Behinderte in Thailand.

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Otto-Nongkhai

Otto-Nongkhai

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Aus mehreren Berichten konnte ich erkennen ,dass es Behinderte in Thailand sehr schwer haben und meistens zu Hause weggeschlossen werden ,bis sie von alleine ins Gras beissen.

Es gibt kaum eine Lobby die sich für Behinderte und deren Rechte einsetzt.

Seitdem ich hier für einige Zeit im Rollstuhl sitze ,kann ich am eigenen Leib feststellen ,dass die Zeitungsberichte zutreffend sind.

Einige Beispiele,

Bangkok Lotus Supermarkt in Ragnsit.

Zum Supermarkt führen je 2 Rolltreppen ,2 ,die für Rollstuhlfahre geeignet sind und 2 weitere Rolltreppen mit Stufen.
Was macht Lotus Rangsit:
die Rolltreppen für Rollstuhlfahrer sind beide nach unten geschaltet und die Stufenrolltreppen beide nach oben.
Also für einen Behinderten keine Möglichkeit zum Einkauf auf die erste Etage zu gelangen.
( waeren die Treppen umgekehr geschaltet saesse ein Rollstuhlfahrer in der Lotus-Falle )
Lift gibt es natuerlich dort nicht!
Natürlich kein Verantwortlicher zu finden und so fahre ich zu Mäkro ,die wenigstens ihre Rolltreppe ohne Stufen wechelseitig geschaltet haben.
--------
In jedem Einkaufszentrum befindet sich eine Schräge ,die ein Rollstuhlfaher benutzen kann um ins Gebäude zu gelangen ,
aber es gibt keine Hinweisschilder ,wo diese Rollhilfen sind.

Man muss also immer wie ein Indianer um den ganzen Komplex schleichen ,um den Weg zu finden ,den auch ein Rollstuhlfahrer benutzen kann.

Es gibt aber auch genug Gebäude ,Hotels ,Bueros ,da hat der Rollstuhlfahrer keine Chanse reinzukommen.
------
Auch die Hilfsbereitschaft vieler Thais gegenüber einem Rollstuhlfaher ist gering.
O.K. angegafft wird man ,besonders wenn mal als Farang im Rollstuhl sitzt ,aber dass mal einer die Eingangstür aufhält ,oder freiwillig aus dem Weg geht ,dass ist selten.
Habe auch erlebt ,dass mir die Eingangstür manchmal buchstäblich gegen meinen kranken Fuss gefallen ist ,nur weil es meinem Vordermann gleichgültig war ,wer hinter ihm geht/rollt.
Habe jetzt eine Hupe am Rollstuhl befestigt ,mal sehen ob es hilft.

-------
Behindertengerechte Toiletten sind sehr selten .
Ich habe bis heute keine gefunden.
--------
Ich begegne innerhalb von 2 Monaten ausserhalb des Krankenhauses nur einem Thai/Chinesen der auch im Rollstuhl sitzt.
Auf Krüken habe ich keinen gesehen.
Werden wohl alle zu Hause entsorgt.

Viele Thais stehen dem Schwerbehinderten skeptisch gegenüber.

Es wird allgemein angenommen ,dass der Schwerbehinderte an seinem Schicksal selbst Schuld trägt ,da er vermutlich im früheren Leben keine guten Taten vollbracht ,oder zuwenig Tambun geleistet hat.

Nur seine Majestät ,der König von Thailand und seine Familie setzen sich in der Öffentlichkeit oft für den Schwerbehinderten ein.
Auch gibt es in Pattaya eine auslaendischen Verein ,der Spenden fuer Schwerbehinderte sammelt.
Nur ,was tut die Regierung ???


Also Herr Thaksien ,da wäre noch etwas zu tun ,bevor Thailand mit anderen führenden Nationen auf dieser Welt gleichziehen kann ,
nämlich Rechte und Einrichtungen für Schwerbehinderte zu verbessern und dafür auch entsprechende Gesetz schaffen ,denn jeder kann mal zum Schwerbehinderten werden ,auch sie Herr Thaksien.


Gruss

Otto
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Quellenangabe:
gelesen/gehört im Lonely Planet ,Anders Reisen ,Farang ,Nation ,Bangkok Post,Thai-TV und Radio ,Farang ,Hallo , SOZ ,Stefan Loose ,
Tip-Thailand ,Brokhaus ,Kirchenzeitung ,Kulturschock und Isanfreunds persönlichen Erfahrungen/Erlebnisse/Wissen.

