem Strafgesetzbuch) ist eine gesellschaftlich akzeptierte Form der Erziehung und Mittel zum Aufrechterhalten der öffentlichen Ordnung. Strafe unterliegt durch die Legislative beschlossener Gestze. Rache hingegen ist im Sprachgebrauch eine aus niederen Instinkten und somit durch persönliche Interessen getriebene Tat. Damit eben diese Interessen ausgeschaltet werden, wird durch den (möglichst unbefangenen) Richterstand das Strafmaß festgelegt und nicht durch den Betroffenen persönlich.



Letzte Änderung: Jinjok am 15.11.01, 10:31
 
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Cowboy Thaksin??

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