Adolf in Thailand

Diskutiere Adolf in Thailand im Literarisches Forum im Bereich Thailand Forum; woma, :O :O :O ich glaub mich streifft die Eisenbahn das habe ich gelesen :zorn: . Schau zu, dass ich Dich nie in einer hohlen Gasse :lol...
M

Marco

Gast
woma" said:
....Schwyzerdeutsch :frech:, da wird doch eine düstere Zukunft impliziert,
woma, :O :O :O ich glaub mich streifft die Eisenbahn

das habe ich gelesen :zorn: . Schau zu, dass ich Dich nie in einer hohlen Gasse :lol: , äh nein Du bist ja nicht Österreicher......

Wenn die Diskriminierung der Schweizer in diesem Masse weitergeht, dann Stauen wir den Rhein, oder bestrafen Euch sonstwie :lol: . Wir Schweizer sind ja erfinderisch, das fällt uns schon etwas ein ;-D .

khontingtong
 
Micha

Micha

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khontingtong" said:
...oder bestrafen Euch sonstwie :lol: . Wir Schweizer sind ja erfinderisch, das fällt uns schon etwas ein
Wenn ich mir Deine Avantars so ansehe glaube ich Dir diese Aussage auf´s Wort. Wer fühlt sich bei so einem Anblick eigentlich nicht gestraft ?
 
I

Iffi

Gast
Also Jungs, macht mal langsam.

Interpretiert doch bitte nicht zu viel in Waldi's Worte hinein, oder seht es doch einfach mal positiver.

"zwielichter Schweizer" kann doch auch bedeuten, dass diese Person einfach ein unbeschriebenes Blatt ist, welches schwierig einzuschätzen ist. Daran wäre nämlich nichts Verwerfliches.

Aber wenn ihr es hören möchtet: here we go.

Ich bin seid 2.5 Jahren in der Schweiz und habe echte Arschlöcher kennengelernt, bis ich begriffen habe, dass die Jungs hier absolute Individualisten sind, die sich vom Staat nichts vormachen lassen.

Immer gerade heraus. Jeder seine eigene Demokratie. Jeder sein eigenes Parlament.

Das geht soweit, das selbst innerhalb eines Kantons die Regeln unterschiedlich sind.

Meine Hochachtung. :super:

Demokratie bis in die kleinste Zelle. :cool:

Da können wir uns eine kleine Scheibe abschneiden.

Und ganz nebenbei. Wenn ich zur Arbeit patter, passiere ich die Burg "Stein". Die war mal der Waffensitz der Habsburger, die aus dieser Gegend stammen. Diese wurde schon im 15zenten Jahrhundert von den starrköpfigen Helvetiern eingenommen.

Wie lange haben die Habsburger sonst wo in der westlichen Welt Europa regiert? Ja richtig. Bis zum 1. Weltkrieg.

Ein zwielichter Schweizer? Solch eine Bemerkung wirft doch keinen Schweizer um, oderrrrrr?
 
W

waldi

Gast

Teil 29:


Er fand zwar den Ort „Ban Suan Man“ auf der Karte, aber der war rund 6 bis 7km nördlich von Trang, Adolf wusste, dass sie jetzt aber 30km westlich von Trang sind. Eine Umfahrungsstraße von Trang suchte er vergeblich, so biss er in den sauren Apfel, - er fuhr Richtung Trang Downtown!

Oi war das nur recht, sie bestätigte, sich in Trang bestens auszukennen.

Nach rund einer knappen, halben Stunde Fahrt erreichten sie die breite Einfallstraße ins Zentrum. Das dies die Geburtsstadt von Chuan Leekpai war, den ehemaligen Premier Minister, der 1992 diesen Posten das erste mal inne hatte, wusste Adolf nicht, woher und wozu auch?

Aber Oi auch nicht!

November 1997 wurde Leekpai wieder mit seiner Demokratischen Partei Premier Minister. Er setzte sich stark für seine alte Heimat, den Süden Thailands, ein, - konnte man auch, nicht zuletzt an den Kautschuk Preisen ablesen. 2001 wurde er dann vom Dollar Milliardär Shinawatra abgelöst, die Thai liebende Thai Ära begann.

