Borussia Mönchengladbach

Diskutiere Borussia Mönchengladbach im Sport Forum im Bereich Diverses; Die Rheinische Post 21.11.2016 zu dem Thema. Ein gelungener Beitrag meiner Ansicht nach. 15 Monate war André Schubert Trainer der Borussia! 15...
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Die Rheinische Post 21.11.2016 zu dem Thema. Ein gelungener Beitrag meiner Ansicht nach.

15 Monate war André Schubert Trainer der Borussia! 15 Monate stand er dabei im Schatten von Lucien Favre! Besonders nach der offiziellen Bestätigung der Entlassung zeigte sich, wie sich Schuberts Standing von dem seines Vorgängers unterschied. Als Favre ging, herrschte Trauer - irgendwo zwischen Schockstarre und Fassungslosigkeit. Bei Schubert, dessen Entlassung ob der Krise nicht mehr überraschte, ist davon nichts zu spüren. Vielleicht scheiterte Schubert auch genau daran. Er war der ewige Nachfolger. Die Fans liebten Favre. Sie vertrauten ihm blind, obwohl sie ihn nicht immer verstanden. Dieses Vertrauen wurde André Schubert nie entgegengebracht.
Wer glaubt, das habe nur an Ergebnissen gelegen, der macht es sich zu einfach. Denn auch in Phasen, in denen Borussia wie am Fließband siegte, feierte die Nordkurve stets die Mannschaft – nie jedoch Schubert. Niederlagen hingegen wurden Schubert persönlich angelastet - die Spieler wurden oft von Kritik verschont. Selbstredend hat Schubert Fehler gemacht. Hinter seinen ständigen Systemumstellungen und Wechseln stand zwar eine fußballerische Idee, die Mannschaft wirkte jedoch zunehmend orientierungslos. Auch Schuberts Auftreten in der Öffentlichkeit beruhigte die Lage nicht. Auf bissige Fragen reagierte er dünnhäutig. Das ist zwar menschlich, spielte den Kritikern aber in die Karten.
In den letzten Wochen schien es dann so, als habe die Mannschaft die öffentliche Kritik am Trainer gespürt und sich dahinter versteckt. Letzten Endes ist Schubert also auch an Spielern gescheitert, die grundlegende Tugenden wie Einsatz und Willen vermissen ließen. Das muss sich ändern! Sonst scheitert auch der Nachfolger des ewigen Nachfolgers.
Dirk Kramer – FPMG Supporters Club
Zunächst bleibt festzuhalten, dass sich die aktive Fanszene in der aktuellen Situation sehr besonnen verhalten hat, so, wie man es auch in Vergangenheit von ihr gewohnt war. Das Wohl und Wehe der Borussia steht über dem Einzelinteresse. Das erklärt auch die verhaltenen und lediglich vereinzelt aufgetretenen "Schubert raus"-Rufe.
Trotz der hervorragenden Bilanz zu Beginn seiner Amtszeit hatte man den Eindruck, André Schubert sei nie richtig angekommen. Anders als bei seinem Vorgänger Lucien Favre hält sich die Trauer über sein Ausscheiden daher in Grenzen. In einer großen Fanszene wie der der Borussia gibt es natürlich unterschiedliche Meinungen über Schuberts Arbeit. Aber selbst bei denjenigen, die lange an ihm festhielten, war der Kredit nun aufgebraucht. Die Entscheidung des Vereins war notwendig und ist absolut richtig.
Schubert trägt die Hauptlast, die Verantwortung indes liegt beim gesamten Verein. Nun ist insbesondere die Mannschaft gefordert. Es ist gut, dass jetzt Ruhe einkehrt. Es ist die Chance, die Kräfte zu bündeln und nach vorne zu schauen. An dieser Stelle danken wir André Schubert für die Erfolge unter seiner Regie und vor allem für seinen beindruckenden Abgang per Videobotschaft an den Verein und uns Fans. Hut ab! André, auch Dir alles Gute für Deinen weiteren Werdegang, beste Gesundheit und jetzt erst einmal ein friedvolles Weihnachtsfest!
Michael Heinen – Seitenwahl.de
André Schubert hat nach dem schockartigen Favre-Rücktritt die richtigen Schritte eingeleitet, um das Team für rund 2 Monate in einen Rausch zu versetzen. Dadurch startete Borussia in kürzester Zeit von Platz 18 auf 5 durch und qualifizierte sich trotz durchschnittlicher Rückrunde für die Champions League. Historische Spiele in Barcelona oder Glasgow sind nicht zuletzt Schubert und seiner Arbeit zu verdanken.
Trotzdem muss konstatiert werden, dass Ergebnisse und Leistungen nach dem Abflachen der Anfangseuphorie immer schlechter wurden und die immer noch recht hohe Qualität des Kaders nicht widerspiegelten. Der Abwärtstrend startete bereits mit dem 0:0 gegen Ingolstadt im November 2015. In den Wochen darauf versuchte Schubert, eigene Ideen in die Mannschaft einzubringen. Die Dreierkette ist ein spannendes taktisches Stilmittel, das in vielen europäischen Spitzenteams funktioniert. Es ist aber Aufgabe des Trainers, dies nicht nur auszuarbeiten, sondern seiner Mannschaft erfolgreich zu vermitteln.


