Buddhismus ohne Lehre von den Wiedergeburten?

Diskutiere Buddhismus ohne Lehre von den Wiedergeburten? im Sonstiges Forum im Bereich Diverses; Beruhige Dich, es kommt ja bald das Christkind mit dem Weihnachtsmann. Dann kannste Deinen Gefuehlen freien Lauf lassen. An die Mods. Warum...
Dieter1

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Ein Mensch ohne Gefühle oder mit weitgehend unterdrückten Gefühlen empfindet kein Mitleid mehr mit der Kreatur.
Beruhige Dich, es kommt ja bald das Christkind mit dem Weihnachtsmann. Dann kannste Deinen Gefuehlen freien Lauf lassen.

An die Mods.

Warum verschiebt ihr diese Religionskacke nicht dahin wo sie hingehoert. in "Sonstiges"?
 
x-pat

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Ich habe dieses Thema auf Anregung in "Sonstiges" verschoben, da ich hier keinen Thailand Bezug erkenne.

Außerdem wäre es schön, wenn ihr von weiterer Polemik in diesem Thread absehen könntet und versucht, andere Religionen nicht herunterzumachen. Sollte das nicht möglich sein, werde ich den Thread schließen. Bitte ruft euch die Nutzungsbedingungen noch einmal in Erinnerung, sowie die Tatsache dass die Diskussion ohne Respekt vor Andersdenkenden nicht möglich ist. Hier sind zwei Beispiele, wie man es NICHT machen sollte

Gefühllosigkeit macht Menschen zu Robotern. Das ist es doch, was Buddhismus im Endeffekt beabsichtigt: gefühllose Monster zu schaffen, die sich nicht mehr freuen, nicht mehr ärgern, nicht mehr weinen, nicht mehr trauern, nicht mehr erzürnen. Das Endergebnis sind Zombies ohne Emotionen. Für mich keine Menschen mehr. Auf Ko Samui sah ich in einem Tempel einen buddhistischen Mönch im Glaskasten sitzen. Er wartete offenbar nur noch auf den Tod. Das war gespenstisch sowas mit anzusehen. Nee, ich bin Mensch und HABE Gefühle. Und das ist gut so. Buddhismus will dem Menschen das rauben, was ihn zum Menschen macht: die Menschlichkeit. Und das soll glücklich machen: ein lebender Toter ohne Gefühle zu werden? :confused:
Sehen wir es objektiv. In dieser Hinsicht hat "Gott" nur eines getan. He fucked up.
Cheers, X-pat
 
Waitong

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Außerdem wäre es schön, wenn ihr von weiterer Polemik in diesem Thread absehen könntet und versucht, andere Religionen nicht herunterzumachen.

Eine gute Idee :respekt:.


Da waere es doch sicherlich hilfreich Begriffe wie Religionskacke (Dieter 1) durch XXXXXXXXXXX zu ersetzen, was meinst du ?
 
x-pat

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Also - herzliche Freude ueber z.B. eine saubere unberuehrte Natur soll laut buddhistischer Lehre leidvoll sein. Lass uns das bitte mal an diesem einen Beispiel besprechen.
Waitong, Freude über die Natur ist in der Tat -wie alle Phänomene- durch die 3 Daseinsmerkmale gekennzeichnet. Ich glaube darüber, dass sie 1. dem Wandel unterworfen ist, und 2. kein ewiges eigenbestimmtes Wesen besitzt brauchen wir uns nicht zu streiten. Das ist offensichtlich. Bei dem dritten Merkmal, Dukkha, würde ich die deutsche Sprache zu Hilfe ziehen, und darauf hinweisen, dass alle Leidenschaften, wie auch der Genuss der Natur, ein Element des Leidens besitzen. Das Wort Leidenschaft deutet ja schon darauf hin.

In diesem Fall ist es allerdings eine äußerst subtile Form der Leidenschaft, über die sich die wenigsten Buddhisten Gedanken machen müssen. Die meisten Menschen haben ernstere Probleme, und sind in gröbere leid-bringende Verhaltens- und Denkmuster verstrickt. Über den Dukkha Aspekt der feinmateriellen Ebene zu der auch das ästhetische Erlebnis gehört, braucht man wirklich erst dann meditieren wenn alle darunter liegenden Schichten vollständig überwunden hat.

