Armut in Thailand

Diskutiere Armut in Thailand im Politik und Wirtschaft Forum im Bereich Thailand Forum; In der offiziellen Rhetorik gibt es sie ja nicht. Wird ja ständig alles besser. Ich nehme einen "Investigative Report" - also einen...
waanjai_2

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In der offiziellen Rhetorik gibt es sie ja nicht. Wird ja ständig alles besser.

Ich nehme einen "Investigative Report" - also einen eigenständigen Bericht der Bangkok Post, wofür sie eigenständig einmal etwas recherchiert hat - zum Anlaß, einen neuen Sammelthread zum Thema "Armut in Thailand" zu eröffnen.

Es steht zu erwarten, dass es nicht allzu viele neue Beiträge hier geben wird, da das Thema verpönt ist. Könnte im übrigen zu falschen politischen Schlußfolgerungen verleiten, die doch keiner - oder doch? - will.

Hier ist dieser seltene Bericht:

http://www.bangkokpost.com/news/investigation/20125/government-policies-fail-the-poor

Mal sehen, wann der nächste Bericht über einen "investigative journalism" in Thailands Medien erscheint. Erst recht zum Thema: Armut.
 
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J-M-F

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tja man versucht den absturtz vieler leute zu vertuschen. das ist nicht anders wie in deutschland. hier wird schon seit monaten gepredigt "die kriese ist vorbei"
 
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Heute in der Bangkok Post:
Link: https://www.bangkokpost.com/opinion/opinion/1873379/cash-freebies-not-enough

Kostenlose Geldleistungen reichen nicht aus

Niemand in Thailand wird bis 2018 noch arm sein - so lautete das umstrittene Versprechen des Wirtschaftszaren der damaligen Militärregierung, des stellvertretenden Premierministers Somkid Jatusripitak, im November 2017.
Leider ist dieses Versprechen nur ein Hirngespinst geblieben, denn die Zahl der Armen im Land ist in den letzten fünf sogar Jahren angestiegen - und nicht zurückgegangen.

Ein am Donnerstag veröffentlichter Bericht der Weltbank zeigt, dass die Armutsrate in Thailand zwischen 2015 und 2018 von 7,2% auf 9,8% gestiegen ist. Was die absoluten Zahlen betrifft, so ist die Zahl der in Armut lebenden Menschen von 4,85 Millionen auf über 6,7 Millionen angestiegen.
Und diese Zahlen lügen nicht.
In mehreren Medienberichten wurde wiederholt darauf hingewiesen, dass es für arme und einkommensschwache Menschen immer schwieriger wird, über die Runden zu kommen, während Tausende in den letzten Jahren ohne Arbeit waren.
Trotz dieser harten Realität für 40% der thailändischen Bevölkerung haben die vorherige Junta und die gegenwärtige Regierung, beide unter der Führung von Premierminister General Prayut Chan-o-cha, die gleiche alte Politik der Subventionen und Hubschraubergelder übernommen.
Und das, obwohl sich diese Ansätze als unwirksam und unhaltbar erwiesen haben, um den Armen auf der wirtschaftlichen Leiter nach oben zu helfen.
Nach dem Ausbruch von Covid-19, der den Inlandstourismus schwer getroffen hat, verabschiedete das Kabinett gestern ein neues Konjunkturpaket im Wert von potenziell 100 Milliarden Baht. Dieses Paket umfasst Barauszahlungen, zinsgünstige Darlehen und andere Finanzhilfen sowie Steuervorteile.
Im Rahmen des Pakets werden zwei Monate lang monatlich 1.000 Baht in bar an Geringverdiener, Landwirte und Freiberufler vergeben. Diese Maßnahme ähnelt den früheren Maßnahmen, die die beiden Prayut-Regierungen zur Ankurbelung der Wirtschaft eingeführt haben, wie z.B. einmalige Barauszahlungen und monatliche Zuschüsse für Arme und ältere Menschen.
Diese Geldgeschenke können weder das Wirtschaftswachstum nachhaltig beeinflussen noch die Armutsquote verbessern. Die Geldzuwendungen sind viel zu gering, um den Menschen wirklich zu helfen, sich durch zuschlagen, zumal die Verschuldung der thailändischen Haushalte auf 79% des BIP angestiegen ist, die zweit-höchste in Asien.
Der Weltbankbericht weist auch darauf hin, dass Thailand als größte Wirtschaft Südostasiens nach Indonesien hinter seinen regionalen Konkurrenten zurückbleibt, wobei das Wachstum 2019 das schwächste in fünf Jahren ist. Das Wachstum Thailands sei viel geringer als das anderer großer Volkswirtschaften in der sich entwickelnden Region Ostasien und Pazifik, so der Bericht.
Angesichts dieser wirtschaftlichen Realitäten ist es an der Zeit, dass die Regierung überprüft, ob sie ihre alten wirtschaftlichen Maßnahmen abschaffen muss, wenn es darum geht, das Leben der Armen und Geringverdiener zu verbessern.
Beide Regierungen unter General Prayut sind kritisiert worden, weil sie es versäumt haben, ein nachhaltiges Wachstum zu fördern und Regulierungsfragen anzugehen, die vor allem Großunternehmen zugutekommen und kleine und mittlere Unternehmen dagegen benachteiligen.
Während die Armen immer ärmer werden und auch zahlenmäßig zunehmen, werden die Reichen im Gegensatz immer reicher. Die Opposition und die Kritiker haben kürzlich darauf hingewiesen, dass bestimmte Konglomerate offenbar durch staatliche Politik, Konzessionen und Verträge extrem an Gewinn und Macht gewonnen haben.
Natürlich können Barzahlungen unter bestimmten Umständen dazu beitragen, dass Arme die Schocks von wirtschaftlichen Auswirkungen besser absorbieren können, aber diese Helikopter-Geldstrategie reicht definitiv nicht aus, um sie aus der Armut zu befreien.
Der Weltbankbericht sollte als Hilferuf für diejenigen angesehen werden, die am unteren Ende der Wirtschaft stehen.
Anstatt Bargeld zu verteilen, sollte die Regierung endlich praktische Maßnahmen ergreifen, die den Geringverdienern und Armen zu höherem Einkommen und mehr Arbeitsplätzen verhelfen.