Das Ganze kurz zusammengefasst und mit eigenen Worten wiedergegeben.
 
Otto-Nongkhai

Otto-Nongkhai

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Nah ,dass ist mal wieder klar ,zu Faellen wo keiner von euch betroffen ist ,oder Reizthemen gibt es wohl keine Kommentare. :-)

Wer outet sich schon ,wenn er eine Behinderung hat.
 
maxicosi

maxicosi

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Behindert sind die,die behinderte behindern.Ohne grossartig auf taylands politik einzugehen was nicht aus bleibt
die tayländer müssen/sollten auch lernen was demokratie ist.ich hoffe das die, die hier leben es auch in ihrer heimat erzählen was demokratie ist.Ach schliessen sie nicht auch die aids kranken ein.Traurig
besser ich lass dieses lange thema
 
Micha

Micha

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Hallo Otto,

ich denke Du hast den Schlüssel des Problems bereits selbst geliefert.
Den genau - und vor allem dieser erste Halbsatz, fiel mir beim Lesen der ersten Zeilen Deines Beitrags ein.

Otto-Nongkhai schrieb:
Es wird allgemein angenommen ,dass der Schwerbehinderte an seinem Schicksal selbst Schuld trägt ,da er vermutlich im früheren Leben keine guten Taten vollbracht ,oder zuwenig Tambun geleistet hat.
Bei aller Sympathie für andere Religionen werden doch die positiven Einflüsse des Christentums entweder vergessen oder für selbstverständlich hingenommen.
 
I

Iffi

Gast
@Otto,

ja, du hast die Antwort eigentlich schon selber gegeben, deswegen ist es nicht leicht zu antworten und etwas neues zu sagen.

Hier mal ´ne kleine Begebenheit aus Patty während meiner Sturm und Drang Zeit (jugendfrei)

In der Baby Go Go arbeitete mal ein wunderhübsches Mädel, mit einem Engelsgesicht und einer Haut und einem Body, wie ein Geschenk des Himmels.

Im Widerspruch zu ihrer Erscheinung schien ihre recht harte Stimme und ihre ziemlich rude Ausdrucksweise zu stehen. Sie gehörte zu den "Aktivsten" in der Go Go. Sass ständig bei jemandem auf dem Schoss, liess sich überall für ein oder zwei Drinks befummeln und lächelte dazu. Die vielen "Short Times" liessen sie die Farangs alle gleich aussehen.

Wir haben viele Gespräche geführt, weil sie und der Kontrast ihrer äusseren Erscheinung und ihre Art sich zu geben, mich faszinierten, und ich musste sie oft ermutigen, ihre Aufmerksamkeit wieder auf ihre Kunden zu richten, damit Mama San nicht ausrastet.

Nach einer Weile und nach mehreren Urlauben, in denen ich sie immer wieder traf, sie mit einem frohen: "welcome back my brother" auf den Lippen, stellte sich heraus, dass sie eine Freundin in meiner Nachbarschaft hatte.

So kam sie öfters nachmittags vorbei und hielt einen Plausch mit mir auf der Veranda. Immer lustig (und nicht jugendfrei).

Eines Tages sah ich sie in Patty, wie sie einen jungen Farang im Roll-Stuhl vor sich herschob. Sehr selbstbewusst und fürsorglich, ihr freundliches Lächeln im Gesicht. Sie nahm ihn für zwei Wochen überall mit hin und ward immer nur zusammen mit ihm gesehen. Er durfte der Hahn im Korb sein, da sie ihn mit an die Bier-Bars nahm und ihn ihren Freundinnen vorstellte, die jegliche Scheu vor ihm verloren und mit ihm flirteten, ihn betuttelten, sodass manch Gesunder neidisch wurde. Er war immer umrundet von den schönsten Frauen.

Während dieser 14 Tage fand sie auch einmal Zeit, mich wieder auf meiner Veranda zu besuchen. Sie erzählte froh und stolz, wie gerne sie für den Farang im Roll-Stuhl sorgen würde und wie happy er wäre. Er hätte kaum Geld, ab das macht nichts. Den Job in der Go Go hätte sie zwischenzeitlich aufgegeben.

Sie erzählte dies alles mit einer sanften Stimme, die endlich zu ihrer Erscheinung passte.

Danach habe ich sie nie mehr wieder gesehen.
 
Otto-Nongkhai

Otto-Nongkhai

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werden doch die positiven Einflüsse des Christentums entweder vergessen oder für selbstverständlich hingenommen.

