Da ich weder direkte Informationen aus der Bundespolitik besitze, noch mich irgendwelche Statistiken interessieren, die ich nicht selbst gefälscht habe, gebe ich hier einfach meine persönlichen Erfahrungen aus meinem Umfeld weiter.
Mir geht es darum, Menschen und deren Verhalten gegenüber Ausländern zu schildern, nicht Kritik oder Anmerkungen zu den Ausländer- und Asylgesetzen der Bundesrepublik Deutschland zu äußern.
Ich wohne in Bottrop, einer Stadt im Ruhrgebiet, in der auch eine beträchtliche Anzahl von "Ausländern" lebt.
Einige Jahre wohnte ich in einem Stadtteil, wo das geflügelte Wort "multi-Kulti" seinen Ursprung haben könnte. Für mich war es völlig "normal", in einem 4-Parteien-Haus zwei türkische Nachbarn zu haben. Mit dem einen Nachbarn, einem jungen türkischen Paar, habe ich mich sehr gut verstanden, mit dem anderen, einer alleinstehenden türkischen Frau mittleren Alters, weniger. Das lag aber weniger an ihrer Nationalität als ihrem Wesen, die Bayern hätten "
Zuchtel", so eine Art
Else Kling, zu ihr gesagt

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Ich habe viele Jahre in einer Kohlenzeche gearbeitet. Auch dort bestand die Belegschaft zu einem Drittel aus Ausländern.
Oft genug habe ich Sprüche von Deutschen gehört, die sich über deren fremde Kultur und Sprache ereiferten, gerade zur Zeiten von moslemischen Feiertagen. Welcher Art diese Spüche waren, könnt´ ihr euch bestimmt selber denken, ich brauche sie an dieser Stelle nicht zu wiederholen.
Nun war dieser Job nicht gerade ungefährlich, kleinere Verletzungen waren an der Tagesordnung, schwerere Unfälle kamen immer wieder vor. Und gerade bei solchen Unfällen stellte sich dann heraus, dass Menschen in Notsituatioen menschlich reagieren. Ich habe nicht einmal erlebt, dass ein verletzter Kumpel auf Grund seiner Nationalität anders behandelt wurde als ein deutscher Kumpel. Im Gegenteil, die Kollegen, die voher noch die Stammtischparolen geschwungen haben, waren die Ersten, wenn es darum ging, einem Anderen zu helfen, selbst unter Lebensgefahr.
Meiner Frau wurde vom ersten Augenblick, als sie nach in Deutschland kam, von meiner Familie und von meinem Freundes- und Bekanntenkreis als das aufgenommen, was sie ist, nämlich ein Mensch, ohne irgendwelche Einschränkungen.
Ich bezeichne mich als Durchschnittsbüger dieses Landes und maße mir an zu sagen, dass ein Großteil unserer Einwohner ähnliche Erfahrungen gemacht hat oder ähnliche Verhaltensmuster besitzt.
Solch´ geistige Schwachmaten, die versuchen, in Gruppen mit "braunem" Gedankengut Anerkennung zu finden, stellen m. E. nur eine Randgruppe dar.
Je weniger man diese beachtet, um so besser ist es!
Mein Fazit: Deutsche sind nicht ausländerfeindlich, auch wenn einige Leute das uns weismachen wollen.
Gruß von Niko
P.S.: Übrigens, in diesem gesagten Polit-Forum hat ein gewisser @Rawaii einigen Leuten dort nett was zum Denken gegeben. Meinen Respekt

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