Kommentar:

Noch schockierendere Armutszahlen: "Die Zahl der in Armut lebenden Menschen ist von 4,85 Millionen auf mehr als 6,7 Millionen gestiegen". Und nur eine Erinnerung an den verwirrenden Reichtum der berüchtigten Buffet-Spender von Prayut aus der CP-Gruppe 29,5 Mrd. $, der Central Shopping Group 21 Mrd. $, Chang Beer Baron 16,2 Mrd. $, Singha Beer Baron, King Power Group 4,7 Mrd. $. Und alles, woran Prayuts Bande denken kann, ist, den Armen 1.000 Baht Gratisgeschenke zu zuwerfen. Keine große Überraschung, da 1/3 des Kabinetts von Prayut aus ehemaligen Abgeordneten der PTP besteht. Kann sich jemand vorstellen, was die Apologeten der Junta alles getan hätten, wenn Premierminister Thanathorn das Gleiche veranlasst hätte?
 
xxeo

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Ein Grund für diese Armut sind sicherlich auch die immens gestiegenen Konsumwünsche und Konsumforderungen des normalen Thais. Immer das neueste Smartphone, ein neues Auto auf Pump usw.

Diese Konsumwünsche können ein steigendes Einkommen schnell überkompensieren.
 
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Franky53

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Warum sollte ausgerechnet in Thailand sich die Regierung für die armen Menschen interessieren.Ist doch nicht einmal in Dach so.
Ein Grund für diese Armut sind sicherlich auch die immens gestiegenen Konsumwünsche und Konsumforderungen des normalen Thais. Immer das neueste Smartphone, ein neues Auto auf Pump usw.
Diese Konsumwünsche können ein steigendes Einkommen schnell überkompensieren.

hier geht es aber wohl um Menschen die kein oder nur ein sehr kleines Einkommen haben.
 
socky7

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In Thailand öffnet sich die Schere zwischen Reichen und Armen schneller und weiter als in anderen Ländern.

In Deutschland wird dagegen durch die starke Zuwanderung von ungebildeten Armutsflüchtlingen das soziale Netz überstrapaziert. Wenn dann noch die Wirtschaft weiter schwächelt, wird - ebenso wie in Thailand - die Gesellschaft weiter gespalten.

In beiden Ländern eine fatale Entwicklung!
 
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J-M-F

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die Gesellschaft weiter gespalten.
gehören die Importierten Armen wirklich zu deutschen Gesellschaft?? Ich sage mal nein, da sich diese Armen selbst nicht zur deutschen Gesellschaft zählen.
Für Thailand muss man sagen, ohne die Öffnung der Geldschleusen (EU, USA, China, Japan) nach der Finazkrise würde es in Thailand noch viel viel schlechter aussehen
 
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Link: https://asia.nikkei.com/Spotlight/A...mic-death-by-a-thousand-cuts-sows-desperation

Übersetzung:

Thailands wirtschaftlicher 'Tod durch tausend Schnitte' sät Verzweiflung

Die Selbstmorde steigen, da Schulden, Dürre und Coronavirus das Land hart treffen.