Nah ,nah ,Micha ,das Christentum hat aber einige andere Schwachstellen.

Es könnte vieleicht auch an der Erziehung der Thais liegen.

Habe mal irgendwo gelesen ,dass viele Thais Individualisten sind und nur zu ihrem eigenen Wohl und Für die eigene Tasche wirtschaften ,
ohne sich um andere zu kümmern.

Da könnte doch auch was dran sein !?

Hallo Iffi!
Es gibt ueberall positive Ausnahmen.

Gestern hat mich ein Autofahrer wieder mal ueber eine Strasse
" getrieben ".

Ich bin ja auf Krueken nicht immer der Schnellste.
Als ich die Strasse ueberqueren wollte war das Auto noch weit weg.
Ploetzlich drehte der Autofahrer auf und hupte wie wild.
Ich musste mich sputen.
Dann sah ich noch das lachendes Gesischt ,
eines Thais im mittleren Alter und weg war er.

Wird man nicht fuer so eine " Atacke " in Deutschland bestraft ?

Ja ,ich weis ,in Thailand ist das Sanuk!



Gruss

Otto
 
I

Iffi

Gast
@Otto,

Falls der Eindruck entstanden ist, ich hätte diese kleine wahre Geschichte hier als argumentativen Gegenpol zu deinem Beitrag hineingestellt.

Mitnichten nicht. Meine geheime Hoffnung war lediglich, dass vielleicht der ein oder andere seinen "mind set" so ausrichtet, dass auch ihm solche Dinge passieren können.

Ich wünsche dir, dass dir auch einmal solch eine Perle begegnet.

Halt einfach die Augen auf.
 
Otto-Nongkhai

Otto-Nongkhai

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Ich wünsche dir, dass dir auch einmal solch eine Perle begegnet.

Danke fuer deine Wuensche ,Iffi.

Im Schnitt liege ich bei 20 :80,
d.h 20 % treffe ich auf vernuenftige ,nette Thais
und den Rest kann man in der Pfeife rauchen.
 
I

Iffi

Gast
@Otto,

falls du eine Vermutung äussern würdest, zu welchen "positivem" Prozentsatz du in den Augen der Anderen gehörst, wärest du mir tatsächlich sympathisch.

Ne, anders ausgedrückt, dann hättest du eine Chance, ein bisserl glücklicher zu sein, als du schon bist.

Solange du glaubtst, nur die anderen sind die Arschlöcher, hast du deine Einstellung verdient.
 
Otto-Nongkhai

Otto-Nongkhai

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Hallo Iffi!
Wir sind alles nur Menschen!
Man lehnt ab und man wird abgelehnt.

Rueckrad aber hat nur der ,der nicht nachtragend ist und sich auch mal entschuldigen kann.

Das vermisse ich hier bei den Thais etwas ,Gesichtsverlust :nixweiss: .
 
K

Kali

Gast
Otto-Nongkhai schrieb:
...Ich musste mich sputen.
Dann sah ich noch das lachendes Gesischt ,
eines Thais im mittleren Alter und weg war er....
Wahrscheinlich hatte sich der gedacht:
Bring´se das zu Ende, was Dein Vorgänger angefangen hat... :lol:
 
S

seven

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Franken
Ohne die Thais in Schutz nehmen zu wollen, denkst Du, dass es Dir in Deutschland als Rollstuhlfahrer besser geht?
Zwar werden immer mehr Kaufhäuser und vor allem öffentliche Einrichtungen in Deutschland behindertengerecht ausgebaut, aber das ist noch lange kein Standard. Aktuell ist das Thema auch erst seit ein paar Jahren.
Auch wenn es wohl nicht jeder zugeben wird, auch bei uns gibt es noch genug Vorurteile und Berührungsängste gegenüber Behinderten. Ich nehme mich da überhaupt nicht aus. Zwar versuche ich einen Menschen im Rollstuhl so zu behandeln wie jeden anderen auch und wenn möglich zu helfen, aber diese Hilfe kommt bei manchen Leuten nicht immer so gut an, da sie selbst mit ihrer Behinderung klarkommen wollen und nicht dauernt auf Hilfe angewiesen sein möchten.

