Adolf in Thailand

Diskutiere Adolf in Thailand im Literarisches Forum im Bereich Thailand Forum; Von @Waldi einfach hervorragend geschrieben - und in der Satire wird ja immer leicht überzeichnet, damit es eben auch die richtigen Leute noch...
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mrhuber

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Von @Waldi einfach hervorragend geschrieben - und in der Satire wird ja immer leicht überzeichnet, damit es eben auch die richtigen Leute noch verstehen.
:cool:
Karlheinz
 
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PETSCH

Gast
@dawarwas:

man glaubt ja kaum, was man mit einem Selbstaulöser
so alles machen kann :rofl:
 
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waldi

Gast

Teil 23:

Nachdem Oi sich wieder gefangen hatte, ging sie langsam zu der Bar zurück und setzte sich neben Adolf. Sie lächelte ihn an!

Auch Pepperl grinste um die Ecke, Oi vermied zwar den Blickkontakt zu ihm, aber als sich ihre Blicke trotzdem trafen, lächelte sie weiter!

Wie konnte diese Frau in ihrer Situation nur lächeln?

Eine Eigenart von den Thais, die wir nie verstehen werden. Oi bekam Druck von Nok, Oi bekam Druck von Pepperl (das wusste sie), Nok wollte sie wieder in den Sing a Song verkaufen, Oi hatte kein Geld, Oi hatte keine Freunde, Oi hatte kein eigenes Zuhause, Oi hatte immer noch Angst vor dem fremden Adolf, eine ausweglose Situation, an der die meisten Europäer scheitern würden, aber was macht diese kleine Frau, die nicht mal die Grundschule abgeschlossen hatte?

Sie lächelte! Innerlich war sie fast tot! Und trotzdem lächelte sie!

Mit einem lauten „Prost“ wurde die seltsame Idylle unterbrochen. Pepperl wollte Adolf zu weiteren Drinks animieren, aber komischerweise war Adolf nicht mehr in Stimmung. Irgendetwas fiel ihm auf! Er wusste zwar nicht was, aber irgendwas war anders. Adolf hatte plötzlich ein für ihn völlig unbekanntes Gefühl in der Magengegend. Er erschrak selbst ein wenig, ließ sich aber nichts anmerken. Oi bemerkte es aber trotzdem sofort, ihr Adolf hat was! Sofort besorgte sie ein kaltes Erfrischungstuch und fuhr ihm damit über die Stirn.
Adolf war plötzlich ganz anders und er spürte es! Nur deuten konnte er es nicht! Er hatte sich von einer Minute auf die andere in einen anderen verwandelt. „Was zur Hölle ist los mit mir?“ dachte er sich.

„Tilak, tschaa?“ holte ihn wieder in die Realität zurück. Plötzlich hatte er ein unaufschiebbares Bedürfnis, Oi sofort zu drücken und in die Arme zu nehmen. Sie hielt ihn nicht zurück, sie ließ es geschehen und auch sie spürte, wie die Angst vor diesen fremden Mann weniger wurde.

Was passierte in diesen Minuten? Mitten in diesen Getöse und Gelärme zwischen all den Leuten?

Adolf wollte sofort mit Oi von diesen Ort weg, auf der Stelle, er blickte kurz auf seinen Becher, wo die Rechnungen waren, zahlte, verabschiedete sich von Pepperl, ohne auf Antwort zu warten, nahm Oi’s Hand, und schon hatten sie die Bar verlassen. Auch das Gedränge bei den Kathoys konnte ihn nicht aufhalten. Überrascht schauten ihnen Nok und Pepperl nach.

Sie gingen wieder an den Strand, saßen auf der kleinen Mauer und hörten der Brandung des Meeres zu. Mortimer und Charles waren heute nicht da, aber die Beiden wären eh die letzten gewesen, die Adolf jetzt sehen wollte. Irgendwann in der Nacht fuhren sie ins Gästehaus.

Oi schlief sehr schlecht, sie wachte nach einigen Minuten andauernd wieder auf, immer und immer wieder musste sie daran denken, was die Nok ihr am Nachmittag gesagt hatte.