Das ist Schubert über mehr als ein Jahr hinweg nicht gelungen. Gleiches lässt sich auf seinen Traum von der perfekten Flexibilität beziehen. Die Fohlenelf ist ihrem Trainer und seinen Ideen nicht gefolgt, sondern zeigte sich zunehmend verunsichert und führungslos. Im Winter wird zu hinterfragen sein, was dies über Charakter und Zusammensetzung des Kaders aussagt. Es wäre verheerend, die Schuld nur bei einer Person zu suchen.
Dass Schubert mit seiner verbissenen Art nicht allzu sympathisch rüberkommt, hat ihm bei Fans wie Medienvertretern, aber sicher auch einigen Spielern und Vereinsverantwortlichen nicht geholfen und diverse Prozesse zum Ende hin beschleunigt. Der Hauptgrund für sein Scheitern lag aber darin, dass ihm die Vermittlung seiner Ideen nicht gelungen ist und er kein ausreichend guter Trainer für einen ambitionierten Bundesligisten ist.
Jonas Horvath – Schwarzweissgruen.de
Die hohe Erwartungshaltung im Sommer hatte einen großen Einfluss darauf, wie Schubert bewertet wurde. Kramer und Vestergaard sollten den Abgang von Xhaka vergessen machen. In der Sommerpause konnte Schubert seine Ideen vom Spiel umsetzen. Der Start in die Saison glückte. Danach folgte der Einbruch der Defensive. Fans kritisierten die Dreierkette und die vielen Gegentore.
Die schwache Abwehr war ein Rückschritt gegenüber der Ära von Favre. Die Stellungnahme von Schubert nach der 0:4-Niederlage auf Schalke war für mich ein Zeichen der Verunsicherung. Auch durch die Verletzungen in der Offensive musste Schubert immer wieder Änderungen vornehmen. Irgendwann war kein Konzept mehr zu erkennen. Wo waren das offensive Pressing und die Leichtigkeit im Kombinationsspiel hin?
Die letzten Spiele haben gezeigt, dass zwischen Mannschaft und Trainer etwas vorgefallen sein muss. Der Fußball auf dem Platz war nur noch ein einziger Krampf. Eine Entlassung von Schubert war nur noch eine Frage der Zeit. Dennoch muss mehr aufgearbeitet werden, wie Eberl es schon angedeutet hatte. Unter anderem sind die Einstellung der Mannschaft und die Kaderzusammenstellung zu hinterfragen. Aktivitäten auf dem Transfermarkt wurden schon angekündigt.
Andreas Plum – Fohlen-hautnah.de
Nein. Es ist nie schön, wenn ein leitender Angestellter einer Firma den Hut nehmen muss. Schließlich ist er eine Führungskraft, die mit einem hohen Maße an Verantwortung ausgestattet ist und gewichtige Entscheidungen zu treffen hat. So auch gerade im Fußball-Geschäft, wo es mittlerweile um viel Geld, aber vor allem um eins geht: um sportlichen Erfolg. André Schubert hatte davon gerade in den letzten Wochen und Monaten viel zu wenig. Das ist bedauerlich und schade.
Von Lucien Favre übernommen, hat der 45-Jährige die Mannschaft vor 15 Monaten wieder in die richtige Bahn gelenkt und richtige Entscheidungen getroffen. Für diese beispiellose Aufholjagd ist ihm zu danken. Doch gerade in den letzten Wochen gab es zu wenige richtige Entscheidungen. Unabhängig von den zahlreichen Verletzungen, mit denen er zu kämpfen hatte, zeigte sich eine Mannschaft, die verunsichert und mutlos war.
Eine Wende unter André Schubert war nicht mehr abzusehen. Da war es logisch, dass die im Fußball gängigen Mechanismen nun auch in Gladbach gegriffen haben. Mit Schubert verabschiedet sich somit ein Borussen-Coach, dem es von Beginn an Kredit gefehlt hat. Vielleicht auch deshalb, weil er stets an seinem Vorgänger gemessen wurde. Ein Ende ist immer auch die Chance für einen Neuanfang.
Ein Neuanfang auch für die Anhänger der Borussia, die keinen Auswärtssieg feiern konnten und von der Niederlage im Heimderby angefangen auch ihren Frust freien Lauf ließen. Einen Neuanfang wird auch Schubert ganz sicherlich bei einem anderen Klub wieder bekommen. Bei Borussia kommt jetzt ein neuer Trainer, der den eingeschlagenen Weg weiterführen soll. Und dabei steht nun auch die Mannschaft im Zusammenhalt mit den Fans auf den Rängen in der Pflicht.