NAKHON PATHOM, Thailand -- Vier buddhistische Mönche sangen Gebete -- die Begräbnisriten für Thee Pieanmag, einen 32-jährigen Bauunternehmer, der durch Selbstmord in seinem Haus verstorben war.
Viele von Thees Familie und Freunden, alle in schwarz gekleidet, hatten sich im Wat Maipinkleaw-Tempel in Nakhon Pathom, westlich von Bangkok, versammelt. Neben dem Sarg lag ein sepiafarbenes Foto von Thee in einem silbernen Rahmen.
Weerapong Pieanmag war ratlos, er kann den Selbstmord seines jüngeren Bruders nicht verstehen. "Er zeigte keine Anzeichen von Schwierigkeiten bei seinem Baugeschäft, auch wenn es schwierig wurde, Baumaterialien auf Kredit zu bekommen", sagte Weerapong.
Der Tod von Thee wurde in Thai Rath, der größten thailändischsprachigen Tageszeitung des Landes, berichtet. Die Zeitung brachte Anfang März eine Geschichte mit düsteren Details über seine letzten Stunden und einer Schlagzeile, in der es hieß, dass sein Selbstmord auf "eine riesige Verschuldung" zurückzuführen sei.
Sein vorzeitiger Tod ist keineswegs ein Einzelfall. Geschichten über Selbstmorde im Zusammenhang mit finanzieller Not sind in Thailand im Laufe des letzten Jahres nur allzu bekannt geworden - ein dunkles Maß für die Kosten, da die zweitgrößte Wirtschaft Südostasiens sehr stottert.
Mitte Februar führte ein Gebrauchtwagenhändler seine vierköpfige Familie bei einem Massenselbstmord in Phitsanoulok, einer nördlichen Provinz, an. Eine auf seinem Telefon hinterlassene Notiz enthüllte, dass er Geschäftsschulden von über 10 Millionen Baht (313.000 Dollar) hatte.
Kurz nach Thees Tod starb ein 56-jähriger Geschäftsmann im Kunststoffhandel aus Samut Sakhon, südlich von Bangkok, bei einem weiteren Selbstmord, der ebenfalls auf Geldprobleme zurückgeführt wurde.
Das Königreich hat laut Weltgesundheitsorganisation mit 14,4 pro 100.000 Menschen die höchste Selbstmordrate in Südostasien. Experten sehen wenig Hoffnung auf Besserung, zumindest wenn es um Fälle aus dem Bereich der Wirtschaft geht, da die Mittel- und Arbeiterklasse des Landes weiterhin mit einem Sturm von Problemen konfrontiert sein wird - steigende Schulden, schwache Konsumausgaben, Fabrikschließungen, fallende Rohstoffpreise und eine extreme Dürre, um nur einige zu nennen.
Und jetzt kommt die Auswirkung des neuen Coronavirus, das sich über die ganze Welt verbreitet.
Bereits 2019 wuchs Thailands Wirtschaft nur um 2,4%, eine der niedrigsten Raten der letzten fünf Jahre, so das National Economic and Social Development Council (NESDC), der die Wirtschaftsstrategie des Landes plant. Das diesjährige Wachstum dürfte mit 1,5% sogar noch deutlich schlechter ausfallen, so die Prognose des Gemeinsamen ständigen Ausschusses für Handel, Industrie und Banken.
Insider in den Finanzinstituten Bangkoks sagen, dass das tatsächliche Ergebnis am Ende nur 0,5% betragen könnte, das niedrigste in einem Jahrzehnt.
"Was wir jetzt sehen, ist eine langsame Abnutzung, eine Aushöhlung der Wirtschaft vor allem für die kleinen Leute", sagte Supavud Saicheau, ein führender Ökonom und Berater der Kiatnakin Phatra Financial Group, einer in Bangkok ansässigen Unternehmensberatung. "Es ist der wirtschaftliche Tod durch tausende Kürzungen".
Zwei kürzlich veröffentlichte Berichte der Weltbank haben die Wurzeln von Thailands wirtschaftlicher Misere aufgedeckt.
Sie führen die traurigen Zahlen des Landes auf die fünf Jahre unter der vorherigen Militärjunta zurück - eine sehr bittere Pille für die Generäle, die die im vergangenen März gewählte, pro-militärische Regierung führen. Im Jahr 2014, dem Jahr des Putsches, brach das Wachstum aufgrund der politischen Unruhen auf 1% ein.
Von 2015 bis 2018 stieg die Armutsrate in Thailand laut Weltbank von 7,21% auf 9,85%. Die Zahl der in Armut lebenden Menschen stieg von 4,85 Millionen auf mehr als 6,7 Millionen bei einer Bevölkerung von 69,04 Millionen.
Diese beunruhigenden Tendenzen seien nicht auf schwere lokale oder internationale Finanzkrisen zurückzuführen, die zumindest teilweise die frühere Zunahme der Armut in den Jahren 1998, 2000 und 2008 erklärt hätten.
Die landesweite Wahrnehmung eines Wohlergehens ist in ganz Thailand im Vergleich zu seinen regionalen Konkurrenten gering. "Nur 39% der Thailänder hatten 2018 das Gefühl, dass sich ihr Lebensstandard verbessert hat", sagte die Weltbank Anfang März. Im Vergleich zu anderen südostasiatischen Ländern, die in einem ähnlichen Zeitraum befragt wurden, war dies "der niedrigste".
Die Armut ist in allen 77 thailändischen Provinzen weit verbreitet, was "eine Trendwende gegenüber der Vergangenheit signalisiert", argumentiert der Weltbankbericht. Im Zeitraum 2007-2013 "trugen Löhne, landwirtschaftliche Einkommen und Überweisungen zur Armutsbekämpfung bei, aber im Zeitraum [von] 2015-2017 wurden sie dagegen zu Quellen steigender Armut".
Das schreckliche Bild vor Ort zerreißt das rosige Bild, das die Regierung 2017 gezeichnet hat. Der stellvertretende Premierminister Somkid Jatusripitak, der Wirtschaftszar der Junta und der wichtigste Wirtschaftsberater des gegenwärtigen Regimes, sagte, dass "niemand in Thailand ab 2018 mehr arm sein wird".
Milliarden von Baht an Konjunkturpaketen, Subventionen und direktem Geld als Hilfsmaßnahmen - euphemistisch als "Hubschraubergeld" bezeichnet - wurden eingeführt. Das Vorzeige-Wohlfahrtsprogramm der Junta, das 2017 vorgestellt wurde, zahlte zunächst 40 Milliarden Baht an 11 Millionen arme Menschen aus. Diese Zahl der Menschen stieg im zweiten Jahr, als sich das Regime auf die Parlamentswahlen im März 2019 vorbereitete, auf 14 Millionen an.
Aber Geschichten von Familien, die am unteren Ende der wirtschaftlichen Leiter gefangen sind, offenbaren die Grenzen der Hilfe der Junta und der pro-militärischen Regierung.
