Ausbürgerung

Diskutiere Ausbürgerung im Behörden & Papiere Forum im Bereich Thailand Forum; Liebe Insider, meine Gattin hat seit 1 Monat die deutsche Staatsbürgerschaft und nun soll/muss die Ausbürgerung der Thailändischen erfolgen. Hat...
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Lungkau

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Liebe Insider, meine Gattin hat seit 1 Monat die deutsche Staatsbürgerschaft und nun soll/muss die Ausbürgerung der Thailändischen erfolgen. Hat einer von euch persönliche Erfahrungen dazu gemacht? Was kostet die Sache und was ist nun zu tun? Micha :nixweiss:
 
DisainaM

DisainaM

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aus meiner Erinnerung erfolgt die Einbürgerungsurkunde erst,
wenn die Person die Entlassung aus seiner bisherigen Staatsbürgerschaft beigebracht hat.
 
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Lungkau

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DisainaM, ich kenne/beobachte deine Beiträge schon seit vielen Jahren und weis deine Sachkompetenz einzuschätzen, aber die Zeiten haben sich geändert.

Heutzutage gilt: „Thais werden stets unter vorübergehender Hinnahme von Mehrstaatigkeit eingebürgert, da das thailändische Recht das Ausscheiden aus der Staatsangehörigkeit erst nach Erwerb einer anderen Staatsbürgerschaft zulässt“
 
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karo5100

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Lungkau" schrieb:
Liebe Insider, meine Gattin hat seit 1 Monat die deutsche Staatsbürgerschaft und nun soll/muss die Ausbürgerung der Thailändischen erfolgen. Hat einer von euch persönliche Erfahrungen dazu gemacht? Was kostet die Sache und was ist nun zu tun? Micha :nixweiss:
Gegenfrage, was hat denn der Spaß bis hierhin gekostet?
 
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max

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Lungkau" schrieb:
Liebe Insider, meine Gattin hat seit 1 Monat die deutsche Staatsbürgerschaft und nun soll/muss die Ausbürgerung der Thailändischen erfolgen. Hat einer von euch persönliche Erfahrungen dazu gemacht? Was kostet die Sache und was ist nun zu tun? Micha :nixweiss:
Der nächste Schritt wäre:

Sobald Deine Frau die Einbürgerungsurkunde in der Hand hat sollte sie den Antrag auf Ausbürgerung im Konsulat / oder Botschaft stellen. Bitte nicht solange warten, denn das könnte Seiten der Deutschen ein schlechtes Licht auf die Willigkeit der Einbürgerung werfen. Sie sollte alles tun und zeigen das sie gerne Deutsche wird.

Du kannst auf der Website der Botschaft TH die nötigen Vordrucke runter laden und gewissenhaft ausfüllen. Alle Dokumente mehrfach kopieren und gleich unterschreiben.

Wenn alles ausgefüllt ist bitte unbedingt einen Termin vereinbaren, der gesondert von anderen Terminen vergeben wird. Da muss dann auch der Zeuge mit anreisen, und beide werden sehr eingehend befragt. Beim Ausbürgerungswilligen kommt mir das als Inquisitation vor. Gute Nerven und eisener Wille ist angesagt. Ein nein oder ja an verkehrter Stelle kann wanken lassen.

Wenn alles zur Zufriedenheit ausgefüllt ist, erhältst sie eine Quittung das die Unterlagen abgegeben wurden und der Antrag wird an das AA v. Th weitergeleitet. Nun ist Standfestigkeit angesagt. In der Regel kannst Du mit minimum 5 - 7 Jahre rechnen und dann ist sie ausgebürgert.

So, und jetzt kommt die gute Seite. Da diese Zeit eine unbillige Zeit darstellt und die Kosten sehr hoch werden, wird sie unter Hinnahme der Doppelstaatlichkeit fest eingebürgert. Bei den Kosten ist eine Bremse eingebaut, in der Regel das einfache eines Regelarbeitslohnes in DE, circa mit Vorbehalt 1200 Euro.

