Betreuung / Pflege / Vormundschaft im Alter

Diskutiere Betreuung / Pflege / Vormundschaft im Alter im Ehe & Familie Forum im Bereich Thailand Forum; Du wirst lachen, aber viele alte Menschen flüchten tatsächlich aus Deutschland, weil sie Angst haben, von ihren Angehörigen entmündigt zu...
DisainaM

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Wie? Isses schon so weit?? Alzheimer meine ich :)
Du wirst lachen,

aber viele alte Menschen flüchten tatsächlich aus Deutschland,

weil sie Angst haben, von ihren Angehörigen entmündigt zu werden.

Spätestens wenn Angehöroge beim Besuch die unaufgeräumte Küche heimlich fotographieren,
ist es Zeit, die Koffer zu packen.

Einmal unter Pflegschaft, keine Kontrolle mehr über die eigenen Finanzen,
das Aufenthaltsbestimmungsrecht hat man auch nicht,
und schwups ist man in ein billiges Pflegeheim abgeschoben,
und die Verwandschaft kümmert sich um den Verkauf der Immobilie.

Im Pflegeheim sind nachts nur wenig Pfleger, und weil die Einrichtung nicht belangt werden will,
falls eine Alte nachts beim Toilettegang umkippt,
werden grundsätzlich die Alten für die Nachtruhe am Bett fixiert.

Wer das nicht möchte,
und meint, in der Villa Germania noch gut über die Runden zu kommen,
weil die Deutsche Botschaft ja keinen deutschen Amtsarzt für einen Entmündigungsantrag im Ausland beauftragen kann,
der kann in Thailand auch mit Alzheimer un-entmündigt alt werden,

also ohne Fesselung ans Bett, es sei denn, man besteht drauf.

Fixierung :
Klassische Fixierung


Vorbereitung


  • Dem Patienten wird der Grund der Fixierung erklärt. Sie dient dem Schutz seiner selbst oder anderer und stellt keine Bestrafung dar.
  • Ist bei der Durchführung der Fixierung mit starker Gegenwehr zu rechnen, müssen die Handelnden kräftemäßig in der Übermacht sein, um einen Kampf und genau jenen Schaden zu vermeiden, der durch die Fixierung abgewendet werden soll.
  • Der Patient wird am Pflege- oder Krankenhausbett oder auch in einem Rollstuhl oder Pflegestuhl so festgeschnallt, dass Sicherheit vor Flucht oder Unfällen besteht.
Klassische Fixierung von Patienten im Krankenhaus und Pflegeheim

der Wiederstand des Alten muss gezielt gebrochen werden.


Ab hier neuer Thread auf Anregung von @Chumphae

Chris67
 
P

ponschai

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Auch ich werde in nicht allzu ferner Zukunft den größten Teil des Jahres in Thailand verbringen.
Ein Grund (unter vielen) ist das ich Menschen wie z.B. den waanjai (sollte aber keine persönliche Anmache sein) mit zunehmenden Alter nicht mehr sehen kann. Immer korrekt, immer alles wissen wollen und nebenher immer auf ihr (vermeintliches?) Vermögen bzw. gutes Auskommen hinweisen.
Gottseidank ist die Ausländerdichte bei uns im Süden so gering das ich mich auch nicht noch mit solchen "netten" Mitbürgern ärgern muss!
Für mich gilt nämlich immer noch: "Leben und leben lassen".
 
Micha L

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aber viele alte Menschen flüchten tatsächlich aus Deutschland,

weil sie Angst haben, von ihren Angehörigen entmündigt zu werden.
Ich bin kein Spezi bezüglich Thailand.

Aber hier habe ich schon einiges gelesen, von schlimmeren Schicksalen nur scheinbar geliebter Farangs im LOS, d.h., wie sie ausgenommen und entsorgt wurden. Da gab es Threads über Farang-Penner und andere, die nicht nur um Haus und Vermögen, sondern sogar um die Ecke gebracht wurden. Die Verwandtschaft der Thaifrauen wird nicht selten in düsteren Farben geschildert.

Gut, das passiert nicht allen.

Aber in D werden auch nur Wenige entmündigt. Und hier kennt man sich besser aus und hat es deshalb leichter, als ein neuer Auswanderer in Thailand.
 
