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Buddistische Eheschließung in Thailand

Diskutiere Buddistische Eheschließung in Thailand im Ehe & Familie Forum im Bereich Thailand Forum; Habe mir gedacht das es besser ist hier einen neuen Thread für dieses Thema zu eröffnen um damit die Frage von Chak etwas genauer zu beleuchten...
J

Johann43

Gast
Habe mir gedacht das es besser ist hier einen neuen Thread für dieses Thema zu eröffnen um damit die Frage von Chak etwas genauer zu beleuchten.

Das können aber doch keine richtigen Ehen sein, oder?
Nach Deinem Verständnis wohl nicht ..... nach thail. Verständnis sehr wohl!

Tatsache ist das in TH immer noch die meisten Ehen im Tempel und nicht vor dem Standesamt geschlossen werden ...... dieser, wie von Dir genannte, "Tempelhokuspokus", ist für die Thaibevölkerung weitaus wichtiger, als die Unterschrift auf dem Standesamt und wird in der Gesellschaft voll als Ehe anerkannt .....

Soweit mir bekannt ist, hat eine solche Eheschließung, innerhalb TH, auch Rechtsfolgen .... wie Erbrecht für Kinder und Ähnliches.

Aber sicher gibt es da Member, die sich damit besser auskennen als ich ...... aber so abwertend würde ich das keinesfalls bezeichnen.

Ist eben nicht so einfach, europäische Denkweisen abzulegen ...... und Tolleranz zu üben .... kann man das nicht ..... macht es den Aufenthalt und das Leben in TH oder mit thail. Menschen um Vieles schwieriger .... wenn nicht gar, in manchen Fällen .... unmöglich.

Gruss aus dem Isaan

Johann :wink:
 
conny

conny

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Soweit mir bekannt ist, hat eine solche Eheschließung, innerhalb TH, auch Rechtsfolgen .... wie Erbrecht für Kinder und Ähnliches.
Bin zwar kein Spezialist für Erbrecht und für thailändische Gesetze erst recht nicht, aber ich glaube, dass Beerben und Vererben doch eher mit der Vater/Mutter Stellung im Bezug zum Kind zusammenhängt.

Oder täusche ich mich da :nixweiss:

Gruß
Conny
 
J

Johann43

Gast
@conny,

habe versucht, dies in meiner Umgebung hier genauer auszumachen ..... bekam aber unterschiedliche Antworten ... wie fast immer hier in TH ... auch die Frau, soll nach einer gewissen Frist erbberechtigt sein .... da mich dieses Thema auch interessiert und ich es nicht genau weiss, habe ich das Thema einfach mal eröffnet.

Gruss aus dem Isaan

Johann :wink:
 
Jim Thompson

Jim Thompson

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Leider kann ich nichts zum Erbrecht sagen, aber zur buddhistischen Hochzeitszeremonie.
Nachdem wir in D geheiratet haben, haben wir uns entschlossen ein Jahr später in TH auch auf thailändische Art und Weise zu heiraten. Ich kann nur sagen, das war ein Erlebnis, welches ich nicht missen möchte. Denn das war Kultur pur !!! :super:
Manche meinen dazu Hokuspokus, ich nenne es Respekt vor der anderen Kultur.
Niemand hat es von mir verlangt, doch wollte ich solch eine Hochzeit auch feiern, weil ich genau wußte, wie sehr es meine Frau freuen würde und welche Bedeutung es für ihre Familie hat.
(Leider sind wir nun doch wieder geschieden...)

Viele Grüße

Jim Thompson
 
A

Armin

Gast
In Thailand ist die buddistische Eheschließung die wichtigste! Es ist wie eine Bekanntgabe der ordentlichen Verhältnisse. Damit einher geht Schutz der Beteiligten und. und. und. Die Familienmitglieder verteidigen eine solche Ehe, egal ob sie gut läuft oder nicht. Ein Vergewltiger hätte also schlechte Karten.
Wilde Ehen gibt es in Thailand, doch werden die Frauen als Huren betrachtet.