Der Bedarf an noch mehr "Hubschraubergeld" könnte in Chonburi, einer Provinz südöstlich von Bangkok, wo die Fabriken aufgrund des Exporteinbruchs geschlossen werden, ansteigen. Tausende in der Provinz wurden als Folge eines starken thailändischen Baht und eines sich verschiebenden globalen Marktes für thailändische Fertigwaren aus ihren Arbeitsplätzen verdrängt. Jetzt stehen in den örtlichen Büros der Arbeitsverwaltung lange Schlangen ehemaliger Fabrikarbeiter an.
Viele wenden sich an Kredithaie, um über die Runden zu kommen, was die Schulden der Haushalte noch weiter ansteigen lässt. Im vergangenen Jahr lag die durchschnittliche Schuldenlast bei 552.500 Baht, gegenüber 377.100 Baht im Jahr 2009, so die Bank von Thailand, die Zentralbank. Die Gesamtverschuldung der privaten Haushalte entspricht nun fast 80% des Bruttoinlandsprodukts, was nach Südkorea die zweit-höchste Quote in Asien darstellt.
"Unsere Verschuldung beträgt jetzt über 2 Millionen Baht und wir haben Mühe, die monatlichen Zinsen von 15% an den Kredithai zurückzuzahlen", sagte Phatthiraphon Nonsiri. Sie verlor im Dezember ihren Job, nachdem die japanische Autoteilefabrik, in der sie arbeitete, geschlossen wurde. Die Schließung betraf auch ihren Ehemann und ihre Eltern, die alle in der Fabrik beschäftigt waren.
Der plötzliche Einkommensverlust, so die 29-jährige Phatthiraphon, könnte sie dazu verdammen, "im Dunkeln zu leben". Sie haben es versäumt, drei Monate lang die Stromrechnungen zu bezahlen, und sie befürchten, dass ihre Stromversorgung unterbrochen wird. "Wir stecken fest", sagte sie und schüttelte den Kopf.
Eine ähnliche Düsternis zieht nun auch über Bangkok herein, einschließlich der allgegenwärtigen Modezentren, auf die viele kleine und mittlere Unternehmen angewiesen sind.
Ein Einkaufszentrum in einem nördlichen Stadtteil Bangkoks war früher bei Büroangestellten und Studenten beliebt, die nach Schnäppchen ohne Markennamen suchten. Jetzt ähneln die oberen Stockwerke einem Friedhof mit leeren Geschäften. Fast ein Drittel der Geschäfte ist bereits geschlossen.
"Früher, als das Geschäft gut lief, haben wir 200.000 Baht im Monat verdient, aber im letzten Monat waren die Verkäufe auf 75.000 Baht zurückgegangen", klagte ein Verkäufer, der bunte hawaiianische Hemden verkaufte. "Es ist schwer, offen zu halten, weil die Kunden zurückgegangen sind, aber unsere Kosten sind noch die gleichen, wie auch die Monatsmiete von 31.400 Baht. ... Vielleicht schließen wir bald."
Die Notlage der thailändischen KMU, die eine treibende Kraft für die Wirtschaft sind, ist den Ökonomen nicht entgangen. "KMUs haben ein höheres Risiko und haben daher mehr Schwierigkeiten, sich vom formellen Bankensektor zu finanzieren als große Unternehmen", sagte Somprawin Manprasert, Chefökonom der Forschungsabteilung der Bank of Ayudhya.
"Der Schock durch das Coronavirus lässt die Nachfrage sinken und ich bin besorgt, wirklich besorgt um unsere Wirtschaft".
Aber schon bevor das Coronavirus den Tourismussektor traf, hatten Somprawins Forscher die Alarmglocke geschlagen, dass die landwirtschaftlichen Einkommen durch die schwere Dürre versiegen.
Die Trockenzeit begann Mitte 2009 und zeigt keine Anzeichen für ein Abklingen. Wenn sie bis Juli andauert, werden die Verluste aus der Reisernte auf 37,8 Milliarden Baht und 3,3 Milliarden Baht für Maniok geschätzt, so eine Studie der Geschäftsbank vom März 2020. Auch die Kautschuk- und Zuckerbauern leiden darunter.
Die Dürre hätte nicht zu einem schlechteren Zeitpunkt kommen können, sagte das NESDC im vergangenen Monat. Ein ausgetrocknetes ländliches Kernland wird nicht in der Lage sein, seine alte Rolle als Stoßdämpfer für eine schwache Wirtschaft wieder aufzunehmen. In der Vergangenheit boten die ländlichen Gebiete den Familien Arbeit an, die ihre Arbeit in Fabriken oder Kleinbetrieben verloren hatten und in ihre Dörfer zurückkehrten, um die Felder abzuernten.
Die Unzufriedenheit unter den wirtschaftlich Enteigneten Thailands wächst. Und die parlamentarische Opposition hat die Gelegenheit genutzt, um dem pro-militärischen Regime vorzuwerfen, es habe die Mehrheit zugunsten seiner mächtigen finanziellen Verbündeten, der chinesisch-thailändischen Oligarchen, aufgegeben, deren Vermögen nach dem Putsch von 2014 extrem in die Höhe geschossen ist.
Mingkwan Saengsuwan, ein ehemaliger Handelsminister, zog das erste Blutvergießen vor und argumentierte, dass seit dem Putsch das gesamte Vermögen der reichsten 1% der Thais "mehr wert sei als das gesamte Vermögen der 99% Thais zusammen". Er brachte damit einen Punkt zur Sprache, der während einer Misstrauensdebatte in der Legislaturperiode Ende Februar vorgebracht wurde: dass Thailand bis 2017 die Liste der Länder mit der schlimmsten Vermögensungleichheit anführte, nachdem es nur zwei Jahre zuvor noch auf Platz 11 gelegen hatte.
Finanzanalysten haben die eklatante wirtschaftliche Kluft und die verhätschelten Oligarchen, die von Liebesgeschäften profitieren, zur Kenntnis genommen. Die Junta wandte sich an die Oligarchen, um die Wirtschaft nach dem Putsch wieder anzukurbeln, indem sie sie durch baumelnde Karotten - Steuererleichterungen und Schutz ihrer Monopole und Duopole - zu Partnerschaften verführte. In einigen Kreisen gibt es immer mehr Gerüchte darüber, dass Thailand "ein Land ist, das Einigen ganz wenigen gehört", wie ein erfahrener ausländischer Analyst in Bangkok es ausdrückte.
Folglich steigt das politische Risiko, stellte er fest. "Wir wissen noch nicht, welche Form es annehmen wird, aber wenn die Geschichte eine Richtschnur ist, tun die Thailänder die Dinge nicht allmählich - sie explodieren einfach".