Der Tag erwachte und mit ihm auch Adolf und Oi. Nach einer ausgiebigen Dusche nahmen sie ihr Frühstück in der hauseigenen, kleinen Cafeteria ein. Oi eine scharfe Reissuppe und Adolf einen Kaffee mit viel Zucker. Sie schauten sich in die Augen und plötzlich mussten Beide lachen.

Oi war aber überhaupt nicht nach Lachen, sie wusste nicht, wie sie die aufgetragenen Worte der Nok, Adolf beibringen sollte. Sie war auch sprachlich, dazu gar nicht in der Lage! Da hatte sie eine Idee, soll doch die Nok es Adolf selbst sagen. Sie sprach ja gutes Englisch. Nach dem Frühstück ging Oi zur nächsten öffentlichen Telefonzelle (Handy hatte sie ja keins) und sie rief Nok an. Sie erklärte ihr, das sie sprachlich nicht in der Lage ist, dem Adolf das Problem beizubringen. Ob sie ihr dabei nicht helfen könnte? Außerdem ist das ganze eh Nok’s und Pepperl’s Idee. Oi war sehr stolz, das sie so mit Nok redete.

Nok war zuerst aufbrausend, aber dann doch einverstanden und bläute ihr noch mal ein, das sie alles einfach nur bestätigen soll, wenn sie mit Adolf sprechen wird. Oi sollte Adolf sagen, das sie ein großes Problem hat und das sie gemeinsam zu Nok’s Haus kommen sollten. Pepperl wäre dann auch da, er könnte dann das Gesprochene gleich ins Deutsche übersetzen. Wäre sehr praktisch für Adolf.

Oi ging zurück ins Gästehaus und setzte ein weinerliches Gesicht auf. Adolf bemerkte es sofort und fragte sofort: „Oi, what is los?“ „Big Problem with my sister.“ “What big problem with sister?” fragte er entgeistert. Oi ließ jetzt ihren Tränen freien Lauf und weinte fürchterlich. Es ist schon erstaunlich, wie manche Thai Frauen auf Kommando heulen können. Adolf war sichtlich betroffen, er verstand aber dann doch, das sie in einer Stunde zur Nok fahren sollten, die wird alles erklären.

Nachdem Nok das Telefongespräch mit Oi beendet hatte, rief sie sofort Pepperl an. „Komm her, die dumme Pute ist zu blöd, es dem dämlichen Farang zu erklären. Wir müssen es jetzt selber machen. Ich fahre jetzt gleich ins Phya Thai Hospital nach Phuket Town und manage das mit unseren Kranken.“ „Ich bin in einer Stunde bei dir“, sagte Pepperl und legte auf.

In der Zwischenzeit hatte Adolf seine Oi wieder etwas beruhigt und sie saßen still in Adolfs Zimmer.

Nok hatte das Phya Thai Hospital erreicht und ging gleich in die Krankenstationen. In Thailand kein Problem, es gibt keine Besuchszeiten oder ähnliches, es ist ein andauerndes Kommen und Gehen. Aufmerksam begutachtete sie die völlig überbelegten Zimmer, bis sie gefunden hatte, was sie suchte.
Sie sah ein etwa 15jähriges Mädchen, das völlig leblos im Bett lag. Sie war überseht mit Abschürfungen und offenen Wunden, vermutlich ein Mopedunfall. Um sie herum ein ärmlich aussehendes Pärchen, sicher die geschockten Eltern.
Nok ging auf die Leute zu und fragte, was los sei? Die Eltern erklärten ihr, das ihre Tochter von einen Auto angefahren wurde, das selbstverständlich Fahrerflucht beging. Normalzustand in Thailand! Sie hätte vermutlich leichte innere Verletzungen, aber die Ärzte kümmerten sich nicht besonders um ihre Tochter, da sie arme Bauern aus Songkla sind und erst seit kurzen auf Phuket waren. Geld hätten sie auch keines, weil der Vater noch keine Arbeit gefunden hätte.

