Buddhismus ohne Lehre von den Wiedergeburten?

Diskutiere Buddhismus ohne Lehre von den Wiedergeburten? im Sonstiges Forum im Bereich Diverses; Dazu kann ich nur entgegnen - Ein Taschenspieler sieht die Welt aus der Sicht eines Taschenspielers.
Waitong

Waitong

Gesperrt
Joined
Jun 3, 2010
Messages
2,629
Reaction score
6
Location
Bangkok
Religionen treffen sie aber trotzdem, anstatt einem jeden eine eigene Entscheidung zu ueberlassen. Religionen sind immer absolut und setzen im Wesentlichen nur auf eins. Taschenspielertricks. :rolleyes:
Dazu kann ich nur entgegnen - Ein Taschenspieler sieht die Welt aus der Sicht eines Taschenspielers.
 
T

Tanha

Senior Member
Joined
Apr 19, 2012
Messages
429
Reaction score
88
Location
Isaan
Jeder der auch nur einen Teil der bekannten und wichtigen Sutras der Tripitaka gelesen hat, wird feststellen, dass die Lehre der Wiedergeburt fest im Buddhismus verankert ist. Sie ist keineswegs ein Add-On Feature, sondern ein elementarer Bestandteil der buddhistischen Lehre. Zur Untermauerung könnte ich jetzt jede Menge kanonische Textstellen zitieren, aber ich verweise nur auf DN1, SN56.11, MN36, MN135, MN135, SN12.65, DN11, MN41, und MN68 für die Interessierten. Wer behauptet, das der Buddhismus auch ohne Wiedergeburt auskommt, hat entweder kein tiefes Verständnis des Buddhismus, oder ist darauf bedacht eine neue Alternativreligion entlang der "Buddhism Lite" Linie zu gründen. Es wird jedoch sicher noch viele Jahre lang interessante Diskussionen um dieses Thema geben.
Das Buddha an Wiedergeburt glaubte, ist klar überliefert, hat er doch in der Meditation (im sogenannten "Magischen Bewusstsein" bzw. Siddhi/Iddhi) viele seiner letzten Inkarnationen selbst erfahren. Auch stimme ich mit dir überein, dass man, wenn man sich das alles Zusammensucht, es nicht mehr Buddhismus nennen sollte. Das wurde aber leider schon immer gemacht (im Mahayana und selbst innerhalb des Hinayana und sogar innerhalb eigenen Schulen z. B. des Theravada, wo z. B. der Abhidhamma abgelehnt wird).

Der buddhistische Erlösungsweg selbst (für mich der wichtige Kern der Lehre), kommt aber ohne Wiedergeburt/Karma aus. Er verliert aber natürlich an Dringlichkeit.

Aber ich denke, jeder sollte glauben, was er möchte, wenn es ihm irgendwie über die Runden hilft oder sogar glücklich macht und er sich nicht sich selbst und andere dadurch zu stark einschränkt.

Gruß
Tanha
 
T

Tramaico

Gast
Es erstaunt mich immerwieder, wie du versuchst deinen Standpunkt zu verkaufen, ohne auf wichtige Detail's einzugehen. Das legt bei mir die Vermutung nahe, dass du ueber viele Dinge der Lehre nicht genuegen informiert bist.
Bei mir liegt die Vermutung nahe, dass Du die buddhistische Lehre noch nicht mal in der Grundbasis verstanden hast. So wie die Meisten.

Schau, mir gibt die Lehre seit mittlerweilen gut 10 Jahren sehr viel. Tendenz steigend. Du dagegen hast Dich von ihr abgewendet.

Nun kommst Du mit der Aussage, dass ICH mich ueber viele Dinge der Lehre nicht genuegend informiert habe. Erkennst Du Die Absurditaet Deiner Aussage? :rolleyes:
 
T

Tanha

Senior Member
Joined
Apr 19, 2012
Messages
429
Reaction score
88
Location
Isaan
Zuviel des Guten wird sehr leicht kontraproduktiv. Auch in Sachen Buddhismus. Es laehmt und verwirrt den eigenen Verstand und zwar manchmal so sehr, dass jeglicher Sinn auf der Strecke bleibt. :rolleyes:
Leider wird dies viel behauptet. Buddhismus ist nicht einfach. Deine Vorstellungen, soweit ich sie aus den wenigen Schreiben entnehmen kann, entsprechen eher dem hinduistischen Yoga und den Richtungen Advaita-Vedanta (Sri Ramana Maharshi etc.). Dort wird die befreite Seele, von den Phänomenen nicht mehr berührt. Es gibt einmal die Anschuung mit Individualseelen (diese Ansicht vertraten wohl auch Buddhas Yoga-Lehrer) und die einer einzigen Welten-"Seele" (Atman ist Brahman). Buddha lehrte Anatta (An-Atman, Nicht-Atman) und verstand darunter genau das Gegenteil, was unter Atman verstanden wird.

Im hinduistischen Yoga verstrickt sich aus unerfindlichen Grund das "göttliche" Selbst mit der Welt (die Maya, als Traum von Brahma). Erleuchtung macht dies hier rückgängig.
Diese Vorstellung hat natürlich auch ihre eigene Problematik: Wenn dies einmal aus unerfindlichen Grund passiert ist, kann das wieder passieren. Ergo es gibt keine endgültige Befeiung in diesem System!

Im Buddhismus wird der Geist durch das zeitweilige Erleben von Nirwana während der Meditation umgeformt, sodass sich verschiedene leiderzeugende falsche Ansichten nicht mehr bilden können.

