Teil 31:
Sie blickte ihn an und wusste, dass er hier nicht bleiben möchte, das Pfahlhaus ist wirklich zu ärmlich für so einen reichen Mann.
Dabei wollte Adolf nur seine letzten drei Nächte in einen komfortablen Bett, mit eigener Dusche und angeschlossener Toilettenschüssel, die auch über die nötige Sitzeinrichtung eines verwöhnten „am Amt Langsitzer“ verfügt, verbringen.
Sie fuhren mit dem SUZUKI Jeep zurück nach Trang, um ein adäquates Hotel zu suchen. Natürlich verfuhren sie sich wieder, - sie erreichten den großen Kreisverkehr, von wo eine Abzweigung nach Phattalung abgeht. Selbstverständlich nahm Adolf diese Ausfahrt, obwohl es sie wieder aus der Stadt rausbrachte. Doch dann sah er rechts ein seltsames Hotel, das aussah wie ein Schiff.
Da wollte er wohnen, egal was es kostet. Sie checkten ein.
Nach einer ausgiebigen Dusche fuhren sie wieder zu dem Markt ins Zentrum, wo der Dürre und seine Frau einen Stand haben.
Sie wurden schon von der Verwandtschaft erwartet, - der Dürre lag in einen zerrissenen Liegestuhl und schlief seinen Rausch von letzter Nacht aus.
Die Matte wurde wieder am Boden ausgebreitet, denn Oi und die Frau vom Dürren hatten feine Speisen besorgt.
Der leckere Geruch schien auch den Dürren aus seiner wohl verdienten Ruhepause zu wecken, er raffte sich auf und nahm auf der Matte Platz. Adolf hatte wenig Appetit und vertrieb sich die Zeit, um eine Runde über den Markt zu drehen.
Die Marktleute registrierten den Beamten sehr wohl, aber sie ließen ihn in Ruhe! In der Provinz sind die Händler bei weiten nicht so aufdringlich wie in den Touristenorten, und lassen einen normalerweise zufrieden.
An einen Stand sah Adolf, das lebende Frösche, lebende Schlangen und weiteres Getier angeboten wurde. Interessiert begutachtete er die exotischen Tiere. Lächelnd wurde ihm von der dicken Marktfrau erklärt, welchen Preis die Tiere haben. Adolf hörte der Marktfrau geduldig und aufmerksam zu, dann antwortete er: „No speak Thai! Speak Englisch with mir!“ Die dicke Marktfrau schaute den Beamten an und lachte laut auf. Vermutlich war ihr Englisch genauso schlecht oder nicht vorhanden... – wie bei Adolf!
„Kann ich dir helfen?“ hörte Adolf hinter sich eine weibliche Stimme in Deutsch. Sofort blickte er sich um, und sah einer aufgedackelten Schönen in die Augen. Sie musste so um die 30 Jahre alt sein, dachte sich Adolf.
„Du sprichst Deutsch?“ begann er zaghaft ein Gespräch. „Ja, ich lebte einige Jahre in Frankfurt am Main“, war die Antwort der Schwarzhaarigen. Adolf war begeistert von den sehr guten Sprachkenntnissen der attraktiven Frau. „Was führt dich hierher nach Trang?“ „Ich bin hier geboren und besuche meine Eltern“, antwortete die Schöne. Adolf war hin und weg von dieser Frau, besinnte sich aber sehr schnell, das er mit Oi hier sei. „Ich bin mit meiner Freundin hier. Sie heißt Oi, komm doch bitte mal mit, ihr Bruder hat da drüben einen Stand. Wie heißt du? Ich bin der Adolf!“
„Ich heiße Nina!“
Das dies nur der Künstlername der Dame war, ahnte Adolf nicht.
Zusammen gingen sie zurück an den Stand vom Dürren. Nina plapperte sofort mit den anwesenden Thais los. Zurückhaltend hörten der Dünne, seine Frau und Oi zu. Oi nahm Adolf an die Hand, sie wusste sofort, das Nina nicht unbedingt auf der Sparkasse um die Ecke arbeitet.
„Kannst du mir übersetzen?“ fragte jetzt Adolf, weil die Thai Konversation jetzt etwas schleppend voran ging. Die Thais wussten sofort, welcher Beschäftigung die Nina nachging. Adolf hatte wieder mal keine Ahnung. „Klar, was soll ich übersetzen?“ Adolf wollte, das Nina der Oi erklärt, wie jetzt der weitere organisatorische Weg ablaufen soll. Er wolle sie, wenn er in ein paar Wochen wieder kommt, nach Deutschland mitnehmen und heiraten. Nina schaute ihm neckisch in die Augen und übersetzte.
Oi war sichtlich erfreut und gab dem Beamten einen Kuss. Der Dürre und seine Frau hatten aber nur verächtliche Blicke für Nina übrig.
Adolf erfuhr von Nina, das sie nur mehr zwei Tage hier in Trang bleiben will. Sie arbeite auf Phuket und müsste dann wieder zurück. Ihre genaue Tätigkeit verschwieg sie, - es wusste ohnehin der ganze Markt außer Adolf, welcher Beschäftigung sie nach ging. Ihre zurückhaltende (Thai)Art hatte Nina schon längst abgelegt, sie war einfach zu lange im Ausland und hatte schon vieles erlebt.
Oi war es jetzt sehr unangenehm, das die Konversation in Deutsch ablief. Nina schien das aber sichtlich zu genießen.
„Was machst du heute Abend? Wir wollen schön essen gehen, und du könntest mir übersetzen. Ich würde dich gerne einladen!“
Nina blickte zu Oi, übersetzte aber nicht, was Adolf gesagt hatte.
„Klar, mache ich gerne, wohin wollt ihr gehen?“ Adolf erklärte ihr, das er das erste Mal hier sei, und keine Ahnung habe. Nina wusste aber sofort Abhilfe, und sprach von einen sehr netten Lokal, welches internationales und Thai Essen anbietet. Adolf war sofort begeistert, sagte sofort zu, und wollte, das sie sich um 19.00 Uhr hier treffen sollten.
Nina sagte noch ein paar Worte zu Oi und verschwand.
Oi und ihren Familienangehörigen war es sehr recht, das Nina wieder weg war.
Sie wussten nicht, das Adolf mit ihr heute Abend ein Treffen zum Dinner ausgemacht hatte.
Den Nachmittag verbrachten Oi und Adolf noch am Markt, bevor sie zurück ins Hotel fuhren. Sie gönnten sich ein Nickerchen.
Um 18.00 Uhr weckte Adolf seine Oi.
„Tilak, you take shower, we see Nina zum Dinner“
Oi schaute ihn nur lange an, bevor sie langsam ins Bad ging.
- Hang on, Guys -