„Volltreffer“, dachte sich Nok. Sie nahm die Eltern beiseite und machte ihnen ein Angebot, das sie nicht ausschlagen konnten! Danach gingen sie zum diensthabenden Arzt und fragten ihn, was die Behandlung wohl kosten würde? „Rund 4.000 Baht“, antwortete der kurz angebunden. „Ok!“ war die Antwort von Nok. Die Eltern verneigten sich vor der Nok und machten einen langen, hohen Wai. „Ich komme später mit einen Farang, ihr verlässt sofort das Zimmer, wenn ich da bin. Verstanden!“ „Alles was du willst, Khun Nok. Du bist eine gute Frau“, antworteten die erleichterten Eltern.


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phimax

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vor'm Monitor
waldi,

das ist ja schon fast geschäftsschädigend :teuflisch:

Du kannst dich auf Phuket noch frei bewegen, ja? ;-)

Michael
 
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waldi

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Teil 24:

Adolf und Oi trafen bei dem Haus von Nok ein. Einige der Mädchen schliefen noch, da sie sehr spät bzw. früh aus den verschiedensten Touristen Hotels nach Hause gekommen waren. Andere wuschen wie jeden Tag die Wäsche mit der Hand. Ein geschäftiges Treiben.

Pepperl saß auf der Terrasse und rauchte genüsslich eine Camel ohne Filter aus einen Duty Free Shop.

„Was ist los?“ begrüßte Adolf den Pepperl. „Genaues weiß ich auch nicht, aber die Schwester von Oi hatte wohl letzte Nacht einen schweren Unfall“, entgegnete er. „Die Oi ist total durcheinander und heult die ganze Zeit, ich verstehe sie ja nicht!“ war Adolfs Antwort. „Ja, verstehe ich, aber wart mal ab, die Nok weiß mehr. Sie müsste jeden Moment kommen.“ Braves Mädchen die Oi, dachte sich Pepperl und lehnte sich zurück.

Oi verzog sich in ein Schlafzimmer und kramte an ihren Sachen rum. Sie hörte wie die Nok mit ihrer SUZUKI Crystal vorm Haus eintraf.

„Und alles in Ordnung?“ sagte Pepperl in Thai zu ihr. „Sicher, alles geregelt, jetzt greifen wir uns diesen Komiker.“ Oi kam auch wieder aus dem Haus und sie wusste genau, welchen Part sie jetzt übernehmen muss. Recht war ihr das aber keinesfalls. Sie schämte sich, das Adolf das Opfer ist, sie mochte ihn inzwischen immer mehr.

Nok erklärte die ganze Geschichte in Englisch, aber Adolf musste sich immer wieder das Gesagte ins Deutsche von Pepperl übersetzen lassen. Oi saß die ganze Zeit neben Adolf und weinte leise. Sie machte genau, was ihr die Nok aufgetragen hatte, sie spielte ihre Rolle gut. Als Nok fertig war, war Adolf erst mal geschockt, aber er wusste auch, das die Story eventuell getürkt sein konnte. Sein Verstand arbeitete auf Hochtouren. „Tilak, go Hospital?“ sagte nun Oi und schaute ihn traurig an.

Pepperl erkannte den Ernst der Lage und redete sofort auf Adolf ein: „Adolf, sei nicht blöd, lass dich nicht verarschen, die wollen dich doch nur abzocken.“ „Meinst du?“ fragte Adolf. „Ja, sicher, ich an deiner Stelle würde mich erst überzeugen, ob das alles stimmt. Fahr doch dahin, kostet ja nichts. Ich fahre auch mit, ich helfe dir, du bist mein Freund!“ Pepperl wusste ganz genau, wie man Leute in Stresssituationen bearbeiten muss, er benutzte die psychologische Schiene, er solidarisierte sich mit Adolf um sein Vertrauen zu gewinnen.

Als Adolf seine Oi so ansah, wusste er auch sofort, das sie gerne zu ihrer Schwester wollte. Familie hat einen wahnsinnig hohen Stellenwert in Thailand, dessen war er sich auch bewusst.

„Ok, we go!“ sagte er in die Runde. Dann brachen sie auf, Nok, Pepperl, Adolf und Oi.