Die buddhistische (also vom Buddha entwickelte neue) Meditation unterscheidet sich deshalb auch von der Yogischen. Viele kennen den Unterschied nicht und machen eigentlich Yoga (nebenbeigemerkt: Der meist nur bekannte sportartige Hatha-Yoga ist hier natürlich nicht gemeint) und können so "nur" Samadhi (buddh. jhana) erreichen, was deiner Vorstellung sehr ähnlich zu sein scheint.

Damit möchte ich deine Vorstellungenaber nicht bewerten. Jeder soll das so machen, wie er möchte, wenn es ihm hilft und er andere nicht nervt.

Gruß
Tanha
 
T

Tramaico

Gast
Thomas (x-pat) meinte mal hier im Forum, dass meine Philosophie eher Stoa gepraegt ist als buddhistisch, obwohl ich vorher von dieser Stoa noch nie etwas gehoert, gelesen oder mich gar mit ihr beschaeftigt habe. Nun siehst Du Elemente zur yogischen Anschauung, mit der ich mich ebenfalls noch nie beschaeftigt habe, ausser mit den gelegentlichen koerperlichen Uebungen um die physische Gelenkigkeit zu verbessern.

Somt bin ich von keinerlei Schule gepraegt. Als Buddhist sehe ich mich nur, weil ich danach strebe mich vom Leid im Leben zu erlangen und hierdurch Harmonie zu erreichen.

Mit dem "Erwachen" oder Erleuchtung oder Eintritt in das Nirwana, bezeichne es lieber als Erreichung aeusserster Harmonie (stoischer Gelassenheit) im Leben, hat es meiner Ansicht nach auch so seine Haekchen.

Es heisst, der Buddha sei nach langem Meditieren ploetzlich "erwacht". Okay, er hat die Zusammenhaenge voll und ganz verstanden und konnte sie verinnerlichen. Ob er jedoch in diesem Augenblick tatsaechlich in das Nirwana eintrat und fuer den Rest seines Lebens psychisch gefestigt war, konnte bei seinem Erlebnis nicht von ausgegangen werden, da nach der buddhistischen Anschauung alles veraenderlich ist und die Zukunft ausserhalb unserer Reichweite liegt. Somit bestehen dann auch schon wieder unterschiedliche Ansichten zum "Erwachen" selbst. Manche behaupten es passiert blitzartig, waehrend andere meinen es sei ein kontinuierlicher Prozess.

Nach meiner Logik kann letztgenanntes nur der Fall sein und die eigentliche Erkenntnis kommt erst auf dem Totenbett. Rueckblickend, da die Zukunft ausserhalb unserer Reichweite liegt.

Du siehst in meiner buddhistischen, atheistischen, stoischen, yogistischen, darwinistischen Phillosophe spielt nur mein eigener Verstand eine wesentliche Rolle, so wie es der Buddha eigentlich auch gelehrt hat, da er ja auch selbst ausschliesslich auf diesem Weg zur Erkenntnis kam. Er empfahl zu hinterfragen und sogar seine eigenen Worte und Lehren. Erkennst Du einen Sinn adaptiere es, erkennst Du ihn nicht, verwerfen es. Nichts ist in Stein gemeisselt und es gibt kein Standardrezept. Jedes Lebewesen ist letztendlich ein Individuum.

Manchmal wird mir vorgeworfen, dass mein Weg nicht buddhistisch sei, da ich gegen irgendwelche Grundprinzipien irgendwelcher Schulen verstossen. Das ist meiner Meinung nur eins, unbuddhistisch. Ich folge lediglich den Empfehlungen des urspruenglichen Buddhas. Manchen, manchen aber auch nicht. Versucht nicht so wie ich zu sein, empfahl der Buddha. Er wusste sicherlich warum er dies sagte. Wie erwaehnt, die Lehre ist aus meiner Sicht unwahrscheinlich simpel. Zumindest fuer mich, weil ich ausschliesslich meinem eigenen Verstand folge und verwerfe, worin ich keinen Sinn erkennen kann. Somit bleiben fuer mich dann auch keine Fragen offen. Fuer andere schon, aber dies ist nicht mein Problem, nicht das Problem der buddhistischen Lehre und auch nicht ihres Lehrvaters sondern eigen und allein ein rein individuelles Problem.

Niemand wird erleuchtet sondern jeder kann sich nur selbst erleuchten. So, wie es der Buddha tat. :rolleyes:
 
Waitong

Waitong

Gesperrt
Joined
Jun 3, 2010
Messages
2,629
Reaction score
6
Location
Bangkok
Bei mir liegt die Vermutung nahe, dass Du die buddhistische Lehre noch nicht mal in der Grundbasis verstanden hast. So wie die Meisten.

Schau, mir gibt die Lehre seit mittlerweilen gut 10 Jahren sehr viel. Tendenz steigend. Du dagegen hast Dich von ihr abgewendet.

Nun kommst Du mit der Aussage, dass ICH mich ueber viele Dinge der Lehre nicht genuegend informiert habe. Erkennst Du Die Absurditaet Deiner Aussage? :rolleyes:

Naaaaa.... da schimmern aber ganz schoen deine Emotionen durch :).


Sicherlich habe ich mich weiterentwickelt und erkannt, dass die buddhistische Lehre zu sehr auf Erloesung aus dem Leidens-Kreislauf ausgerichtet ist. Buddhismus war eine Zwischenstation auf dem Weg, zu einer umfassenderen Sichtweise. Die buddhistische Lehre ist zu sehr auf einen Aspekt des menschlichen Lebens zugeschnitten. Die Lehre verleitet zu einem Tunnelblick, denn sie blendet systematisch viele Dinge aus. Das ist gegen jede umfassende Erkenntnis gerichtet. Als Mensch der Natur-Wissenschaften habe ich mich nicht damit zufrieden geben koennen.