DisainaM

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Aber in D werden auch nur Wenige entmündigt. Und hier kennt man sich besser aus und hat es deshalb leichter, als ein neuer Auswanderer in Thailand.
Jeder Angehörige kann einen Antrag ans zuständige Familiengericht stellen,
wo die Frage, ob der Betreffende eine Gefahr für sich oder andere darstellt,
genau belegt werden kann.
Wenn dann der Amtsarzt zu Besuch kommt,
wird er genau prüfen, ob die Person wirklich noch voll fit ist.
Wer da dann einen schlechten Tag hat, sich vorher Beruhigungsmittel oder Alk reingezogen hat,
bei dem kann es schnell böse aus gehen.
 
Micha L

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Klar.

Aber in Thailand kann auch viel passieren, s. o.

Als Ausländer hat man zudem eingeschränkte Rechte und normalerweise weniger Einfluß.
 
Chumpae

Chumpae

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Chumpae
Jeder Angehörige kann einen Antrag ans zuständige Familiengericht stellen,
wo die Frage, ob der Betreffende eine Gefahr für sich oder andere darstellt,genau belegt werden kann.Wenn dann der Amtsarzt zu Besuch kommt,wird er genau prüfen, ob die Person wirklich noch voll fit ist.
Hallo @Disaina, ich lese nun schon ne ganze Weile mit und wollte mich wegen der Gefahr zu OffTopic eigentlich nicht dazu äußern.
Du beschreibst hier, das wohl die Verwandten die Bösen in Bezug auf Entmündigung sein dürften. Ich stelle diese Tatsachen nicht in Frage.Ich habe aber an meiner eigenen Mutter miterlebt, wie seitens der KKen in Zusammenarbeit mit den Amtsgerichten und sogenannten Berufspflegern Dir als Familienmitglied und in Negierung des Willens meiner Mutter in haste-nich-gesehen kurzer Zeit einem Berufspfleger die "Pflege"übertragen wurde.Wie gesagt, ich habe da selbst mafiöse Strukturen erleben dürfen, denke aber, daß man darüber sprechen sollte-jedoch nicht in diesem Thread.Bin gerne bereit bei Interesse mein Wissen dazu beizutragen.

Ich habe hiermit mal den angeregten Thread eröffnet und die Beiträge aus dem Ursprungsthread ausgegliedert. Für manch einen ist das sicher ein interessantes Thema.

Die weiter vorn stehenden Posts habe ich hierher kopiert und zusätzlich im alten Thread belassen, da nur "halb OT"

Gruß, Chris67
 
Schwarzwasser

Schwarzwasser

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@Disaina

Es heisst seit den 90er - Jahren Betreuung und nicht Pflegschaft oder gar wie früher Vormundschaft.

Fixierung: Ganz so einfach ist es nicht, denn bei einer Fixierung handelt es sich um eine freiheitsentziehende Maßnahme, die im Gesetz klar geregelt ist. Muss bspw. ein Mensch, der durch einen gesetzlichen Betreuer oder per Vollmacht durch Angehörige vertreten wird, im Altenheim oder Krankenhaus fixiert werden (weil er zB. sich wegen Sturzgefahr und zu erwartender schwerer Verletzungen gefährdet oder andere durch die Person gefährdet sein könnten), so muss ein entsprechend begründeter Antrag nebst ärztlichem bzw. psychologischen Gutachten - ein schlichtes Sätzlein genügt hier nicht - durch den Betreuer oder die Angehörigen an das zuständige Betreuungsgericht gestellt werden. Der Richter muss sich vor Ort ein Bild machen, auf jeden Fall ein Gespräch mit dem Betroffenen führen und sich ein eigenes Bild machen.

Wer als Heim einem einfach nur unbequemen Bewohner ohne die entsprechende Genehmigung der Maßnahme einen Bauchgurt anlegt oder ein Bettgitter anbringt, handelt rechtswidrig und spielt mit seiner Zulassung als Alten - und Pflegeheim. Bekommt das die Heimaufsicht mit, ist Schluss mit lustig, denn das kostet uU. die Zulassung und hat in jedem Fall strafrechtliche Konsequenzen.

