Anna und der König

Diskutiere Anna und der König im Thailand News Forum im Bereich Thailand Forum; Donnerstag, 23.10.2003, 20:15-23:10 Uhr, VOX Wiederholung 25.10. um 14:05 Uhr Anna und der König (USA 1999) zum Inhalt: Die junge britische...
Didel

Didel

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Pfalz und CEI
Donnerstag, 23.10.2003, 20:15-23:10 Uhr, VOX
Wiederholung 25.10. um 14:05 Uhr

Anna und der König (USA 1999)

zum Inhalt:
Die junge britische Offizierswitwe Anna Leonowens hat etwas getan, was keine anständige viktorianische Frau tun würde: Zusammen mit ihrem kleinen Sohn Louis und mit nichts als Abenteuerlust und einem Wörterbuch im Gepäck ist sie nach Siam gereist, einem Land, das der westlichen Welt nahezu unbekannt ist. Dort soll sie, wie sie glaubt, den Sohn des Königs Mongkut, Kronprinz Chulalongkorn, unterrichten. Tatsächlich aber soll sie alle Kinder unterrichten, die dem König von seinen 23 Ehefrauen und 42 Konkubinen geboren wurden - 58 an der Zahl. Da ist es kein Wunder, dass die spröde Engländerin den Monarchen für einen unzivilisierten Heiden hält.

Auch König Mongkut ist nicht angetan von seinem Gast. Er hält Anna für eine arrogante Vertreterin des britischen Kolonialreichs. Nicht nur, dass diese impertinente Person auf die Einhaltung ihres Anstellungsvertrags besteht, nein, sie widersetzt sich auch noch dem Hofzeremoniell und erzwingt eine Audienz bei ihm. Als Anna jedoch den aufmüpfigen Kronprinzen Chulalongkorn in seine Schranken weist und eine Sklavin aus den Händen ihrer grausamen Besitzerin befreit, bringt ihr das den Respekt des Königs ein.

Immer öfter sucht Mongkut den Gedankenaustausch mit der gebildeten Lehrerin. Er will durch Anna mehr über die westliche Denkweise erfahren und sieht in ihr mehr als eine Bereicherung - für sich selbst und für sein Land. Auch Anna ändert ihre Meinung, als sie erste Einblicke in die politischen Zusammenhänge erhält. Sie erkennt, dass Mongkut ein visionärer Landesführer ist und beginnt, den König auch als Mensch zu schätzen. Allmählich entwickelt sich eine zarte Romanze zwischen den beiden. Doch politische und private Tragödien überschatten das aufkeimende Glück...

Schauspieler: Jodie Foster (Anna Leonowens)
Chow Yun-Fat (König Mongkut)
Bai Ling (Tuptim)
Randall Duk Kim (General Alak)
Tom Felton (Louis)
Syed Alwi (Kralahome)
Lim Kay Siu (Prinz Chowfa)
Melissa Campbell (Prinzessin Fa-Ying)
Keith Chin (Prinz Chulalongkorn)

Regie: Andy Tennant
Drehbuch: Steve Meerson, Peter Krikes


weitere Infos zum Film:
Basierend auf Margaret Landons Romanbiografie 'Der König und ich' und auf den Tagebüchern von Anna Leonowens inszenierte Andy Tennant ('Herz über Kopf') ein opulentes Historienepos, das in den Kategorien Ausstattung und Kostüme für den Oscar nominiert wurde. Zweimal wurde der Stoff bereits verfilmt: 1946 unter dem Titel 'Anna und der König von Siam' und zehn Jahre später als Musical 'Der König und ich', das fünf Mal mit dem Oscar ausgezeichnet wurde. Die Hauptrollen spielten damals Deborah Kerr und Yul Brunner, der diese Rolle noch über 1.000 Mal am Broadway und 1972 auch in einer TV-Serie spielte.