Was ich meiner buddhistischen Praxis (Ethik, Moral, Geistschulung...) nach wie vor positiv anrechne (und damit der Lehre) ist, dass sie fuer mich eine gute Vorbereitung war/ist fuer

kommende Dinge.

Denn erst mit klarer Erkenntnis sehen wir, dass wir nicht zum STERBEN (Leiden), sondern zum LEBEN (Freude) erschaffen wurden.

Es ist doch widersinnig sich um ein endgueltiges "Verloeschen" zu bemuehen, wenn uns ewiges Leben in Aussicht gestellt wird.

Wer liebt den TOD denn mehr als das LEBEN (in Gesundheit und Harmonie) ?

Die Aussicht auf ewiges LEBEN hilft mir jetzt meine "Schritte ueberlegt zu setzen".

Die Hinweise in der Bibel, wie das in der Praxis (im Alltag) ausschaut sind reichlich und nicht abstrakt, sondern sehr praktikabel.

Du schreibst...

Jehova laesst gruessen.

Genau so ist es, denn ER ist es der den Weg ebnet und zeigt - gehen muessen wir selbst.


Zur Bedeutung SEINES Namens...

(Jehọva) [die Kausativform im Imperfekt von dem hebr. Verb hawáh (werden) ; der Name bedeutet „Er veranlaßt zu werden“ ].
 
T

Tramaico

Gast
Naaaaa.... da schimmern aber ganz schoen deine Emotionen durch :).
Du neigst gerne dazu Schlussfolgerungen meinerseits als "emotional" zu bezeichnen, wenn sie nicht im Einklang mit Deiner Sichtweise stehen. DAS ist emotional.

Fakt ist, dass Du Dich nach eigenen Bekunden von der buddhistischen Lehre abgewendet hast, weil sie Dir nicht genug gegeben habe. Ich dagegen bin hier weiterhin wie eh und je treuer und werde mir immer treuer.

Du argumentierst, dass dies praktisch nur so ist, weil ich mich nicht ausreichend ueber die Lehre informiert habe.

Folglich muss ich zwangslaeufig zu dem Schluss kommen, dass Du die Grundkonzeption der buddhistischen Lehre nicht verstanden haben kannst, da das Ziel nicht ist sich von ihr abzuwenden und dem Christentum zuzuwenden.

Dies ist jetzt absolut sachlich geschrieben, so wie sich die Situation fuer mich darstellt, nachdem ich sie mit meinem Verstand eruiert habe.

Auch hattest Du in einem anderen Post die Aeusserung von Dir gegeben, dass Zweifel Leid ausloesen wuerde. Dieses kann ich ebenfalls nicht nachvollziehen. Zweifel sind lediglich Bedenken gegen einen bestimmten Sachverhalt. Ich habe Zweifel am Schoepferkonzept. Warum, habe ich bereis lang und ausgiebig in diesem Forum zum Besten gegeben. Meine Zweifel wuerden nur dann Leid ausloesen, wenn ich ueberzeugter Christ waere und auf einmal meinen Glauben an ein Paradies und ein ewiges Leben in Frage stelle.

Der Buddha lehrt zu hinterfragen. Selbst ihn. Hinterfragen ist Zweifeln, weil ein bestimmter Sachverhalt nicht plausibel ist und hier auf rationeller Basis eine Korrektur vorgenommen werden soll, die fuer ihn selbst plausibel sind.

Du sollst nicht toeten.

Warum nicht?

Weil es Gott oder der Buddha so geboten hat!

???? Zweifel meinerseits. Kein Leid, sondern eher Neugier bezueglich einer Beguendung.

Buddhisten, Christen, Moslems etc. etc. tuen dies und das nicht. Warum nicht? Weil es ihnen verboten ist. Nicht gut genug fuer mich, der sein eigener Captain ist. :rolleyes:
 
T

Tramaico

Gast
... wenn uns ewiges Leben in Aussicht gestellt wird.
Ah, das ewige Hoffen auf den Sechser im Lotto, obwohl die Chancen rationell gesehen nur minimal sind. Aber nun ja, die Hoffnung wuerde zuletzt sterben, heisst es, aber sie stirbt. Mit dem physischen Tod. Ob wie sich erfuellt oder nicht erfuellt ist dann voellig irrelevant.

Natuerlich koennte mir auf Grund meiner Philosophie der Eingang in ein moegliches Paradies verweigert werden und ich zu ewigem Hoellenfeuer von einem zuernenden Gott verdammt werden. Weisst Du, ich wuerde dann die Gegenwart eines Teufels ueber der eines so autoritaeren Gottes vorziehen. Wir wuerden uns staendig im Paradies in die Wolle bekommen, wenn der "Herr" mal wieder unpaesslich ist.

Ich weiss, ich weiss, Ihr Christen werdet natuerlich trotzdem fuer mein Seelenheil beten, weil ich letztendlich aus Eurer Sicht nur ein verirrtes Schaeflein bin und es Eure Pflicht ist, um selbst ins Paradies zu kommen weil Ihr Mr. Dikator staendig zu Willen seit bis in alle Ewigkeit.

Wie schon erwaehnt, mit Eurem Gott mit all seinen menschlichen Schwaechen seiner Gnade, seinem Zorn und seiner emotionalen Zickigkeit moechte ich lieber nichts zu tun haben. Die heiligen Schriften stellen ihn als einen sehr launischen und herrischen Zeitgenossen dar, dessen Allueren sogar seinem "Sohn" das Leben gekostet haben. Was fuer ein Vater?