Das von Dir angesprochene Aufenthaltsbestimmungsrecht ist ein relativ "schwacher" Wirkungskreis eines Vertreters und ist bei weitem nicht Umfang jeder vom Betreuungsgericht angeordneten Betreuung. In aller Regel sind es die Vermögens - und die Gesundheitsfürsorge, in manchen Fällen noch der Postempfang und ganz selten noch ein Einwilligungsvorbehalt, der einer Geschäftsunfähigkeit gleichkommt. Das kommt in Frage wenn zB. ein Betreuter in erheblichem Umfang sein Vermögen schädigt und der Umfang seiner Ausgaben seine Einnahmen übersteigt und derjenige aus gesundheitlichen Gründen die Auswirkungen seiner Handlungen/Rechtsgeschäfte nicht mehr erkennen kann.

Und Messi darf man auch als Betreuter sein..solange kein anderer durch dieses Verhalten geschädigt oder in seinen Rechten verletzt wird, darf es aussehen wie bei Hempels unterm Sofa.

Beim Verkauf einer Immobilie ist die Verwandtschaft bspw. bei einer vorliegenden Betreuung an ein Prozedere gebunden. Das Gericht erteilt auf Antrag eine Genehmigung zum Verkauf einer Immobilie und der Richter muss auch hier auf jeden Fall den Betroffenen zum beabsichtigten Verkauf anhören, ob man damit einverstanden ist. Gegen den Willen eines Betroffenen könnte man nur verkaufen, wenn die Mieteinnahmen plus Rente etc. nicht zur Bestreitung der Heimkosten ausreichen würde. Dann kann die Wohnung oder ein Haus gegen den Willen verkauft werden, wenn auch klar ist, dass eine Rückkehr dorthin ausgeschlossen ist. Die Einnahmen müssen dann zur Bestreitung der Heimkosten verwendet werden bis es bis auf den gesetzlichen Schonbetrag aufgebraucht ist. Dann tritt die gesetzliche Unterhaltspflicht ein, bzw. bei nicht leistungsfähigen Angehörigen (nach Prüfung durch das Sozialamt) dann das Sozialamt.

Und wenn man von der Verwandschaft trotz ausreichendem Einkommens in einem nicht dem vorherigen Lebensstil adäquaten Heim untergebracht wird, dann hat man die Vollmacht an die falschen Menschen ausgestellt und könnte sich immer noch einen gesetzlichen Betreuer wünschen. Es ist beileibe nicht so, dass man entrechtet und geknechtet ist.
 
Schwarzwasser

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Hallo @Disaina, ich lese nun schon ne ganze Weile mit und wollte mich wegen der Gefahr zu OffTopic eigentlich nicht dazu äußern.
Du beschreibst hier, das wohl die Verwandten die Bösen in Bezug auf Entmündigung sein dürften. Ich stelle diese Tatsachen nicht in Frage.Ich habe aber an meiner eigenen Mutter miterlebt, wie seitens der KKen in Zusammenarbeit mit den Amtsgerichten und sogenannten Berufspflegern Dir als Familienmitglied und in Negierung des Willens meiner Mutter in haste-nich-gesehen kurzer Zeit einem Berufspfleger die "Pflege"übertragen wurde.Wie gesagt, ich habe da selbst mafiöse Strukturen erleben dürfen, denke aber, daß man darüber sprechen sollte-jedoch nicht in diesem Thread.Bin gerne bereit bei Interesse mein Wissen dazu beizutragen.
Eine Betreuung ist nicht gleichbedeutend mit einer Entmündigung !!! Ihr bringt da ganz gehörig etwas durcheinander. Ihr redet von der alten Vormundschaft, die seit den 90er - Jahren so nicht mehr existiert. Ein heute Betreuter ist nach wie vor geschäftsfähig, es sei denn, dass ein sogenannter Einwilligungsvorbehalt durch das Gericht angeordnet wurde, was zB. nur bei besonders schwer Hirnverletzten, jedoch noch mobilen Personen in Frage kommt. Und grundsätzlich hat es triftige Gründe, wenn ein Betreuungsgericht einem Berufsbetreuer die Betreuung überträgt und nicht einem oder mehreren Angehörigen. Ist zwar völlig OT, jedoch kann man manche Aussagen, wenn man´s besser weiß, so einfach nicht stehen lassen.
 