Hier ein Bericht zur Situation der Trockenheit, es scheint alles viel schlimmer als bekannt: https://earthobservatory.nasa.gov/images/146293/drought-hits-thailand
 
DisainaM

DisainaM

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Sie führen die traurigen Zahlen des Landes auf die fünf Jahre unter der vorherigen Militärjunta zurück - eine sehr bittere Pille für die Generäle, die die im vergangenen März gewählte, pro-militärische Regierung führen. Im Jahr 2014, dem Jahr des Putsches, brach das Wachstum aufgrund der politischen Unruhen auf 1% ein.
Von 2015 bis 2018 stieg die Armutsrate in Thailand laut Weltbank von 7,21% auf 9,85%. Die Zahl der in Armut lebenden Menschen stieg von 4,85 Millionen auf mehr als 6,7 Millionen bei einer Bevölkerung von 69,04 Millionen.
Diese beunruhigenden Tendenzen seien nicht auf schwere lokale oder internationale Finanzkrisen zurückzuführen, die zumindest teilweise die frühere Zunahme der Armut in den Jahren 1998, 2000 und 2008 erklärt hätten.
Die landesweite Wahrnehmung eines Wohlergehens ist in ganz Thailand im Vergleich zu seinen regionalen Konkurrenten gering. "Nur 39% der Thailänder hatten 2018 das Gefühl, dass sich ihr Lebensstandard verbessert hat", sagte die Weltbank Anfang März. Im Vergleich zu anderen südostasiatischen Ländern, die in einem ähnlichen Zeitraum befragt wurden, war dies "der niedrigste".
wie sagte General Prawit,

wenn wir weniger Menschen haben, brauchen wir auch viel weniger Autobahnen.

Thailands Regierung hat sich auf die Fahnen geschrieben, das Bevölkerungswachstum im Land durch Armut zu stoppen.
Die offizielle Zahl von 69 Mio Einwohner will man nicht überschreiten, sondern in den nächsten Jahrzehnten 10 Mio Menschen abspecken,
weil ... das Boot zu voll sei, und man es wieder flott bekommen muss.

Dazu gehört, dass man Kleinstunternehmen, wie Garküchen, und diverse andere Gewerbe für illegal erklärt hat und den Menschen ihre Einkommensquellen entzogen hat,
in der Hoffnung, dass sie sich nicht mehr vermehren und eher sterben.

Pattaya wurde von unzähligen Motorradvermietern befreit,
der Tourismus wurde durch restriktive Öffnungszeiten der Bars zum erliegen gebracht,
ausserdem wurde regelmässig zu jeder Hauptsaison die Hauptstrassen aufgerissen, um den Tourismus durch Staus zu ermüden.

Es geht nicht um den Wohlstand im Land für alle,
sondern es geht darum, welche Gruppierungen durch welche Situation auch immer profitieren.
 
Chumpae

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Nach Dr. Disi'scher Logik wäre aber dann das Freimachen von Ressourcen durch die Freigabe von Driver-Licences for All der beste Weg zur Beseitigung der Armut, denn die Letalitätsquote der Thais bei dieser Sportart dürfte höher liegen als der stümperhafte Versuch die Armut im Lande durch eine durch den genialen General gelenkte Corona-Rallye zu toppen !!!:giggle:
 
DisainaM

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was abzuwarten bleibt 8-)
 
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Es geht nicht um den Wohlstand im Land für alle,
sondern es geht darum, welche Gruppierungen durch welche Situation auch immer profitieren.
Ich hatte das im Dezember letzten Jahres nach dem Erscheinen übersetzt.

Link: https://www.asiatimes.com/2019/12/article/thailands-five-families-prop-and-imperil-prayut/

Thailands "fünf Familien" stützen sowie gefährden Prayut

Clans hinter den "Großen Fünf"-Unternehmen des Königreichs wachsen, während die Wirtschaft schrumpft und die Disparität zunimmt.