Eine gute Idee. Da waere es doch sicherlich hilfreich Begriffe wie Religionskacke (Dieter 1) durch XXXXXXXXXXX zu ersetzen, was meinst du ?
Hätte ich schon gemacht, aber jetzt wo du es auch noch zweimal durch Zitieren wiederholt hast, habe ich keine Lust die alle auszu-Xen. Daher bitte nur noch mal der Hinweis an die Allgemeinheit: über Bezugnahme auf Fäkalien steht in den Nutzungsbedingungen auch etwas.

Cheers, X-pat
 
Waitong

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Waitong, Freude über die Natur ist in der Tat -wie alle Phänomene- durch die 3 Daseinsmerkmale gekennzeichnet. Ich glaube darüber, dass sie 1. dem Wandel unterworfen ist, und 2. kein ewiges eigenbestimmtes Wesen besitzt brauchen wir uns nicht zu streiten. Das ist offensichtlich. Bei dem dritten Merkmal, Dukkha, würde ich die deutsche Sprache zu Hilfe ziehen, und darauf hinweisen, dass alle Leidenschaften, wie auch der Genuss der Natur, ein Element des Leidens besitzen. Das Wort Leidenschaft deutet ja schon darauf hin.

In diesem Fall ist es allerdings eine äußerst subtile Form der Leidenschaft, über die sich die wenigsten Buddhisten Gedanken machen müssen. Die meisten Menschen haben ernstere Probleme, und sind in gröbere leid-bringende Verhaltens- und Denkmuster verstrickt. Über den Dukkha Aspekt der feinmateriellen Ebene zu der auch das ästhetische Erlebnis gehört, braucht man wirklich erst dann meditieren wenn alle darunter liegenden Schichten vollständig überwunden hat.

Danke fuer diesen gut ausformulierten Gedankengang. Du sprichst einen Punkt an, auf den ich schon seit langem gewartet habe. Dieser Punkt hat einen direkten Bezug zu den Verhaeltnissen hier in unserem Gastland.

So - ich werde dazu noch einiges schreiben, jetzt muss ich erst mal fruehstucken, sonst leide ich zu sehr :o).
 
x-pat

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Der buddhistische Ansatz ist: wie vermeide ich Leid? Durch Veränderung der Sichtweise, durch Entmenschlichung (denn Menschen HABEN Gefühle. Sie sind keine Maschinen).
Chinchuk, du ignorierst was bereits zweimal in diesem Thread erklärt wurde. Der buddhistische Ansatz ist nicht die Vermeidung von Leid, sondern dessen Überwindung. Wenn du das Gesagte bewusst ignorierst, ist diese Diskussion doch nicht sehr sinnvoll, oder?

Über den aus deiner falschen Annahme gezogenen Schluss, dass die Entmenschlichung der gewählte Weg ist, sage ich jetzt lieber nicht viel, weil darin schon ein geballtes Maß Arroganz liegt. Es sei jedoch erwähnt, das aus falschen Annahmen in der Regel falsche Schlüsse folgen. Mitgefühl (compassion) ist einer der wichtigsten ethischen Ziele/Werte im Buddhismus.

Cheers, X-pat
 
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In diesem Fall ist es allerdings eine äußerst subtile Form der Leidenschaft, über die sich die wenigsten Buddhisten Gedanken machen müssen. Die meisten Menschen haben ernstere Probleme, und sind in gröbere leid-bringende Verhaltens- und Denkmuster verstrickt. Über den Dukkha Aspekt der feinmateriellen Ebene zu der auch das ästhetische Erlebnis gehört, braucht man wirklich erst dann meditieren wenn alle darunter liegenden Schichten vollständig überwunden hat.

Ansich sollten sie es lernen, denn hier sehe ich den Kern vieler Probleme. Man mag denken Aesthetik ist etwas fuer Schoengeister, aber bei naeherer Betrachtung der Vorteile einer geistigen Auspraegung fuer Aesthetik kann man feststellen, es ist eine Frage der Wahrnehmung und der Handlungsweise.

