die veranschlagten Geldgeschenke sind, auch laut meiner (thailändischen) Frau, übertrieben. Normalerweise sollte man den Eltern der Verlobten nur klarmachen, dass der zukünftige Ehemann für die Tochter sorgen kann. Ein Verlobungsring und eine kleine Halskette für die Verlobte sind da ausreichend.
Nein, der Ring ist eigentlich nicht ausreichend. Sinsod zur Verlobung ist auch unter Thais ueblich
Nach meinen Erfahrungen gibt es diese Brautgeld im Grunde gar nicht mehr, warum weil es sich die meisten Thais nicht mehr leisten können.
Schoen Farang zurecht"gehofft": meist oder oft ist es sogar noch viel hoeher unter Thais als vom Farang Kiniau
Wenn das Geld an die Eltern ging, inwiefern war das dann zum Schein?
Meine Meinung zu Sinsod, das ist eine archaische Sitte, die vor allem auf dem Lande aufrecht erhalten wird um die Bräutigame zu melken.
Nein, Vorurteil: oft wird grosses Sinsod bezahlt und dann in aller Oeffentlichkeit waehrend der Feier an die Eltern uebergeben, die es dann anschliessend wieder zurueckgeben. Gerade bei "havarierten" Frauen (geschieden, mit Kindern etc.)
zum schein deswegen, weil das geld gebündelt in der schale lag sodas die dorfbewohner es gut sehen konnten :-). die wirklichkeit schaut meist etwas anders aus. die sache mit dem gold kommt meist noch hinzu. allerdingst habe ich die sache mit dem gold auch bei hochzeiten deutsch-thai in deutschland gesehen.
wenn es einigermassen fair abgeht was solls. heiraten in germany ist meist kaum günstiger................
Das Gold geht aber auch nicht an die Eltern, sondern an die Braut. Und soll als Absicherung (Scheidung, Tod des Ehepartners etc.) wirken.
nicht nur in thailand. auch auf den philippinen würde ein normaldenkender mann " so eine" nicht nehmen. in unseren breitengraden ist es kein wunder, dass mann aufgrund einsamkeit "jede" nehmen würde. auch mit kind, weil da darf er dann auch noch papi spielen(wie arm).
Um jemanden, der eine solche Aussage von sich gibt, sollte jede normal denkende Frau (egal ob nun Asiatin oder Europaeerin oder Eskimo) einen grossen Bogen machen.
ich muss da jetzt ueberfluessigerweise noch einen Text einfuegen, sonst wird das post wegen "zu kurz" nicht genommen.
Wieso? Mir sind jetzt auch schon ein paar junge Frauen begegnet (18-20), die sagten, sie wollen sich das aufheben fuer den einen. Warum sollten sie denn (alle) luegen?
Zum Sinsod:
Verlobung: auch unter Thais ist es normal, dass hier bereits Sinsod bezahlt wird. Die Verlobung ist ja das Eheversprechen, an das sich dann auch die Frau entsprechend haelt. Sollte es sich der Mann naemlich anders ueberlegen, dient das als Ausgleich fuer Gesichtsverlust, geplatzte Hochzeit, verletzte Gefuehle etc.
Ich weiss einen Fall (Thai/Thai), wo "er" es sich anders ueberlegt hat. Weil man aber das Sinsod zurueck haben wollte, ist man hergegangen und hat behauptet, man habe die Verlobte in sehr verfuehrerischer, aufreizender Bekleidung gesehen, was ja gar nicht ginge. Gleichzeitig haetten "ihre" Eltern den noch Verlobten mit einer anderen gesehen, was wiederum zu einer Ablehnung der Rueckzahlung gefuehrt hat. Wie das ausgegangen ist weiss ich nicht.
Sinsod zur Hochzeit:
Gold
Fuer die Braut als Absicherung, falls dem Ehepartner etwas zustoesst oder der fremdgeht oder gleich die Kurve kratzt. Oft geben die Eltern aber auch noch zusaetzlich Gold. Und ich habe jetzt schon ein paar mal von Frauen gehoert, dass sich der (Thai)Ehemann dann dieses Gold
UND auch das zuvor gegebene wieder gekrallt hat spaeter.
Geld
Fuer die Eltern. Das sollte waehrend der Feier gegeben bzw. gezeigt werden. Gerade, wenn es eine aeltere, evtl. geschiedene oder aber auch Frau mit Kindern ist, wird das Geld nach der Feier wieder zurueckgegeben.