Sie kamen am Phya Thai Hospital an und parkten ihre Mopeds. „Halte ihn etwas auf, ich muss erst die Eltern verscheuchen“, sagte Nok zu Pepperl in flüssigen Englisch. „Alles klar!“

Als Adolf das Krankenhaus betrat, stockte ihm erst mal der Atem. Noch nie hatte er gesehen, wie schwer verletzte Leute einfach so rumhingen in der Notaufnahme. Sie wurden von den anwesenden Schwestern einfach so abgelegt, wo gerade Platz war. Sie gingen weiter und Adolf blinzelte in so manch offen stehende Krankenzimmer und war geschockt, wie viele Leute sich darin aufhielten. Aus manchen Zimmern stank es fürchterlich.

Er konnte schon in Deutschland keine Krankenhäuser ausstehen, aber das, was er hier sah, jagte ihm einen kalten Schauer über den Rücken. Er war sichtlich erschüttert! Pepperl entging Adolfs Seelenzustand keineswegs, im Gegenteil, er beobachtete seine Reaktionen sehr aufmerksam. Außerdem wusste Pepperl, wie sich situierte Europäer fühlen in solch einer Situation. Er plante es mit ein!

Sie erreichten das Zimmer der 15jährigen und Oi ging auf das junge Mädchen zu. Ihr wurde plötzlich übel und sie lief sofort wieder raus und kotzte aus dem Fenster im Gang. Adolf deutete dies, wie es jeder normal denkende Mensch deuten würde, er lief ihr sofort nach und versuchte sie in den Arm zu nehmen. Sie stoß ihn aber weg, Adolf konnte nicht wissen, warum sie das tat. Er trat wieder in das Zimmer und sah sich das unschuldige Wesen im Bett an. Er war zutiefst erschüttert und fragte Nok bzw. Pepperl, was genau los sei. Nok erklärte ihm, das sie innere Verletzungen hätte, aber die Ärzte nicht operieren wollen, weil niemand die Behandlung bezahlen kann.

Adolf war jetzt in einem Wechselbad der Gefühle, er hatte sich noch nie so hilflos wie jetzt gefühlt, seine Gefühle überschlugen sich. Er wusste nicht mehr, was er denken sollte. Pepperl und Nok sahen sich an, ihre Augen glänzten und lachten zugleich. Ihre miese Strategie schien vollends aufzugehen, sie waren ein sehr gefährliches Paar, sie nutzten die Schwächen der Menschen skrupellos aus!

Adolf konnte den Blick nicht von dem armen Mädchen nehmen und fragte mit stockender Stimme: „Was soll die Behandlung kosten?“ „40.000 Baht“, schnellte es aus Nok’s Mund, wie mit der Pistole geschossen. Adolf war unfähig, den Betrag in Euros auf die Schnelle im Kopf umzurechnen und sagte nur: „Ja, ich bezahle das!“

Die Eltern des Mädchen standen am Flur und blinzelten in das offene Zimmer, wo der seltsame Farang vor dem Bett ihrer Tochter stand. Sie hatten ein ähnliches Wechselspiel der Gefühle wie Adolf, nur wusste keiner voneinander.

„Soll ich die Ärzte informieren?“ fragte jetzt Pepperl leise zu Adolf. „Ja, leite sofort alles ein!“ Adolf musste jetzt auch das Zimmer verlassen, er konnte das junge Mädchen nicht mehr ansehen, sie tat ihm so unendlich leid. Nok und Pepperl verließen nun auch grinsend das Zimmer.

„Ich muss das Geld gleich bezahlen, oder?“ fragte Adolf nun Pepperl. „Ja, das ist so üblich in Thailand, ansonsten machen die Ärzte nichts“, erwiderte Pepperl.

In der Zwischenzeit nahm Nok die Eltern des Mädchens auf die Seite und erklärte ihnen, das nun alles wieder gut werden wird. Überschwänglich bedankten sich die armen Leute bei der Nok und lobten sie nochmals als sehr guter Mensch. Nok grinste nur!