Adolf fielen die dunkelgrünen, lustigen Tuk Tuks sofort auf. Diese Ausführung kannte er noch nicht, diese Dinger sind auch hauptsächlich nur im Süden des Landes vertreten.

Sie schwammen jetzt mit dem starken Verkehr mit, auf sein Nachfragen, wo sie denn jetzt seien und wohin sie mussten, wusste Oi trotz mehrmaligen Nachfragen keine Antwort. „Ich dachte, du kennst dich hier aus...“ brummelte er in seinen nicht vorhandenen Bart.

Er war etwas gestresst, hatte er doch Null Plan, wie er jetzt die richtige Ausfallstraße finden sollte, alles war nur mehr spärlich beschildert und auch nur mehr in Thai Buchstaben. „Telefon your home?“ raunzte er Oi an! “Mai Mi Torasap (kein Telefon)”, antwortete Oi. Adolf wurde immer aufgeregter: „What ist Telefon Nummer Mama Papa?“ wurde er jetzt immer lauter. Oi sah ihn mit großen Augen an... „Was will er denn jetzt von Mama und Papa? Die sind doch schon lange tot!“ Sie lächelte ihn an, doch Adolf war gar nicht nach Lächeln zumute. Er hatte sich aber soweit im Griff, das er keinen cholerischen Anfall bekam. So fuhren sie weiterhin stumm mit dem fließenden Verkehr mit. Adolf überlegte fieberhaft und nun sichtbar sehr erregt, wie sie aus diesem Schlamassel wieder rauskommen. „Wieso versteht Oi ‚Telefon’ nicht“, dachte er sich verärgert, wie gerne hätte er jetzt Zack, den Südtiroler, gefragt.

„Tilak, STOP, STOP“, meldete sich jetzt Oi lautstark. „What is los?“ schaute er genervt zu ihr auf den Beifahrersitz. „Pi Chai, Pi Chai (älterer Bruder)!“ schrie sie jetzt und deutete auf einen Markt am Straßenrand. „Nein, jetzt wird nichts gegessen, wir wollen in dein Zuhause!“ Adolf fuhr im Schritt Tempo einfach ungebremst weiter.

Oi ließ nicht locker und schrie aus dem runter gekurbelten Fenster: „Pi Chai kha!!!“

„Jetzt sei doch endlich mal ruhig, wir essen jetzt nichts!“ reagierte Adolf genervt, den langen, dürren Thai, der auf den SUZUKI Jeep zurannte, sah er nicht.

„Tilak, Stop now, please!“ Adolf wollte gerade wieder Gas geben, als er den Dürren sah, wie er Oi anpöbelte... - so dachte er zumindest. „Was will denn der Dürre da? Oi, mach sofort das Fenster close!“ „Tilak! Pi Chai!“ „Was?“ Adolf stoppte den Jeep. “Brother me”, stellte Oi den Dürren vor.

Endlich begriff Adolf, das dieser Typ anscheinend einer der Brüder von Oi war. „Du Brother Oi?“ versuchte er den Dürren anzusprechen. „Arai na? (Wie bitte?)“ schaute der Dürre Adolf an und lächelte, er musste so an die 50 Jahre alt sein.

Adolf erkannte die Lage und machte einen holprigen Wai. Sichtlich sehr erheitert lachte der Dürre ins Auto und sagte: „Sawadee Farang“ ...und machte natürlich keinen Wai.

„Ist das dein Farang aus Deutschland?“ fragte der Dürre nun Oi. „Er hat ein gutes Herz und ist stinkreich!“ sagte Oi in lauten Worten. Der Redeschwall schien jetzt nicht mehr abzubrechen, die Beiden plapperten jetzt laut durcheinander und lachten herzhaft oder doch boshaft? Schnell waren 10 Leute an Adolfs Jeep und begutachteten den Beamten aus Mönchen Gladbach.