Es ist anzuraten jeden Cent exakt zu benennen und dann rechtzeitig mit der deutschen Einwanderungsbehörde eng zusammen zuarbeiten. Wenn´s gut läuft sagen die rechtzeitig Stopp.

Sehr wichtig: in dieser Zeit sollte sie immer und immer wieder nachfragen wie weit der Stand der Dinge ist und jedes Tel.-gespräch oder Post mit Nachweis abarbeiten.

Zu den Kosten : Es kommt nun darauf an wo Dein zuständiges Konsulat ist. Sollte eine Übernachtung dabei sein und der Zeuge auch schlafen will, na ja.

Weiter, die Kopierkosten - Postporto - Fotos in Unmengen - und so weiter. Leider wird auf dem Konsulat nicht im vorhinein auf die Kosten hingewiesen. Da heist es nur ganz lapidar: Die Kosten der Ausbürgerung werden Sie beim Gespräch erfahren !! . Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Da arbeiten Behörden mit verdeckten Karten, wie beim Pocker.

Wichtig: hat sie alle Papiere da, auch von den Eltern ? .

Antragsteller :

Geburtsurkunde - Kopie des Tabian Ban, die Seite wo sie drinn steht, Heiratsurkunde - ID-Card - Reisepass - Fotos 12 mal ( 6 mal ? ) Bei zweiter Heirat - Sterbeurkunde - Scheidungsurteil -
Auf den Foto´s auf die Rückseite die Adresse schreiben alle Dokumente Kopieren und mit Datum unterschreiben.

Ehemann :

Geburtsurkunde - Kopie Heiratsurkunde - Kopie Reisepass - Anmeldung Heimatort - 6 Foto´s

Eltern :

Geburtsurkunde - Auszug aus dem Tabian Ban - Foto´s es kann noch verlangt werden, Heiratsurkunde, wenn vorhanden - Sterbeurkunde - Auch davon Kopien. Unterschreiben.

Zeuge: ID-Card - Pass - Zeugenbenennung ( ist ein Vordruck ).
Da ist bestimmt noch was vergessen, bitte auf die WEBsite des Konsulat FRA schauen.


Dann, wenn´s Dir möglich ist las den Antrag mit einer Dolmetscherin machen. Die wissen wo´s hackt und sehr oft haben die das schon öfter gemacht. Bei uns ist es im März soweit. Nach 14 Jahren wird´s Zeit. Wollen sehen wie´s geht.

Gruss Max
 
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Lungkau

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Auweia Max das ist ja ein Hammer :-( Micha
 
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max

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Lungkau" schrieb:
Auweia Max das ist ja ein Hammer :-( Micha
Ja, so kann man das sagen. Doch wer lässt schon eine schöne Tochter des Landes gehen.

Noch als Nachtrag:
bitte in der Einwanderungsbehörde ( deutsch ) nachfragen welcher Ausbürgerungsstatus verlangt wird.

Es gibt nämlich zwei, sagen die Thai´s:

Die Thail. Botschaft verspricht diesen Teil, leider haben die Deutschen da eine andere Sicht.

1.) einmal mit Rückbürgerung, das heißt - sie kann sich wieder in den Thai.-staatenverband einbürgern lassen, wenn der Ehemann verstirbt - geschieden wird - oder sonstige Dinge auftauchen die eine Härte darstellen. Auch kann sie jederzeit in TH Grund und Boden erwerben, geschäftsfähig eine Firma gründen, so wie alle Rechte eines Thai zurück erhalten, wie aktives und passives Wahlrecht erhalten. Alles Staat.-u.Verwaltungsaufgaben erfüllen.

2.) und das dürfte der von DE favorierte Teil sein, jedenfals mir geraten. Eine Rückbürgerung ist nicht mehr möglich und wird dann auch bei Besuchen ein Visum benötigen. Alles andere wird dann auch nicht mehr möglich sein, wie oben ausgeführt.

Sollte aber jetzt wegen unbilliger Härte die Doppelstaatlichkeit in DE hingenommen werden, stellt sich alles wieder ganz anders dar. Auch hier gibt es wieder Sonderegeln die den Rahmen hier sprengen würden.

