Deine Ansicht über die " freundlichen Menschen " im Isaan finde ich sehr interessant .
Meine Frau , die jetzt seit 3,5 Jahren in D. lebt , ist inzwischen der Meinung , die Menschen im Isaan sind Stoffel .
Wir sitzen beim Zahnarzt im Wartezimmer , keiner der kommt grüßt .
Obwohl Vorfahrt winken wir ein Auto durch , kein Zeichen von Danke .
Ich sitze auf der Führerscheinstelle in Sakon Nakhon und warte auf meine Frau .
Ein Mann läuft an ca. 25 Wartenden vorbei u. verliert seine Mütze u. Schal ( es war kalt ) , keiner der Isaanies
hat den Mann auf seine verlorenen Sachen aufmerksam gemacht ! ! Kurz bevor er den Raum verlassen hat ,
habe ich ihn ( der einzige Farang ) auf seine verlorenen Gegenstände aufmerksam gemacht .
Er zurück , seine Sachen aufgehoben u. ohne Danke oder Kopfnicken aus dem Raum .
Mir ist das grundsätzlich egal , da ich hier nur auf Besuch bin u. die Menschen leben eben wie sie wollen .
Meine Frau jedoch die ein " Sonnenschein " ist , hier bei uns in einer Kleinstadt viele Menschen grüßt
und in der Regel freundlich wieder gegrüßt wird , findet die Menschen in ihrer Heimat sind Stoffel .
Wir ( sie u. ich ) sind der Meinung , daß die Menschen im Großraum Bangkok freundlicher sind als im Isaan .
Ausgenommen die Straßenverkäufer in der Sukk .
Sombath
Während man in DACH sich als Bewohner eines groeßeren Miethauses kaum noch untereinander grüßt, soll man - nur weil man über 11.000 km entfernt im Ausland ist - freundlich und entgegenkommend gegen voellig unbekannten Fremden sein, die zufällig auch als kaukasischer Abstammung gelten koennen?
Man wandert doch nicht in ein fremdes Land aus, um sich dort dann ploetzlich mit den eigenen Landsleuten besser zu verstehen, als in der alten Heimat. Man orientiert sich an der Zuzugsgemeinde.
Viele Farangs bei uns ziehen es vor, mit anderen Farangs "auf Halbdistanz" zu interagieren. Wen man näher an sich heranläßt, entscheidet man über längere Zeiträume. Diejenigen, die sofort auf einen zukommen, wollen zumeist einen anpumpen. Wer will schon Hausbank für die Landsmannschaft sein.
Schaut man sich in den Thailand-Foren um, dann gibt es durchaus unter den Farangs Misanthropen. Ob die sich im Süden eher knubbeln, kann ich nicht entscheiden. Aber ich kann nach meinen begrenzten Primärerfahrungen sehr wohl vermuten, daß der Umgang zwischen Fremden im Isaan wohl lockerer ist. Liegt noch nicht einmal an den Farangs, die da hinkommen. Liegt daran, daß die Menschen hier "noch" urtümlicher und ursprünglich freundlicher sind. Sozusagen ein Teil des "alten Thailands" noch sind, wo Menschen noch Gäste und keine Kunden - wie auch: bei dem geringen Ausmaß an Tourismus hier - sind.
Fremde Menschen sehen in mir max. einen Nachbarn, den es gut zu behandeln gilt. Als Kunde - und sei es nur als Übernachter in deren Resorts - sehen die mich mangels Resorts nicht. Ich hoffe, es bleibt noch lange so.