„Oi tröstete inzwischen Adolf, da sie sich schuldig fühlte und sich so schämte, das sie am liebsten im Boden versunken wäre. Adolf wertete ihre Gefühle natürlich ganz anders, aber wer könnte es ihm jetzt in dieser Situation übel nehmen. Er hatte nur als Mensch reagiert, als ein sehr guter sogar, - er war einfach manchen Menschen nicht gewachsen.

Nok informierte die Ärzte, das die Behandlung bezahlt wird und die sahen, das ein Farang anwesend war, somit leiteten sie die Behandlung sofort ein. Das Mädchen wurde sofort in den OP geschoben. Adolf fiel zwar auf, das da zwei Thais, ein Mann und eine Frau kauernd und weinend das Geschehen beobachteten, aber es wunderte ihn nicht so sehr, bei den ganzen Chaos, das hier im Krankenhaus herrschte.

„Ich muss auf die Bank in Patong Beach, ich habe natürlich nicht soviel Geld bei mir“, sagte er zu Pepperl. „Ja, natürlich, wir warten hier“, erwiderte er.

So machte sich Adolf und Oi auf den Weg nach Patong Beach um die SIAM Comercial Bank in der Rat-U-Thit Road zu besuchen. Er wollte sich die 40.000 Baht auf seine MASTERCARD auszahlen lassen. Während der Fahrt sagte Oi kein Wort, sie fühlte sich so schuldig!

Adolf betrat die Bank und nach 15 Minuten kam er wieder raus, mit 40 frischen 1000 Baht Scheinen in der Hemdtasche. Seine Aufregung war noch nicht ganz verflogen, zu tief saßen die Eindrücke aus dem Krankenhaus.

Oi hatte am Sozius gewartet. Adolf startete sein Moped und bog ohne auf die richtige Seite zu schauen wieder in die Rat-U-Thit Road ein. Plötzlich quietschten Reifen, eine Hupe verstummte und Adolf und Oi flogen von dem Moped auf die harte Straße.

Adolf landete so unglücklich, das die gesamten 40.000 Baht aus seiner offenen Hemdtasche auf der Straße verstreut waren. Passiert ist den Beiden zum Glück gar nichts, sie standen sofort wieder auf und sammelten die 40 Tausend Baht Scheine ein.

Plötzlich ertönte eine laute Hupe und erst jetzt sahen sie, wem sie den Vorrang genommen hatten, und wer sie umgestoßen hatte.

Adolf traute seinen Augen nicht, wer da auf der HONDA Dream saß, die ihn und Oi gerammt hatte.

Es war der deutsche Glatzkopf, der Adolf schon ein paar mal aufgefallen war!!

Na Servus!



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Harry55

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@waldi,
wie immer top, die jetzt geposteten Fortsetzungen der Neverending Story! :super:
Habe auch deinen Beitrag in "Thailand Querbeet" gelesen, ich hoffe, die anderen User auch. :-)
Andere haben es schon gesagt: Honda Dream und Glatze? Elicsan oder ein Klon von ihm? ;-)
Gruß, Harry55
 
I

Iffi

Gast
@Waldi,

wann immer ich denke, kaum noch zu steigern, kommt die nächste Stufe (nach oben)

Mach bloss weiter! :super: :bravo:

Im Augenblick glaube ich sowas wie "Leo Sunnyboy" zu sehen.

Aber für die nächste Überraschung warste schon immer gut. :cool:
 
S

Smithy

Gast
Ich schliesse mich @Harry55 voll und ganz an :super: .

Ich habe die 40.000 Bath schon im Gully wegschwimmen gesehen, mannomann @Waldi, das war villeicht ein Schock :rolleyes: ;-) .

Wer steckt bloss hinter diesem ominösen Glatzkopf :nixweiss: ?

Ich warte mit Spannung auf die Fortsetzung....... :wink: .

@Harry55, kannst du nen link zu Thailand Querbeet einfügen :computer: ?

Nabend @Iffi :-) .
 
Thaiman

Thaiman

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Jan 24, 2004
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Esslingen
Unglaublich toll geschrieben,dabei mehr als Lebensnah,man kann richtig mit dem "armen" Adolf mitfühlen oder Ihn aber auch bedauern.
Ich denke manch ein Neuling in Sachen Thailand kennt zumindest einige Situationen aus allernächster Nähe.LOL.
Ich kann nur sagen weiter Waldi ich kanns kaum erwarten. :bravo: :bravo: :bravo:
 
S

Smithy

Gast
@Harry, besten Dank !