Allerdings gibt es hier den Umweg über einen leibl. Verwandten, eigenes Kind! wo rüber sie dann Einfluss in Geschäftstätigkeiten nehmen kann. Das führt aber hier zu weit alles auszuführen.

Über beide Verwaltungsakte muss sich Deine Frau im klaren sein und auch den absuluten Willen haben in ein anderes Land zu wechseln. Das dürfte sich aber im Herz und Seele abspielen, ob sie bereit ist auch im Kopf deutsch zu werden. Sie wird mit Sicherheit sehr viel Zuspruch haben müssen um einen Teil des Lebens aufzugeben und anders zu denken.

Eine der Hürden wird es sein, wenn sie das erste Mal mit dem neuen Pass in die Heimat einreist und von der Verwandtschaft gefragt wird. Da musst Du helfen.

Gruss Max
 
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Uppss....

es scheinen da wohl recht hohe Hürden gelegt zu werden und vor allem kein billiger Spass.

Daher meine Frage: Was hat man davon, ausser einer freizügigeren Reisemöglichkeit?

Was für eine Vorteil hat es Deutch zu werden, außer man hat wesentlich weniger Papierkram - wiegt das auf?

Für uns kommt das momentan nicht in Frage, da meine Frau weiterhin Thai bleiben will, aber interessieren tut es mich doch ;-D

Juergen
 
tira

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JT29" schrieb:
....Was für eine Vorteil hat es Deutch zu werden, außer man hat wesentlich weniger Papierkram - wiegt das auf?
Für uns kommt das momentan nicht in Frage, da meine Frau weiterhin Thai bleiben will, aber interessieren tut es mich doch...
tach jürgen,

absolut gleiches ansinnen/anliegen. habe ich mir auch schon überlegt. denke x bei d staatsbürgerschaft
und beibehaltung des wohnsitzes in d ggf. gemeldet bei den eigenen kinder, ungeschmälerter
zufluss von renten und sonstigen versorgungsleistungen.

für weitere ansätze ebenso dankbar.

gruss :wink:
 
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max

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JT29" schrieb:
Uppss....

es scheinen da wohl recht hohe Hürden gelegt zu werden und vor allem kein billiger Spass.

Daher meine Frage: Was hat man davon, ausser einer freizügigeren Reisemöglichkeit?

Was für eine Vorteil hat es Deutch zu werden, außer man hat wesentlich weniger Papierkram - wiegt das auf?

Für uns kommt das momentan nicht in Frage, da meine Frau weiterhin Thai bleiben will, aber interessieren tut es mich doch ;-D

Juergen
Diese Fragen lassen sich nicht so ohne weiters in Vorteil - Nachteil einordnen und ein grosses Moment spielt sich im Hinterkopf ab.

Der Papierkram ist schon so eine Sache, in der Regel sind zwei die einen Thaipass haben - Frau und Kind, also zwei mal Papierkram. Die Kosten sind auch nicht zu verachten, jetzt wo man selber in der Botschaft erscheinen muss um so eine Pass zu erhalten.
Dann, wenn die Frau sich hier was aufgebaut hat, Rentenzahlungen geleistet und eine feste Arbeitsstelle.- Da sind schon die Ansprüche zur Rente nicht zu vernachlässigen. Speziel auch für hinterbliebene Kinder.
Wenn, wie es z.B. bei uns ist, sie hat nach TH keinerlei Verbindungen mehr, ausser der Mutter, die nun auch schon 78 Jahre ist, was sollte sie halten. Kein Vermögen oder Erde da sind.
Zumal ja hier in DE eigene Kinder sind und auch für die Zeit nach dem Mann alles gerichtet ist, was sollte sie halten. M.E. muss man sich entscheiden, ein neuer Abschnitt mit einschneidenden Zeiten ist angebrochen, das kann man nicht abhacken und sagen " Zwitter ".