Anna Leonowens verbrachte Mitte des 19. Jahrhunderts mehrere Jahre im heutigen Thailand und versuchte, den 58 Kindern des Königs neben der englischen Sprache auch die Menschenrechte nahe zu bringen. Dass sie dem König dabei auch näher gekommen ist, ist jedoch umstritten. Von thailändischer Seite wird behauptet, sie habe am Hofe eine untergeordnete Rolle gespielt und niemals eine Liaison mit dem siamesischen Herrscher gehabt. Wegen dieser 'Geschichtsverklärung' wurde der Crew nicht erlaubt, an Originalschauplätzen zu drehen. Unter dem Druck der thailändischen Regierung musste die 20th Century Fox auf Malaysia ausweichen, wo auf dem 140 Hektar umfassenden Gelände des Clearwater Sanctuary Golfclubs bei Ipoh die größten Film-Nachbauten seit 'Cleopatra' entstanden.

Die Hauptrollen übernahmen die zweifache Oscar-Preisträgerin Jodie Foster ('Angeklagt', 'Das Schweigen der Lämmer') und der chinesische Action-Held Chow Yun-Fat, der in seiner Heimat mit Preisen überhäuft wurde und zusammen mit dem Kult-Regissuer John Woo die Filmindustrie Hongkongs revolutionierte. Die Los Angeles Times bezeichnete ihn 1987 als 'coolsten Schauspieler der Welt'- und das, obwohl er bis dahin nicht einen Meter Film in den USA gedreht hatte. Sein US-Debüt gab Chow Yun-Fat 1998 in Antoine Fuquas 'Replacement Killers'; Ang Lees 'Tiger & Dragon' machte ihn schließlich weltweit zum Star. Demnächst steht Chow Yun-Fat wieder für Jon Woo vor der Kamera. In dessen Action-Thriller 'Land Of Destiny' spielt er einen chinesischen Emigranten in den USA, der erkennen muss, dass er in die Sklaverei verkauft wurde.
 
O

onnut

Gast
wadee didel,
als der film seinerzeit hier im kino lief,haben wir uns das angeschaut.
meine frau hat die ganze zeit nur gemeckert und geschimpft ob der story. :zorn:
thailand wäre nie so gewesen,hat sie gesagt.
wie thailand denn war zu dieser zeit,wollte ich wissen. :nixweiss:
antwort:weiss ich nicht,war ich nicht geboren,aber sooooo war es nicht! :hilfe:
onnut
 
T

toeff

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Brachttal
Sowit ich weiß ist der Film nicht nur verpöhnt sondern auch verboten worden.
Meine Meinung ist man kan sich den Film ansehn ist aber nichts besonderes. :nixweiss:

Gruß von Töff und Lek :wink:
 
DisainaM

DisainaM

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Schon das gesprochende Thai ist ein Witz.

Halte mehr davon, wenn thailändische Filme im Ausland stärker vertreten sind,
als wenn Ausländer Filme über Thailand drehen.

Ansonsten geht es um die Frage,

- was versteht der Produzent von Thailand
- was meint er, den Zuschauern zumuten zu können
- wie geht er mit kulturellen Unterschieden um
- wie 'erfolgreich'/Mainstream soll das ganze werden

Ansonsten wird es,
wie 'Traumschiff in Thailand' oder 'Klinik unter Palmen in Phuket'
usw., wo am Ende der Zuschauer denkt,
Thailand ist im Grunde auch nicht anders, als der Wörtersee;
und bei uns is es jo so scheeen.
 
S

saparot

Gast
Also mir hat der Film gut gefallen. Ich habe auch das Original mit Yul Brinner geshen. Ein Musical. Das war dann doch schon eher etwas gewöhnungsbedürftig und danach versteht man auch die verärgerung der Thais über den Film.
 
Sakon Nakhon

Sakon Nakhon

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mal ein anderer aspekt:

diese version ist doch nur ein remake. ausser der teilnahme von jodie foster ausserdem ein schlechtes.

ich empfehle das original mit yul brunner (schreibt man den so?)
 
C

Chak

Gast
Das Thai ist so schlecht, weil es Malayen sind, die veruschen Thai zu sprechen. Meine Frau hat kaum ein Wort verstanden von dem, was die da angeblich in Thai gesagt haben.
Grund ist, dass der Film nicht in Thailand gedreht werden durfte und seit Erscheinen dort auch verboten ist.

Abgesehen davon ist der Film grottenschlecht nach meinem Geschmack. Und dass, obwohl ich eigentlich ein Chow Yun Fat-Fan bin.
 