Nun, anzunehmen, dass in Thailand diese Diskussion schon ähnlich weit ist wie bei uns, ist doch etwas gewagt. ;-)
Das allein auf die Karma-Glauben abzutun und die "positiven christlichen Werte" gegenzuhalten, funktioniert auch nicht so ganz. Vor 10 oder 20 Jahren konnte sich an diese Werte auch im christlichen Deutschland kaum jemand erinnern.
Da gibt es andere Themen, bei denen in Thailand große Defizite festzustellen sind, wie beim Umweltschutz. Ich werde immer wie ein Mars-Mensch angeschaut, wenn ich Thais, mit denen ich unterwegs bin, daran hindere ihren Müll einfach in der Landschaft zu entsorgen.

Bleibt Dir nur zu wünschen, dass Dein Fuss bald wieder so weit in Ordnung ist, dass Du auch ohne Hilfsmittel auskommst!!!
 
Otto-Nongkhai

Otto-Nongkhai

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denkst Du, dass es Dir in Deutschland als Rollstuhlfahrer besser geht?

Hallo seven!

Soviel ich informiert bin haben die Schwerbehinderten in Deutschland gewisse Rechte ,die gesetzlich verankert sind.

Wenn Thailand/Bangkok das Wegwerfen von Abfall unter Strafe stellt ,
wiso macht es dann nicht auch Gesetze fuer Schwerbehinderte ,dass diese sich in der Gesellschaft bessser zurechtfinden koennen ?

Gibt es ueberhaupt eine Statistik hier ,
aus der man die Anzahl der Schwerbehinderten erkennen kann?

Gruss

Otto

dem es taeglich besser geht und der bald :undweg: ist.
 
S

seven

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Franken
Otto-Nongkhai schrieb:
denkst Du, dass es Dir in Deutschland als Rollstuhlfahrer besser geht?


Soviel ich informiert bin haben die Schwerbehinderten in Deutschland gewisse Rechte ,die gesetzlich verankert sind.
Die helfen Dir auch nichts, wenn Du wieder mal in ein Gebäude willst und nur Treppen siehst. Aber Du hast schon recht, das Sozialsystem ist hier besser und damit haben auch Behinderte einen besseren Schutz.
 