Dune

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@Schwarzwasser, sehr guter Beitrag. Exakter Terminus mit Betreuung, wobei die Betreuung aufgegliedert ist, nach z.B. Aufenthaltsbestimmungsrecht etc. Feststellung der Ressourcen laufen via Gutachten eines Facharztes, der Anhörung eines entsprechenden Richters im Trialog mit dem, ich nenne es mal Patient, wobei dort festgelegt wird, welche Ressourcen der Betreuer übernimmt.
Freiheitsentziehende Massnahmen obliegen ebenfalls der Gesetzgebung, wobei dort die Zwangsmassnahme durchgeführt wird nach BTG (Betreuungsgesetz) oder nach PKG bei einer Eigen- oder Fremdgefährdung. Die Überprüfung der Notwendigkeit der Massnahme erfolgt regelmäßig durch Sichtung eines Arztes, welcher sich engmaschig über den weiteren Sicherungsbedarf ein Urteil machen muss.
Bei Unterbringung in Alten- und Pflegeheimen gilt ebenfalls, wenn eine Eigengefährdung besteht (Sturzgefahr), kann nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt und den Angehörigen (meistens in Betreuungsfunktion) eine Sicherung durchgeführt werden, wenn andere Massnahmen wie Bettgitter nicht mehr ausreicht.

Sehr interessantes Thema die Fixierung und der Umgang damit, da es seit Dezember 2011 eineÄnderung für das PKG gibt.
 
Chumpae

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Chumpae
Ich habe hiermit mal den angeregten Thread eröffnet und die Beiträge aus dem Ursprungsthread ausgegliedert. Für manch einen ist das sicher ein interessantes Thema.

Die weiter vorn stehenden Posts habe ich hierher kopiert und zusätzlich im alten Thread belassen, da nur "halb OT"

Gruß, Chris67

:super::super: Danke @Chris 67, entlastet auch sicher den anderen Fred etwas und sollte auch interessant sein hinsichtlich einer möglichen zunehmenden Übersiedlung von altersdementen Personen auch nach Thailand.
 
tira

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..... ich nenne es mal Patient, .......
moin,

..... haste unbewußt den schwachpunkt der o.g. gesetzlichen regelungen in dem kontext benannt.

m.m. sobald in krankenanstalt oder heim mit krankenkluft bekleidet, biste selbst ein human being 2. ordnung. das wort außenstehender, hier angehörige, pfleger, ärzte etc. pp, hat mehr gewicht.

:wai:
 
Dune

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Yep Tira.. ich sehe es mit der "Krankenhausbrille", es fällt mir dadurch leichter den Kontext herzustellen. Natürlich kann man den zu betreuenden Menschen, Klienten etc. schreiben... natürlich klassifiziert es und natürlich schaffen Worte eine Bedeutung, was auch nach 2. Klasse anmutet. Da es hier exemplarisch geschrieben wird, sind diese Wortwahlen als nicht bewertend anzusehen.
 
S

sombath

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Ich habe andere Erfahrungen gemacht .
Meine an Krebs verstorbene Frau war in 8 - 10 verschiedenen Kliniken und in keiner hat man
sich über die Wünsche meiner Frau hinweg gesetzt .
Bei der Einlieferung wurde sie gefragt , ob sie lebensverlängernde Maßnahmen wünsche .
Nach meinen Erfahrungen muß man nur in Uni-Kliniken aufpassen , da man hier versucht mit dem
Körper des Patienten " zu forschen " .

Sombath



moin,

..... haste unbewußt den schwachpunkt der o.g. gesetzlichen regelungen in dem kontext benannt.

m.m. sobald in krankenanstalt oder heim mit krankenkluft bekleidet, biste selbst ein human being 2. ordnung. das wort außenstehender, hier angehörige, pfleger, ärzte etc. pp, hat mehr gewicht.

:wai:
 
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Sombath, genauso wie Du es beschreibst, sollte es auch sein. Der Fokus sollte auf dem Menschen und seinen Wünschen liegen. Wichtig ist der entgegengebrachte Respekt und die nötige Empathie, damit sich ein Mensch in jeder auch schwierigen Lage gut aufgehoben fühlt.