Werde demnächst mal ne grössere Bestellung abschicken müssen :-) ,
man acht auf das "müssen", es führt kein Weg daran vorbei ;-).
 
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waldi

Gast
@ll

Dank, Dank, Dank... :-)

Im Augenblick glaube ich sowas wie "Leo Sunnyboy" zu sehen.
;-D , ...meinste?

mal sehen, ich denke... die nächste überraschung ist net weit...

adolf ist am lernen (obwohl er es selber nicht unbedingt merkt), aber es stimmt, die jetzige situation, in der er jetzt steckt, KONNTE er nicht voraussehen... dafür ist er viel zu ehrlich und gutmensch... und vorallen, viel zu UNERFAHREN,wie böse es zugeht, manchmal in der welt...

er brauchte mal ein "schock erlebnis"...

er ist kein bad boy, aber wir werden sehen... ich denke schon, das ich noch ne überraschung für euch habe... :lecker:

waldi :cool:
 
S

Smithy

Gast
@Waldi, der Adolf ist mir schon ans Herz gewachsen, mit dem würde ich gern mal durch die Szene saufen :rofl: .

Adolf der Furchtlose, der Ritter, villeicht sogar der Retter :-) .

Hätte ich nicht schon einen Nick, würde ich mich hier als Adolf anmelden ;-D .

Adolf ist schon recht heftig.........als Nick ;-D .
 
franki

franki

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Bravo Waldi, Du hast es wirklich drauf und kannst richtig spannende Geschichten schreiben! :bravo: Ich glaube, ich wäre auch wie der Adolf reingefallen und hätte die 40000 Baht bezahlt. Sind ja im Vergleich zu Behandlungskosten in Deutschland immer noch moderat. Zumindest wird mir der Adolf zunehmend sympatischer, er ist eben doch ein guter Kerl (dschai dii sagt man wohl auf Thai). Jetzt wird ihn wohl sicher der Glatzkopf (Elicsan?) den Betrug erklären..?

Gruß von Franki.
 
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Tilak1

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@ Waldi,
schon wieder der Glatzkopf :nixweiss:


[schild=47:c13ab29181]Dankeschön[/schild:c13ab29181]


Bis dahin Andreas
 
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Maadia

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Hallo Waldi deine Story ist total fazienierend geschrieben. Supppper warte aber nicht zulange mit der fortsetzung.
:bravo: :bravo: :bravo:
 
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waldi

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Teil 25:

„Can´t you pay attention? You fucking stupid Guy???” hörte Adolf den Glatzkopf schreien.
„Sorry, Sorry“, versuchte Adolf sich zu entschuldigen. „What happens to You?“

“What?” schaute Adolf den Glatzkopf mit großen Augen an, er wusste, das er schuld war.

„Bist du ein Deutscher?“ fragte jetzt der Glatzkopf. „Ja, du doch auch, oder?“ entgegnete Adolf.
„Ich habe es mir fast gedacht, in Deutschland Bus fahren und hier den großen Biker bei den Weibern raushängen lassen, was? Ist dir was passiert?“ fragte der Glatzkopf. „Nein, ich denke nicht.“ „Und deiner Begleitung?“ „Nein, ich denke auch nicht“, antwortete Adolf noch etwas geschockt.

„Komm, ich helfe dir, schieben wir mal dein Moped auf die Seite.“ Zehn Meter entfernt war eine kleine Fressbude. Der Glatzkopf parkte seine HONDA bei den rumstehenden Hockern und half danach unseren Beamten beim Aufräumen des Dilemmas. Adolf zitterte am ganzen Körper, war ihm doch die Lage erst jetzt so richtig bewusst geworden.

„Ja, jetzt beruhige dich wieder, ist ja nichts passiert“, redete der Platterte auf Adolf ein. Oi hingegen war sehr ruhig, sie hatte schon ganz andere Unfälle mit Mopeds hinter sich. „Komm, setzen wir uns dahin, bis du dich wieder etwas beruhigt hast“, sah der Glatzkopf Adolfs Erregung an. Beide Mopeds waren durch den leichten Aufprall auch nicht beschädigt.

