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Thailand-Liebe ausgenutzt
Thailand-Liebe ausgenutzt: 45-Jhriger wegen Betrugs vor Gericht (27.10.2010) | Bonn | Lokales | General-Anzeiger Online - Bonn
45-Jähriger wegen Betrugs vor Gericht
Bonn. Der Mann auf der Anklagebank soll Urlaubsreisende mit Liebe zu Thailand gleich reihenweise hereingelegt haben. Schon als längst gegen ihn ermittelt und er mit internationalem Haftbefehl gesucht wurde, soll er weitergemacht haben.
Und so verliest Staatsanwalt Gilbert Deurer nun gleich zwei Anklagen: In weit über 200 Fällen soll der mit einer Thailänderin verheiratete Mann gewerbsmäßig Urlauber um ihr Geld betrogen und einen Gesamtschaden von fast einer Viertel Million Euro angerichtet haben.
Stundenlang listet der Staatsanwalt alle Fälle auf, die damit begannen, dass Gerhard T. 1998 in Thailand eine Gesellschaft gründete, die Timesharing-Anteile an einer Ferienanlage in Phuket verkaufte. Doch die Daten und Kontoverbindungen seiner Kunden soll er mit Hilfe eines noch flüchtigen Komplizen für Betrügereien benutzt haben.
Als seine Firma in Thailand insolvent wurde, bot er den Kunden an, ihre Anteile an eine größere Anlage zu überführen - gegen Aufpreis. Die Kunden verloren laut Anklage alles. Außerdem soll er Reisen im Internet verkauft haben, die er gar nicht hatte, und das Geld eingestrichen haben.
2006 wurde er verhaftet, schließlich jedoch verschont. Und als der Haftbefehl ganz aufgehoben wurde, verschwand er 2008 nach Dubai und betrog laut Anklage weiter. Im Sommer wurde er in Malaysia aufgespürt, wo ihm auf Antrag des Bonner Staatsanwalts der Pass abgenommen wurde. Am 31. August wurde er abgeschoben und bei seiner Ankunft sofort verhaftet.
In Handschellen wird er nun vor Gericht vorgeführt und erklärt am ersten Prozesstag, was passiert sein soll: Er ist auch nur ein Opfer - von Justiz, Wirtschaftskrise und Vogelgrippe. Der Prozess wird fortgesetzt.
Thailand-Liebe ausgenutzt: 45-Jhriger wegen Betrugs vor Gericht (27.10.2010) | Bonn | Lokales | General-Anzeiger Online - Bonn
45-Jähriger wegen Betrugs vor Gericht
Bonn. Der Mann auf der Anklagebank soll Urlaubsreisende mit Liebe zu Thailand gleich reihenweise hereingelegt haben. Schon als längst gegen ihn ermittelt und er mit internationalem Haftbefehl gesucht wurde, soll er weitergemacht haben.
Und so verliest Staatsanwalt Gilbert Deurer nun gleich zwei Anklagen: In weit über 200 Fällen soll der mit einer Thailänderin verheiratete Mann gewerbsmäßig Urlauber um ihr Geld betrogen und einen Gesamtschaden von fast einer Viertel Million Euro angerichtet haben.
Stundenlang listet der Staatsanwalt alle Fälle auf, die damit begannen, dass Gerhard T. 1998 in Thailand eine Gesellschaft gründete, die Timesharing-Anteile an einer Ferienanlage in Phuket verkaufte. Doch die Daten und Kontoverbindungen seiner Kunden soll er mit Hilfe eines noch flüchtigen Komplizen für Betrügereien benutzt haben.
Als seine Firma in Thailand insolvent wurde, bot er den Kunden an, ihre Anteile an eine größere Anlage zu überführen - gegen Aufpreis. Die Kunden verloren laut Anklage alles. Außerdem soll er Reisen im Internet verkauft haben, die er gar nicht hatte, und das Geld eingestrichen haben.
2006 wurde er verhaftet, schließlich jedoch verschont. Und als der Haftbefehl ganz aufgehoben wurde, verschwand er 2008 nach Dubai und betrog laut Anklage weiter. Im Sommer wurde er in Malaysia aufgespürt, wo ihm auf Antrag des Bonner Staatsanwalts der Pass abgenommen wurde. Am 31. August wurde er abgeschoben und bei seiner Ankunft sofort verhaftet.
In Handschellen wird er nun vor Gericht vorgeführt und erklärt am ersten Prozesstag, was passiert sein soll: Er ist auch nur ein Opfer - von Justiz, Wirtschaftskrise und Vogelgrippe. Der Prozess wird fortgesetzt.