Sei versichert, dies ist ohne jegliche Emotion, Abneigung oder gar Hass geschrieben. Es reflektiert nur die Situation, wie sie sich mir darstellt bei Gebrauch meines eigenen Verstandes. Meine Endruecke koennen hierbei durchaus kontraer zu denen von saemtlichen anderen Menschen auf diesem Planeten stehen, was aber nichts an meiner Philosophie aendern wuerde. Sie basiert auf rationellen Schlussfolgerungen und eigenen Erkenntnissen und ist so felsenfest fundiert wie Dein unerschuetterlicher Glaube, der meiner Auffassung nach mehr auf Wunschdenken und Hoffnung als auf Rationalitaet beruht. "Sich etwas vormachen" heisst es wohl im Volksmund, Luftschloesser bauen.

Natuerlich ist die Vorstellung schoen von einer wachenden, uebermaechtigen, vaeterlichen Macht. Das beruht bereits auf der Kindheit, wo die Eltern noch allwissend waren und souveraen ueber den Dingen standen. Bis dann die Fassade im Laufe der Jahr zu blaettern anfing bis hin zu der ernuechternden Erkenntnis, dass es sich bei den einstigen Heros um einfache verletztliche Menschen handelte, voller Sorgen und Noete. Genauso zerbrechlich und machtlos wie man selbst. Das Leben ist ein offenes Drehbuch und nein, das Gute muss nicht zwangslaeufig siegen. Das tut es nur in Hollywood, im Maerchen und in den Religionen. :rolleyes:
 
Waitong

Waitong

Gesperrt
Joined
Jun 3, 2010
Messages
2,629
Reaction score
6
Location
Bangkok
Fuer mich ist GOTT wie ein Arzt. Wer bin ich denn, dass ich mehr wissen will als ein Arzt, der die Dinge von Grund auf studiert hat und zwangslaeufig mehr weiss als ich ?

Ich vertraue ihm, weil die "Medizin" mir hilft. Soll ich nun hingehen und alles anzweifeln was GOTT (mein Arzt) mir empfiehlt ? Naturlich pruefe und frage ich nach was und

warum etwas empfohlen wird. Selbst wenn ich alle Dinge studieren wuerde koennte ich es IHM nicht gleichtun. Das habe ich laengst verstanden und daher habe ich

Vertrauen. Er hat mich noch nicht enttaeuscht, warum sollte ich seine "Medizin" verwerfen und mich etwas zuwenden, dass mir etwas verspricht, was ich nicht anstrebe,

den TOD von Koerper und Geist ? Mir macht das LEBEN Freude und ich wuensche allen anderen Menschen, dass es ihnen ebenso geht. Das ist auch das Ziel von meinem

GOTT. ER stellt uns sogar EWIGES LEBEN in Aussicht, in Gesundheit und Sicherheit, also wenn das keine Motivation ist ! Das schoene bei Allem, bereits JETZT koennen wir

uns schon an Dingen erfreuen fuer die es sich lohnt zu leben. Warum haette ich weiterhin der buddhistischen Lehre folgen sollen - wohin fuehrt sie denn, im Vergleich zu

dem was uns GOTT in Aussicht stellt ?
 
T

Tramaico

Gast
Ich vertraue ihm, weil die "Medizin" mir hilft.
Du vertraust einem Dir fremden Menschen Deine Gesundheit und Dein Leben an ohne gegebenenfalls die Kompetenz bei einer Dir erscheinenden Widersinnigkeit in Frage zu stellen.

Frage fuenf Aerzte und Du wirst fuenf Meinungen erhalten. Welche ist nun richtig? Setzt Du auf den Falschen, dann koennen die Folgen gravierend, im schlimmsten Fall fatal sein.

Vor Jahren konsultierte ich einen Arzt im Notdienst mit extrem angeschwollenen Lymphknoten, die eine Nahrungs- und sogar Wasseraufnahme fast unmoeglich machten. Es handelte sich um eine Mononukleose Pfeiffer-Drüsenfieber wie sich spaeter herausstellte.

Der "Gott in Weiss" untersuchte mich und gab mir ein Medikament mit auf den Weg. Ich lass den Beipackzettel und da stand "nicht bei geschwollenen Lymphknoten anwenden". Ich nahm das Medikament nicht sondern sprach am naechsten Tag in der MHH vor. Hier wurde ich sofort stationaer wegen extremer Dehydrierung aufgenommen und an einen Tropf mit Salzloesung gehaengt. 1 Woche bin ich dort verblieben und habe gut 10kg abgenommen.

Gretchenfrage: Was waere passiert, wenn ich dem Arzt vertraut und das Medikament einfach eingenommen haette. Speziell hier in Thailand werden ja Medikamente meist aus einem grossen Glas in neutrale Portionstuetchen abgefuellt und die meisten Menschen vertrauen dabei dem Arzt und dem Apotheker. Schliesslich haben die studiert und wissen sicherlich was sie tuen. Kann sich sehr schnell als absoluter Irrglauben rausstellen. Was bleibt? Nun ja, falls kein Beipackzettel vorhanden ist, Name des Medikamentes geben lassen und vorher das Zeugs vor Einnahme googeln. Zusammensetzung, Wirkungsweise, Nebenwirkungen.

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.

Lieber Waitong, mich wundert ein wenig, dass Du als anscheinend recht gebildeter Mensch so wenig auf Deinen eigenen Verstand vertraust. Dies ist das hoechste Gut was Du hast. Saemtliche Denkkonzepte, Buecher, Schulungen etc. sind nur so gut, wie Du selbst die Inhalte versinnbildlichen kannst. Nur Du bist letztendlich fuer Dich verantwortlich. Lediglich einmal auf das falsche Pferd gesetzt kann das erste und letzte Mal sein. Sorry, aerztlicher Kunstfehler, irren ist allzu menschlich und es gibt kein vorgeschriebenes Drehbuch fuer Schicksalsschlaege.