Sicherlich sind wir schon sehr verängstigt, wenn verschiedene Medien Dinge über den Alltag in Pflegeeinrichtungen berichten. Wobei der Hauptaugenmerk selbstverständlich auf die "Horrornachrichten" gelegt wird, weil das macht die Auflage. Gezeigt oder gesprochen wird niemals darüber, dass es viele Heime, Krankenhäuser etc. auch ganz tolle Arbeit leisten. Manchmal scheinen gute Dinge niemanden zu interessieren, sondern nur die "Krankenschwester" die alten Menschen via Injektion mal so eben das Leben verkürzt.

Zu den Unikliniken, ja sie sind akademische Lehrkrankenhäuser und haben auch einen Forschungsauftrag, was natürlich oftmals bei der Formulierung gegenüber dem Pat. sich manchmal komisch anhört. Zum Beispiel, wir hätten da noch oder wir könnten noch... es könnte sein das oder vielleicht funktioniert das... trotzdem haben sie schon die Gesundheit, Heilung, Linderung im Auge, dies weiß ich aus eigener Erfahrung.


Wie gesagt, ich finde Deine Rückmeldung schön zu lesen, denn es gibt nicht nur negative Seiten.

Dune
 
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LandmannT

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Landkreis Leer/khukkak/Muang Phon
@Schwarzwasser, sehr guter Beitrag. Exakter Terminus mit Betreuung, wobei die Betreuung aufgegliedert ist, nach z.B. Aufenthaltsbestimmungsrecht etc. Feststellung der Ressourcen laufen via Gutachten eines Facharztes, der Anhörung eines entsprechenden Richters im Trialog mit dem, ich nenne es mal Patient, wobei dort festgelegt wird, welche Ressourcen der Betreuer übernimmt.
Freiheitsentziehende Massnahmen obliegen ebenfalls der Gesetzgebung, wobei dort die Zwangsmassnahme durchgeführt wird nach BTG (Betreuungsgesetz) oder nach PKG bei einer Eigen- oder Fremdgefährdung. Die Überprüfung der Notwendigkeit der Massnahme erfolgt regelmäßig durch Sichtung eines Arztes, welcher sich engmaschig über den weiteren Sicherungsbedarf ein Urteil machen muss.
Bei Unterbringung in Alten- und Pflegeheimen gilt ebenfalls, wenn eine Eigengefährdung besteht (Sturzgefahr), kann nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt und den Angehörigen (meistens in Betreuungsfunktion) eine Sicherung durchgeführt werden, wenn andere Massnahmen wie Bettgitter nicht mehr ausreicht.

Sehr interessantes Thema die Fixierung und der Umgang damit, da es seit Dezember 2011 eineÄnderung für das PKG gibt.
nur zur Ergänzung auch in Alten/Pflegeheimen muss eine Fixierung mittels Bettgitter/Bettseitenteile vom Amtsgericht genehmigt werden allein der Betreuer/Angehörige oder Arzt kann diese nicht anordnen
Jede Fixierung wird zeitlich befristet und dann vom Richter vor Ort überprüft
 
DisainaM

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Du beschreibst hier, das wohl die Verwandten die Bösen in Bezug auf Entmündigung sein dürften. Ich stelle diese Tatsachen nicht in Frage.Ich habe aber an meiner eigenen Mutter miterlebt, wie seitens der KKen in Zusammenarbeit mit den Amtsgerichten und sogenannten Berufspflegern Dir als Familienmitglied und in Negierung des Willens meiner Mutter in haste-nich-gesehen kurzer Zeit einem Berufspfleger die "Pflege"übertragen wurde.Wie gesagt, ich habe da selbst mafiöse Strukturen erleben dürfen, denke aber, daß man darüber sprechen sollte-jedoch nicht in diesem Thread.Bin gerne bereit bei Interesse mein Wissen dazu beizutragen.
In der Regel sind diese Berufspfleger / heute genannt Betreuerm Anwälte, die vom Familiengericht bereits in 300 anderen Fällen ebenfalls Betreuungsfälle übertragen bekommen haben.
Das heisst also, ein Anwalt ist Betreuer von bis zu 300 Personen, die er in der Regel nie zu Gesicht bekommt.