Aber wie schon vorher - es muss eine Portion Wille und die Kraft da sein in einer neuen Heimat sich zu entfalten. Den Mittelpunkt neu zu divinieren, es ist in etwa so als wenn einer hier das Land verlässt, nur die umgedrehte Richtung. Ohne den eigenen Schweinehund zu überwinden wird es nicht gehen.

Und, ich bin stolz auf sie, das sie aus freien Stücken das machen will. Die Stunden von ja und nein kann man nicht zählen die wir am Tisch gesessen sind um eine Lösung zu finden, für und wieder abzuwägen, später dann zu hören " ich will ".

Gruss Max
 
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Lungkau

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Die 1 würde ich machen die zweite Variante niemals ;-) Micha
 
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Bukeo

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Zu den Kosten : Es kommt nun darauf an wo Dein zuständiges Konsulat ist. Sollte eine Übernachtung dabei sein und der Zeuge auch schlafen will, na ja.
und wenn dem Zeugen das Visa für die Einreise verweigert wird - spätestens dann ist Schluß mit der Ausbürgerung :-)
 
B

Bukeo

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Für uns kommt das momentan nicht in Frage, da meine Frau weiterhin Thai bleiben will, aber interessieren tut es mich doch...
sie kann i.d.R. weiterhin Thai bleiben, da momentan sowohl die Ausbürgerungszeit (manchmal über 10 Jahre), als auch die Kosten über der Zumutbarkeitsgrenze liegen.
Wenn du nun auch noch eine Zeugin - die für die Ausbürgerung nach D kommen muß - aussuchst, die im heiratsfähigen Alter ist - wird deren Visum sowieso abgelehnt :-)

Ich kenne mittlerweile wohl an die 30-40 eingbürgerte Thais (Deutschland/Österreich) - nicht eine davon wurde tatsächlich ausgebürgert.
 
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max

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Bukeo" schrieb:
Zu den Kosten : Es kommt nun darauf an wo Dein zuständiges Konsulat ist. Sollte eine Übernachtung dabei sein und der Zeuge auch schlafen will, na ja.
:-)
Es wird nicht explizit darauf hingewiesen das der Zeuge aus TH einreisen muss.

Bukeo" schrieb:
und wenn dem Zeugen das Visa für die Einreise verweigert wird - spätestens dann ist Schluß mit der Ausbürgerung :-)
Das würde ja aus Eigenschutz geschehen, wegen der Übervölkerung in DE.

Nur, er muss bezeugen können das er diese Person ( Ausbürgerungswillige ) kennt. Das heist, wenn z.B. aus dem gleichen Dorf / Stadt dürfte der Vorschrift genüge getan sein.

Allein schon wegen der langen Bearbeitungszeit machen wir das, da wir wissen, sie wird unter Hinnahme der Doppelstaatsbürgerschaft eingebürgert wird.
Sollte sie dann doch, wiedererwarten einen neuen Thai-pass brauchen, irgend wann gehts doch mal nach Hause und da kann man den auch machen. Sollte aber hier der Ernstfall eintreten, die Botschaft / Konsulat kann aus rechtlichen formalen und völkerrechts Gründen den Pass nicht verweigern. Ha, ;-D eventuell so wie der in Paris auf dem Flughafen im Niemandsland

Gruss Max
 
tira

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max" schrieb:
...Ha, ;-D eventuell so wie der in Paris auf dem Flughafen im Niemandsland....
tach max,

kommt deine frau dann auch zum film :lol:

@all den beteiligten hier im fred meinen thx, iss sehr aufschlussreich, so optional und so :rolleyes:

gruss :wink:
 
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jurby

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Wie ist das denn in der Schweiz? Weiss jemand näheres?. näheres?Meine Frau hat das gesuch für eine Erleichterte Einbürgerung vor 2 Wochen abgeschickt. gestern erhielt sie Post wo drinn steht das das Einbürgerungdverfahren 1.5 Jahre oder noch länger dauert. ( Arbeitsüberlastung) : habe so mit 3-6 Monaten gerechnet.
 
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Lungkau

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Die Schweiz abzebtiert dafür aber die doppelte Staatsbürgerschaft :bravo: Micha
 
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