Ein Bekannter von mir starb im Alter von 28 Jahren. Fit wie ein Turnschuh, zaeh wie Leder. Wollte in zwei Wochen heiraten und entschloss sich in einer Routineoperation die Polypen in einem sehr angesehenen deutschen Krankenhaus herausnehmen zu lassen, da er immer so schlecht Luft bekam. Routineoperation. 1000 Mal durchgefuehrt, 1000 Mal ist nichts passiert. Somit wurde schnell ans Messer gegangen. Nur waren die Polypen wohl mit einer ins Gehin fuehrenden Ader verwachsen und es kam waehrend der Routineoperation zu einem Schlaganfall. Der junge Mann fiel ins Koma und hielt noch eine Tage wegen seiner ausgezeichneten Physis durch. Die Goetter in Weiss verkuendeten aber schon, dank ihres Studiums verfuegte sie ueber das Wissen, dass irreparable Schaeden zurueckbleiben wuerden. Er schaffte es nicht und stab wenige Tage vor seiner geplanten Hochzeit. Gut, er bekam von der Sache natuerlich nichts mit, doch war er der beste Freund meines ehemaligen Schwagers von Kindesbeinen an und nun ja, wie mag seine Verlobte die Nachricht von der fehlgeschlagenen Routineoperation aufgenommen haben.

Wieviele Leben mag dieses Vertrauen in die Faehigkeit von studierten Menschen wohl negativ beeinflusst haben? Hat die Aerzteschaft vorher roentgen sollen bzw. muessen oder faellt dieser Zwischenfall unter casualities of life? Gar Schicksal oder goettliche Fuegung. Soweit ich mich erinnerte war Peter ein ueberzeugter Christ. So wie Du. Ein guter Kumpel, sehr positiv denkend, sehr hilfsbereit. Er ist seit mehr als 20 Jahren bereits tot, ich lebe dafuer noch. Ist das gerecht? Ist das gottgewollt? Wie ist das moeglich, da ich doch den Herrn verleugne? Ruft er seine besten Menschen vorzeitig ins Paradies ein um sie vorzeitig vom Leid des Lebens zu erloesen und um sie an seiner Seite zu haben? Hast Du die Anworten, lieber Waitong?

Bitte kein religioeses Blech wie der Herr ist allwissend und gerecht und wie koennen wir Menschen seine Weisheit auch nur in Zweifel ziehe? Das koennte genauso gut aus der Feder der nigerianischen "Gutmenschen" kommen, die die Welt mit ihren heilsamen E-Mails begluecken. 50 Millionen Dollar, das Paradies fuer nichts und wieder nichts. Nur Vertrauen und Glaube ist als einzige Investion gefordert. :rolleyes:
 
T

Tramaico

Gast
Mir macht das LEBEN Freude und ich wuensche allen anderen Menschen, dass es ihnen ebenso geht.

Ebenfalls Ziel der buddhistischen Lehre und dazu praeventive Empfehlungen dafuer, dass aus der Freude nicht auf einmal Leid wird, da das Leben unberechenbar ist.

Eigenartig, dass bei den Religionen erst nach dem Tod ins Paradies, also ins sorgenlose Dasein eingetreten wird. Widme dem Herren Dein Leben und grosser Lohn ist Dir nach dem Tode gewiss. Hiobs vertraute blind der Weisheit seines Herren und konnte somit jegliches Leid hinnehmen, denn ihm stand ja spaetere Entlohnung in Aussicht.

Mit Verlaub, dies ist aus meiner Sicht die typische Scammer-Masche. :rolleyes:
 
Waitong

Waitong

Gesperrt
Joined
Jun 3, 2010
Messages
2,629
Reaction score
6
Location
Bangkok
Du vertraust einem Dir fremden Menschen Deine Gesundheit und Dein Leben an ohne gegebenenfalls die Kompetenz bei einer Dir erscheinenden Widersinnigkeit in Frage zu stellen.
Also - mit diesem Satz lockst du mich etwas aus der Reseve. Nur soviel, ich hatte nicht nur Jahrelang mit der MHH sondern mit sehr vielen anderen Universitaets-Krankenhaeusern und Medizinischen-Forschungseinrichtungen beruflich intensiv zu tun, sondern bin nach wie vor (unentgeldlich) auch hier in Thailand an der Thematik dran.


Das ich gegebenenfalls nicht hinterfrage, wenn Zweifel aufkommen ist bisher nicht geschehen, mein Wort drauf !


Bin zur Zeit an einer Angelegenheit, die zeigt, wie gut die privat gefuehrten Krankenhaeuser in BKK sind.


Nur so viel, in mancher Hinsicht koennten sich deutsche Krankenhaeuser eine Scheibe abschneiden.
 
Derk

Derk

Senior Member
Joined
Jan 17, 2012
Messages
819
Reaction score
23
Location
Südniedersachsen
Rein zufaellig passen diese Millionen und Milliarden Stufen zusammen ? Rein logisch betrachtet sollte man annehmen, es besteht ein "Bauplan".
Aber nein, das darf nicht sein, denn wer sollte einen Plan entwickeln ? Es ist wirklich faszinierend wie sich einige Zeitgenossen straeuben GOTT
als "Planer" der Dinge zu akzeptieren. Bereits waerend meines Studiums hat mich die Tatsache, dass alles passt sehr erstaunt. Ich habe keine
Probleme damit GOTT als "Urquell" anzuerkennen. Je mehr ich mich in biologische Regelmechanismen vertiefe, desto mehr bestaetigt sich meine
Ansicht zu GOTT.
Also wenn man das Christentum als post-Atonistische Religion ansieht, kann ich Gott als Schöpfer allen Lebens akzeptieren 8-)
Wie Echnaton evtl. erkannt hat ist die Sonne die treibende Kraft hinter dem Leben und dieser "Gott im Himmel" für das Leben verantwortlich...