Adolf war jetzt etwas überfordert, er fühlte sich etwas, wie ein exotisches Tier in einem Zoo. Andauernd kamen Leute an sein Fenster, lächelten ihn an, und palaverten wild durcheinander. Sie wurden zum Aussteigen aufgefordert und an einen Stand auf dem Markt geleitet. Sofort wurde eine Matte ausgebreitet und Adolf und Oi sollten Platz nehmen. Schnell wurde Beiden ein Glas kaltes Wasser gereicht. Unser Beamter war das erste Mal auf einen richtigen, einheimischen Markt. Seine große, rote Nase wurde mit den verschiedensten Gerüchen konfrontiert, die er nicht kannte. Trotzdem genoss er die wahnsinnige Aufmerksamkeit der Eingeborenen, - so im Mittelpunkt stand er noch nie in seinen Leben.

Adolf fiel auf, wie Oi von allen möglichen Leuten angelabert wurde, - kannte sie die Alle?

Da er mit den Leuten keine große Konversation führen konnte, beobachtete Adolf aufmerksam das Treiben um ihn herum. Irgendwie machte Oi Adolf klar, das ihr älterer Bruder Chiap hieße und hier mit seiner Frau einen Marktstand für Gemüse und Obst hätte. In einer Stunde wollen sie nach Ban Suan Man aufbrechen, der Bruder wohnt gleich neben dem Haus, in dem sie aufgewachsen ist.

Nach rund eineinhalb Stunden wurde der Stand abgebaut und auf zwei uralte HONDA Dream mit klapprigen Beiwagen verfrachtet. Ein Moped wurde vom dürren Chiap gesteuert, das andere von seiner Frau. Adolf wurde klar gemacht, das er ihnen mit dem Jeep folgen sollte.

Natürlich bauten jetzt auch alle anderen Marktleute ihre Stände ab, ein quirliges Getümmel entstand, die Leute liefen kreuz und quer durcheinander, die Mopeds hupten, lautes Hühner Gegacker, der Imam in der Nebenmoschee stimmte sein lautes Abendgebet, in 1000 Watt Lautsprechern, an und unser Beamter vom Arbeitsamt mittendrin. Exotik pur!

Irgendwie schafften sie es, aus dem Gewühl rauszukommen, Adolf folgte brav den beiden Mopeds.

Auch in Trang gibt es eine Art Feierabendverkehr, so brauchten sie rund eine dreiviertel Stunde, um die Innenstadt zu verlassen. Danach ging es nördlich auf eine relativ gut ausgebaute Landstraße. Nach einigen Kilometern bogen sie links in einen Feldweg ein. Inzwischen war es auch schon sehr dunkel, sodass Adolf etwas Mühe hatte, den Mopeds auf diesen engen Weg zu folgen.

Ein komisches Gefühl schien sich immer mehr in Adolfs Magen einzuschleichen.

Nach ungefähr 10 Minuten Schaukelei sah Adolf in seinem Lichtkegel der Scheinwerfer, einen Bretterschuppen, der vermutlich für die Tiere auf der Farm diente.

Die beiden Beiwägen stoppten und wiesen Adolf an, das Auto abzustellen.

Mit weit aufgerissenen Augen blickte Adolf durch die Windschutzscheibe.



- Hang on, Guys -


 
I

Iffi

Gast
@Waldi,

du bist ein Künstler. :super:

Viele wichtige Dinge so einfach nebenher gesagt, ohne Zaunpfahl oder gar unehrliche romantische Verklärung.

Wann treffen wir uns mal?
 
dms

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PATTY und NRW
lol waldi


super die story könnte real sein ....passier bestimmt täglich sowas in LOS....

:super: :super:

mach weiter so

mfg
dms :cool:
 
Peter-Horst

Peter-Horst

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@Waldi,

manchmal aber nur manchmal (und nur ein klein klein wenig :lol: ) hab ich das Gefühl das Du das selbst erlebt haben musst.

Aber neeeeeeeeeeeeeeeeeee ...... oder :wink:

Gruß Peter :round:

P.s.: :super: Super Story ! :super:
 
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Marco

Gast
@Micha und Iffi

Mein letzter Beitrag habt ihr falsch aufgefasst oder ich habe zuwenige :lol: :rofl: eingesetzt.