Gruß Sunnyboy
 
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Die erste Verstärkung rollt an:

[FONT=&quot]Borussia Mönchengladbach hat Timothée Kolodziejczak vom FC Sevilla verpflichtet. Der 25 Jahre alte Abwehrspieler unterschrieb heute im BORUSSIA-PARK einen bis Juni 2021 laufenden Vertrag.[/FONT]
[FONT=&quot]„Timothée Kolodziejczak ist genau der Spieler, den wir für die Verstärkung unserer Defensive im Auge hatten, ein Innenverteidiger und Linksfuß, der auch auf der linken Abwehrseite spielen kann. Wir freuen uns sehr, dass dieser Transfer geklappt hat“, so Borussias Sportdirektor Max Eberl. Kolodziejczak kam in Frankreich in allen Jugendnationalmannschaften zum Einsatz und spielte in der Ligue 1 für RC Lens, Olympique Lyon und OGC Nizza, bevor er 2014 zum FC Sevilla nach Spanien wechselte. Insgesamt bestritt er 134 Erstligaspiele und 28 Europapokalspiele für seine Clubs in Frankreich und Spanien. Mit dem FC Sevilla gewann er zwei Mal die Europa League.

(Quelle Guru Magazin)

Gruß Sunnyboy[/FONT]
 
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Keine Ahnung was mit der Mannschaft los ist, blamabler als beim Telecom Cup heute in Düsseldorf ging es nicht mehr. So ein starker Kader und bekommt überhaupt nichts mehr auf die Reihe.

Gruß Sunnyboy
 
sunnyboy

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Die Mannschaft hat den Knall immer noch nicht gehört und glaubt das Interview mit Yann Sommer beweist es, die glauben immer noch es ist alles bestens. Der Truppe gehört dringend der Kopf gewaschen.

Gruß Sunnyboy
 
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Sommer

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Der Truppe gehört dringend der Kopf gewaschen.

Gruß Sunnyboy
Sehe ich ganz genau so, die Leistung in Düsseldorf war eine einzige Katastrophe, bin wirklich auf kommenden Samstag gespannt: Auswärtsspiel in Darmstadt. Hatte mich auf den Rückrundenstart total gefreut, nun bleibt ihnen weniger als eine Woche, um auf Spur zu kommen
 
Dieter1

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Hoffentlich steigt ihr nicht ab, das haette uns grad noch gefehlt.
 