K

KLAUS

Gast
Hi all,
eigentlich wollte ich mich da raus halten...:-)
...aber es ist so schwer...
Dieses Thema ist wieder einmal ein Beweis dafuer, dass der Versuch Gegebenheiten, wie sie in TH vorzufinden sind, also Realitaeten, NICHT mit den Gegebenheiten in D/EU zu vergleichen sind.
Das war und ist schon immer meine persoenliche Meinung.
Sehen wir uns doch diese beiden so grundverschiedenen Systeme, Kulturen an:
Da ist Deutschland, welches schon seit Jahrzehnten eine Gesetzgebung hat, die auch immer wieder an die aktuellen Notwendigkeiten angepasst wird, und da haben wir Thailand,
wo es NICHTS dergleichen gibt !
Was also ist da vergleichbar...?
Vergleichbar ist nicht, das individuelle Verhalten der Menschen, denn, sie handeln aus verschiedenen kulturellen und religioesen Sichten, hinzu kommt die individuelle Erziehung und Sicht des Einzelnen zu einem Behinderten oder einer Behindertengruppe sowie zum Problem insgedamt.
da gibt es Menschen in beiden laendern, die bestimmte "Defizite" haben, die sich dann auch im Verhalten innerhalb der Gesellschaft auswirken und sichtbar werden.
Waehrend es in D, ein buerokratisches System zur Erfassung und Betreuung/Versorgung gibt, diese Instutitionen werden ueberwiegend vom Staat gelenkt und finanziert und sind gesetzlich geregelt.
Dass es dabei zu Ungerechtigkeiten im Einzelfall kommen kann, bleibt nicht aus, den das "Gesetz" ist das eine, der Mensch das andere...da und dort...:-)
Was aber finden wir in Thailand vor:
Aktuell ist es so, dass es zwar Nichtstaatliche Organisationen (NGO) gibt, die sich um Behinderte bemuehen, ihnen eine soziale Geborgenheit, Arbeit und Lebensqualitaet unter den gegebenen Umstaneden ermoeglichen.
Diese Organisationen sind vielfach auf auslaendische Hilfe angewiesen und viele auslaendische Organisationen wirken auch in diesem Bereich.
Was aber tut der Staat?!
SO GUT WIE NICHTS!
erst kuerzlich hat diese jetztige Regierung das Problem, wie auch alle vorhergehenden Regierungen angesprochen, dabei kam raus, verkuerzt dargestellt, dass es garnicht moeglich ist, eine Behindertensozialgesetzgebung zu erarbeiten, da man NICHT einmal weis, wieviele Menschen in TH betroffen sind, das liegt daran, dass sich bisher KEINE der Regierungen ernsthaft um die Behinderten und deren Probleme gekuemmert hat!
So hat die jetztige Regierung erklaeert, dass zunaechst ein Kommitee gegruendet werden muesste, welches UEBER JAHRE, die Erfassung der Behinderten in TH organisieren sollte.
In einigen Jahren jedoch, weiss niemand mehr was davon, so wie auch bisher!!
Ich will sagen, diese beiden Kulturen sind NICHT vergleichbar in ihrem tatsaechlichen Handeln, da sind Welten zwischen, das jedoch schliesst nicht aus, dass es in Einzelfaellen zu positiven oder leider auch negativen Behandlungen von Behinderten in beiden Gesellschaften kommen kann und wird.
Es sind nur zwei Seiten, einmal die gesellschaftliche, und dann die staatlich gelenkte, und BEIDE sind als eine gewisse Einheit zu betrachten.
Dass Thailand unbetritten, sehr grosse, fast(fuer mich) nicht entschuldbare Defizite in diesem Bereich hat, sollte jeder sehen, der sich mit dieser Problematik auseinander setzt.
Und ich moechte abschliessend , das sicher kommende Argument, einer religioes bedingten Handlungsweise (Karma,Schicksal usw.) aus der diese Situation/Ralitaet "entschuldigt" oder erklaert wird, ( ist fuer mich) unakzeptabel.
Warum?
Wir leben in einer globalen Welt der Moderne, wo Information und technischer Schnelllebigkeit, jeder, besonders die staatlichen Stellen eines Landes, weltweit, koennen sich innerhalb Minuten alle noetigen Informationen zu allen Wissengebieten auch der weltweiten Norm des "Sozialen Rechts" aneignen.
Die Regierenden aller Laender sind gebildete, geschulte Menschen, die in der Lage sein muessen, auch in Thailand, diese weltweiten Grundnormen schon seit langer Zeit erkannt zu haben und aus dieser Sicht diese auch unter den Bedingungen ihres Landes umsetzen koennten.
Und Thailand hat diese Mittel verfuegbar, wenn sie den will, aber genau das ist es der mangelnde Wille in diesem bereich zu handeln, zu handeln fuer das Volk und besonders denen die benachteiligt sind in dieser gesellschaft!
Ja, so sehe ich das fuer mich persoenlich, sicher nicht umfassend dargestellt, aber einige Gedanken dazu.
Gruss
Klaus
 
W

woody

Gast
Ich kann mich der kurzen aber richtigen Analyse von seven
Aber Du hast schon recht, das Sozialsystem ist hier besser und damit haben auch Behinderte einen besseren Schutz.
anschliessen, so ist es.
Und unser Sozialsystem ist auch nicht vom Himmel gefallen, sondern wurde mühsam im letzten Jahrhundert aufgebaut. Thailand hinkt da noch hinterher aber durchläuft die Phasen der Entwicklung zeitlich schneller als Europa.
Man darf nicht vergessen, als Deutschland schon lange industrialisiert war etwa 1930, hat sich Thailand erst vom Feudalismus verabschiedet und war bis in die 80er Jahre des letzten Jahrhunderts ein Agrarland.
Erst mit der Industrialisierung wird es aber [highlight=yellow:d540bbb8c6]möglich[/highlight:d540bbb8c6] und auch [highlight=yellow:d540bbb8c6]nötig[/highlight:d540bbb8c6], einen Sozialstaat zu schaffen, der Aufgaben der dann aussterbenden Grossfamilien übernimmt.
 
Bökelberger

Bökelberger

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Hallo...
Zum Thema selbst kann ich eigentlich nichts beisteuern. Es wird wohl so sein wie Otto sagt, wenn man selbst nicht Betroffener ist, fällt einem vieles auch nicht auf. Im Nachhinein höchstens, dass ich in meinen bisherigen Thailandaufenthalten kaum Behinderte ausmachen konnte. Insofern möglicherweise ein Indiz zu Otto's Behauptungen.

Hallo Iffi !
Deine Erzählung über das Gogogirl war sehr beeindruckend. :super: Eine wirklich sehr schöne Geschichte ! Beim lesen vieler Postings kann man mitunter den Eindruck haben, Menschlichkeit fände in Thailand nicht statt. Deine Geschichte beweist das Gegenteil und das ist gut so !
Und nochwas...ich freue mich für den in deiner Geschichte erwähnten Rollstuhlfahrer !
 
