franky_23" said:
tomtom
gebe dir ja recht wenn beide Kulturkreise respektiert werden sollen.
Doch teils frage ich mich schon ob du da nicht sehr Thailand in Schutz nimmst. Die Thailady muss ja zu einem bestimmten farang nicht ja sagen. Ob es soviel verwerflicher ist eine Tochter der Familie als Ernährer zu entreisen?

Insbesondere bei Familien die stillschweigend duldeten dass sich die Frau prostituiert um sich mit dem angeschaften Geld dann ein Häuschen zu gönnen und teils der eigenen Bequemlichkeit zu frönen.
Isaan kenne ich kaum jemand, aber bei meinen Bekannten, war es üblich, dass man vernünftig miteinander spricht und dies klärt.
Genau wie es in D die verschiedensten Optionen gibt und nicht jede Eheschließung nach dem gleichen Muster abläuft, gibt es in Thailand auch viele Varianten mit denen jeder glücklich werden kann.
es gibt auch Thaifrauen, die mit ihren Thaimännern sehr glücklich und zufrieden sind.
Ich nehme Thailand (oder andere suedostasiatische Laender) bestimmt nicht in Schutz, wo ich es nicht fuer angebracht halte. Es mag ja auch sein, dass hier viele ihre Frauen gut und normal behandeln, also respektieren.
Aber genauso wie hier im Forum habe ich schon oft genug auch im richtigen Leben (leider) vom genauen Gegenteil mitbekommen. Eindeutig ueberwiegt die Zahl derer (uebrigens keine Forummitglieder, die ich hier meinen koennte nach irgendwelchen Treffen!).
Ich habe das in verschiedenen Umgebungen (vom Strandparadies bis in die Provinz) erlebt. Und die Angst, von einer/einem Thai abgezockt zu werden, scheint bei manchen so tief zu sitzen, dass sie sich die Beziehung schon von vorneweg versauen. Ganze normale Typen, die, wenn Du sie in Deutschland triffst und ohne Thailandbezug deine Meinung teilen, hier in Thailand auf einmal zum "Vollblut Kiniau" mutieren.
Und ich will einfach irgendwo neben dieser "pass auf Deinen Geldbeutel bei Thais extrem auf" und "Thais wollen eh nur Dein Geld" Propaganda eben hin und wieder darauf hinweisen, dass man(n) vor lauter auf seinen Geldbeutel aufpassen die Werte der anderen Kultur nicht voellig aus den Augen verlieren sollte, da diese Vorurteile zum einen nicht standard sind und da, wo sie zu treffen, man auch den Kulturkreis beruecksichtigen sollte, weil sich dann vieles von alleine klaert.
Klar habe auch ich negative Erfahrungen gemacht. Aber dennoch, wenn ich dabei ueber viele vergangene Situationen nachdenke nach heutigem Stand, dann habe ich durch eben genau das selbe misstrauische und grundsaetzlich ablehnende Verhalten schon kraeftig dazu beigetragen, dass es ueberhaup erst zu einer ungluecklichen Situation gekommen ist.
Haette ich mich nicht so negativ beeinflussen lassen (und sorry, das haengt nun mal unterbewusst irgendwo fest), haette sich meine Beziehung vielleicht wesentlich schneller in die jetzige Richtung, auf der beide partner auf gleicher Augenhoehe stehen, entwickelt. Nur, wenn ich ein wenig mehr ueber die Hintergruende gewusst haette oder auch nur dafuer offener gewesen waere.
Und sage mir, wer will, dass dem nicht so sei. Aber auch hier im Forum liest man mehr Warnungen vor Thais als wirkliche Positiv-Erlebnisse. Ich kann ja noch nicht einmal schreiben, dass ich die Probleme vieler hier nicht nachvollziehen kann, ohne dass es heisst "Lottogewinn" oder "warte erst mal ab". Da schwingt doch pures Misstrauen und Argwohn mit. Die meisten sind doch dadurch schon so "immun" geworden, dass dem/der Thai erst mal das schlimmste unterstellt wird.
Und selbst bei denen, die abgezockt wurden stellt sich doch die Frage "warum hat diese Thai den Farang abgezockt?". Weil hier in Thailand etwa etwas die Runde macht, das ein nicht so gutes Bild abwirft auf Farangs oder weil Farangs schlicht doof sind und sich abzocken lassen. ich denke wohl eher, ersteres. Denn viele farangs haben dazu beigetragen, dass das farangimage nicht wirklich das beste ist.
Daraus ergibt sich dann wieder das ach so typische Thaiverhalten und der Kreis schliesst sich. Aber irgendwie muss man aus diesem Kreis ausbrechen. Und da bin ich eigentlich guter Hoffnung. Auch wenn die Negativerlebnisse derzeit noch ueberwiegen, die ich so mitbekomme, so ist doch eine Tendenz in die richtige Richtung auch festzustellen. naemlich dass es sich durchaus lohnen kann, erst einmal Vertrauen statt Misstrauen anzubieten, welches man dann im Kennenlernen immer weiter ausbauen kann. Denn auch Thais haben eine oftmals falsche Vorstellung vom Farangleben in Huelle und Fuelle. Nur - wenn ich ihnen nicht zuhoere, weshalb sollten sie mir zuhoeren? ;)
@ joerg
Aber Du machst es doch gut und Du zeigst Respekt, in dem ihr beide gemeinsam einen Nenner gefunden habt, mit dem beide zufrieden sind. Bei den meisten (und um die, wo es hier geht) wird durch die Seite des farangpartner doch einfach die Laufrichtung festgelegt ohne Ruecksicht auf Verluste. Und somit ist Deine Loesung ja auch aehnlich wie ich es sage - nur dass sie halt in die entgegengesetze Richtung geht, wenn es keine der beiden Kulturen mher grossartig hervorhebt...