Das Familiengericht geht hier nach einem festen Programm vor,
Mutter ist dement, Lieblingssohn, der sich immer um Mutter gekümmert hat, ist gerade auf Thailandurlaub,
und der andere Sohn, der sich nur selten blicken liess, aber schnell mit der Behauptung war,
dass Mutter alles Geld dem Lieblingssohn zuschiebt,
leitet zum richtigen Zeitpunkt das Verfahren beim Familiengericht ein,
wo er unter anderem reinschreibt,
Mutter sieht nicht mehr so gut, hat sich von Stürzen im Badezimmer bereits schlimme Verletzungen zugezogen,
versteckt ihr Geld immer häufiger in Müllsäcken und vergisst es dann,
sein Bruder ist häufig im Ausland, er wäre bereit, die Betreuung zu übernehmen.

Nach einem kurzfristigen Besuch des Amtsarztes bei Muttern, Bruder war anwesend,
ergeht einige Wochen später, Lieblingssohn ist gerade aus Thailand wieder zurück,
der Bescheid vom Amtsgericht, dass der Bruder zum Betreuer eingesetzt wurde.

Lieblingssohn wundert sich, da der Bruder sämtliche Daueraufträge, wo Muttern ihm irgendwelche Kosten übernahm,
gestoppt hat, ausserdem beginnt er mit einer Hausrenovierung von Mutters Haus,
wo der Kumpel Bernd Böse zum Einsatz kommt.

Lieblingssohn vermutet gleich, dass sein Bruder jetzt durch Hilfe seines Kumpels Bernd Böse,
Mutters Konto leer machen, durch Renovierungskosten, die sich an Kostenvoranschlägen der teuersten Ortsbetriebe orientieren,
tatsächlich stellt Bernd Böse eine Rechnung, wo er pauschal abrechnet, ohne anzugeben, dass er mit Billigkräften gearbeitet hat.

Also beschwert sich Lieblingssohn beim Familiengericht, und erwirkt, dass Anwalt D zum Ergänzungsbetreuer bestellt wird.
Nach einiger Zeit, und einigen Briefen zwischen dem Bruder und dem Anwalt, ist der Bruder so mürbe, dass er die Betreuung aufgibt, und Anwalt D jetzt Hauptbetreuer ist.
Nach einem erneuten Kostenvoranschlag wegen einer Dachrenovierung, entscheidet Anwalt D,
dass der weitere Verbleib von Muttern im Haus, unwirtschaftlich sei,
und verfügt, wegen ihrer Sturzgefahr die Überstellung in ein Pflegeheim,
sie hat 150 Euro Taschengeld im Monat, und kann sich davon ab und zu eine Freude machen,
nachts wird sie fixiert, die entsprechende Genehmigung hat sich Anwalt D gleich vorsorglich vom Familiengericht einholen lassen.


Gesetzliche Vertreter wie der rechtliche Betreuer benötigen eine Genehmigung des Betreuungsgerichts bzw. Familiengerichts, wenn sie für den Betroffenen einer Fixierung zustimmen (§ 1906 Abs. 4 BGB für den Betreuer) Dies gilt analog für den Bevollmächtigten im Rahmen einer Vorsorgevollmacht. Für die Fixierung eines Kindes durch die Eltern hat der Gesetzgeber keine Genehmigung durch das Betreuungs- oder Familiengericht vorgesehen.
Nunmehr findet eine Fixierung nicht mehr gegen den Willen der Betroffenden statt, sondern mit Willen, weil der Wille nun durch den gesetzlichen Betreuer formuliert wird.

Um den Anwalt D als Betreuer wegzubekommen, müsste man ihm einen schwerwiegenden Fehler nachweisen,
doch Anwalt D ist durch seine 300 anderen Betreuungsfälle schon hochspezialisiert,
er geht im Sekreteriat des Familiengerichtes mittlerweile ein und aus,
bei dem nebenher geführten Geplänkel mit der Sekretärin lasst er vermitteln,
dass er nun wieder einen Fall von remitenten Angehörigen hat,
so ist das Gericht schon vorinformiert.