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Hoffentlich steigt ihr nicht ab, das haette uns grad noch gefehlt.
Pff, juckt uns doch gar nicht, Dieter ... als ob die Fohlen eine Konkurrenz wären, nächste Saison ist der Aufstieg schon gebucht

Ringt unsrem alten Löwenfan und Gönner ned moi ein müdes Lächeln ab, der Ismaier Hans holt doch jetzt für 100 Mios internationale Stars
 
indy1

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Oder der HSV, das haett uns auch grad noch gefehlt.
Pah, HSV wär noch besser, Kanonenfutter Hilfsausdruck :)

Ausserdem könnt ich dann den Grantler @UnsUwe endlich mal zu nem Chaoten-Gipfeltreffen im Kaiserklo einladen
 
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ffm

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Hatte mich auf den Rückrundenstart total gefreut, nun bleibt ihnen weniger als eine Woche, um auf Spur zu kommen
Bis zum Rückrundenstart dauert es glücklicherweise noch zwei Wochen.
 
sunnyboy

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Gladbach hat auf dem Papier den stärksten Kader den es je hatte, leider fehlen die Führungsspieler die auf dem Platz Dampf machen. Hoffe es wird nochmal in die Portokasse gegriffen und man holt nochmal jemand entsprechenden. Der Kader wird nächste Saison sowieso zusammen geschrumpft werden (international fällt definitiv aus) , da kann man jetzt auch mal den "Richtigen" (der vielleicht nicht ganz so ins Gehaltsgefüge passt) holen. So eine Aktion ist billiger als ein Abstieg. Geld ist reichlich da.

Ich hätte nie gedacht, dass ich mir mal über Gegner a la Darmstadt Gedanken machen müsste.

Hoffe das die Vereinsführung den Jungs mal richtig Dampf macht, der Schlendrian geht so nicht weiter bzw.das die Bank wirkt, denn Gladbach zahlt ein niedriges Fixum und wir haben einen doppelten Kader ohne die Jungs aus der U23 die es auch können. Vielleicht hilft der Konkurrenz Druck ja.

Gruß Sunnyboy
 
Dieter1

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Gladbach hat auf dem Papier den stärksten Kader den es je hatte.....
Da haste jetzt aber die 70iger Jahre uebersehen, als Gladbach mit Kleff, Vogts, Stielicke, Wimmer, Netzer, Bonhof, Heynckes die halbe Nationalmannschaft stellte und 4 oder 5 Meistertitel gewann.
 
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marawolf

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Indy1 und Dieter1, die Gladbach-Experten:cold: ich hau mich wech
Gruß Wolfgang
 
sunnyboy

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Da haste jetzt aber die 70iger Jahre uebersehen, als Gladbach mit Kleff, Vogts, Stielicke, Wimmer, Netzer, Bonhof, Heynckes die halbe Nationalmannschaft stellte und 4 oder 5 Meistertitel gewann.
Meinte natürlich die Neuzeit :)

Gruß Sunnyboy
 
sunnyboy

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Heute wurde sich gegen Darmstadt zum Unentschieden gezittert, was ich allerdings hoch interessant fand, dass Rafael zum Ende der zweiten Halbzeit durch Simakala (U 19 Spieler ohne Bundesligaerfahrung) ersetzt wurde. Es wird Druck auf die Stammspieler aufgebaut. Was mir weiterhin positiv auffiel, dass bei Ecken der Pfosten wieder besetzt wird. Unter Schubert war das nicht der Fall. Auch werden die Spieler wieder auf ihren Lieblingspositionen eingesetzt, die Zeit der Experimente ist erst einmal vorbei. Was mich wirklich ärgert ist, dass die Spieler in den Interviews wieder von Pech und Weiterentwicklung blabla sprachen. Die haben den Knall immer noch nicht gehört.



Gruß Sunnyboy
 
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Sie haben heute gespielt als hätte es die Krise nie gegeben. Sieg in Leverkusen, wo wir grundsätzlich verlieren - das gibt Kraft:super:


Gruß Sunnyboy
 
Yala

Yala

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Einfach Klasse !!

Nach einem 2:0 noch ein 2:3 zu machen. Perfekt
 
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