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Paddy
Gast
Interessant zu lesen, daß Du weisst was er denkt.titiwas" said:Kürzlich sagte Karl Marx bei einem Interview, welches mit ihm in der Hölle geführt wurde, auf die Frage:
„Was halten sie den heute von ihrem kommunistischen Manifest und ihrer Kritik zur politischen Ökonomie“.
Was soll ich heute davon halten? Ich wusste schon damals, das es nicht funktionieren kann. Aber ich dachte, laß es mich trotzdem probieren!
Und so ähnlich denkt auch Oskar.
Ich denke, Oskar weiss, daß er ohne die Wahlmehrheit des Volkes seine Vorstellungen nicht durchsetzen kann.
Nachdem ich heute Abend die Diskussionsrunde bei Anne Will und das Publikum registriert habe, stelle ich deutlich fest, der Glaube an das "weiter so" ist den meisten vergangen und nun fordern Politiker Regularien, die sich seit 7 Jahren fast ketzerisch gegen genau diese Forderungen gewehrt haben. Insbesondere im Zusammenhang mit einem Herrn Lafontaine.
Besonders witzig Karl-Heinz Grasser, ein österreichischer Finanz-Unternehmer und ehemaliger österreichischer Politiker (vormals FPÖ, seit 2003 ÖVP), war von Februar 2000 bis Jänner 2007 österreichischer Finanzminister.
Empört lehnte er eine staatliche Kontrollmöglichkeit bzw. Einsicht für/in Konten aller Art strikt ab.
Ich dachte immer,wir nennen dieses System Demokratie?
Warum sollen Hartz4 Empfänger allein gläserne Konten haben?
Sollte es etwa unterschiedliches Recht (Staatskontrolle) für Bundesbürger geben? Wo bleibt da der Verfassungsschutz?
Zitate aus der Sendung ANNE WILL
Sendung am 05.10.2008, 21.45 Uhr:
Rudolf Dressler, Sozialpolitiker SPD:
"Er (Deutsche-Bank-Chef Ackermann) gehörte mit anderen zu denjenigen, die uns jahrelang die Privatisierung aller Lebensrisiken aufgeschwatzt haben. Und jetzt gehen genau diese Leute her und schreien nach dem Staat, den sie überall herausdrängen wollten, und schreien nach dem Steuerzahler zur Deckung ihrer eigenen Unzulänglichkeiten. Ja wo kämen wir denn da hin?"
"Die Politik hat die Finanzwirtschaft in den letzten Jahren gedeckt. Sie hat sie nicht kontrolliert und sie hat sie schon gar nicht am Portepee gefasst."
"Zehn Prozent in Deutschland sind Aktienbesitzer, und dafür machen wir um kurz vor 20 Uhr eine Werbesendung, die hat es in sich, und glorifizieren Dinge, die dort in der Börse in Frankfurt passieren. Und es wird suggeriert, als ob wenn der Kurs steigt, die Volkswirtschaft davon profitierte."
Karl-Heinz Grasser, Energie-Investmentgesellschaft:
"Zuallererst soll man jene schützen, die Schutz verdienen. Und ich bin sehr froh, dass die deutsche Bundesregierung das heute deklaratorisch gemacht hat und gesagt hat: ´Wir schützen die Sparer und ihre Einlagen und wir schützen nicht die Bankmanager´."
"Wenn in unseren Zeiten Manager heute in drei, vier Jahren das verdienen, was sie früher in einem ganzen Leben verdient haben, dann dürfen wir uns nicht wundern, dass kurzfristige Gewinnmaximierung das Ziel ist."
Sven Giegold, Globalisierungskritiker ATTAC und B90/Die Grünen:
"Es ist leicht, jetzt über die Banker zu schimpfen, aber gleichzeitig muss man sagen, dass es Politiker waren, die diese Art von Deregulierung möglich gemacht haben und damit diese Krise in dieser Form."
"Wenn es jetzt ein Freikaufen dieser Banken gibt, dann muss das geschehen mit einer strengen Regulierung dieses Sektors. (...) Wenn der Staat jetzt eine Bank rauskauft, dann muss das gegen eine Gegenleistung gehen."
Michael Glos, Bundeswirtschaftsminister CDU:
"Die großen privaten Banken haben zum Teil selbst Liquiditätsschwierigkeiten durch diese schwierige Situation. Bei uns im Land ist das Gute, dass wir ein dreigliedriges Bankensystem haben. Dass wir Sparkassen haben - die allermeisten sind davon in Ordnung, die kleinen Genossenschaftsbanken sind in Ordnung, und deswegen muss bei uns im Land die Angst nicht so groß sein, wie sie in anderen Ländern ist."
"Die Bank-Manager müssen für Fehlverhalten persönlich einstehen. Alle, die sich in Bezug auf anderer Leute Geld grob fahrlässig verhalten, die gehören zur Rechenschaft gezogen."
"Nach meinem Dafürhalten sind wir in der schwierigsten Finanzkrise seit 50 Jahren."
"Es hat nur einen Sinn, wenn wir international zu einer Regulierung kommen, weil sonst das Geld einfach woanders hingeht."
Gerd Häusler, Ehemaliger Bankvorstand und Berater eines Finanzinvestors:
"Die heutige Garantie der Bundesregierung für die Spareinlagen und für die Giroeinlagen der breiten Schichten der Bevölkerung gibt nun auch die Gelegenheit, mit denen, die in der Hypo Real Estate für diese Lage Verantwortung tragen, endlich einmal auch in der gebührenden Härte umzuspringen."
"Dies war eine Krise mit Ansage. Solche Banken, die ein Geschäftsmodell haben, das auf den Interbankenmarkt als Refinanzierung aufbaut, konnten sich seit Wochen und Monaten darauf einstellen, dass dies so kommen würde."
"Wir müssen uns klar machen, dass dies keine deutsche Krise ist. Die ist von den USA gekommen."
"Ich bin persönlich der Meinung, dass Alan Greenspan einer der schlechtesten Notenbankpräsidenten aller Zeiten war."
http://daserste.ndr.de/annewill/archiv/zitate130.html
Das war natürlich nicht alles. Anderes fand ich noch viel interessanter. Man hörte es mit Staunen.


phi mee