DisainaM

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Aus mehreren Berichten konnte ich erkennen ,dass es Behinderte in Thailand sehr schwer haben und meistens zu Hause weggeschlossen werden ,
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bis sie von alleine ins Gras beissen.
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Werden wohl alle zu Hause entsorgt.

Viele Thais stehen dem Schwerbehinderten skeptisch gegenüber.

Es wird allgemein angenommen ,dass der Schwerbehinderte an seinem Schicksal selbst Schuld trägt ,da er vermutlich im früheren Leben keine guten Taten vollbracht ,oder zuwenig Tambun geleistet hat.
Der Biss ins Grass ist in den Fällen wohl mehr ein Biss in den Beton.

68-jähriger behinderter Mann stürzt vom 14. Stock in den Tod
Pattaya - Gegen Abend wurden Polizei und Rettungsdienst zu einer 35-stöckigen Wohnanlage in Nord Pattayagerufen, wo ein 68 Jahre alter Rollstuhlfahrer vom Balkon seines Apartments in der 14. Etage gestürzt war. Ermittleruntersuchten den beim Aufprall schrecklich entstellten Körper, bevor Rettungskräfte den Leichnamabtransportierten.
Bei einer Durchsuchung des Apartments des verstorbenen Herrn Anon Suksiriwet konnten die Beamten keinerleiHinweise auf ein Verbrechen bzw. eine Gewalttat entdecken. Stattdessen fanden die Ermittler zahlreicheMedikamente gegen diverse chronische Krankheiten.
Beim Gespräch mit Angehörigen des Herrn Anon erfuhren die Beamten,
dass es zwei Tage vor dem Balkonsturz zu einem Streit bei einem Besuch im Apartment gekommen sei.

Angeblich habe man versucht Herrn Anon klar zumachen,

dass sich seine Pflege immer komplizierter gestalte und es daher besser wäre, wenn er das Apartment aufgeben

und in das Haus eines Familienangehörigen ziehen würde.


Davon habe er allerdings nichts hören wollen,weil er angeblich niemandem zur Last fallen wollte.


Die Polizei geht davon aus, dass der 68-Jährige sich aus Verzweiflung das Leben nahm,

indem er sich auf demBalkon mit letzter Kraft aufrichtete und dann über das Balkongeländer fallen ließ.

Wie üblich bei Fällen dieser Art wurde derLeichnamzur Obduktion an ein Krankenhaus überstellt.
Wenn ich in manchen berichten gelesen habe,
das sich mancher Renter vorstellte,
seinen lebensabend in Thailand zu verbringen,
und von der Thai-Familie gepflegt zu werden, oder
sich jemanden zu suchen, der einen pflegt,

nun,

nicht alle Thais sind dafür geeignet, langfristig zu pflegen,
man pflegt eine Zeitlang, bis es den leuten genug wird,
und sie dann versuchen, einen in den Tod zu treiben,
weil es ihnen einfach zuviel wird.

Deswegen sind es einfach Ausnahmen, wo Familienangehörige einen pflegebedürftigen Alten vor einem Tempel aussetzen,
frei nach dem Motto,
zu Lebzeiten ist Dein geld dort hin gegangen,
jetzt sieh zu, was die für Dich tun,
denn für uns hattest Du kaum Geld übrig.

Es sind allerdings die wenigen, positiven Ausnahmen,
die wir im Forum lieber hören wollen,
- liebevolle hingebungsvolle Pflege,
- alle Thais respektieren die alten Menschen, und man ist umgeben von Wärme und herzlichkeit,
- was brauch ich eine behindertengerechte Toilette, meine perle wird mich vor der WC Tür aus dem Rollstuhl heben,
und mich zum WC Sitz geleiten, und dass mehrmals täglich, Thaifrauen sind kräftig, die können einen alten Mann auch ins Bett heben, wie ein deutscher Pflegedienst.

... nun mach mir mal keine Angst


(wir wissen, wie das endet)
 
DisainaM

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naja,
zumindestens muss man klar eingestehen,

dass Rollstuhlfahrer auch Teil des Songkranspasses sind





also this is thailand

 
DisainaM

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komisch, gibt viel zuwenig solche Fotos,

obwohl es das Normalste auf der Welt sein sollte

 
Thema:

Behinderte in Thailand.

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