Ein Beispiel: Du sitzt in einem wunderschoenen Park, du geniesst die Natur, Pflanzen, Blueten, Schmetterlinge zwitschernde Voegel.
Da kommt ploetzlich ein lautes stinkendes Fahrzeug mit ebenso lauten Insassen, sie picknicken vor deiner Nase.

Es gibt verschiedene Wege jetzt zu reagieren oder auch nicht. Wenn man nun die Konzequenzen aus den jeweiligen moeglichen Reaktionen betrachtet, ergeben sich unterschiedliche Folgen.

Eine dieser Folgen will ich betrachten. Wenn ich nichts tue koennten die Leute denken, alles OK. Naechstes mal kommen mehr von diesen Leuten.... irgendwann ist es vorbei mit Natur und Entspannung.

Natur wird nicht mehr als das was es ist wahrgenommen, letzendlich wird sie zerstoert und wir mit ihr.

Da ich sehr viel mit buddhistischen Moenchen zusammen war und ihre Reden in Bezug auf obigen Aspekt gut kenne, behaupte ich, deren Interpretation der Lehre und Praxis leistet einen Beitrag zur Abstumpfung der gesunden Empfindungen, zum Schutz von Natur und Mensch.

Sicherlich will ich nicht verallgemeinern, denn ich kenne auch das Gegenteil, das ich in Wat Bovonives in Bangok durch langjaehrige Kontakte erlebt habe. Ob es bedingt durch die Naehe zum Koenigshaus ist kann ich nur vermuten. Es koennte so sein, denn der jetzige Koenig ist ein bedeutender Naturschuetzer und Foerderer.

Zu deinem eingangs zitierten Satz, ich finde es geht uns alle an, egal welche Probleme bei uns gerade im Vordergrund stehen, denn es ist alles auf eine gewisse Art verbunden.

Toleranz wird oftmals zur Ignoranz und die zerstoert, nicht nur die Natur, sonder uns alle, wenn wir nicht gegensteuern...

Meine Einstellung ist, jeder soll da anpacken wo er sich am bessten einbringen kann und Hilfe zur Selbsthilfe geben kann. Das hat nichts mit missionieren, wie es oftmals in negativer Art unterstellt wird, zu tun.




Wir wollen nicht in einer zerstoerten Welt leben.

"Einen Vorgeschmack auf eine paradiesische Erde will ich jetzt schon schmecken."

Es ist moeglich, unsere Nachbarn sind ganz aus dem Haeuschen wenn sie mal bei uns im Garten sind, manche koennen es garnicht richtig fassen, was man auch hier in Bangkok bewirken kann, wenn man will. Einige Nachbarn haben sich ein Beispiel genommen, was uns sehr sehr freut :).
 
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Tanha

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Isaan
Also - herzliche Freude ueber z.B. eine saubere unberuehrte Natur soll laut buddhistischer Lehre leidvoll sein.
Dazu noch etwas Senf von mir:dance2::


Dass Freude auch leidvoll ist, lässt sich nicht so leicht erkennen. Freude hat
die Freude als spezifisches Merkmal also eine gewisse Aufgeregtheit und fast immer
verbunden mit einem angenehmen Gefühl. Die drei universellen Merkmale (Leid ist
eines der Dreien) sind versteckt und müssen erst zugänglich gemacht werden. Dies
geschieht durch Vipassana-Meditation (Erfindung vom Buddha).

Die 4 Edlen Wahrheiten (sowie die bedingte Entstehung) selbst werden erst im Pfadmoment
(der 1. Erwachungsstufe) durchdrungen.

Leider wird die 1. Wahrheit, um die es uns hier geht, früher mit dem deutlichen
Erkennen der "drei universellen Daseinsmerkmale" offenbar.

Wie geht das nun von statten? Man muss dazu verstehen, dass die Welt, die wir
erleben, eine Syntheseleistung unseres Geistes anhand der Sinnesdaten und ihrer
Bedingungen sind. (Was da "draußen" wirklich ist, wissen wir nicht. Seit dem Film
Matrix braucht man das glücklicherweise auch nicht mehr erklären.)