S

seven

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Auch wenn ich die Orginalgeschichte und die damaligen Zustände nicht kenne, so fand ich den Film nicht beonders schlimm. Sicher hat es damit etwas zu tun, dass es hier um auch jetzt noch sehr populäre Könige in Thailand geht, aber die Aufregung darum war für mich nicht nachvollziehbar. Das Fazit des Films war doch sehr positiv und der König wird doch als Reformator dargestellt. Die Leibeigenen und die drakonischen Strafen waren doch normal zu dieser Zeit.
Wenn ich es mir Filmen über Deutschland vergleiche, dann könnte ich da oftmals mehr aufschreien.

Den einzigen Vergleich zu historischen Filmen über Thailand kann ich nur zu Ban Rajan (oder so) ziehen. Dieser Film stammt aus Thailand und ist hier deutsch synchonisiert als DVD erschienen. Ich bezweifle stark, dass in dem alles historisch korrekt wiedergegeben wurde. Gut fand ich ihn trotzdem.
 
DisainaM

DisainaM

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hi seven,

Am Ende von Bang Rajan hiess es,
das der Aufbau und die große Einigkeit entstand,

als ... Thaksin ... an die Macht kam.

(du ahnst, welche nationale Karte gespielt wird)

Im Film Anna + der König sind Beleidigungen vorprogrammiert;

wie wird der König gespielt, mit welchem Respekt - welchem Augenausdruck - begegnen die Untergebenen ihrem König, usw.

dann die Inzenierung, die Briten müssen den Thais beibringen, wie man mit Messer + Gabel ißt - hier war die Konfrontation vorprogrammiert.

Gruss
 
S

seven

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Hallo Disaina,

na ja, Grund um einen Film deswegen zu verbieten sehe ich nicht darin. Es soll sich doch jeder selber sein Meinung bilden können und ein Film, in dem das Königshaus Thailands nicht gut weg kommt, hätte in Thailand doch so und so keine Chance. Soviel Eigenverantwortung kann man den Thais schon zutrauen. Die Grundfesten des thailändischen Selbstverständnisses hätte / hat der Film auch nicht ins Wanken gebracht. Das schaffen die Politiker dort schon selber. ;-)
 
MichaelNoi

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Amberg / Bangkok
Ich habe den Film auch schon vor etwa 6 Monaten gesehen.
Dass er in LOS verboten war wußte ich vorher und habe ihn daher mit noch größerem Interesse angesehen.
Es kommen Handlungen vor , die so wahrscheinlich nie stattgefunden haben, weil sie nicht thailike sind. Das gesprochene Thai im Film ist lächerlich ( sagte meine Frau ). Es sind keine Originalschauplätze zu sehen, etc. etc.

Trotzdem ist der Film für mich OK. Die Zielgruppe sind ja nicht die Thailandexperten, denen jeder Mißklang sofort ins Auge sticht, sondern die breite Bevölkerung, die kaum etwas über Thailand weiß.
So gesehen, bringt der Film den Zuschauern das Land und seine Sitten zu jener Zeit doch näher !
 
A

Azrael

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somewhere far beyond
Aber stellenweise doch arg brutal, dafür dass der ab 6 Jahren freigegeben ist. Ich denke da nur an die Enthauptungsszene wo noch die Blutgischt über dem Wai von dem Mädel effektvoll eingefangen ist. Als ich mir den das erste mal angeschaut hatte war ich grad voll auf dem Romantik und Sehnsucht Trip, und dachte ich schau mir da was schönes, kitschiges an - und dann sowas. Durch die doch etwas anders gelagerte Erwartungshaltung fand ich das voll krass. Ab diesem eingebauten Liebesdrama mit abschließender Hinrichtung konnte ich mich für den Rest nicht mehr wirklich erwärmen.

Bin halt doch ein Weichei. ;-)

har har
 
MichaelNoi

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Amberg / Bangkok
UUps, ab 6 Jahre !?!?
Das ist ein bißchen früh :O

Finde aber, dass der Film wegen diesen Szenen nicht billig wirkt.
 
tira

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Azrael schrieb:
... Ab diesem eingebauten Liebesdrama mit abschließender Hinrichtung konnte ich mich für den Rest nicht mehr wirklich erwärmen.

