Kasachischer Reiseleiter von angeheuerten Schlägern attackiert

Pattaya - Ein 26-jähriger Reiseleiter mit kasachischer Staatsangehörigkeit wurde am Mittwochabend an der Sukhumvit Road in Rufweite eines Polizeistandes von fünf thailändischen Männern auf Motorrädern eingekreist und angegriffen.
Nachdem Yevgeniy C. mehrere schwere Schläge eingesteckt hatte, gelang es ihm sich aus der Gruppe zu lösen und durch Gesten und Schreie die Beamten in der Kabine auf sich aufmerksam zu machen. Als diese zu Hilfe eilten, flohen die Schläger auf ihren Motorrädern Richtung Innenstadt.
Im Gespräch mit der Polizei erklärte der Kasache, dass die etwa 20 bis 28 Jahre alten Angreifer wortlos auf ihn losgegangen seien. Er habe keinen der Männer zuvor gesehen, geschweige denn etwas mit ihnen zu tun gehabt. Auch habe keiner der Täter versucht ihn auszurauben.
Die Polizei erklärte im Gespräch mit Tnews, dass es sich bei den Angreifern eindeutig um eine Bande bezahlter Schläger handele, die vermutlich von einer Konkurrenzfirma aus der Tourismusbranche angeheuert wurden, um den Ausländer zu verprügeln. Die Beamten prüfen, ob der Vorfall von einer Sicherheitskamera aufgezeichnet wurde und fahnden nach den Tätern.
Interessanterweise wurden Beruf und Arbeitserlaubnis des Herrn Cherkashin in dem Tnews-Bericht nicht thematisiert, obwohl Reiseleiter eindeutig zu den Berufen zählt, die in Thailand nur von thailändischen Staatsbürgern ausgeübt werden dürfen.
naja,
die Berichterstattung ist wiedermal unvollständig,
Reisebegleiter sind etwas anderes, als Reiseführer.
Der Reiseführer macht mit Touristen eine Führung, und kassiert von den Touristen dafür Geld,
eine Reisebegleiter kassiert die Schläge von den Touristen,
weil sie sich von der Firma betrogen fühlen, und das Hotel zu schlecht, das Essen ungeniessbar und die Abhilfe der Probleme unzureichend,
also ein nationaler Prügelknabe.
Je nach Landessitte kassiert so ein "Prügelknabe" von seinen Kunden die sogenannten "lebensrettenden Ohrpfeigen",
um die notwendige Aufmerksamkeit zu erlangen, sich der Probleme anzunehmen.
Bei der Frage, ob Thais lieber diesen Job haben wollen,
wurde wohl entschieden, dass Thais sich nicht von Ausländern schlagen lassen,
und deshalb auch nicht ihre Birne für ev. Betrügereien im Reisevertrag hinhalten.
Da es hier um ausländisches Reiserecht geht, und die Notwendigkeit passieren kann,
dass ein Thai gezwungen wird, - als Zeuge vor einem ausländischen Gericht aufzutreten,
oder, wenn der Thai reiseunwillig ist,
das Gericht seine Zeugeneinvernahme bei der th. Justiz im Amtshilfeverfahren abwickeln muss,
hat man wohl entschieden, dass diese Tätigkeit "als Haftungsvertreter" in Thailand,
keine th. Tätigkeit sein soll.