Lest das einfach nochmal durch :O und interpretiert nichts rein. Als Lehre :gruebel: für mich, werde ich das nächste Mal mehr Smilies einsetzten :wink:


@Waldi

waldi" said:
„Telefon your home?“...
...„What ist Telefon Nummer Mama Papa?“...
...„What is los?“...
...„Pi Chai kha!!!“„Jetzt sei doch endlich mal ruhig, wir essen jetzt nichts!“...
...Oi, mach sofort das Fenster close!“...
...„Du Brother Oi?“...
Seit 10 Minuten schreibe ich jetzt hier nach dem Zitat Worte und Sätze hin und lösche sie dann wieder, weil ich nicht das Schreiben kann, was ich ausdrücken möchte. Ich überlass es deshalb den Smilies:
:bravo: :super: :rofl: ;-D :O :lachen:

khontingtong
 
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Rawaii

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Hehe, die story wird immer besser, einige sachen erkennt jeder bestimmt wieder.... ;-D :O ;-D
 
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waldi

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@Waldi,

manchmal aber nur manchmal (und nur ein klein klein wenig ) hab ich das Gefühl das Du das selbst erlebt haben musst.

Aber neeeeeeeeeeeeeeeeeee ...... oder

LOL :lol: @peter-horst

na ja, selbst erlebt nicht unbedingt... aber klar sauge ich mir nicht alles aus den fingern - sind einige situationen dabei, wo ich es miterlebt habe... bleibt ja nicht aus, wenn du längere zeit in LOS lebst...

ich kannte mal ein pärchen (D/TH), die hatten wirklich so eine geheimsprache (D/Eng/TH Mix), die ausser den beiden wirklich niemand verstand...

egal, die beiden waren damals schon einige jahre verheiratet und ich denke, die sind immer noch zusammen... sehr nette leute

sehr oft ist das mädl nicht das problem, sondern die bucklige verwandschaft, ihr könnt euch nicht vorstellen, wie manche mädls darunter leiden, so ein pack zu hause zu haben...

einige können sich davon lösen, die meisten aber nicht...

denke, einen hab ich heute noch

gruss, waldi :cool:
 
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Maadia

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[LOS

für was steht eigentlich Los :???:
 
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Danke für die schnelle Antwort. :wink:
 
Stefan

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waldi" said:
@Waldi,

manchmal aber nur manchmal (und nur ein klein klein wenig ) hab ich das Gefühl das Du das selbst erlebt haben musst.

Aber neeeeeeeeeeeeeeeeeee ...... oder

LOL :lol: @peter-horst

na ja, selbst erlebt nicht unbedingt... aber klar sauge ich mir nicht alles aus den fingern - sind einige situationen dabei, wo ich es miterlebt habe... bleibt ja nicht aus, wenn du längere zeit in LOS lebst...
:lol: es steckt (e) wohl in jedem von uns mal ein Adolf ( in den Augen vieler Thais)

Waldi, wieder mal eine köstliche Geschichte....Danke :super:
 
W

waldi

Gast



Teil 30:


Ein gespenstisches Zirpen empfang Adolf, als er das Auto verließ. Die seltsamen Töne des dichten Dschungels waren ihm fremd, und unüberhörbar. Die exotischen Stimmen der aufgewärmten Nacht irritierten den Beamten etwas, aber noch mehr überraschte ihn das Haus, das er sah. War das ein Haus?

Er war sich aber bewusst, das er jetzt weit weg von den Annehmlichkeiten der Touristenorte war, die Zivilisation schien weiter weg als der zunehmende Mond, der schwer seine Runden in der finsteren Nacht drehte.

Er konnte sich nicht helfen, aber die Geschichten von Indiana Jones mussten hier gedreht worden sein. Ein einsames Stelzenhaus, umgeben von Lianen, mitten im Urwald, - das hatte er nicht erwartet. Er war schockiert!

Vor dem Stelzenhaus saßen einige Leute auf einer Matte – eine uralte Petroleumlampe spendete ein schwaches Hell in der Lichtung, anscheinend wurden sie erwartet.