Dieses mehr oder weniger eingespielte Verfahren der Zusammenarbeit, zwischen Gericht, Anwalt als Berufspfleger, und dem Pflegeheim,
wo der Anwalt fast alle seine Pflegefälle hinschaffen lässt,
erscheint dem Aussenstehenden wie eine mafiöse Struktur,
weil hier teilweise sehr untransparent verfahren wird,
und es für den Anwalt unergiebig ist, sich mit den Angehörigen in unnötige Diskussionen einzulassen,
weshalb sein Büro schon längst eine Kontakt-verweigerungsstrategie zu den Angehörigen fährt.
(bitte teilen sie ihr Anliegen schriftlich mit)
 
joachimroehl

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Betreuer können nicht nur Anwälte ein, sondern auch interessierte Bürger, die ein Herz für diese Tätigkeit haben. Wer die ersten fünf Fälle ohne Aufwandsentschädigung nebenberuflich erfolgreich betreut hat, erhält später für die zulassungspflichtige Tätigkeit z.B. in Rechtliche Betreuung - Berlin.de monatlich und pro Fall 200€ Aufwandsentschädigung. Da kommen ganz anständige Summen zusammen, wenn einer die zum Großteil routinemäßige Tätigkeit aus viel Schriftverkehr am PC mit Hausbesuchen und Bank- bzw. Behördengängen für meist bis zu 20 Fälle gut durchorganisiert hat. Die Pflegeindustrie selbst ist ein wachsender Geschäftsbereich, wo Unsummen fließen und jeder Beteiligte seine Tätigkeitsberechtigung natürlich gern dauerhaft aufrecht erhalten sehen möchte. Der beste Schutz vor ihr und ihren gelegentlich auch schwarzen Schafen ist eine gut gefüllte Geldkatze mit einem frühzeitig und vor allem selbst gefundener Betreuer, andernfalls erledigen das die anderen.
 
Chumpae

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@Dune- ich möchte vorrangig erst einmal feststellen, daß in meinem(unseren)Fall die Versorgung meiner Mutter im betreuten Wohnen, als auch später auf der Dementenstation ausgezeichnet war(ich hätte die Nerven dazu nicht). Nach Aussage der dortigen Pflegedienstmitarbeiter und auch einiger Bewohner wurde mir bescheinigt, daß ich mich trotz meiner beruflichen Tätigkeit und räumlichen Ferne öfters bei meiner Mutter sehen ließe, als mancher Angehöriger , welcher noch im selben Ort wohne.Wir hatten auch ein enges Netz von Freunden, Verwandten und Bekannten gewebt, durch welches meine Mutter versorgt wurde, Behördengänge erledigt wurden etc.Eines Tages bekam ich von einer Mitarbeiterin der AOK eine e-mail mit der Feststellung, daß meine Mutter eine amtliche Betreuung erfahren sollte.Binnen 4 Wochen seit Benachrichtigung waren alle amtsärtzlichen Untersuchungen abgeschlossen und das Amtsgericht hat einen Betreuungsverein beauftragt, die Belange meiner Mutter zu übernehmen. Meine Mutter selbst äußerte in Telefongesprächen ihr Unbehagen darüber , daß seit geraumer Zeit "Fremde"Personen ständig bei ihr sind, irgendwelche Unterlagen forderten(welche sich ja in meinem Besitz befanden). Normalerweise war es in diesem Heim (DRK)so geregelt, daß Besucher sich beim Personal anzumelden hatten und dieses dann als vertraute Person meiner Mutter den Besuch vorstellten.Für die Mitarbeiter des betreuungsverein galt dies selbstverständlich nicht.Erste ernsthafte Auseinandersetzungen gab es dann, als meine Mutter wegen eines Sturzes ins KH eingeliefert werden mußte und ich beim Besuch angefragt wurde, ob ich nicht mal den Aufenthalt quittieren könnte. Ich habe das als Sohn getan, wohl wissend, daß ich es eigentlich nicht hätte tun dürfen. ich habe aber den Betreuer darüber informiert, daß möglicherweise ein Umzug meiner Mutter innerhalb des Hauses notwendig würde.Er sah das auch so, wollte sie aber unbedingt in einem Heim im Kreisgebiet unterbringen(fernab von jedem Bekannten im Heim selbst und unerreichbar für unseren Bekanntenkreis. Für die Auflösung der Wohnung hatte er dann auch bereits ein Sperrmüllkommando organisiert.Daraufhin habe ich mir einen Anwalt genommen und erneut gemeinsam mit Bekannten die Übernahme der Betreuungstätigkeit beantragt. Dies wäre aber bereits ein neues Kapitel. Zu bemerken sei aber noch, daß der 29-jährige Betreuer bereits 17 andere Fälle zur Betreuung übernommen hatte, was nach Rücksprache mit dem Betreuungsverein durchaus üblich sei, da die Höhe der bereitgestellten Gelder dies erforderlich machten,um den Betreuer und den Verein wirtschaftlich existieren lassen zu können.
 
