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Kapitel 16
Pairat hatte durch einen Telefonanruf erfahren, dass man ihn gefeuert hatte.
Nicht einmal Potaram war persönlich am Apparat gewesen, sondern nur dessen Schwager. Diesen Gesichtsverlust konnte Pairat keinesfalls auf sich sitzen lassen. Er besorgte sich aus Bangkok neue Weggefährten, was nicht allzu schwierig war.
Zum einen hatte sich in der Unterwelt noch nicht herum gesprochen, dass er bei Potaram in Ungnade gefallen war, zum anderen versprach Pairat großzügige Entlohnung für den Erfolgsfall und der hieß:
Die Tochter des Generals Pittayarat wieder zu ergreifen, in den Süden zu bringen und danach bei Presse und Fernsehen durch sickern zu lassen, dass Potaram dahinter steckte.
Als nächstes würde man den Schwager beseitigen müssen.
Aber zunächst galt es, den ersten Schritt umzusetzen.
Pairat machte sich mit seinen Männern auf nach Phuket.
Bernd und Nong wurden mit dem PKW der Zivilbeamten zur Polizeidienststelle von Phuket Town gefahren, um Bernds Aussage am Computer zu protokollieren.
Gerade eben wurde das matt glänzende Präzionsgewehr durch das Zimmer getragen und Bernd fragte, ob er einen Blick darauf werfen dürfe.
“Hm, sieht aus wie eine Arbeit des Meisters Meijer aus Johannesburg, aber ganz sicher bin ich mir nicht. Ein Einzelstück.”
Bernd betrachtete das Gewehr wie ein Kunstwerk.
“Ihre Angaben haben sich alle bestätigt, Mister Krüger! Wir haben sogar die Patronenhülse gefunden. Im Hinterkopf des Opfers steckt vermutlich noch das Geschoss. Sie dürfen gehen, Mister Krüger, vielen Dank!”
“Und was ist mit Mister Weise? Da das Opfer erschossen wurde, ist er unschuldig.”
“Wir müssen das Ergebnis der Obduktion abwarten, was die maßgebliche Todesursache war”, sagte der Kriminalist ernst.
Nong mischte sich ein: “Mister Krüger, ich selbst und mein Bruder Udai Pittayarat verbürgen sich dafür, dass Mister Weise nicht die Insel verläßt bevor alles geklärt ist!”
Khun Tongthai schien einen Moment zu schwanken, aber der Name Pittayarat war wohl bekannt und gab den Ausschlag.
“Also gut. Mister Weise hält sich zu unserer Verfügung, bis der Fall abgeschlossen ist. Und Sie passen gut auf ihn auf! Da ich Ihnen vertraue”, Tongthai machte eine bedeutungsschwangere Pause, “muss sich Mister Weise nicht jeden Tag bei der Polizei melden. Die Flughäfen und Häfen werden natürlich überwacht.”
Peter wurde von zwei Polizeibeamten eskortiert zu ihnen gebracht und rieb sich die Handgelenke.
“Hattest du Klimananlage und Minibar oder die Thai-Variante zusammen mit Kathoeys, Serienmördern und Krabbeltierchen?” fragte Bernd.
Peters Mund verzog sich zu einem schiefen Grinsen.
“Du ahnst gar nicht, wie ich deine launigen Sprüche vermisst habe!”
“Zweimal Knast in einem Urlaub reicht ja auch oder willst du eine Artikelserie darüber schreiben? Ach übrigens, du und Nong könnt schon mal den Baum putzen, wir feiern Weihnachten hier!"
Da Bernd als Zeuge und Helfer der Polizei gedient hatte, organisierte das Königreich Thailand auch den Rücktransport nach Patong.
Bernd fragte den Fahrer, ob er auf dem Beifahrersitz Platz nehmen dürfe, denn das junge Paar hinten hatte jede Menge Gesprächsbedarf.
Nong umklammerte Peters Hand.
“Ich habe dich vermisst, Peter!”
“Ich dich auch!” Er küsste sie auf die Wange.
“Mich hat nur gestört, dass du nicht dabei warst, als Bernd und die Russen mich befreit haben. Du wolltest das wohl den Profis überlassen.”
Sie lächelte und knuffte ihn in die Seite.
“Die Sache mit Lek tut mir leid. Ich wollte...”
“Lek, diese Schlange! Ich werde kein Wort mehr mit ihr wechseln, sie hat dich verführt!”
Peter riss die Augen auf und verkniff sich jeden Kommentar.
wird fortgesetzt...