Freundlich und lachend wurden sie von den, im Schneidersitz hockenden Thais begrüßt, es waren fünf Männer und zwei Frauen anwesend, ein Baby lag friedlich schlafend neben einer der beiden Frauen. Adolf machte dieses Mal keinen Wai vor der illustren Gesellschaft, nein, er begrüßte jeden mit Handschlag, wobei sein starker Händedruck von niemanden erwidert wurde.

Oi wurde sofort mit lautstarken Fragen überhäuft, eine herzliche Begrüßung mit Umarmung oder ähnliches, fand nicht statt. Die meisten standen nicht mal auf. Adolf bemerkte die körperliche Distanz, welche die Thais untereinander einhielten. Er wurde zum Platz nehmen aufgefordert, die Männer rückten etwas zusammen, sodass sich Adolf etwas umständlich zwischen sie hocken konnte. Das letzte Mal saß er so vor 40 Jahren, als Teilnehmer eines Schullagers in Voerde am Niederrhein! Seine, inzwischen 51jährigen Knochen, sträubten sich etwas gegen diese unkonventionelle Sitzweise.

Zwei Kinder sprangen plötzlich mit lauten Palaver aus der Stelzenhütte. Es war der 13jährige Nat und die 14jährige Lek, die beiden Kinder von Oi. Hier fiel die Begrüßung schon herzlicher und körperintensiver aus. Man sah Oi die Freude an, die sie hatte.

Oi stellte Adolf allen vor, die Männer reichten ihm ein Glas mit einem seltsam schmeckenden Getränk gefüllt, das er auch tapfer ex austrank. Sein Rachen brannte wie loderndes Feuer, - was haben sie ihm da gegeben?
Es war Lao Khao (Reisschnaps), der Diesel, den manche Landbewohner trinken wie Wasser.

Einer nach dem anderen wurde nun Adolf von Oi vorgestellt, natürlich in Thai Sprache, sodass er zwar aufmerksam zuhörte, aber nur Bahnhof verstand.

Adolfs Glas wurde vom dürren Chiap immer wieder schön nachgefüllt, sodass er binnen kurzer Zeit so richtig einen in der Krone hatte. Trotz seines immer größer werdenden Suff blickte Adolf immer wieder zu dem Pfahlhaus vor ihm hoch. „Schlafen die etwa da oben?“ fragte er sich selber. „Und wo schlafe ich heute Nacht?“ waren seine Überlegungen.

Trotz der Sprachschwierigkeiten wurde die Party immer lustiger und lauter. Adolf hatte sein Problem mit der Schlafstätte wieder verworfen, inzwischen fühlte er sich nicht mehr als Besucher des original Drehortes von Indiana Jones, nein, inzwischen war er Indiana Jones. Die hochprozentige Mischung des Lao Khaos tat sein übriges, Adolf hatte die Wirkung völlig unterschätzt. Er war voll wie eine englische Bank. Er war so voll, das er sich nun problemlos mit den Thais in deren Sprache unterhalten konnte.

„Oi… Pipi? Ti Nai?”

Sie erkannte sein Problem sofort und half ihm auf die Beine. Schwer schwankend brachte sie ihn hinter die Hütte, wo er seine Notdurft erledigte. Während des Pisseln fielen ihm seine Kollegen vom Arbeitsamt ein. „Na, ihr Döddels, habt ihr die Formblätter der B 53 Akten auch richtig eingeordnet?“ Er lachte lauthals los! Die Thais auf der Matte bemerkten seinen lautstarken Heiterkeitsausbruch nicht. Schwankend ging er zu der Truppe zurück, wo der Dürre schon mit einem weiteren Glas Reisschnaps wartete.

Inzwischen plärrte auch laute, unverständliche Musik aus einen kleinen Kassettenradio. „Also Strom haben sie hier“, der Beamte summte lauthals mit der fremdartigen Melodie mit. Die Thais amüsierten sich sehr über diesen lustigen Farang.

Irgendwann verschwanden drei der fünf Männer, die beiden Frauen mit dem Baby waren auch nicht mehr da, Adolf verbrüderte sich gerade mit dem Dürren, Oi beendete ihr Gespräch mit den Kindern und wand sich Adolf zu:

„Tilak, phom nüai maak!” (Schatz, ich bin müde!)

