City Hall lässt nach Verkehrschaos Hochdruckwasserpumpen installieren

Pattaya - Mehrstündige sintflutartige Regenfälle ließen am Dienstagnachmittag den Verkehr auf sämtlichenHauptstraßen im Seebad komplett zusammenbrechen und setzten ganze Straßenzüge inklusive Häuser undGeschäfte unter Wasser. Wie üblich konnten die viel zu kleinen und teilweise durch Müll verstopften Kanäle dieWassermengen nicht abfließen lassen, daher sprudelte das Wasser mit hohem Druck durch die Schachtdeckelwieder auf die Straße.
Der City Hall dürfte an diesem Tag klar geworden sein, dass die Ende Februar vor Medienvertretern geäußerte Kritikdes Direktors des Engineering Departments Pattaya an den bisherigen Hochwasserschutzmaßnahmen der Stadtwohl nicht ganz unbegründet war.
Herr Wirat Jeerasriphathun hatte erklärt, die Entscheidung die alten, viel zu kleinen 0,80 bis 1,20 Meter breitenAbflussrohrsysteme in den Problemzonen der Stadt komplett durch 2,30 bis 3,00 Meter breite Rohre zu ersetzen,gehe zwar in die richtige Richtung, reiche aber bei weitem nicht aus (Wochenblitz berichtete: Spezialisten halten Hochwasserschutz-Konzept der City Hall für nicht ausreichend :: Wochenblitz - Ihre deutschsprachige Zeitung für Thailand).
Nach Meinung des Direktors können die neuen Abflussrohrsysteme nur in Verbindung mit dem Bau drei großerHochdruckpumpstationen an der Sukhumvit Road, an der Beach Road und in Süd Pattaya zum gewünschten Erfolgführen, doch die seien aus Kostengründen nicht genehmigt worden, da angeblich in diesem und auch im nächstenJahr ein Großteil des zur Verfügung stehenden Budgets für die angelaufenen Arbeiten der Unterführung an derSukhumvit Road benötigt wird.
Um zu demonstrieren, dass nun doch gehandelt wird, ließ die City Hall jetzt drei der vier vorhandenenHochdruckwasserpumpen, die im Oktober letzten Jahres ohne große Wirkung am nördlichen Teil der Beach Road Promenade im Einsatz waren (Wochenblitz berichtete: City Hall lässt Hochdruckwasserpumpen in mehreren Gebieten aufstellen :: Wochenblitz - Ihre deutschsprachige Zeitung für Thailand) von Arbeitern des Engineering Departments vor dem Central Pattaya Beach und anderen zentralen Punkten aufbauen, um das Wasser bei neuenRegenfällen schneller ins Meer leiten zu können.
Offensichtlichscheint die City Hall derMeinungzusein, mitdieserMaßnahme, die schon 2014 nichtfunktionierte,diesesJahrausreichendgegen die nochnichteinmalrichtigbegonnenenÜberflutungengewappnetzusein und sichden BauderimGutachtender King Mongkuts University of Technology in Bangkok vorgeschlagenenPumpstationensparenzukönnen.
City Hall lässt nach Verkehrschaos Hochdruckwasserpumpen installieren :: Wochenblitz - Ihre deutschsprachige Zeitung für Thailand
was wir in Thailand erleben, ist,
dass das Postenvergabesystem in den Regionalverwaltungen einfach nicht funktioniert,
weil man Mitarbeiter mit jahrzehntelangem Sachverstand, die geschult sind,
am Aufbau einer vernetzten --- Systemübergreifenden --- Infrastrukturerweiterung, mitzuwirken, dringend braucht.
Das eine Schlüsselwort ist
Systemübergreifend, weil bislang alles nur von jedem einzelnen Resort aus betrachtet wird,
also Resort Abwassermanagement, wie im vorliegenden Bereich, also wird nur für diesen Bereich das Problem behandelt,
alles abhängig von der Budgetplanung, das offensichtlich auch keine nennenswerten Rückstellungen kennt.
Was fehlt, sind "Handlungsmatritzen", die man in den Gemeindeverwaltungen von ganz Thailand anwenden könnte,
wo eben "Systemübergreifende"Lösungen, für Abwasser, Verkehr, kommunale Rettungs-infrastruktur, komunale Energieplanung usw,
geschaffen sind, (ich brauche kein Tunnelprojekt, wo nicht modulare Bausteine vorhanden sind, das eben zB. auch bereits Versorgungstunnel geschaffen sind, um Energieversorgungsverbindungen durchzuziehen, auch wenn im Moment der Bedarf nicht besteht, wohl wissend aber, dass eine später beauftragte Baufirma wesentliche Schutzfunktionen der Überschwemmungssicherung des Tunnels beschädigen würde, weil die Arbeiter eben nicht für Verbundarbeiten also umliegender Gewerkeschutz, ausgebildet sind.
Was wir in den meisten Städten erleben, ist der Seoul-Effekt,
keine kommunale Gemeindeverwaltung war so unfähig, wie in Seoul, eine Strassen und Verkehrsplanung zu entwerfen,
wo man massenhaft Häuser und Grundstücke hätte enteignen müssen, um Platz für ein fortschrittliches Infrastruktursystem zu schaffen.
So, wie es jetzt ist, brauchen die Bewohner Stunden, (5 Stunden, um am Morgen in Seoul an den Arbeitsplatz zu kommen, ist keine Seltenheit),
man könnte also denken, es wäre das Einfachste, die th. Beamten nach Seoul zu schicken, damit sie begreifen,
das das, was sie heute tun, in 20 Jahren als das schlimmste Verbrechen am th. Volk angesehen wird.
Auch in Seoul hat man jahrzente verloren, weil man einer ungezügelten Immobilienspekulation Tor und Tür geöffnet hatte,
überall wurden Grundstücke in immer kleineren Parzellen immer höher bebaut,
und die Verwaltung blieb untätig.
Irgendwann waren die entstandenen Hochhäuser so teuer, um sie abreissen zu lassen, um vernünftige Schnellstrassentrassen für Schnellzüge, Autos und Notsysteme dort hindurchbauen zu lassen,
dass man eben überall eine Stückwerk-Infrastruktur versuchte, zu perfektionieren,
jedoch die Schlacht verloren hatte,
weil die Menschen der Stadt ein Grossteil ihrer Lebenszeit auf dem Weg zur Arbeit, oder auf dem Rückweg waren.
In Thailand wird jetzt an vielen Orten der selbe Fehler gemacht, wie in Seoul in den 50ger und 60ger Jahren,
die Verwaltung weiss einfach nicht, welche Grundstücke sie sich weitläufig reservieren muss.