Lafontaine ist nicht blöd, und genau deswegen ist er umso gefährlicher mit seinen populistischen Forderungen.
Er macht Wahlkampf mit dem Schrei nach Mindestlöhnen in einer Höhe von ca. 10 Euro die Stunde ohne seinem Klientel auch nur im Nebensatz mitzuteilen, dass es als EU-Mitglied keine einzige rechtliche Handhabe dagegen gibt, dass zb. polnische EinMannFirmen für 3 Euro die Stunde arbeiten können.
Sein Zielpublikum verkauft er für dumm, indem er ein Ende der Diskriminierung ostdeutscher Rentner fordert, das hätte zur Folge, dass diese weniger Geld als heute bekommen, oder aber die westdeutschen Rentner mehr bekommen, damit es zu einem Ausgleich kommt.
Der Ruf nach Verstaatlichung mag in der heutigen Zeit ja ganz nett ankommen, nicht vergessen sollte man dabei aber, dass am meisten Mist ja eben die verstaatlichten Institute gebaut haben (HypoRealEstate jetzt mal ausgenommen).
Ich finde es als verabscheuungswürdig was er da betreibt weil er es einfach besser weiss, von Volkswirtschaft eine Ahnung hat und für Wählerstimmen die Republik noch mehr verkauft als seine politischen Mitbewerber.
Natürlich hat er recht, wenn er sagt, dass die Binnennachfrage gestärkt werden muss, aber doch nicht indem ich den Rentnern noch mehr Geld gebe und die Firmen zwinge auf ausländische EinmannFirmen als Arbeitskräfte zurückzugreifen um noch rentabel arbeiten zu können. Mir kommt irgendwie vor, dass es keine einzige Partei gibt die für einen vernünftigen Mittelweg steht