Als Thailands militärisch ausgerichtete Palang Pracharat Party (PPRP) begann, ihre Wahlkampf-Kampagne zu starten, organisierten die Anhänger der Partei ein Abendessen im chinesischen Stil für ihre engsten Verbündeten unter den großen Unternehmen.
Das Soirée war ein "Wer-ist-Wer" der thailändischen Unternehmens-Elite, mit Vertretern der A-Listen von Charoen Pokphand Group (CP), ThaiBev, King Power Group, Boonrawd Brewery, Central Group und anderen an den Top-Tischen, wie die Nachrichten damals berichteten.
Das Bankett erbrachte 622 Millionen Baht (22 Millionen US-Dollar) in die Kassen der neuen Partei, Firmenspenden, die die Wahlkommission trotzdem für unbedenklich hielt und was laut ihrem Urteil nicht gegen die Wahlvorschriften verstieß.
Monate später gelang es PPRP die Erwartungen zu erfüllen, indem sie in Form einer Koalitionsregierung die Wahl vom 24. März gewann und damit die Macht übernahm, mit Premierminister Prayut Chan-o-cha und seiner Pro-Stabilitätsordnung.
Dieser Status quo, so sagen Kritiker und Analysten, förderte ungerechterweise die "fünf Familien" des Königreichs - bekannt als die Gründungsclans hinter der CP-Gruppe, ThaiBev, Boonrawd, King Power und der Central Group - auf oligopolistische Kosten kleinerer und weniger verbundenen Unternehmen und Betriebe.
Diese fünf Unternehmen gewannen in der fünfjährigen Amtszeit des Putschisten Prayut (2014-2019) enorm an Macht und Gewinn, wobei einige aggressiv in neue Geschäfte wie Immobilien expandierten, während andere wie CP und Central Groups ihre Reichweite in den provinziellen Einzelhandel ausdehnten.
Aber während Thailands "Große Fünf"-Konzerne wachsen und gedeihen, steigen auch die damit verbundenen Risiken, da die Wirtschaftsleistung insgesamt zurückgeht und Oppositionskritiker zunehmend auf die Unternehmen und ihre Gründerclans verweisen, die mitschuldig sind an der Aufrechterhaltung der anhaltend negativen und politisierten Vermögenssituation des Königreichs.
Neu gewährte staatliche Zugeständnisse und Großaufträge geben der Kritik sicheren, wenn auch nicht offenen Anlass, wobei einige Kritiker und Analysten die Geschäfte und Privilegien als Rückzahlung für die gezahlten Spenden im Wahlkampf an die PPRP betrachten.
Die Beispiele, so sagen Kritiker und Analysten, sind sehr reichlich und vielfältig. Die Aufforderungen der Asia Times zur Stellungnahme der meisten in diesem Bericht genannten Unternehmen blieben ohne sofortige Beantwortung.
Die CP-Gruppe antwortete später in einer E-Mail, dass: "Seit fast einem Jahrhundert trägt die CP-Gruppe aktiv zum Wachstum und zur Entwicklung der thailändischen Wirtschaft zum Wohle des Landes und seiner Menschen bei, sowie bei neuen kapitalintensiven Investitionen in 5G-Technik und Eisenbahnen."
King Power, einer der führenden Geldgeber von PPRP, bekam sein Monopol auf den zollfreien Einzelhandel am wichtigsten Flughafen von Bangkok, Suvarnabhumi, erneuert, dies wurde darüber hinaus für ein Jahrzehnt auf drei weitere Großflughäfen ausgedehnt und das bereits zwei Monate nach der Wahl im März, jedoch noch bevor die neue PPRP-geführte Koalition von Prayut überhaupt ihre Amtsgeschäfte aufnahm.
Ein von der CP-Gruppe geführtes Konsortium erhielt im Oktober einen Auftrag über 7,5 Milliarden US-Dollar für den Bau einer 220 Kilometer langen Hochgeschwindigkeitsbahn, die drei Flughäfen innerhalb und außerhalb Bangkoks verbindet, obwohl der Konzern offensichtlich noch keine Erfahrungen mit dem Bau solch großer Infrastrukturen hat.
Die Telekommunikationsabteilung der CP-Gruppe, True, wurde von Marktanalysten und unabhängigen Forschern als der größte Nutznießer angesehen, durch die Anordnung der Junta von Prayut im April, nur Wochen nach der Wahl, denn ihnen wurde die Zeit für Amortisation der drei Telekommunikationsunternehmen des Königreichs für ihre 4G-Lizenzen um weitere fünf Jahre verlängert.
ThaiBev und Boonrawd, Bier- und Spirituosen-Duopolisten, profitieren von hohen und ständig weiter steigenden Regierungszöllen auf Bier- und Weinimporte und andere Produktionsvorschriften zu deren Vorteil, die erfolgreich verhindert haben, dass der unternehmerisch getriebene globale Boom im Bereich des handwerklichen Bieres in Thailand richtig Fuß fassen kann.
Genau gesagt, haben diese "fünf Familien" einen starken Einfluss auf die Wirtschaftszweige, von der Landwirtschaft über den Alkohol bis hin zum Einzelhandel und die staatlichen Vorschriften, die diese Marktpositionen in einer Weise verzerren, was die Entwicklung der 5,2 Millionen kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) des Königreichs wohl stark behindert.
Das liegt sicherlich auch daran, dass Thailands KMUs größtenteils kapital-schwach sind, wobei die Großbanken des Landes es auch eher vorziehen, den "Großen Fünf" das sichere Gefühl zu geben, dass sie nicht als riskante Kleinbetriebe und -unternehmer wahrgenommen werden.
Die thailändische KMU-Bank hat nur 4.000 bis 5.000 Kreditkonten bei einem potenziellen Kundenstamm von mehreren Millionen; die Bangkok Bank, der führende Kreditgeber des Landes und auch ein ehemaliger Gast beim PPRP-Finanzierungsbankett, kündigte unterdessen kürzlich an, dass sie ihre KMU-Kredite wegen des vergleichbaren Risikos kleinerer Betriebe einschränken würde.
Aber die Konzentration der Wirtschaftsmacht der "Großen Fünf" birgt auch ihre eigenen Risiken. Ein Analyst einer globalen Investmentbank ist davon überzeugt, dass die "Großen Fünf" "zu groß geworden sind, um zu scheitern" und das jedes Anzeichen einer finanziellen Belastung bei einem dieser Unternehmen schnell die Marktbedenken hinsichtlich systemischer Risiken im Bankensektor aufwerfen würde.
Während die thailändischen Banken von der Bank von Thailand, der Zentralbank, stark reguliert werden, gibt es wenig bis gar keine Aufsicht über die Aktivitäten, Investitionen und Entscheidungen der "Großen Fünf", wie derselbe Analyst feststellen musste.
Dieses Risiko, sagt er, steigt vor allem im Immobiliensektor, in den einige der "Großen Fünf"-Unternehmen in großem Stil in Eigentumswohnungen und andere Immobilienentwicklungen eingetreten sind und damit zu einer Überflutung beigetragen haben. Jüngste Berichte deuten darauf hin, dass es allein in der Hauptstadt über 500.000 leere Wohnungen gibt.
Andere verweisen auf die Beteiligung der "Großen Fünf" an einer massiven Expansion des Einzelhandels, sowohl in Bangkok als auch im Landesinneren, in einer Zeit, in der der durchschnittliche thailändische Verbraucher stark überlastet ist, mit einer Verschuldung der Haushalte von mehr als 79% des BIP und einem Anstieg mit der zweithöchsten Rate in Asien.