Gruß Armin
 
S

spirit

Gast
@all

...... dieser, wie von Dir genannte, "Tempelhokuspokus", ist für die Thaibevölkerung weitaus wichtiger, als die Unterschrift auf dem Standesamt und wird in der Gesellschaft voll als Ehe anerkannt .....
Diese Aussage kann ich voll bestätigen.

Für meine jetzige Frau wäre es gesellschaftlich nicht möglich gewesen, mich in ihrem Haus wohnen zu lassen, ohne daß wir nicht diese wunderbare buddhistische Hochzeit vollzogen hätten.

Bei uns war das eigentlich eine kleine Hochzeit, die am 1. Tag mit einigen Zeremonien im Tempel begann, und mit dem wichtigsten Teil, der "Übergabe der Tochter" im Kreise der Familie in ihrem Haus fortgesetzt wurde. Mit der Familie wurde anschließend in einem netten Restaurant gespeist.

Am 2. Tag wurde dann in einem Hotel in Bangkok die Hochzeit mit verschiedenen Zeremonien und Speis und Trank abgeschlossen (100 geladene Gäste).

Insgesamt war das ein unvergessliches Ereignis und hat mit "Tempelhokuspokus" wirklich nichts gemein.

Seit diesem Zeitpunkt bin ich ein vollwertiges Mitglied in ihrer Familie.

Servus
 
N

Nuckel

Gast
Wir werden im Dezember in LopBuri traditionell Heiraten. Meine Mia ist schon mächtig am Planen. Es gibt gut was zu futtern, Whisky, Musik, 9 Mönche aus dem Wat, besonders schöne "Kostüme" und viele Gäste. Wir freuen uns schon riesig darauf. Gibt bestimmt tolle Fotos.

:-)
 
K

Kali

Gast
Die buddhistisch geschlossene Ehe in Thailand mag nach unserem Verständnis ohne Rechtsfolgen sein.
Die soziale Kontrolle dort kann erheblich wirksamere Konsequenzen produzieren.

Und nichts ist schlimmer, gerade auf´m platten Land in Thailand, als die soziale Ächtung...
 
N

Nuckel

Gast
Ja, ich denke nach der Zermonie ist das Paar für jeden Thai fest verheiratet erst recht für das familiäre Umfeld. Diese darauf folgende "Registrierung" bei den Behörden wirkt etwas aufgepfropft.

Mich würde auch interessieren was sich an der Rechtlichen Situation in Thailand ändert. In D ist es z.B. so das ein Verlobter nicht gegen eine Verlobte ausagen muss. (Aussageverweigerungsrecht) Ich habe auch mal gelesen das in Thailand ein Recht(?) besteht die Kosten für die Heiratsvorbereitung und das Brautgeld zurückzuforden wenn die Braut sich trennt / anders entscheidet. Dürfen wir uns nach der Hochzeit bereits als Mr.+Mrs. Nuckel bezeichnen ?
 
Loso

Loso

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Am 19. Mai haben wir auch nochmal in Thailand geheiratet. Auch mir wurde anschliessend gesagt, dass ich (erst) jetzt Teil der Familie bin (wie immer man das interpretiert ;-D ). Aber so ganz verstehe ich nicht, warum man dies "buddhistisch" nennt. Bei uns war kein Mönch dabei, bei anderen Hochzeiten sind die soviel ich weiss "geladene Gäste". Morgens an diesem Tag mussten wir den durchs Dorf gehenden Mönchen Essen überreichen, das war´s. Die traditionelle thailändische Hochzeit ist aber nicht so in der Religion verankert wie im christlichen Glauben als Sakrament. Die Vermälung nimmt ein "Schamane" vor, dh. jemand der älteren Männer, der sich gut mit alten Texten und Zeremonien auskennt.
Gruss Loso
 
P

PETSCH

Gast
Yes @Loso, so wars bei uns auch.
Der "Schamane" war der Dorfälteste.
Da das Kloster in der Nähe steht,
haben wir unsere Gaben selbst dorthin
gebracht.
 
C

Chak2

Gast
Johann, du meinst etwas anderes. Nicht die Tempelehe ruft per se das Erbrecht hervor, sondern die sogenannte common-law-Ehe nach einer gewissen Zeit. Etwas vergleichbares gibt es etwa in Australien.
Das bedeutet, dass die Partner nach einer gewissen Zeit des Zusammenlebens ähnlich behandelt werden, als wenn sie verheiratet sind.
Ob sie dafür den Segen Buddhas haben spielt dabei keine Rolle.
 