Bye,
Derk
 
Waitong

Waitong

Gesperrt
Joined
Jun 3, 2010
Messages
2,629
Reaction score
6
Location
Bangkok
Hiobs vertraute blind der Weisheit seines Herren und konnte somit jegliches Leid hinnehmen, denn ihm stand ja spaetere Entlohnung in Aussicht.

Mit Verlaub, dies ist aus meiner Sicht die typische Scammer-Masche.

Wenn du HIOB gelesen hast kannst du mir sicherlich die Stelle zeigen an der steht das er wusste das er fuer seinen Glauben reichlich entlohnt wird.

Da bin ich wirklich gespannt, ob du fuendig wirst.


Zur Scammer-Masche kann ich nur empfehlen, jeder Mensch sollte gruendlich pruefen, bevor er einen entscheidenden Schritt macht.

Das ist eine ausdrueckliche Empfehlung, die man in der Bibel nachlesen kann. Paulus hat dazu einiges geschrieben.
 
Waitong

Waitong

Gesperrt
Joined
Jun 3, 2010
Messages
2,629
Reaction score
6
Location
Bangkok
Ein Bekannter von mir starb im Alter von 28 Jahren. Fit wie ein Turnschuh, zaeh wie Leder. Wollte in zwei Wochen heiraten und entschloss sich in einer Routineoperation die Polypen in einem sehr angesehenen deutschen Krankenhaus herausnehmen zu lassen, da er immer so schlecht Luft bekam. Routineoperation. 1000 Mal durchgefuehrt, 1000 Mal ist nichts passiert. Somit wurde schnell ans Messer gegangen. Nur waren die Polypen wohl mit einer ins Gehin fuehrenden Ader verwachsen und es kam waehrend der Routineoperation zu einem Schlaganfall. Der junge Mann fiel ins Koma und hielt noch eine Tage wegen seiner ausgezeichneten Physis durch. Die Goetter in Weiss verkuendeten aber schon, dank ihres Studiums verfuegte sie ueber das Wissen, dass irreparable Schaeden zurueckbleiben wuerden. Er schaffte es nicht und stab wenige Tage vor seiner geplanten Hochzeit. Gut, er bekam von der Sache natuerlich nichts mit, doch war er der beste Freund meines ehemaligen Schwagers von Kindesbeinen an und nun ja, wie mag seine Verlobte die Nachricht von der fehlgeschlagenen Routineoperation aufgenommen haben.

Wieviele Leben mag dieses Vertrauen in die Faehigkeit von studierten Menschen wohl negativ beeinflusst haben? Hat die Aerzteschaft vorher roentgen sollen bzw. muessen oder faellt dieser Zwischenfall unter casualities of life? Gar Schicksal oder goettliche Fuegung. Soweit ich mich erinnerte war Peter ein ueberzeugter Christ. So wie Du. Ein guter Kumpel, sehr positiv denkend, sehr hilfsbereit. Er ist seit mehr als 20 Jahren bereits tot, ich lebe dafuer noch. Ist das gerecht? Ist das gottgewollt? Wie ist das moeglich, da ich doch den Herrn verleugne? Ruft er seine besten Menschen vorzeitig ins Paradies ein um sie vorzeitig vom Leid des Lebens zu erloesen und um sie an seiner Seite zu haben? Hast Du die Anworten, lieber Waitong?
Ich koennte dazu einiges schreiben, wuerde dich zuvor aber bitten deine Polemik etwas zurueckzufahren, da ich dem Kindergarten schon einige Zeit entwachsen bin.
 
T

Tramaico

Gast
Wenn du HIOB gelesen hast kannst du mir sicherlich die Stelle zeigen an der steht das er wusste das er fuer seinen Glauben reichlich entlohnt wird.

Da bin ich wirklich gespannt, ob du fuendig wirst. .
1,8 Und der HERR sprach zum Satan: Hast du acht gehabt auf meinen Knecht Hiob? Denn es gibt keinen wie ihn auf Erden - ein Mann, so rechtschaffen und redlich, der Gott fürchtet und das Böse meidet! 1,9 Und der Satan antwortete dem HERRN und sagte: Ist Hiob [etwa] umsonst so gottesfürchtig?

1,20 Da stand Hiob auf und zerriß sein Obergewand und schor sein Haupt; und er fiel auf die Erde und betete an. 1,21 Und er sagte: Nackt bin ich aus meiner Mutter Leib gekommen, und nackt kehre ich dahin zurück. Der HERR hat gegeben, und der HERR hat genommen, der Name des HERRN sei gepriesen! 1,22 Bei alledem sündigte Hiob nicht und legte Gott nichts Anstößiges zur Last.

Quelle: Das Buch Hiob.

Hier stellt sich die Frage, warum Hiobs so gottesfuerchtig ist, die sich auch Herr Satan zu Recht stellte und die nicht beantwortet wird. Ergo, drei Optionen:

1. Hiobs hat Furcht vor dem Zorn Gottes
2. Hiobs ist ein notorischer Gutmensch ohne Sinn und Verstand
3. Hiobs erhofft sich eine Kompensation fuer sein Handeln

Koennte jetzt dem Herrn Hiobs vorwerfen aus reinem Selbstnutz zu handeln in Bezug auf die Option 1 und 3 oder weltfremd zu sein. Oder er hatte tatsaechlich fundiertes Insiderwissen, dass da tatsaechlich Satan und Gott ihre Spielchen treiben.

