phimax" said:
Doch, die Schulen (nicht alle, aber immer mehr) übernehmen mittlerweile diese Aufgabe
Kannst du natürlich nicht wissen, da du nicht mehr vor Ort bist und dich wahrscheinlich auf das thail. Schulsystem beziehst.
Nein, ich beziehe das hauptsächlich auf das deutsche Schulsystem, da ich noch genügend Leute kenne, die damit zu tun haben (Schüler, Eltern und Lehrer) und auch die öffentlichen Diskussionen verfolge.
Und es ist immer noch so, dass schlechte Schulnoten den Schülern vorgeworfen werden als den Lehrern. Denn es ist doch die Aufgaben des Lehrers, Bildung erfolgreich zu vermitteln. Dafür wird der bezahlt. Wenn es ihm aber nicht gelingt oder sogar Vorgaben erfüllen mus, damit der Notenspiegel nicht zu positiv ausfällt, dann ist heute immer noch genauso viel falsch wie früher zu meiner Schulzeit.
phimax" said:
Informationen finden und verarbeiten ist wichtig. Allerdings ist es wichtiger, diese Informationen zu verifizieren. Ansonsten besteht die Gefahr, dass alles geglaubt wird, was im I-Net zu lesen ist.
Stell dir nur mal vor, du hättest einen eigenen Blog im Netz, würdest dort das gleiche schreiben, was du hier schreibst - nicht auszudenken wenn Kids das dann lesen und für die Wahrheit halten würden.
Natürlich ist verifizieren wichtig. Aber genau nur das kann man im Internet machen.
Vorher gab es nur EIN Schulbuch, auf das sich der Schüler verlassen musste. Und wir wissen doch alle, welche Propaganda mit nur einem Buch verbreitet werden kann. Auch BRD-Schulbücher mussten mehrfach verändert werden, weil die Informationen einfach nicht stimmten. Ein Schulbuch ist also genauso kritisch zu sehen wie ein Blog von mir.
Sobald aber jemand schon 2 verschiedene Blogs liest ist das mehr wert als ein Schulbuch.
Dank des weltweiten Internets und der Vielfalt der Informationen kann kein Staatssystem mehr einseitig die Kinder manipulieren. Natürlich wollen Staaten das verhindern und pochen daher auf Schule und vorgeschriebenen Bücher und Lehrmethoden. Das ist doch durchschaubar. Aber ich falle darauf nicht rein.
Is´ klar, ohne Computerkenntnisse bzw. -wissen wird man nicht mehr ´konkurenzfähig´ sein. Nur wenn alle (wie du so gern betonst) ausschließlich auf den Computer fixiert sind, wer kümmert sich dann um die/eine handwerkliche, landwirtschaftliche, medizinische oder auch soziale Grundversorgung der Menschen?
Wer spricht denn davon, "sich ausschließlich auf den Computer zu fixieren". Natürlich können PC/Internet auch medizinische und soziale Grundversorgungen verrichten. Vor allem dank des Internets haben sich nur 6% der Bürger gegen Schweinegrippe impfen lassen. Das wären vor 20 Jahren vermutlich noch über 60% gewesen, weil die Bürger eben nur auf Politiker, Lehrer, Ärzte und Eltern hören konnten.
Kleine Krankheiten können schneller vom Bürger beurteilt werden, ohne gleich zum (falschen) Arzt zu rennen oder Todesängste zu haben.
Die Sozial Communities verbinden Menschen aus aller Welt - friedlich. Ohne PC und Internet befanden wir uns vor 30 Jahren im kalten Krieg und hatten Angst vor dem bösen Russen. Dank PC und Internet haben wir erkannt, dass das übelste Propaganda war und dass andere Völker genauso mit Wasser kochen wie wir.
Und natürlich profitiert auch die Landwirtschaft und alles andere, wie die Jobfindung, das tägliche Leben (Einkauf etc.).
Das Internet ist der größte Segen der Menschheit - die weitausgrößte Erfindung, die jemals gemacht wurde. Die Targweite wird man natürlich erst in 100 Jahren oder später erkennen - wie fast immer bei genialen Erfindungen.
Ich denke nur an den Reinfall von Philipp Reis. Der erfand das Telefon. Damals meinten aber alle, niemand habe ein Bedürfnis, mit anderen zu telefonieren. Das Gerät hätte keine Zukunft. Daher zog der Amerikaner Bell später daraus Profit und erntete die Früchte, weil er eben nicht auf das hörte, was das Volk so dümmlich rausposaunte.
Ähnlich dann die Prognose für den PC: weltweit gäbe es einen Markt für genau 5 PCs.
Oder hier im Forum: wie werde ich ausgelacht, wenn es um fliegende Autos geht. Die Menschen stecken einfach in ihrer Gegenwart fest. Sie wollen derart am Status Quo festhalten, dass sie völlig blind sind und die Zukunftsaussichten nicht erkennen. Und so ist es eben auch mit Alternativen für die Schule. Die denken, was im Mittelalter gut war, das kann ja heute nicht schaden.
Ich halte diese Denkweise für bescheuert. Denn man kann immer alles verbessern und das Leben für alle erleichtern.