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47 - Teil II
Nach der Morgentoilette und der entspannenden prickelnden Massage wollte Harry sofort zur Tat schreiten und mit dem Deutschunterricht für Sanni beginnen, aber sie wurden bereits nach zehn Minuten unterbrochen, als seine Schülerin “Guten Molgen” murmelte.
Franz kam zur Tür herein und Harry sah für einen kurzen Moment eine schmale braune Hand, an der sein alter Kumpel zerrte. Die Dame in seiner Begleitung sollte offensichtlich mit hinein, sträubte sich aber mit Händen und Füßen dagegen.
Franz hatte Pom auf dem Weg hierher geduldig erklärt, dass Harry sie ohnehin nicht erkennen würde. Einige der 100 Milliarden Nervenzellen waren defekt - vielleicht auch ein paar mehr als nur einige - aber Pom traute dem Frieden nicht.
Sie wollte mit dem Aschenbecher-Wurf niemanden verletzen, aber Harry war einen Schritt zur Seite gegangen und hatte sich zudem noch geduckt. Auch Pom fehlte ein Stück Film - ein deutlich kürzeres als bei Harry, aber das konnte sie nicht wissen. Sie war auf einer Bank auf der Promenade aufgewacht, auf die Pattaya Bay starrend und hatte versucht, Franz’ Arm abzuschütteln.
Jetzt hatte sie ihr neues Glück gefunden. Das war zwar nicht perfekt, aber immerhin war Franz nett, voller Humor und ein zuweilen stürmischer Liebhaber mit ein paar Kilo weniger auf den Rippen als Harry.
Nein, sie wollte nicht rein. Sie wollte Harry nicht in die Augen schauen müssen und mit der phäsaja da drinnen wollte sie nichts zu tun haben. Sollte doch Harry mit dieser Schlange glücklich werden...
“Ich bin mir sicher, du würdest auch einen Flugzeugabsturz oder eine Schiffskatastrophe überleben”, lachte Franz.
“Kein Problem! Am besten, es würde hier passieren - wegen der Wassertemperaturen!”
“Ich sehe, du bist schon wieder auf dem Damm! Immer noch ein paar kleine graue Zellen defekt, die zur Zeit nicht abrufbare Informationen gespeichert haben?” sagte Franz, jetzt mit ernsterer Miene.
“Das Letzte, an das ich mich erinnern kann, war, dass du leider den Hinflug umbuchen musstest...” Harry dachte angestrengt nach. Nein - mehr kam nicht.
“Tja, da liegt der Hase im Pfeffer - oder wie sagt man hier? Büffel in der Kuhle?
Ich habe eine Email von meinem Chef bekommen, ob es denn vielleicht möglich wäre, ein paar Tage eher zurück zu fliegen, eine Kollegin ist krank geworden, zwei neue Mandanten müssen betreut werden...”
Harry rieb sich verwundert die Augen. Es gab unendlich viele Gründe, nach Thailand zu fliegen. Auf Platz 11 seiner Liste stand, dass der Arbeitgeber gar nicht auf die Idee kommen würde, ihn zurück zu holen, weil es mit erheblichen Kosten verbunden war.
Harry erinnerte sich daran, dass Franz in einer kleinen Firma arbeitete mit geringerem personellen Spielraum.
Sanni konnte dem Gespräch ohnehin nicht folgen, riss die Tür auf und rannte Pom direkt in die Arme. Die beiden musterten sich nur kurz - dann verschwand Sanni auf die Toilette.
“Schade, Franz, aber in der heutigen Zeit ist die Sicherung des Jobs wichtiger als Urlaub. Ich hoffe, du hattest eine schöne Zeit hier. Was wir so getrieben haben - keine Ahnung!”
“Wir haben samtweiches Fell und samtweiche Haut gestreichelt...” sagte Franz grinsend.
“Mit der Rund-um-die-Uhr-Betreuung durch deine private Krankenschwester hälst du es doch noch ein paar Tage hier aus, oder?”
“Und eine erstklassige Physio-Therapeutin ist sie auch!” sagte Harry.
“Ich weiß...” erinnerte sich Franz. Er hatte sich damals fast den Hals verrenkt, weil er auf den Bikini schielte.
“Guten Flug! Man sieht sich!” rief Harry.
“Weiche allem aus, was unerwartet das Fliegen gelernt hat: Möbelteile, Bierflaschen, Aschenbecher....” feixte Franz.
“Jetzt aber raus hier!”
wird fortgesetzt...