„Willst du ein Bier? Zur Beruhigung?“ fragte der Glatzige. „Nein, nein, wir müssen nach Phuket Town, wir haben was wichtiges zu erledigen“, antwortete Adolf. Oi war die Pause überhaupt nicht unangenehm, sie nutzte sie, um drei scharfe Tom Yam Gung (Thai Shrimps Suppe) zu ordern. Sie ist schließlich Thai!

Adolf fiel auf, das der Glatzkopf überhaupt nicht aufgeregt oder nervös wegen des Unfalles war: „Sag mal, du bist so ruhig und gelassen, berührt dich der Unfall nicht?“ „Shit happens“, war seine lapidare Antwort. Adolf konnte sein Verhalten nicht verstehen. „Irgendwie verhaltest du dich gar nicht wie ein Deutscher, ich beneide dich wegen deiner Gelassenheit“, sagte Adolf zu ihm. „Wer sagt denn, das ich ein Deutscher bin. Wie kommst du darauf?“

„Du bist kein Deutscher?“ Adolf war überrascht!

„Nein!“ sagte der Platterte kurz.

Die Köchin des Hauses brachte nun die drei Suppen an den Tisch. Oi verteilte die Stäbchen an die beiden Farangs. „Das hast sicher du bestellt, oder?“ sagte der Glatzkopf jetzt zu Oi in perfekten Bangkok Thai. Oi fielen fast die ta-kiap (Stäbchen) aus der Hand und lächelte den Fremden an. „Oh, du sprichst Thai?“ „Ja, ein bisschen, ist der Farang da dein Lover?“ Verlegen stocherte Oi in ihrer Suppe und gab keine Antwort. Sie hatte noch nie einen der Fremden gesehen, der ihre Sprache sprach.

Adolf war schwer beeindruckt, wie flüssig dieser seltsame Typ plötzlich in Thai sprach!

„Läufst du eigentlich immer mit soviel Geld durch die Gegend“, fragte jetzt der Glatzkopf den Adolf, während er gekonnt die Shrimps mit den Stäbchen nahm. „Nein, eigentlich nicht, aber ich muss eine Behandlung im Krankenhaus bezahlen.“

„So, so, wer ist den krank?“ wurde der Glatzkopf nun neugierig. „Die Schwester meiner Freundin hatte letzte Nacht einen schweren Unfall, wir waren heute im Krankenhaus.“ „Aha“, war die Antwort, die Suppe schien ihm zu schmecken.

„Deine Schwester hatte also einen schweren Unfall letzte Nacht, was ist denn passiert?“ labberte der Fremde jetzt in Thai zu Oi. Sie blickte ihn kurz an, ließ aber sofort wieder den Kopf hängen und sah auf ihre Suppe. Sie war jetzt in einer Situation, wo sie am liebsten sofort aufgestanden wäre, um davon zu laufen. „Wieso spricht dieser Farang bloß unsere Sprache und wozu fragt er, es geht ihm doch überhaupt nichts an“, dachte sie sich. Dem Glatzkopf fiel die Reaktion der Oi sofort auf und legte nach: „Wieso sprichst du nicht mit mir?“ Er kannte diese Reaktion von den Thais nur zu gut, schließlich lebte er nun schon neun Jahre hier und hatte jeden Tag beruflich mit ihnen zu tun. Oi sagte weiterhin nichts, und nun wusste der Glatzkopf, das irgendetwas faul war. Nun war er noch neugieriger!