„Yes, sanuk maak maak (Ja, ich habe viel Spaß). Du hast good Family“. Oi lächelte.

Der Dürre stand auf, verrichtete sein menschliches Bedürfnis neben Adolfs Jeep, danach stieg er die Holzleiter auf das Stelzenhaus hinauf und ward nicht mehr gesehen.

Adolf nahm noch einen kräftigen Schluck!

Plötzlich war es noch dunkler als es eh schon war. Adolf fiel rücklings auf die Matte, friedlich grunzte er vor sich hin, - er hatte einen Black out. Die verbliebenen Thais lachten laut über den Beamten. Oi legte ein Kissen unter seinen Kopf und bedeckte ihn mit einer leichten Decke.

Ihre erste Nacht in Trang verbrachten sie unter freien Himmel, Oi schlief neben ihrem Tilak auf der Matte.

Als Adolf das erste Mal die Augen öffnete, strahlte die Sonne schon 2 Stunden am wolkenlosen Himmel, der Dürre und seine Frau standen schon seit 3 Stunden am Markt und Oi hatte seine gesamte Wäsche mit der Hand gewaschen, sowie an einer Leine aufgehängt. Sein Kopf drohte zu zerplatzen, aber er raffte sich auf seine wackligen Beine. Er sah sich um und erschrak!

„Habe ich Depp hier mitten im Hof wie ein Hund am Boden geschlafen? Was ist gestern alles noch passiert?“ er fühlte sich schuldig und schämte sich sehr. Oi gab ihm einen heißen Instant Kaffee, den sie unter dem Pfahlhaus zubereitet hatte.

Nachdem Adolf das nähere Umfeld des Pfahlhauses und das selbige über die Holzleiter innen inspiziert hatte, kam er zu einen unumgänglichen Entschluss:

„Oiiiiii ! We not stay here!“



- Hang on, Guys -


 
D

derHenne

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:bravo: ich hab eineige Tage gebraucht, um das alles durchzulesen, meine Hochachtung !!!! Mh war zwar aber erst ein mal da, aber Adolf kenne ich auch, nur das die Armin und Ruediger heissen!
Ach hier in dem Land der Mitte kann man leider nicht solchen Spass haben! Nur anderen. :bravo:
 
E.Phinarak

E.Phinarak

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Junge, Junge. "Unser Adolf" nimmt ja wirklich alles mit. Aber er macht sich ja langsam: steht pinkelnd im Dschungel und lacht über seine Kollegen :lol:
Waldi, mach weiter so. Das, was dem Adolf in seinem 1.Thailand-Urlaub passiert, hatte ich über mehrere Urlaube verteilt.
Sag mal Waldi, wann willst du das nächste Mal nach Karon ?
Gruß Eddy
 
dawarwas

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Kölle am Ring
@E.Phinarak,

"Das, was dem Adolf in seinem 1.Thailand-Urlaub passiert, hatte ich über mehrere Urlaube verteilt."

Da Outet sich aber jemand.
Respekt, Respekt. ;-)
 
E.Phinarak

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Dawarwas, wer behauptet in einem so exotischen Land wie Thailand nie in Fettnäpfchen getreten zu sein, der sagt nicht die Wahrheit.

Damit meine ich nicht nur die Pauschaltouristen, die nur Hotel, Strand und das eine oder andere Restaurant kennengelernt haben, sondern (gerade) die, die sich auch "unter´s Volk mischen"

Gruß Eddy, der inzwischen gelernt hat nicht in jedes Fettnäpfchen zu treten.
:wink:
 
I

Iffi

Gast
@Phinarak,

das (gerade) hätte ich nicht in Klammern gesetzt,sondern sogar unterstrichen.

Der viel zitierte Pauschal-Touri, wenn es dieses Klischee denn gäbe, hat überhaupt keine Gelegenheit, in's Fettnäpfchen zu treten, denn er bewegt sich ja im globalen Einerlei.

Bei den anderen Touris ist der Wunsch der Vater des Gedankens, dass sie wenig in Fettnäpfchen treten. :cool:
 
Thema:

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