Bin halt doch ein Weichei. ;-)

har har

hallo alex,

würde mir genauso ergehen... :ohoh:

passt aber überhaupt nicht zu deinem user pic ;-D


gruss :cool:
 
S

seven

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Franken
Hallo Tira,

na, nach Deinem Bild zu urteilen, dürftest Du den Film aber noch nicht mal ansehen. ;-) :rofl:
 
A

Azrael

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somewhere far beyond
@Michael

Nö, billig sicher nicht. Aber wenn du dir die Beschreibung auf dem Video hinten durchliest, fragst du dich welchen Film die eigentlich gesehen haben.

@tira

"passt aber überhaupt nicht zu deinem user pic"

Wieso, ist doch ne süsse Maus mit wunderschönen Augen, oder etwa nicht?

...und gefährlich sind sie ALLE!!! :rofl: :rofl: :rofl:

@seven

GRÖÖÖHL! :lol: :super:
 
tira

tira

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so sieht´s aus seven..... :bravo:

dann warten wir noch mal ein paar jährchen, obwohl ich mir den tv-tip
schon ausgedruckt habe... :zorn:

jetzt mal was zu den thai-historienfilmen, im thai tv habe ich im sommer bald täglich eine folge von der serie mit der prinzessin in der hauptrolle angeschaut.

ich kann nur sagen, sehr, sehr aufschlussreich..... :super:

habe mal auf der letzten geburtstags-party erwähnt, wie sich die thailändische ehefrau in gebückter haltung, den kopf gesenkt, dem ehegatten nähert.....

ihr könnt euch nicht vorstellen, welch einhelliges dementi zurückkam... :rofl: :rofl: :rofl:


gruss :cool:
 
W

woody

Gast
Ich habe den Film vor einiger Zeit im Kino gesehen und glaube, dass die Kritik von Wolfgang Hübner diesen Film treffend beschreibt.


Wolfgang Hübner, AP 1/2000

König Mongkut hat 23 Ehefrauen, 42 verfügbare Konkubinen und 58 Kinder. Dazu wird Siams einstiger Herrscher von seinem Volk gottähnlich verehrt, lebt in goldstrotzenden Palästen, reitet auf prachtvoll gesattelten Elefanten und Pferden. Ein Leben also wie im irdischen Paradies?

Nicht ganz, denn wir schreiben das Jahr 1862, und die unersättliche Begehrlichkeit der britischen Kolonialisten richtet sich längst aufs Land der Freien, der Thais. Das wunderschöne Siam ist das Juwel, das in der Krone der gestrengen Queen Victoria noch fehlt. Mongkut hat also Angst vor den Engländern. Doch nicht die kommen, es kommt viel schlimmer in Gestalt eines schmallippigen Hollywood-Stars.


Erst Anna - und dann der König
Oscar-Preisträgerin Jodie Foster spielt nämlich die Hauptrolle in dem mit gigantischem Aufwand produzierten Hollywood-Melodrama "Anna und der König". Schon die Reihenfolge im Filmtitel macht unmissverständlich klar, wes Geistes Kind der weit über zweistündigen Streifen ist, der am 27. Januar in die deutschen Kinos kommt: Es waltet nämlich westliche Anmaßung und Überheblichkeit in der Geschichte um die englische Erzieherin Anna Leonowens, die mit ihrem Söhnchen die Reise nach Fernost wagt. Der Grund: Siams Kronprinz Chulalongkorn soll die Sprache der damaligen Weltmacht lernen. Dabei begegnet Anna einer ganz anderen Kultur und einem König, der halt auch nur ein Mann ist.

Das kommt alles so bekannt vor...
Wem das alles bekannt vorkommt, liegt ganz richtig. Denn schon einmal ist der überaus faszinierende Stoff verfilmt worden, nämlich 1956 in den Leinwand-Musical "Der König und ich" mit dem legendären Glatzkopf Yul Brynner und der eleganten Deborah Kerr. Brynner brachte das damals einen Oscar ein, Kerr den Golden Globe. Der Farbenrausch auf der Leinwand war beeindruckend, das Zusammenspiel der beiden Hauptdarsteller ebenso. Allzu ernst nahm das keiner, es war nur ein herrliches Spektakel. Trotzdem war die Gewichtung der Handlung im Titel noch zutreffend angegeben: Erst der König, dann die herbeigereiste Erzieherin. Dass sich das im Laufe der Handlung etwas verschob, machte nicht zuletzt den Reiz aus.