Pairat hatte durch einen Telefonanruf erfahren, dass man ihn gefeuert hatte.
Nicht einmal Potaram war persönlich am Apparat gewesen, sondern nur dessen Schwager. Diesen Gesichtsverlust konnte Pairat keinesfalls auf sich sitzen lassen. Er besorgte sich aus Bangkok neue Weggefährten, was nicht allzu schwierig war.
Zum einen hatte sich in der Unterwelt noch nicht herum gesprochen, dass er bei Potaram in Ungnade gefallen war, zum anderen versprach Pairat großzügige Entlohnung für den Erfolgsfall und der hieß:
Die Tochter des Generals Pittayarat wieder zu ergreifen, in den Süden zu bringen und danach bei Presse und Fernsehen durch sickern zu lassen, dass Potaram dahinter steckte.
Als nächstes würde man den Schwager beseitigen müssen.
Aber zunächst galt es, den ersten Schritt umzusetzen.
Pairat machte sich mit seinen Männern auf nach Phuket.
Bernd und Nong wurden mit dem PKW der Zivilbeamten zur Polizeidienststelle von Phuket Town gefahren, um Bernds Aussage am Computer zu protokollieren.
Gerade eben wurde das matt glänzende Präzionsgewehr durch das Zimmer getragen und Bernd fragte, ob er einen Blick darauf werfen dürfe.
“Hm, sieht aus wie eine Arbeit des Meisters Meijer aus Johannesburg, aber ganz sicher bin ich mir nicht. Ein Einzelstück.”
Bernd betrachtete das Gewehr wie ein Kunstwerk.
“Ihre Angaben haben sich alle bestätigt, Mister Krüger! Wir haben sogar die Patronenhülse gefunden. Im Hinterkopf des Opfers steckt vermutlich noch das Geschoss. Sie dürfen gehen, Mister Krüger, vielen Dank!”
“Und was ist mit Mister Weise? Da das Opfer erschossen wurde, ist er unschuldig.”
“Wir müssen das Ergebnis der Obduktion abwarten, was die maßgebliche Todesursache war”, sagte der Kriminalist ernst.
Nong mischte sich ein: “Mister Krüger, ich selbst und mein Bruder Udai Pittayarat verbürgen sich dafür, dass Mister Weise nicht die Insel verläßt bevor alles geklärt ist!”
Khun Tongthai schien einen Moment zu schwanken, aber der Name Pittayarat war wohl bekannt und gab den Ausschlag.
“Also gut. Mister Weise hält sich zu unserer Verfügung, bis der Fall abgeschlossen ist. Und Sie passen gut auf ihn auf! Da ich Ihnen vertraue”, Tongthai machte eine bedeutungsschwangere Pause, “muss sich Mister Weise nicht jeden Tag bei der Polizei melden. Die Flughäfen und Häfen werden natürlich überwacht.”
Peter wurde von zwei Polizeibeamten eskortiert zu ihnen gebracht und rieb sich die Handgelenke.
“Hattest du Klimananlage und Minibar oder die Thai-Variante zusammen mit Kathoeys, Serienmördern und Krabbeltierchen?” fragte Bernd.
Peters Mund verzog sich zu einem schiefen Grinsen.
“Du ahnst gar nicht, wie ich deine launigen Sprüche vermisst habe!”
“Zweimal Knast in einem Urlaub reicht ja auch oder willst du eine Artikelserie darüber schreiben? Ach übrigens, du und Nong könnt schon mal den Baum putzen, wir feiern Weihnachten hier!"
Da Bernd als Zeuge und Helfer der Polizei gedient hatte, organisierte das Königreich Thailand auch den Rücktransport nach Patong.
Bernd fragte den Fahrer, ob er auf dem Beifahrersitz Platz nehmen dürfe, denn das junge Paar hinten hatte jede Menge Gesprächsbedarf.
Nong umklammerte Peters Hand.
“Ich habe dich vermisst, Peter!”
“Ich dich auch!” Er küsste sie auf die Wange.
“Mich hat nur gestört, dass du nicht dabei warst, als Bernd und die Russen mich befreit haben. Du wolltest das wohl den Profis überlassen.”
Sie lächelte und knuffte ihn in die Seite.
“Die Sache mit Lek tut mir leid. Ich wollte...”
“Lek, diese Schlange! Ich werde kein Wort mehr mit ihr wechseln, sie hat dich verführt!”
Peter riss die Augen auf und verkniff sich jeden Kommentar.
wird fortgesetzt...