Noch deutlicher behaupten die Kritiker, dass die wirtschaftliche Dominanz der "Großen Fünf" das Problem der hartnäckigen Vermögensunterschiede des Landes ist, wie durch verschiedene Maßnahmen verdeutlicht wurde, während die "Großen Fünf" unter der vorher fünfjährigen Junta von Prayut deutlich gewachsen sind.
Thanathorn Juangroongruangkit, Führer der oppositionellen Future Forward Party, sagte der Asia Times in einem November-Interview, dass "zu viele" thailändische Wirtschaftssektoren mit "oligopolistischen und monopolistischen Strukturen" durchzogen sind, mit "einigen Familien auf der Suche nach mehr Möglichkeiten zur Schaffung eines enormen Reichtums".
Lesen Sie hier das aktuelle Exklusivinterview der Asia Times mit Thanathorn - https://www.asiatimes.com/2019/11/article/thanathorn-speaks-inconvenient-truths-in-thailand/
Er sagte, dass die "fünf Familien" und andere thailändische Kapitalgruppen Vermögen mit regressiven Mitteln ansammeln, indem sie sich mit den politischen Machthabern zusammenschließen, damit Gesetze und Vorschriften in ihrem Sinn erlassen werden, die den Wettbewerb behindern und so den Weg für eine monopolistische Rückwärts-Integration der Produktionslieferketten ebnen.
"Große (fünf) Unternehmen sollten innovativ sein und die Möglichkeiten der Innovation nutzen, um auf dem Weltmarkt zu konkurrieren", sagte Thanathorn, selbst der Milliardär und Spross eines Automobilzulieferers. "Die großen Unternehmen sollten keine Arbeitsplätze und Geschäfte von Betrieben der zweiten und dritten Ebene wegnehmen."
Seine Zukunftspartei, die "Oligarchie-Sprengen" in ihrem Manifest aufführt, hat angekündigt, dass sie einen Gesetzentwurf im Parlament unterstützen wird, um mehr Wettbewerb auf den lokalen Alkoholmärkten zu fördern, was eine nicht sehr verschleierte Herausforderung für ThaiBev und Boonrawds langjähriges Duopol ist.
(Am 11. Dezember entschied die Wahlkommission in einem als Ironie zu bezeichnenden Urteil, Future Forward wegen eines angeblichen Verstoßes gegen die Finanzierungsregeln im Wahlkampf aufzulösen, die den Betrag, welchen eine Person spenden darf, begrenzen. Das Verfassungsgericht wird über die Entscheidung der EC endgültig entscheiden.)
Ein Urteil gegen Future Forward, so deuten einige darauf hin, könnte den Ruf der Unternehmen und Clans, die seine Partei jetzt angeht, teilweise im Namen einer ungerechten Umverteilung des Reichtums schädigen.
Die Investmentbank Credit Suisse stellte in ihrem Ende 2018 veröffentlichten globalen Vermögensbericht fest, Thailand sei die Volkswirtschaft mit der größten Vermögensungleichheit in der Welt. Der Bericht beschrieb, dass 67% vom Vermögen des Landes im Jahr 2018 von 1% der Bevölkerung gehalten werden und das einem enormen Anstieg von 58% allein im Jahr 2016 entspricht.
Das zeigt sich auch detailliert in den einzelnen Vermögenstabellen. Der Chearavont Clan der CP-Gruppe lag in diesem Jahr an der Spitze der 50 reichsten Liste von Forbes Thailand, mit einem Gesamtvermögen von 29,5 Milliarden Dollar. Die Chirathivat-Familie der Central Group belegte mit 21 Milliarden Dollar den zweiten Platz, während der ThaiBev-Gründer Charoen Sirivadhanabhakdi mit 16,2 Milliarden Dollar den vierten Platz belegte.
Die Weltbank hat ebenfalls verschiedene Erhebungen und Berichte bestätigt, die zeigen, dass sich Armut und Ungleichheit verschärft haben, während die Junta von Prayut an der Macht war und der Reichtum sowie die Marktmacht der verbündeten "fünf Familien" enorm zunahm.
Die offizielle Armutsrate Thailands stieg 2016 im Vergleich zum Vorjahr um rund 10% bei der Bevölkerung, bei der sich für die untersten 40% der Bevölkerung der Reichtum, ihr durchschnittlicher Konsum sowie ihr Einkommen von 2015 bis 2017 unter der Herrschaft der Junta von Prayut signifikant verringerten.
Eine kürzlich durchgeführte Gallup-Welt-Umfrage, die auch von der Weltbank bestätigt wurde, zeigte, dass sich die Wahrnehmung des finanziellen Wohlergehens, des Lebensstandards und des Einkommens bei allen Thais ab 2016 deutlich verschlechtert hat.
Die neu gewählte Koalitionsregierung von Prayut behauptet, die Bekämpfung der Vermögenskluft und die Verbesserung der Situation von Armen Vorrang einzuräumen, was in verschiedenen Maßnahmen wie Ausgabe von Bargeld an ältere Menschen und Jugendliche und in einem allgemeinen, als fehlerhaft anerkannten, Wohlfahrtskartensystem geschieht.
Wie der durch einen Putsch verstoßene ehemalige populistische Premierminister Thaksin Shinawatra priorisiert die Politik von Prayut das, was Kritiker und Analysten als "Hubschraubergeld" bezeichnen und das wenig dazu beiträgt, ein nachhaltiges Wachstum zu stimulieren und noch weniger die strukturellen und regulatorischen Fragen angeht, die damit das Großkapital bevorzugt und die KMU benachteiligt.
Eine Initiative zur Förderung des Marktwettbewerbs, wie die halbherzigen Versuche früherer Regierungen, die lokalen Wettbewerbsbedingungen für Unternehmen zu verbessern, konnte unter der Putschregierung von Prayut nicht greifen, während solche Vorschriften, die große Unternehmen gegenüber kleinen Unternehmen bevorzugen, in bestimmten Schlüsselsektoren verstärkt bzw. zumindest nicht abgeschwächt wurden.
Es ist nach wie vor sehr umstritten, wie viel von Thailands immer noch festgefahrenem politischen Konflikt im Kern Ausdruck der Vermögensaufteilung der Nation ist und wie viel vom Thema für partikularistische politische Interessen mobilisiert wurde, wie Thaksins letztlich ausgehöhlte "Rot Hemden"-Bewegung zeigte.
Aber die zunehmende wirtschaftliche Verlangsamung Thailands, bei der das BIP-Wachstum in diesem Jahr unter 3% fallen wird und die je nach Wirksamwerden verschiedener Konjunkturmaßnahmen im Jahr 2020 noch weiter nachlassen könnte, stellt die Vorhaben zur Beseitigung von Armut durch Prayut auf eine politische Bewährungsprobe.
Während die Gewinne der "Großen Fünf" trotz zunehmender Verlangsamung der Wirtschaft weiter wachsen, wird dies die PPRP-Regierung zunehmend unter Druck setzen, die Kritik der Opposition zu zerstreuen und gleichzeitig steigende populäre Vorstellungen zu vertreten, dass sie große und reiche Unternehmen gegenüber den kleinen und armen bevorzugt.
Wenn dann diese wirtschaftliche Realität weiter an Bedeutung gewinnt, könnte die Popularität der PPRP-geführten Regierung von Prayut, die sich sowohl bei ihrem Spendenbankett als auch im Wahlkampf dafür aussprach, die "Großen Fünf" und andere Unternehmenseliten zu unterstützen, bald Gefahr laufen stärker einzubrechen.