Ausstattung soll fehlende Ideen ersetzen
Ganz anders in der Neuverfilmung, die auf alle Musical-Elemente verzichtet: Hier geht es vor allem um Anna alias Superstar Jodie Foster. Der von dem Chinesen Chow Yun-Fat nobel, aber langweilig verkörperte König von Siam ist eher eine Nebenfigur, die zur vollen Entfaltung des Foster-Glanzes eben unvermeidlich ist. Die ausgebuffte Amerikanerin von zierlicher Gestalt ist in Hollywood eine Macht, sie kann Projekte durchsetzen oder fördern wie kaum jemand sonst dort. Aber Macht führt eben auch schnell zu Selbstüberschätzung. Weder ist die absolut charmefreie Foster eine Idealbesetzung für die Rolle, noch ist sie in der Mutterrolle oder als Beinah-Geliebte des freundlichen Despoten glaubwürdig.

Der von Andy Tennant inszenierte Film bildet sich viel auf seine opulente Ausstattung ein. Da bei den misstrauischen Thais keine Dreherlaubnis zu erhalten war, wurden die zweifellos beeindruckenden Kulissen im benachbarten Malaysia gebaut. Tennant und die Produzenten müssen mit dem Aufwand prahlen, weil sie keine wirkliche Idee haben, warum diese Geschichte noch einmal Millionen präsentiert werden soll. Alles, was sie dazu bewogen haben dürfte, war die Aussicht auf volle Kassen. Die haben aber in den USA alles andere als oft geklingelt, und sie werden es in Deutschland wohl auch nicht tun.

Thailands Zensur verbietet einen Film voll westlicher Anmaßung
In Bangkok hat die Zensur "Anna und der König" verboten. Das ist aus westlicher Sicht verwerflich. Aber unverständlich ist diese Reaktion auch wieder nicht. Eine Kulturnation wie die Thailänder darf sich schon dagegen wehren, zur Staffage für die abgestandenen Emanzipationsvorstellungen einer ignoranten Multimillionärin aus Hollywood degradiert zu werden. Niemand wird, darf und kann hier zu Lande diesen Film verbieten. Aber es gibt ja auch noch eine andere, sehr wirksame Möglichkeit: Einfach in einen besseren gehen.
 
A

Azrael

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"habe mal auf der letzten geburtstags-party erwähnt, wie sich die thailändische ehefrau in gebückter haltung, den kopf gesenkt, dem ehegatten nähert.....

ihr könnt euch nicht vorstellen, welch einhelliges dementi zurückkam...2

Muaahaahahhaahaaarharhar

Hab den Film letztes Jahr mit meiner Holden nochmal angeschaut (der hat er übrigens ganz gut gefallen, trotz der unmöglichen Sprache), und da ist doch die Szene wo die neue Konkubine (die wo dann später geköpft wird) den König das erste mal in absoluter Demutshaltung mit tiefem Wai, Stirn berührt das Bett, empfängt. Konnte es mir nicht verkneifen, "guck mal, so macht man das, das führen wir jetzt auch so ein..." - Von dem Gesicht das sie daraufhin gemacht hat hab ich leider kein Foto, ich bin fast zusammengebrochen. Sie hat mich angeschaut als wäre ich ein gaanz komisches, seltenes Insekt das sie noch nie zuvor gesehen hat. Ich hatte schon fast Tränen in den Augen vor lachen, da sagt sie sinngemäß "ich glaub du träumst total mein Liebster, das ist schließlich ein König" - "Ja aber du sagst doch immer ich bin dein König...har har" - "Geht´s dir gut, hä? Willst du Schläge?" - "Muahhaa, Zwergerlaufstand..."

Ja, und dann hat sie mich mal wieder verprügelt, und ich konnte mich vor lauter Lachen nicht mal wehren, ich arme geprügelte Kreatur. :heul:
 
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