J

Johann43

Gast
@Chak,

Nicht die Tempelehe ruft per se das Erbrecht hervor, sondern die sogenannte common-law-Ehe nach einer gewissen Zeit.
Kannst Du darüber einmal etwas ausführlicher schreiben? Interessiert mich. Beim googlen habe ich zwar den Begriff auch gefunden ... in Verbindung mit TH und dem dortigen Recht .... konnte aber nichts finden über eine common-law-ehe in bezug auf TH.

Gruss aus dem Isaan

Johann :wink:
 
M

MichaelNoi

Gast
Hallo Herr und Frau Nuckel,
du schreibst:
"Ich habe auch mal gelesen das in Thailand ein Recht(?) besteht die Kosten für die Heiratsvorbereitung und das Brautgeld zurückzuforden wenn die Braut sich trennt / anders entscheidet. Dürfen wir uns nach der Hochzeit bereits als Mr.+Mrs. Nuckel bezeichnen ?"

Ich kann nur sicher sagen, dass in Deutschland die Kosten der Vorbereitung zur Ehehschließung in diesem Fall eingeklagt werden können. Ob das in Thailand auch rechtlich abgesichert ist, wage ich zu bezweifeln.

Natürlich dürft ihr euch nach der (buddhistischen ) Hochzeit als Familie Nuckel bezeichnen, im Pass steht es aber erst, wenn ihr auf dem Verwaltungsamt ( Amphö ) wart.
 
A

andydendy

Gast
Werde im Januar meine buddhistische Hochzeit
nachholen. Meine Frau und die Familie in Bangkok
sind schon in der Vorbereitung. Die ganze Strasse
wird dabei mitfeiern und ich werde auch die
landesübliche Kleidung tragen.
 
J

Johann43

Gast
@ Chak,

Ob sie dafür den Segen Buddhas haben spielt dabei keine Rolle.
Das ist noch nicht sicher :lol: ..... bin am nachforschen .... habe aber bis jetzt noch kein entgültig, brauchbares Ergebnis erzielt ...... bis jetzt im Web nur Behauptungen gefunden, das es diese common-law-Ehe in thail. auch geben soll ..... geschrieben von überwiegend amerikanischen Juristen ... außerdem Kommentare, das buddistische, traditionelle Aspekte bei der Rechtssprechung durch Gerichte mit einfließen.

Mal sehen was ich noch herausbekomme ..... wenn überhaupt .... 'ne harte Nuss ..... keine klaren Aussagen zu finden.

Gruss aus dem Isaan


Johann :wink:
 
C

Chak2

Gast
Johann, mich würde das auch interessieren. Ich bin mir da auch nicht so sicher. Es kursieren ja auch geradezu Schauermärchen unter manchen Expats.
 
N

nicknoi

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Südbaden
Hallo

ich habe vor ca 2 Jahren buddhistisch geheiratet. Diese Eheschliessung wenn Sie nicht den Behörden gemeldet wird (sprich das wäre wie bei uns das standesamtliche) hat keinerlei Rechtsgültigkeit bzw der jeweilige hat keinerlei Ansprüche.

Viele, wahrscheinlich die meisten buddhistischen Eheschliessungen werden nicht gemeldet. Man sieht es daran dass viele Mädels aus dem Isan auch reiferen Alters ohne Probleme die Ledigkeitsbescheinigung aus dem Bezirk und aus Bankok bekommen. Moralisch war oftmals eine Ehe vollzogen aber nicht amtlich.

Wenn man buddhistisch heiratet hat es die Bewandnis nichtnur in diesem, sondern auch in den künftigen Leben zusammen zu sein. (romantisch, gell)

Es war ein klasse Erlebnis. Seit diesem Tag haben wir zwei Hochzeitstage. Einmal am 30 Dezember (Steuerflüchtling :-) und am 13 Februar :lol:

Gut für meine Holde, gibts zweimal Geschenke :rofl:
 
Thema:

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