m.E. ganz einfach deswegen, weil es ein schlechtes Bild in der Öffentlichkeit macht und wenig mit dem Idealbild des "Verzichtens" zu tun hat, das ja ein wesentliches Element des Buddhismus ist.
Ein katholischer Eremit wird auch wenig glaubwürdig, wenn er sich eine Hitec-Anlage für seine 4m²-Klausur im Wald schenken lässt mit Satellitenschüssel samt 60 Programmen und dazu zwei 3-Wege-Lautsprecherboxen zu 1000 Watt ... vor allem wenn er sie dann auch noch benützt
der thailändische Buddhismus kennt nicht diese Dogmatische Form des Handelns,
weil die kulturellen Hintergründe der buddhistischen Gemeinschaften zu unterschiedlich ist.
Ob es nun um einen Theravadabuddhismus von Chinesischen Einwanderern vor 150 Jahren geht,
die ihre eigene Adaption geschaffen haben, also ihren eigenen mittleren Weg zwischen den Anforderungen,
den jedes Mitglied der Gemeinschaft für seine Gemeinschaft erbringen muss,
oder um die Nachkommen der Dai in Thailand, die aus einer Kultur des Matriachates kommen,
überall finden sich unterschiedliche Nuancen in den Anforderungen, die ein Mönch für seine Gemeinschaft erbringen muss.
Entfernt sich ein Mönch mit seinen Lehren von den Anforderungen der Gemeinschaft,
baut die Gemeinschaft einen neuen Tempel, den sie mit einem Mönch besetzen,
der ihre Anforderungen erfüllt.
Der Tempel des verlassenden Mönches muss nun selber sehen,
wie er eine Gemeinschaft, die ihn unterstützt, findet.
Wenn diese Gemeinschaft also beispielsweise die Annahme eines beschriebenen Geschenkes erwartet hätte,
wäre ihr die Wahrnehmung der thailändischen Öffentlichkeit egal, solange der Mönch ihre Art unterstützt,
und im Einklang mit den Regeln der Shanga lebt, ist es kein Problem.