Bei der Vipassana-Meditation versuchen wir die Aufmerksamkeit immer wieder auf
die Herkunft der "Rohsinnnesdaten" (wie Farbe etc.)zu lenken. Gedankenprozesse
wie: "Vase -> chinesische Vase -> chinesische Vase meiner Mutter -> ..." werden
konsequent abgebrochen.

Nach einiger Zeit wird der sogenannte "Wahrheitsanblick", "das Wissen vom
Entstehen und Vergehen" oder "das Wissen von Pfad und Nicht-Pfad", wie es auch
genannt wird, erlangt. Praktisch bedeutet dies, dass der Geist keine Zeit mehr
hat seine Syntheseleistung zu vollbringen. Die Welt (oder vielmehr die geistige
Konstruktion davon) löst sich auf. Es ist also vereinfacht gesehen nur eine
Vorstufe unserer Wahrnehmung. Diese dient nicht dazu, die Welt als Konstruktion
zu entlarven, sondern die drei universellen Mermale genau zu erkennen.

Im ersten Moment denkt man vielleicht noch: "Prima, man hat es geschafft", aber dann kommt die
Ernüchterung, nämlich das Erkennen der 1. Edlen Wahrheit (der Wahrheit vom
Leiden).

Dies ist eine Art von "Point-of-no-return". Hält man hier an, bleibt man bei der
Erkenntnis "der Wahrheit vom Leiden" stecken, was der Lebensfreude natürlich nicht
besonders dienlich ist. Es gibt viele, manchmal "Dunkle Yogis" genannt, die hier stecken bleiben.

Da ich einige Dinge anders sehe als der Buddha, meine ich, dass man sich gut
überlegen soll, ob man diesen Punkt überhaupt erreichen will. Sein Leben in einer schönen
Illusion zu verbringen, hat meines Erachtens auch sehr viel, wenn nicht sogar genauso viel Wert.

Gruß Tanha
 
Waitong

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Da ich einige Dinge anders sehe als der Buddha, meine ich, dass man sich gut
überlegen soll, ob man diesen Punkt überhaupt erreichen will. Sein Leben in einer schönen
Illusion zu verbringen, hat meines Erachtens auch sehr viel, wenn nicht sogar genauso viel Wert.
Ich behaupte, aus eigener Erfahrung, es hat wesentlich mehr Wert, denn unser Interesse an einer "gesunden Welt" wird dadurch gestaerkt.

Das wirkt sich auf uns alle positiv aus. Ich sehe darin keine Illusion sondern eine VISION die real werden kann und muss :).
 
x-pat

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Dies ist eine Art von "Point-of-no-return". Hält man hier an, bleibt man bei der
Erkenntnis "der Wahrheit vom Leiden" stecken, was der Lebensfreude natürlich nicht
besonders dienlich ist. Es gibt viele, manchmal "Dunkle Yogis" genannt, die hier stecken bleiben.

Da ich einige Dinge anders sehe als der Buddha, meine ich, dass man sich gut
überlegen soll, ob man diesen Punkt überhaupt erreichen will. Sein Leben in einer schönen
Illusion zu verbringen, hat meines Erachtens auch sehr viel, wenn nicht sogar genauso viel Wert.
Interessant. Könntest du mal genauer erklären was du anders siehst?

Ich denke das es letztendlich keine rationelle Entscheidung ist, ob man an den point-of-no-return gelangt oder nicht. Entweder man steuert aufgrund existierender Verhaltensmuster darauf zu oder man wendet sich davon ab. Die meisten Menschen tendieren zu letzterer Option, weil sie so konditioniert sind. Eine der ersten durch Meditation gewonnenen Erkenntnisse ist die erschreckend grobschlächtige und wirre Funktionsweise des Geistes im Alltagsmodus, wo ständig unterbewusste Impulse ins Bewussstsein hereinrufen und sich als rationale Gedanken maskieren. Schon die Idee eines rationalen Entscheiders, bzw. irgendeiner entscheidenden Instanz, ist eine Illusion. Darum muss man sich fragen: haben wir eine Wahl? Der neugierige/wissbegierige Geist wird schon irgendwann mal in Gebiete vordringen, wo es keine Umkehr mehr gibt, genauso wie ein ambitionierter Bergsteiger sich in Gelände begibt wo keine Umkehr mehr möglich bzw. praktisch ist.

