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Rene
Gast
Mal eine Meldung aus dem Nachbarland

Quelle:Die birmesische Regierung bekämpft die Rebellen im Nordwesten des Landes mit allen Mitteln – erstmals setzten Soldaten nun auch Chemiewaffen ein.
Die birmesische Armee hat laut Angaben von Menschenrechtsorganisationen im Kampf gegen Rebellen Chemiewaffen eingesetzt. Der Vorfall ereignete sich bereits im Februar bei einer Schießerei an der Grenze zu Thailand im Nordwesten des Landes, etwa 16 Kilometer von der thailändischen Stadt Mae Hong Son entfernt.
Es habe eine gelbliche Substanz vom Himmel geregnet, berichtete ein Aufständischer. Diese sei offensichtlich von Granaten freigesetzt worden. Wenig später hätten Mitglieder der Karen-Rebellen Blut gehustet und hätten nicht mehr gehen können. Bei vielen hätten sich Bläschen auf der Haut gebildet.
Der Chef der Menschenrechtsorganisation Internationale Christliche Solidarität, der australische Arzt Martin Panter, sagte, er habe fünf der Männer vor Ort untersucht. Sie wiesen Symptome auf, die wahrscheinlich auf eine chemische Vergiftung zurückzuführen seien.
Das britische Außenministerium zeigte sich besorgt und kündigte eine Untersuchung des Vorfalls an. Die birmesische Junta will bislang keine Stellung nehmen. (nz)