kcwknarf

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@Schwarzwasser, sehr guter Beitrag. Exakter Terminus mit Betreuung.
Sorry, aber das ist diese Heuchelei, die mir in Deutschland mit vielen Dingen dermaßen auf den Keks geht.
Man nennt es nur deshalb nicht mehr Entmündigung, weil das eben nicht so gut in den gesamtheitlichen Kontext des guten Staates passt, der ja so toll auf die Menschenwürde achtet. Ha Ha.

Defacto ist und bleibt es eine Entmündigung. Und die Gefahr liegt nicht unbedingt nur bei Familienangehörigen, sondern auch am Staat, dessen Richter in Streitfällen einen Entmündiger (ich werde dafür garantiert nicht den Schönwelt-Begriff Betreuer benutzen) schickt und das Familienmitglied vor den Augen seiner Angehörigen in ein Sterbeheim (auch hier nutze ich nicht das politisch korekte Wort) entführt. Dort wird angekettet. Ob das nun erlaubt ist oder nicht, spielt doch in der Praxis keine Rolle. Man wird doch bedroht und bepöbelt, wenn man etwas kritisiert oder gar droht, Anzeige zu erstatten.

Klar mag es positive Ausnahmen geben, da die Realität sieht nun mal anders aus. Ich habe da in den letzten Jahren die schlimmsten Erfahrungen gemacht, die ich mir vorher im schlimmsten Alpttraum nicht hätte vorstellen können, wie so etwas in Deutschland möglich wäre. ist aber so. Und deshalb nerven mich diese Augenwischereien so.
Gabe doch diese Woche auch wieder einen Spycam-Bericht im TV über deutsche Heime. Dagegen sind die Arbeitsverhältnisse bei Amazon oder in Kinderfabriken in Bangladesh das Paradies.
Gesetze bringen nur was, wenn man sie auch konsequent einhält, bzw. dessen Nichteinhaltung einklagt. Als Entmündigter kannst du das nicht, Angehörige haben nichts mehr zu melden und die Heimangestellten wären schön blöde, wenn sie sich selbst belasten würden.
Und was bringen angemeldete Kontrollbesuche von Behörden, die sich gegenseitig natürlich auch nicht die Zehen rausreißen.

Es gibt genügend Gründe, warum ältere Personen frühzeitig nach Thailand oder anders wohin flüchten. Wäre ich nicht schon hier, würde ich es auch machen. Altwerden in Deutschland wäre für mich nach dem, was ich mittlerweile erfahren habe, die Hölle.
 
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und das Familienmitglied vor den Augen seiner Angehörigen in ein Sterbeheim (auch hier nutze ich nicht das politisch korekte Wort) entführt.
nicht ganz, für den Berufsbetreuer, meist ein Anwalt oder ein "Verein", ist es einfach praktischer vom Verwaltungsaufwand,
alle betreuten Fälle in einer Einrichtung zu haben,
das hat natürlich zur Folge, dass in diversen Fällen die betreute Person sehr weit weg, von ihren Bekannten und Verwandtem untergebracht wird.

Man kann sich als Angehöriger nur den Vorwurf machen, warum man es zugelassen hat,
dass ein familienferner Berufsbetreuer vom Familiengericht eingesetzt wurde,
und man sich so das Heft aus der Hand hat nehmen lassen.
 
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