Cheers, X-pat
 
Waitong

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...genauso wie ein ambitionierter Bergsteiger sich in Gelände begibt wo keine Umkehr mehr möglich bzw. praktisch ist.

Das ist sehr unklug. Man sollte zumindest eine Abschaetzung gemacht haben, was einen erwarten koennte, als Kraxler und Meditierender.

Ich kenne einen Fall, da musste der Meditierende fuer sehr lange Zeit in die geschlossene Psychiatrie, ein sehr trauriger Fall.


Oh happy Day, Waitong
 
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Da ich sehr viel mit buddhistischen Moenchen zusammen war und ihre Reden in Bezug auf obigen Aspekt gut kenne, behaupte ich, deren Interpretation der Lehre und Praxis leistet einen Beitrag zur Abstumpfung der gesunden Empfindungen, zum Schutz von Natur und Mensch.
Das erscheint mir sehr suspekt. Nicht nur, weil du uns verschweigst was die Reden der Mönche genau enthielten, sondern auch weil das dem Bestreben der buddhistischen Praxis vollkommen widerspricht. Die buddhistische Praxis zielt darauf ab, den Geist zu verfeinern und die Wahrnehmung schärfer zu machen, was ja da genaue Gegenteil von Abstumpfung ist.

Da der Umweltschutz in Thailand -wie in anderen Schwellenländern- nicht gerade großgeschrieben wird, und das Umweltbewusstsein in der Bevölkerung weitgehend fehlt, wäre es nicht verwunderlich, wenn es auch unter Klerikern nicht so weit gediehen ist. Ich habe jedoch festgestellt, dass die Mönche, vor allen die im Wald lebenden Mönche, die Verbindungen zwischen Mensch und Natur viel klarer sehen, und damit vielleicht sogar die Vorreiter in der thailändischen Gesellschaft darstellen.

Das ist sehr unklug. Man sollte zumindest eine Abschaetzung gemacht haben, was einen erwarten koennte, als Kraxler und Meditierender. Ich kenne einen Fall, da musste der Meditierende fuer sehr lange Zeit in die geschlossene Psychiatrie, ein sehr trauriger Fall.
Das ist mit Bergsteigen ähnlich wie mit spirituellen Vorstößen: ein Risiko gibt es immer. Unklug ist es nur, sich auf vollkommen unkalkulierbare Risiken einzulassen, aber das wird ein erfahrener Bergsteiger bzw. Meditierender nicht tun. Trotzdem sind die Dinge die passieren manchmal nicht vorhersagbar.

Cheers, X-pat
 
Waitong

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Nein - wohin denkst du ?

Ich verschweige nichts. Ich hatte sogar gehofft du wuerdest nachfragen,
will nicht mehr schreiben, als Interesse vorhanden ist.

Es ist Mittagszeit, daher bitte ich um etwas Geduld. Danach schreibe ich sehr gerne mehr zum Thema :).


Oh happy Day, Waitong
 
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Interessant. Könntest du mal genauer erklären was du anders siehst?
Hauptsächlich die Sache mit der Wiedergeburt und dem Karma, aber auch das Emotionsmodell mit den "unheilsamen Emotionen" wie Gier, Hass, etc. und den "heilsamen" wie Vertrauen, Achtsamkeit teile ich nicht und da vor allem nicht, wie im Theravada gelehrt, dass der Arahat (Erleuchtete) nicht mehr über alle Emotionen verfügt.

