Ban Bagau" said:
Wenn es die Großkonzerne tun,wenn es der Kioskbesitzer tut,ist es eine frage der Zeit wann das Lohnniveau soweit abgesunken ist,das die Waage der Einzahler und die der Bedürftigen Schlagseite bekommt.
Tja, die Frage ist auch, wie man verfahren würde, wenn man selber einen kleinen Laden hätte. Nehmen wir mal einen Bettenladen. Wenn der 10000 € Brutto-Umsatz läuft er einigermaßen, natürlich nicht in der Innenstadt, da kann man die Mieten kaum bezahlen.
Von den Brutto 10000 € bleiben netto 8400 €, EK ca. 50% abgezogen bleiben 4200 €. Davon Miete ca. 1000 € abgezogen, bleiben 3200 €, von denen noch Strom, Heizung, Telefon u. Internet abgezogen werden müssen. Der Rest, sagen wir mal 3000 € muß noch versteuert werden, Rücklagen müssen gebildet werden, was für die eigene Altersicherung und schlechte Zeiten zurückgelegt werden.
Dann bleiben vielleicht Netto 2000 € Reingewinn, du trägst aber das volle unternehmerische Risiko und es gibt Monate, da kommen nur 6000 € Bruttoumsatz rein.....
Jetzt kannst du ja nicht alles alleine machen, willst also noch jemanden einstellen, einen Verkäufer z.B. Was glaubst du, wieviel du dem dann zahlen kannst ? Der feiert mal krank, will natürlich 6 Wochen Urlaub haben, wenns geht am Stück über Weihnachten u. Neujahr in Thailand Hully-Gully machen....
So sieht das in der Realität aus, beim Kioskbesitzer wirds wahrscheinlich noch schwieriger und den dann gleich als "Versager" hinstellen, da kann ich nur sagen, mach es mal selber, gründe eine Firma, mach einen Laden auf oder einen Kiosk, dann weißt du wenigstens, wovon du redest..