Normalerweise abzueglich der Kosten fuer die Hochzeit. Denn die sind im Sinsod eigentlich enthalten und werden dann von den Brauteltern vom Sinsod bezahlt.
Aber auch hier habe ich schon erlebt, dass (Farang) viel Geld dafuer zahlte und die Brauteltern dann aber an allen Ecken gespart hatten und so einen groesseren Teil einbehalten konnten.
Ich finde es immer lustig, wenn gerade Farangs sagen, Sinsod sei ueberholt oder gaebe es nicht mehr. Das stimmt so einfach nicht und ist in meinen Augen Hoffnungs- oder Wunschdenken. Denn wenn man die Absicherung etwas genauer ansieht, dann ist dieses Geld oft das einzige, was der Frau bliebe, um wieder alleine auf die Fuesse zu kommen bzw. um nicht unter die Raeder zu kommen. In gewisser Weise hat also eine hohe Goldgabe auch etwas mit Anstand zu tun. Denn auch thailaendische Maenner sind oft (traditionell, unter modernen Thais auch nicht mehr so) wesentlich aelter und somit naeher am Sterben dran bzw. neigen ja auch oft zum Sitzenlassen der Frauen. Insofern macht das alles also schon Sinn. Denn Zahlungen - wie in Deutschland - fuer die Kinder oder die Frau, festgelegt durch ein Gericht, sind ja hier eher unueblich.
Dass sich dadurch dann Vergleiche wie zu einem Auto ergeben, ist ja fast logisch und eigentlich auch treffend. Zum einen gibt es hier ja auch VW-Kaefer und Ferraris, die sich gegenueberstehen, sowie alte "Haldenautos", Unfallwaegen und Gebrauchtwagen. Das mag auf den ersten Blick entwuerdigend klingen, da es aber ja auch um mehr oder weniger viel Geld geht, das ausgehandelt wird, auch wieder nachvollziehbar, dass solche Argumente kommen.
Ich hatte, als noch von Heirat die Rede war mit Puk, das Thema auch. Und da ja auch schon geschieden, aelter (Ende 20 damals) und ein Kind, sagten die Eltern auch, dass natuerlich nichts zu bezahlen sei (die waeren nur heilfroh gewesen, wenn sie endlich verheiratet gewesen waere

).
Und damit alle Beteiligten happy sind, haben wir uns darauf geeinigt, dass ich die Hochzeitskosten uebernommen haette (wobei die Familie zum Geld sparen von sich aus angeboten hatte, das anstelle in einem Hotel oder Restaurant zuhause zu machen und auch nur mit der engsten Verwandtschaft, da ja bereits die 2. Hochzeit). Wir hatten uns auf 100.000 (oder 150.000, ist jetzt doch schon wieder ne Zeit her

) Baht geeinigt, welches ich bei der Hochzeit gebe, und nach dem Bezahlen aller Kosten haette ich den Rest zurueckbekommen.
Mit dem Gold (2-3 Baht glaub ich, waren es) hatten wir uns darauf geeinigt, dass das "in meinen Haenden" bleibt (damit es auch wirklich Absicherung bleibt und nicht wieder zu Bargeld gemacht werden wuerde fuer irgendwelchen Mist), aber natuerlich im Falle einer Scheidung (wenn ich der "Schuldige" bin) an sie geht. In meinem Todesfall ja sowieso. Und dass sie es nicht bekommt, wenn sie (durch fremdgehen bspw) die Scheidung verursacht.
Alles in allem haette mich das dann vielleicht 80 - 120 Tausend gekostet (inkl. dem Gold). Meine Heirat in Deutschland hat da ja schon mehr gekostet: 1.000 Euro die Ringe, 5.000 Euro die Hochzeit selbst. Dann noch die Scheidungskosten. Und aber zum Glueck kein Unterhalt, da keine gemeinsamen Kinder (wofuer ich aber eh zahlen wuerde, falls ich nicht sogar versuchen wuerde, meine Kinder selbst zu bekommen) und Ehevertrag.
Und wenn ich ueberlege, hier ein paar Baht Gold in Thailand, dafuer aber kein Unterhalt, dann ist das ein Deal, der sich sehen lassen kann. Weshalb da manche so knickerig sind (und am liebsten ja selbst noch Geld dafuer verlangen wuerden, dass sie diese Frau ueberhaupt ehelichen, weil das ja sonst keiner taete ihrer Aussage nach), verstehe ich also nicht wirklich.