Anmerkung des Herausgebers: Diese Geschichte wurde aktualisiert, um die Antwort der CP-Gruppe nach der Aufforderung von Asia Times zur Stellungnahme aufzunehmen.
 
F

ffm

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Für Thailand muss man sagen, ohne die Öffnung der Geldschleusen (EU, USA, China, Japan) nach der Finazkrise würde es in Thailand noch viel viel schlechter aussehen
Wieso das?

Die geoeffneten Geldschleusen bzw. die Niedrigzinspolitik haben einiges bewirkt:

1. Stabilisierung der Staatsverschuldung auf hohem Niveau
2. Boom am Aktienmarkt, weil Staatsanleihen kaum noch was bringen
3. Steigende Immobilienpreise
4. Schwache Wechselkurse der westlichen Währungen
5. Infolge 4. bessere Terms of Trade für die westlichen Länder, mehr Exporte, weniger Importe

Moeglicherweise hat Thailand dadurch profitiert, dass durch die Oeffnung der Geldschleusen ein wirtschaftlicher Zusammenbruch der westlichen Länder, ein Auseinanderbrechen des Euroraums und der EU, und die damit verbundene Weltwirtschaftskrise aufgeschoben werden konnten. Ist aber eher weit hergeholt. Die direkten Effekte haben Thailand eher Nachteile gebracht.
 
Charin

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In Thailand gibt's keine Armut...Basta!!
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https://pyotrjuifedel.firebaseapp.com/planet-der-habenichtse-3453303954.html

20 Mio sind nicht faul, sie sind arbeitsbereit,
nur wenn man sie zum nix tun zwingt,

wovon sollen sie leben,

wenn sie nix mehr zum beissen haben ???

Die Antwort kann man in Manila sehen,

wo Leute, die nachts auf der Strasse sind,

zum Abschuss freigegeben sind,
weil ...

weil man sich von den 5 Fingern abzählen kann,

zu was sie gezwungen werden.

Die Kunst besteht nun darin,

sie nun zu einer neuen Futterstelle zu bringen,

bevor ...

bevor sie sich neue Angewohnheiten aneignen,
sich ihr Auskommen zu beschaffen,
denn
diese neuen Angewohnheiten werden später nur sehr sehr schwer abzugewöhnen sein.

Also - rechtzeitig mit der Fütterung beginnen,

denn Corona wird noch sehr lange dauern,

und das Ziel lautet,

auf dem Weg zu der NACH Corona Zeit,

nicht in die Anarchie zu verfallen.

(es fallen einfach zu schnell Top Leute aus, die nicht zu ersetzen sind,
das ist das Problem)
 
Thema:

Armut in Thailand

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