Nichts von allem, sondern fuer mich ist es naheliegender, dass die Geschichte frei erfunden ist. Vielleicht ein Quentchen Realitaet und vielleicht war Hiobs in der Tat ein besonders gutmuetiger und leidensfaehiger Mensch und nun ja, Legenden werden gerne aufgebauscht durch das bekannte stille Post Syndrom. :rolleyes:
 
x-pat

x-pat

Senior Member
Joined
Nov 6, 2003
Messages
7,713
Reaction score
3,701
Location
Chiang Mai
Warum so etwas Simples wie der Buddhismus fuer viele so schwer verstaendlich ist, dass darueber eine Gazillion Buecher geschrieben und gelesen werden muss, waehend der Begruender der Lehre nicht ein einziges Werk als Referenz hatte.
Da der Begründer des Buddhismus in einer Kultur mit quasi nicht vorhandener Literalität lebte, erübrigt sich die Frage nach geschriebenen Referenzen. Es gibt aber Stellen in den Sutras in der der Buddha Geistesströmungen seiner Zeit referenziert, insbesondere in der Digha Nikaya. Es ist außerdem überliefert, dass der Buddha vor seiner Erleuchtung einige Jahre unter verschiedenen Meistern studiert hatte. Man könnte ihn daher schon als einen Gelehrten seines Zeitalters betrachten. Der Buddha geht in seinen Reden besonders auf die existierenden Lehren der Brahmanen und des Mahaviras ein und stellt dabei oft deren Problematiken heraus. Wen das interessiert, dem empfehle ich die Bücher des Indologen Richard Gombrich.

Nein, Buddhismus ist nicht simpel. Vieles erscheint oberflächlich einfach, entpuppt sich aber bei genauerem Hinsehen als überaus tief und schwer fasslich; die erwähnte Paticcasamuppada ist dafür wahrscheinlich ein gutes Beispiel. Der Buddha selbst warnt an mehreren Stellen (z.B. MN85) davor, die Lehre als zu einfach anzusehen: "This Dhamma that I have attained is profound, hard to see and hard to understand, peaceful and sublime, unattainable by mere reasoning, subtle, to be experienced by the wise."

Der buddhistische Erlösungsweg selbst (für mich der wichtige Kern der Lehre), kommt aber ohne Wiedergeburt/Karma aus.
Nunja, das ist derselbe Punkt den auch die Buddhism Lite Fraktion immer wieder betont, und in einem gewissen Sinn haben sie damit Recht. Wenn ich die buddhistische Soteriologie als Rezept für das Endprodukt Erlösung verstehe, dann benötige ich Wiedergeburt nicht unbedingt in diesem Rezept, denn die Idee der Wiedergeburt ist keine notwendige Zutat. Allerdings muss ich mich dann fragen: Erlösung von was? Die Situation wäre so ähnlich wie einen Kuchen zu backen ohne das man den Kuchen jemals isst oder es beabsichtigt. Natürlich kann man auch einen gelungenen Kuchen backen ohne jemals Kuchen zu essen, aber ein bischen absurd ist dies schon.

Thomas (x-pat) meinte mal hier im Forum, dass meine Philosophie eher Stoa gepraegt ist als buddhistisch, obwohl ich vorher von dieser Stoa noch nie etwas gehoert, gelesen oder mich gar mit ihr beschaeftigt habe.
Hattest du schon Gelegenheit dich mal mit Zeno, Seneca, Marcus Aurelius & Co. zu beschäftigen? Ich hatte es damals deswegen erwähnt, weil du häufig die Aspekte betonst, die der Buddhismus mit dem Stoizismus gemeinsam hat, und gelegentlich dazu neigst den Buddhismus in Richtung Antikes Denken zu knüppeln...

Es heisst, der Buddha sei nach langem Meditieren ploetzlich "erwacht". Okay, er hat die Zusammenhaenge voll und ganz verstanden und konnte sie verinnerlichen. Ob er jedoch in diesem Augenblick tatsaechlich in das Nirwana eintrat und fuer den Rest seines Lebens psychisch gefestigt war, konnte bei seinem Erlebnis nicht von ausgegangen werden, da nach der buddhistischen Anschauung alles veraenderlich ist und die Zukunft ausserhalb unserer Reichweite liegt. Somit bestehen dann auch schon wieder unterschiedliche Ansichten zum "Erwachen" selbst.
...und hier tust du es schon wieder. Die Erleuchtung transzendiert Logik und Impermanenz. Während die antiken Philosophen Griechenlands in strengen mathematischen Bahnen denken, trifft man in der indischen Philosophie häufig mehrstufige Logiken an. Der Begriff der Erleuchtung ist jenseits dessen was man bergründen, rational erörtern, oder schlussfolgern kann.

Cheers, X-pat
 
T

Tramaico

Gast
Ich koennte dazu einiges schreiben, wuerde dich zuvor aber bitten deine Polemik etwas zurueckzufahren, da ich dem Kindergarten schon einige Zeit entwachsen bin.
Sorry, wir Buddhisten sind lustige, lebensfrohe Gesellen (wir wollen uns ja vollstaendig von Leid befreien) und dann liegt mir dazu die Polemik und Zynismus einfach im Blut, in Anbetracht der jeckischen Menschheit.

Zynismus wird manchmal dahingehend interpretiert, dass es dem Selbstschutz dient, wenn anscheinend Hopfen und Malz vollstaendig verloren ist. Anstatt in Gram, Depression und Frustration ob der immensen Bleedheit zu versinken, wird der Situation mit befreiender Zynik begegnet. Somit ist fuer mich der Zynismus und Polemik gegebenenfalls das, was fuer Dich das Gebet ist.