„Du sprichst wohl kein Thai und dein Englisch ist ja gerade auch nicht berauschend, oder? Wie heißt du eigentlich?“ fragte er jetzt Adolf. „Nein, kein Thai und Englisch auch nicht viel, ich heiße Adolf“, er wusste, das er diesem Typen jetzt keine Geschichte aufbinden sollte, wie er es in den Bars immer machte. Adolf war keinesfalls dumm, er überspielte nur meist seine Unsicherheit mit großen Sprüchen. „Wo hast du so gut Thai gelernt und woher kommst du nun eigentl....“ Er wurde von Oi unterbrochen. „Tilak, go now!“ Der Platterte war sichtlich amüsiert über dieses Pärchen und richtete noch mal sein Wort an Oi. „Warum sprichst du nicht mit mir? Ich habe dich etwas gefragt.“ Er wusste das Thais, Problemen sofort aus den Weg gehen, und unmissverständlich hatte sie eines mit seinen Fragen, dessen war er sich sicher. Oi lächelte, sagte aber nichts.

„Darf ich dich etwas fragen?“ richtete sich jetzt der Glatzkopf an Adolf, nachdem er bei Oi nicht weiter kam. „Klar, ich finde es sehr gut, das du Thai sprichst, vielleicht kannst du mir auch etwas übersetzen.“ „Wie hast du von dem Unfall erfahren, nachdem du kein Thai sprichst und auch kein Englisch.“ Er benutzte absichtlich „kein Englisch“!

Adolf erzählte ihm die ganze Geschichte mit der Schwester, Nok und Pepperl, die Oi wurde immer unruhiger, obwohl sie nichts verstand und wäre wirklich am liebsten sofort auf und davon. Aber sie blieb stumm bei den Beiden sitzen. Der Glatzkopf hörte sich die gesamte Geschichte an, stellte ein paar kurze Nachfragen, aber er ließ Adolf freien Redefluss. Als Adolf fertig war, sah er den Glatzkopf fragend an.

„So, so, der Pepperl“, war die erste Reaktion vom Glatzerten.

„Kennst du ihn?“ fragte Adolf. „Ja, leider nur zu gut“, war die Antwort. „Ok, hör zu, Adolf, du bist mir irgendwie sympathisch und ich könnte dir helfen, wenn du willst.“ Adolf überlegte, kannte er diesen Typen ja nicht, aber er machte irgendwie einen ganz anderen Eindruck auf ihn, wie Pepperl.

„Wie meinst du das?“ fragte er nach.

Der Glatzkopf erzählte nun Adolf, das er seit neun Jahren im Holiday Inn als Chefkoch arbeitet und er 18 Köche und einige Küchenhilfskräfte befehligte. Der General Manager des Hotels, ein Thai Chinese, der auch schon im Holiday Inn in Berlin gearbeitet hatte, sei sein bester Freund und hätte schon mal Ärger mit diesen Pepperl, weil er Gäste vom Hotel über den Tisch gezogen hatte. Nur wäre das damals im Sand verlaufen, aber er hatte es nicht vergessen. Der Glatzkopf bot nun Adolf an, mit ihm kurz ins Holiday Inn zu fahren, damit er sich überzeugen konnte, das er die Wahrheit sprach.

Adolf war sprachlos! Oi saß immer noch stumm neben ihm.

„Du meinst, das ganze ist eine Farce?“

„Ich denke ja, aber lass uns ins Hotel fahren, ich lade euch beide in die Hotelbar ein und dann können wir weiteres besprechen. Diese Nok und Pepperl laufen sicher nicht aus dem Krankenhaus weg.“

Adolf war völlig baff, er zahlte die Rechnung. Er wies Oi an, jetzt aufzubrechen, - sie meinte natürlich, jetzt geht es wieder ins Krankenhaus.

Sie starteten und bevor sie in den fliesenden Verkehr einscheren konnte, schrie Adolf noch zum Glatzkopf: „Woher kommst du wirklich, das du so gut Deutsch sprichst?“

Der Platterte grinste zu Adolf rüber und sagte:

„Aus Südtirol!“


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Bieris

Bieris

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Hi Waldi

:round: Mir fliesst schon fast das Herz über, aus sympathie für Adolf. Und ich bin ja sooo froh, dass ihm endlich jemand hilft.
(Das ist jetzt echt nicht ironisch gemeint.!)

Jetzt hoffe ich nur, dass er nicht wieder in eine neue Falle tapt. Kann den weiteren Fortgang kaum erwarten....

Gratulation ! Bieris
 
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Adolf in Thailand

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