Eine der ersten durch Meditation gewonnenen Erkenntnisse ist die erschreckend grobschlächtige und wirre Funktionsweise des Geistes im Alltagsmodus, wo ständig unterbewusste Impulse ins Bewussstsein hereinrufen und sich als rationale Gedanken maskieren. Schon die Idee eines rationalen Entscheiders, bzw. irgendeiner entscheidenden Instanz, ist eine Illusion. Darum muss man sich fragen: haben wir eine Wahl?
Zunächst einmal was mein burmesischer Abhidhamma-Lehrer dazu meinte, da ich dazu in den Lehrreden keine direkte Antwort fand:
Die meisten Bewusstseinstypen im Abhidhamma sind entweder Karma selbst oder Karma-Resultate. Die meisten "freien/funktionellen" (kiriya) Bewusstseinstypen kommen nur im Arahat vor. Zwei davon das Sinnestorhinwendungsbewusstsein und das Geisttorhinwendungsbewusstsein (manchmal auch nur Geist-Tor genannt) sind auch im normalen Menschen kiriya. Damit meinte er zumindest , dass der Mensch an diesen Punkten weder von Karma noch von Karma-Resultaten beeinflusst wird. Gut, nicht 100%ig zufriedenstellend, aber trotzdem fand ich das ganz interessant. Es bedeutet, dass, ob wir die Objekte aufgreifen, zumindest anders funktioniert.

Ich persönlich habe da noch keine abgeschlossene Meinung zu. Klar ist, dass eine Konstruktion, wie das Ich natürlich keine Wahl haben kann.
Außerdem, was bedeutet Wahlfreiheit? Eine zufällige Entscheidung? Und wenn Nein, eine Entscheidung aus gutem Grund? Die wäre dann doch aber nicht mehr frei, sondern hat Gründe also Bedingungen!

Momentan stehe ich auf dem Standpunkt, dass Wahl sowohl durch Zufall als auch durch Bedingungen beeinflusst wird. Aber, obwohl es für mich also keine Freiheit gibt, muss ich trotzdem so tun, als ob ich frei wäre, da sonst durch diese Meinung Bedingungen entstehen, die im Fatalismus enden.

Gruß
Tanha
 
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Das erscheint mir sehr suspekt. Nicht nur, weil du uns verschweigst was die Reden der Mönche genau enthielten, sondern auch weil das dem Bestreben der buddhistischen Praxis vollkommen widerspricht. Die buddhistische Praxis zielt darauf ab, den Geist zu verfeinern und die Wahrnehmung schärfer zu machen, was ja da genaue Gegenteil von Abstumpfung ist.

So - tut sie das in der Realitaet wirklich ?

Warst du schon einmal auf sogenannten buddhistischen Festen ?

Wie wuerdest du deine Eindruecke beschreiben ?

Hast du schon mal ein Kloster intensiv unter die Lupe genommen ?

Wie schaut es dort aus ?

Wie passen diese Eindruecke zu deiner obigen Behauptung ?

Ich wuerde gerne deine Eindruecke lesen. Du musst jetzt nicht schreiben, dass ich an der Reihe bin meine Eindruecke zu beschreiben,
einen Hinweis habe ich bereits gegeben. Es folgt mit Sicherheit noch mehr.

Nur Mut schreibe mal etwas aus deiner Sicht (Erfahrung) dann sehen wir weiter.


Oh happy Day, Waitong
 
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Schon die Idee eines rationalen Entscheiders, bzw. irgendeiner entscheidenden Instanz, ist eine Illusion. Darum muss man sich fragen: haben wir eine Wahl?

Was ist daran Illusion ?

Wie begruendest du diese Behauptung ?



Oh happy Day, Waitong
 
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Ich habe immer gern Gespräche mit den gottesfürchtigen ZJ an der Tür geführt.
Die Jungs und Mädels waren richtig gut, den konnte man nicht beikommen.
Weiter so :)
 
Waitong

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Ja - sie sind echt gut, daher lerne ich auch gerne mit ihnen. Sie bemuehen sich wirklich Fragen ernstzunehmen.


Oh happy Day, Waitong :)
 
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Sie bemuehen sich wirklich Fragen ernstzunehmen.
Weniger ist manchmal mehr.

Der Menschheit wäre ohne monotheistische Religionen (alle wie sie da sind) sehr viel Leid erspart geblieben.
Die Anzahl derer die im Namen von einem "Gott" gemordet wurden, wäre auch um einiges geringer.
Aber das geschah (und geschied) ja nur zu (s)einem Wohle.
Amen.
 
Thema:

Buddhismus ohne Lehre von den Wiedergeburten?

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