Nach der Morgentoilette und der entspannenden prickelnden Massage wollte Harry sofort zur Tat schreiten und mit dem Deutschunterricht für Sanni beginnen, aber sie wurden bereits nach zehn Minuten unterbrochen, als seine Schülerin “Guten Molgen” murmelte.
Franz kam zur Tür herein und Harry sah für einen kurzen Moment eine schmale braune Hand, an der sein alter Kumpel zerrte. Die Dame in seiner Begleitung sollte offensichtlich mit hinein, sträubte sich aber mit Händen und Füßen dagegen.
Franz hatte Pom auf dem Weg hierher geduldig erklärt, dass Harry sie ohnehin nicht erkennen würde. Einige der 100 Milliarden Nervenzellen waren defekt - vielleicht auch ein paar mehr als nur einige - aber Pom traute dem Frieden nicht.
Sie wollte mit dem Aschenbecher-Wurf niemanden verletzen, aber Harry war einen Schritt zur Seite gegangen und hatte sich zudem noch geduckt. Auch Pom fehlte ein Stück Film - ein deutlich kürzeres als bei Harry, aber das konnte sie nicht wissen. Sie war auf einer Bank auf der Promenade aufgewacht, auf die Pattaya Bay starrend und hatte versucht, Franz’ Arm abzuschütteln.
Jetzt hatte sie ihr neues Glück gefunden. Das war zwar nicht perfekt, aber immerhin war Franz nett, voller Humor und ein zuweilen stürmischer Liebhaber mit ein paar Kilo weniger auf den Rippen als Harry.
Nein, sie wollte nicht rein. Sie wollte Harry nicht in die Augen schauen müssen und mit der phäsaja da drinnen wollte sie nichts zu tun haben. Sollte doch Harry mit dieser Schlange glücklich werden...
“Ich bin mir sicher, du würdest auch einen Flugzeugabsturz oder eine Schiffskatastrophe überleben”, lachte Franz.
“Kein Problem! Am besten, es würde hier passieren - wegen der Wassertemperaturen!”
“Ich sehe, du bist schon wieder auf dem Damm! Immer noch ein paar kleine graue Zellen defekt, die zur Zeit nicht abrufbare Informationen gespeichert haben?” sagte Franz, jetzt mit ernsterer Miene.
“Das Letzte, an das ich mich erinnern kann, war, dass du leider den Hinflug umbuchen musstest...” Harry dachte angestrengt nach. Nein - mehr kam nicht.
“Tja, da liegt der Hase im Pfeffer - oder wie sagt man hier? Büffel in der Kuhle?
Ich habe eine Email von meinem Chef bekommen, ob es denn vielleicht möglich wäre, ein paar Tage eher zurück zu fliegen, eine Kollegin ist krank geworden, zwei neue Mandanten müssen betreut werden...”
Harry rieb sich verwundert die Augen. Es gab unendlich viele Gründe, nach Thailand zu fliegen. Auf Platz 11 seiner Liste stand, dass der Arbeitgeber gar nicht auf die Idee kommen würde, ihn zurück zu holen, weil es mit erheblichen Kosten verbunden war.
Harry erinnerte sich daran, dass Franz in einer kleinen Firma arbeitete mit geringerem personellen Spielraum.
Sanni konnte dem Gespräch ohnehin nicht folgen, riss die Tür auf und rannte Pom direkt in die Arme. Die beiden musterten sich nur kurz - dann verschwand Sanni auf die Toilette.
“Schade, Franz, aber in der heutigen Zeit ist die Sicherung des Jobs wichtiger als Urlaub. Ich hoffe, du hattest eine schöne Zeit hier. Was wir so getrieben haben - keine Ahnung!”
“Wir haben samtweiches Fell und samtweiche Haut gestreichelt...” sagte Franz grinsend.
“Mit der Rund-um-die-Uhr-Betreuung durch deine private Krankenschwester hälst du es doch noch ein paar Tage hier aus, oder?”
“Und eine erstklassige Physio-Therapeutin ist sie auch!” sagte Harry.
“Ich weiß...” erinnerte sich Franz. Er hatte sich damals fast den Hals verrenkt, weil er auf den Bikini schielte.
“Guten Flug! Man sieht sich!” rief Harry.
“Weiche allem aus, was unerwartet das Fliegen gelernt hat: Möbelteile, Bierflaschen, Aschenbecher....” feixte Franz.
“Jetzt aber raus hier!”
wird fortgesetzt...


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