Das Kind im Manne kann weitaus lebensbejahender als das Bibelstudium sein. Aber keine Sorge, mein lieber Freund, wir arbeiten ja bereits schon daran. :rolleyes: :devil::rolleyes:
 
T

Tanha

Senior Member
Joined
Apr 19, 2012
Messages
429
Reaction score
88
Location
Isaan
Thomas (x-pat) meinte mal hier im Forum, dass meine Philosophie eher Stoa gepraegt ist als buddhistisch...
Wenn man sich mit ähnlichen Dingen beschäftigt, kommt man zu ähnlichen Ergebnissen. Stoa und Buddhismus haben viele Gemeinsamkeiten.

Mit dem "Erwachen" oder Erleuchtung oder Eintritt in das Nirwana, bezeichne es lieber als Erreichung aeusserster Harmonie (stoischer Gelassenheit) im Leben, hat es meiner Ansicht nach auch so seine Haekchen.
Wenn du mit deinen Anschauungen komplett zufrieden bist, freue ich mich, wenn du damit deine Ziele erreichst und glücklich bist. Meine Kommentare sind eher als Info zu verstehen, als dass ich dich in eine Schublade stecken möchte.


Es heisst, der Buddha sei nach langem Meditieren ploetzlich "erwacht"... Manche behaupten es passiert blitzartig, waehrend andere meinen es sei ein kontinuierlicher Prozess.
Am besten fragt man dazu erleuchtete Personen. Welche, die die 1. Erwachungsstufe den sogenannten Stromeintritt erreicht haben, gibt es nicht so selten. Der Erwachunsmoment selbst ist danach (wie ich es interpretiere), als hätte jemand den Resetknopf gefunden und das System heruntergefahren. Dieses Erlebnis ist nur kurz aber verändert den Geist für immer. Danach findet ein Umwandlungsprozess statt, der das Erlebnis in den Geist integriert.

So kann man sich diesen Prozess als Gleichnis vorstellen:
Nehmen wir an, wir hätten etwa mit 3 Jahren eine falsche Ansicht über uns gebildet, (weil der Geist eines 3 jährigen natürlich nicht reif genug ist). Diese Ansicht haben wir verinnerlicht und darauf bauen hunderte von weiteren Ansichten über das Leben auf. Jetzt erkennen wir unseren Fehler und es braucht einige Zeit bis sich alles neu sortiert hat.

Beste Grüße
Tanha
 
Thema:

Buddhismus ohne Lehre von den Wiedergeburten?

Buddhismus ohne Lehre von den Wiedergeburten? - Ähnliche Themen

  • Buddhistische Befreiung/Geister vertreiben

    Buddhistische Befreiung/Geister vertreiben: Hallo zusammen, Ich habe vor einiger Zeit ein Video auf youtube gesehen, in dem ein buddhistischer Theravada-Mönch mit Gebeten und Gesang einer...
  • Ist Thai-Buddhismus etwas anderes als Buddhismus?

    Ist Thai-Buddhismus etwas anderes als Buddhismus?: Weia: Langer Artikel: Die Offenbarung des Buddha Aber hier ne Kurzfassung: Wäre der Buddha heute Umwelt-Aktivist? ? ?Nach den überlieferten...
  • Luang Phu, Kittivudho, Wirathu ... Gibt es Haßprediger in Theravada-Buddhismus?

    Luang Phu, Kittivudho, Wirathu ... Gibt es Haßprediger in Theravada-Buddhismus?: Kürzlich twitterte unser DART, daß sich Wirathu, ein buddhistischer "Haßprediger" aus Birma, auf Reise in Sri Langka befinde. Myanmar?s Wirathu...
  • Zugang zur Einsicht

    Zugang zur Einsicht: Werte Forengemeinde von Nittaya, Werte Forenbetreuer, ich vertraue darauf, daß mein Thema hier wird nicht als aufdringlich verstanden wird und...
  • Buddhismus und gleichgeschlechtliche Liebe

    Buddhismus und gleichgeschlechtliche Liebe: War gestern in einem kleinen Wat spenden und der Mönch hat sich sehr viel Zeit für mich genommen. Eine Stunde lang hat er über die buddhistische...
  • Buddhismus und gleichgeschlechtliche Liebe - Ähnliche Themen

  • Buddhistische Befreiung/Geister vertreiben

    Buddhistische Befreiung/Geister vertreiben: Hallo zusammen, Ich habe vor einiger Zeit ein Video auf youtube gesehen, in dem ein buddhistischer Theravada-Mönch mit Gebeten und Gesang einer...
  • Ist Thai-Buddhismus etwas anderes als Buddhismus?

    Ist Thai-Buddhismus etwas anderes als Buddhismus?: Weia: Langer Artikel: Die Offenbarung des Buddha Aber hier ne Kurzfassung: Wäre der Buddha heute Umwelt-Aktivist? ? ?Nach den überlieferten...
  • Luang Phu, Kittivudho, Wirathu ... Gibt es Haßprediger in Theravada-Buddhismus?

    Luang Phu, Kittivudho, Wirathu ... Gibt es Haßprediger in Theravada-Buddhismus?: Kürzlich twitterte unser DART, daß sich Wirathu, ein buddhistischer "Haßprediger" aus Birma, auf Reise in Sri Langka befinde. Myanmar?s Wirathu...
  • Zugang zur Einsicht

    Zugang zur Einsicht: Werte Forengemeinde von Nittaya, Werte Forenbetreuer, ich vertraue darauf, daß mein Thema hier wird nicht als aufdringlich verstanden wird und...
  • Buddhismus und gleichgeschlechtliche Liebe

    Buddhismus und gleichgeschlechtliche Liebe: War gestern in einem kleinen Wat spenden und der Mönch hat sich sehr viel Zeit für mich genommen. Eine Stunde lang hat er über die buddhistische...
  • Top